2. (öffentlicher) kommunbrauer-workshop (mitschrift)

Click here to load reader

Post on 31-Mar-2016

217 views

Category:

Documents

2 download

Embed Size (px)

DESCRIPTION

Mitschrift vom 2. Kommunbrauer-Workshop, dem ersten öffentlichen Workshop in dieser Sache (01.04.2012, 19.00 - 21.00 Uhr)

TRANSCRIPT

  • Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)

  • Fragen Sie mich bitte jetzt nicht, ob

    ich nicht andere Dinge zu tun htte,

    als in der Marktgemeinde Eslarn an-

    dauernd Berichte und/ oder Mitschrif-

    ten von diversen Geschehnissen zu

    fertigen. Sicher doch, jeden Menge!

    Da wir aber gerade von Famil ienseite

    auch ein Projekt zum Thema "1 0 Jah-

    re Eslarner G'schichtn" vorbereiten,

    mssen wir bestimmte, uns bislang

    verborgen gebliebene "Eslarner Ei-

    genheiten" etc. besser kennen und

    werten lernen.

    Ausserdem dienen diese Mitschriften

    und Berichte ja dazu, vor al lem die

    jngeren, aber auch lteren Eslarne-

    rInnen zu mehr Engagement in deren

    Heimatgemeinde zu bewegen.

    Ohne "Mittun" und Engagement kann

    nmlich gerade eine kliene Kommune

    wie Eslarn kaum berleben.

    Auch heute, beim "2. Kommunbrauer-

    Workshop", welcher im Gegensatz

    zum vorherigen Workshop ffentl ich

    zugnglich war, konnte man erleben,

    wie wenig Interesse der Groteil der

    EslarnerInnen derzeit daran hat, an

    zukunftsweisenden Diskussionen tei l-

    zunehmen.

    Sicherl ich war auch diese heutige Ver-

    anstaltung, bei welcher inkl. der bei-

    den Brgermeister Gbl und Zierer,

    dem Gemeindebeamten, Herrn VR

    Wrfl , noch vier Marktgemeinderats-

    mitgl ieder (K. Roth, M. Bumler, S.

    Wild, J. Kleber und K. Ziegler zudem

    als Presseberichterstatter), sowie der

    planende und beratende Architekt,

    Herr Dipl. -Ing. (FH) Josef Schnber-

    ger, sowie mit Herrn Kleber ein aktiver

    Kommunbrauer, und natrl ich meine

    Wenigkeit anwesend waren, ein be-

    sonderes Zeichen von Desinteresse.

    Ich mchte nicht verschweigen, dass

    die Ankndigung auf dem DEEZ-Por-

    tal fehlerhaft mit 1 4.00 Uhr als Uhrzeit

    angegeben war, doch bestand durch-

    aus die - bedauerl icherweise ver-

    sumte - Mglichkeit, diesen Work-

    shop frhzeitig auch durch Aushang

    an der Amtstafel bekannt zu machen.

    Dort haben wir in den letzten Tagen,

    wann immer mglich, nachgesehen

    bzw. nachsehen lassen, doch keinen

    entsprechenden Hinweis gefunden.

    1 . Allgemeines

    Hauptredner war natrl ich, der den

    Workshop leitende Erste Brger-

    meister.

    Die Sitzvertei lung war wie anlssl ich

    einer der blichen Gemeinderats-

    sitzungen, also sassen die anwe-

    senden Marktratsmitgl ieder und sons-

    tigen Gemeindevertreter an deren an-

    gestammten Pltzen. was es bei

    gerade einmal vebliebenden 8-9

    Pltzen am rtl ich vorhandenen

    "ovalen Tisch" weiteren Interessent-

    Innen schwer gemacht htte, sich

    nicht an eine Marktratssitzung, son-

    dern eine auf Diskussion und Mit-

    wirken angelegte Veranstaltung ein-

    zulassen.

    Der Autor dieses Berichts hielt sich -

    nicht zur Mitarbeit motiviert - im

    Background des Raumes, also auf

    den Pltzen, auf denen gemeinhin die

    ZuhrerInnen der Marktratssitzungen

    zu sitzen haben.

    Kurz und gut, ohne den Veranstal-

    tenden allzu nahe zu treten:

    Es war letztl ich "Frontalunterricht"

    erster Gte, und so etwas schreckt

    natrl ich sowohl Jugendliche als z. T.

    noch aktive SchlerInnen, wie vor

    al lem auch ltere, "mitten im Leben

    stehende" OrtsbrgerInnen ab.

    Man knnte aber wohl auch nicht

    erwarten, dass die Mehrheit