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  • 1/2006

    Gemeindebrief

    EvangelischeKirchengemeinde

    Leimen

    Nr. 128 Pfingsten / Sommer 2006

    aus www.fangemeinde-ekd.de

    Wisst ihr nicht, dass die Lufer im Stadion zwar alle laufen,aber dass nur einer den Siegespreis gewinnt?

    Lauft so, dass ihr ihn gewinnt.

    1. Kor 9, 24

  • Seite 2 Freud und Leid

  • Freud und Leid / Leitartikel Seite 3

    anstelle eines Leitartikels:

    "..wenn Gott die Flanken schlgt"Aus dem Hinweis zur kirchlichenTalkshow "Tacheles"

    Gottesdienstentwrfe zum ThemaFuball, bertragungsrechte frdie Kirchengemeinden, Begleit-material fr Jugendgruppen: Nochnie hat die evangelische Kirchesich fr ein Sportereignis so weitgeffnet. Zu weit? Ist die Grenzezwischen "Brot und Spielen" undchristlicher Verkndigung undVerantwortung dabei berschritten

    worden? Oder muss sich Kirchenicht noch strker der skularenReligiositt des Fuballs ffnenund diese mehr wrdigen? Dennschlielich werden die groenFuball-Stadien Woche fr Wochefr zigtausende zu Orten auerge-whnlicher Erfahrungen. Sie fin-den dort Glck, Heil und transzen-dente Erfahrung - und manchmalauch den Weg in die Kapelle imStadion, wie es sie zum Beispiel inder Arena auf Schalke gibt.

    Ghanas Nationalmannschaft betetvor jedem Spiel. Costa Ricas Kir-

  • Seite 4 Leitartikel / Aus dem Kirchengemeinderat

    chenprsident sagt, der Fuball seidie wichtigste Religion Sdameri-kas und Bekreuzigungen auf demSpielfeld sind lngst Alltag gewor-den. Ist Fuball nicht nur Welt-kultur sondern auch Weltreligion -ein Friedensstifter zwischen denKulturen und die groe Chance frdie Integration von Kindern undJugendlichen? Sind die Fuball-Idole und Fuball-Millionre dieneuen Missionare des Glaubens?

    Und wo ist er eigentlich zu Hausedieser Fuballgott? Im Stadion?

    Der Einzug der Mannschaften, dieGesnge der Fans fr viele ist eswie die Liturgie im Gottesdienst.In England wurde Fuball zuerst inden Kirchengemeinden gespielt.Borussia Dortmund wurde von ei-ner katholischen Jugendgruppe imJahre 1909 gegrndet zwei Bei-spiele fr die Verbundenheit vonKirche und Fuball.

    Hannover, 24. April 2006Pressestelle der EKDSilke Fauzi

    Wiederbesetzung der Pfarrstelle Leimen II

    Nach dem die Ausschreibung derPfarrstelle Leimen II im Mrz 2006im Gesetzes- und Verordnungsblattder badischen Landeskirche er-schien, ist zum Ende der Bewer-bungsfrist am 13. April 2006 leiderkeine Bewerbung eingegangen.Das bedeutet zum Einen, dass diederzeitige Vakanz noch lngereZeit anhalten wird. Zum Anderenwird die Stelle ein zweites Mal imGesetzes- und Verordnungsblatt

    ausgeschrieben. Wir hoffen dochsehr, dass nach Ende der zweitenBewerbungsfrist einige Bewerberzur Auswahl stehen werden.

    Pfarrer Lffler und der KGR bittendie Gemeinde um Nachsicht, wennwhrend der Vakanz nicht alles soreibungslos abluft, wie man diesin den letzten Jahren gewohnt war.Alle geben ihr Bestes!!

    Bezirkssynode am 25. Mrz 2006

    Am 25. Mrz fand die erste Be-zirkssynode in diesem Jahr inNussloch statt. Einziger Tagesord-nungspunkt war die Wahl desknftigen Dekanatsitzes der verei-nigten Kirchenbezirke Wieslochund Schwetzingen. Nachdem manbei der letzten Synode den Namen

  • Aus den Kirchengemeinderat Seite 5

    Sdliche Kurpfalz gefunden undbeschlossen hatte, ist es nun gelun-gen auch den knftigen Dekanats-sitz zu whlen. Die Synodalen bei-der Kirchenbezirke hatten die Wahlzwischen Schwetzingen undWiesloch. Nachdem sich jede derbeiden in Frage kommenden Kir-chengemeinden vorgestellt hatte,entschieden sich die Mehrheit deranwesenden Teilnehmer in ge-trennter Wahl fr Wiesloch alsknftigen Dekanatssitz. Mit dieserWahl wurde ein groer Meilensteinauf dem steinigen Weg der Zu-sammenlegung beider Kirchenbe-zirke gelegt. Am 1. April 2008 sollder neue Kirchenbezirk SdlicheKurpfalz Rechtskraft erlangen.

    TieleWinckler Kindergarten

    Nachdem im Herbst letzten JahresFrau Kempner und Frau Stamm ih-re Arbeitspltze getauscht habenund diese Regelung auf ein Jahrbegrenzt wurde, beschloss derKGR einstimmig, dass Frau Stammdauerhaft die Leitung des TieleWinckler Kindergartens bernimmtund Frau Kempner die Teilzeit-stelle von Frau Stamm.

    Kirchenfenster bei Dr. Fink

    Herr Dr. Fink, ein Sohn desKnstlers, der ein Kirchenfenster,das bei der Renovierung 1972 aus-

    gebaut wurde, geschaffen hat, -bernahm die noch vorhandenenTeile dieses Fensters und hat sieauf seine Kosten restaurieren las-sen, zum Andenken an seinen Va-ter. Das Fenster ist nun fertig. Mit-glieder des KGR werden dasFenster besichtigen. Herr Lfflerwird mit Herrn Dr. Fink die Moda-litten einer Leihgabe des Kirchen-fensters an unsere Kirchengemein-de besprechen. Vielleicht ist baldein schon verlorengeglaubtes Stckunserer Kirche wieder in Augen-schein zu nehmen.

    kumenische Kirchengemeinde-ratssitzung

    Zahlreiche Vertreter der arami-schen, der rmisch kath. und derevang. Kirchengemeinden trafensich am 21. Mrz in der evang.Kirche. Pfarrer Lffler referierte -ber die Geschichte der evangeli-schen Kirche im Laufe der Jahr-hunderte.

    Der informationsreiche Abendwurde spter bei einem kleinenImbiss in unserem PhilippMe-lanchthonHaus und angeregtenUnterhaltungen fortgesetzt.

    Herzlichst, Ihr Kurt GoldschmidtLiebe Konfirmandinnen

  • Seite 6 An unsere KonfirmandInnen

    Liebe Konfirmandinnenund Konfirmanden!Whrend ich diese Zeilen schreibe,bereiten wir gerade Eure Konfir-mation vor. Eure Konfirmandenzeitgeht. Ein groes Fest steht Euchbevor. Und danach?Konfirmation heit "Befestigung" -Befestigung im Glauben. Wir ha-ben viel ber unseren christlichenGlauben gesprochen: im Konfir-mandenunterricht und auch in un-seren Gottesdiensten. Der Glaubean Gott ist etwas, das sich stndigverndert. Man ist nie fertig mitdem Glauben. Da gibt es Zeiten, indenen man leicht glaubt. Doch esgibt auch Zeiten, in denen einemder Glauben schwer fllt und manvon Zweifeln geqult wird. Das istkeine Altersfrage. Deshalb ist es sowichtig, sich immer wieder an dieMeilensteine in seinem eigenenLeben zu erinnern, die Gott einemschenkt. Die Konfirmation ist soein Meilenstein. Hier sagt jede undjeder von Euch eigenverantwortlich"Ja" zu Gott. Auf dieses "Ja" kannman sich immer wieder berufen.

    In Eurer Konfirmandenzeit habt Ihrnicht nur viel ber Gott gelernt,sondern auch ber Eure Kirche undEure Gemeinde. Der Glaube unddie Kirche und Gemeinde hngenganz eng miteinander zusammen.Denn kein Mensch kann allein anGott glauben. Wir alle brauchenandere, die mit uns im Glaubenverbunden sind, die mit uns Got-tesdienst feiern, die mit uns versu-chen, als Christen zu leben. Des-halb lade ich Euch herzlich ein,auch nach Eurer Konfirmation amLeben Eurer Gemeinde teilzuneh-men. Die Einladung der Jugend-gruppe habt Ihr bekommen. Nehmtsie an! Ihr werdet berrascht sein,wie viel Spa Ihr dort haben knnt.Auch alle anderen Gruppen, Kreiseund Chre Eurer Gemeinde stehenEuch offen. Schaut Euch doch ein-fach einmal auf unserer Homepage:Kirche-Leimen.de das vielfltigeAngebot an. Ich bin sicher, dass daetwas fr Euch dabei ist. Und na-trlich freue ich mich ganz beson-ders, wenn ich Euch immer wiedereinmal im Gottesdienst sehe. Dennhier, im Gottesdienst ist schlielichder Mittelpunkt unseres Gemein-delebens. Hier hren wir auf GottesWort und lassen uns Kraft schen-ken fr unser Leben. Also tauchtnicht einfach ab, sondern bleibt da-bei. Christ sein lohnt sich!Herzlich grt Euch Euer PfarrerMichael Lffler

  • Thema Seite 7

    Die Geschichte des Fuballs Von Max Kappenstein

    Fuball-Weltmeisterschaft in

    Deutschland!Stndig wird man im Fernsehen,auf Werbeplakaten, in Zeitungendaran erinnert, kurzum: eine Nati-on ist aus dem Huschen. Es istkaum zu fassen, wie dieses Spieldie Massen begeistert.Doch wo sind die Wurzeln diesesSpieles ?

    Hier eine kleine bersicht ber dieGeschichte des Fuballs:

    Auch wenn die Chinesen das Spielbereits im 8. Jahrhundert erfundenhatten, begann die Geschichte deseuropischen Fuballs im 12.Jahrhundert zwar auch in Nord-

    frankreich, aber hauptschlich inEngland:

    Von den Anfngen bis zur Fest-schreibung der Regeln im 19.Jahrhundert war es ein rohes Spielund keineswegs gefahrlos. Die of-fene Mannschaftsstrke lie Streitzwischen Drfern oftmals zur a-narchischen Massenschlgerei mu-tieren. Der Brauch, die Waffen frdie Dauer des Spiels nicht abzule-gen, fhrte zu vielen Todesfllen.Deshalb sind die ersten Berichteber dieses Spiel Gerichtsakten,die von Toten und Verletzten be-richten! Die erste dieser Aktenstammt aus dem Jahre 1137.

    Wegen der Brutalitt wurde dasSpiel immer wieder verboten, dochdie Anzahl der Versuche, es demgemeinen Volk zu untersagen,zeigt, dass es wohl nicht durchzu-setzen war. Whrend des Hun-dertjhrigen Krieges (zwischenEngland und Frankreich) war derHauptgrund fr das Verbot die"wehrpolitische" Ertchtigung desVolkes, das lieber Bogenschieenals irgendwelche "sinnlosen" Ball-spiele lernen und praktizierensollte.

    Nach dem Erfinden der Schuss-waffen ist das "wehrpolitische"Verbot nun unbegrndet, auch

  • Seite 8 Thema

    wenn man in Gerichtsakten nunleider auch noch Schusswundenfindet, was wiederum zeigt, dassdas Spiel an Brutalitt (noch)nichts verloren hatte.

    Mit der Renaissance begannen nunauch gebildetere Leute, wie Ober-schler, Studenten, Anwlte undKleriker (!), sich fr das Spiel zubegeistern. Die berhmten Univer-sitten Oxford und Cambridgewurden zu Hochburgen des Ur-Fuballs. Um die berchtigtenRaufereien zu umgehen, verbotendie Universittsleitungen (vergeb-lich) den Studenten das Spielen inden Drfern.

    Das Verbot geriet nun immer mehrins Wanken (s. oben), zum einengalt das Spiel als "gentlemanlike",

    also als "Spiel der feinen Herren",zum anderen befrchten religiseGruppen, Puritaner und Presbyteri-aner, eine Gefhrdung der Sonn-tagsruhe. Doch auch Etikette derKirche knnen den Siegeszug desFuballs nicht mehr bremsen.Im 18. Jahrhundert aber geriet dasSpiel in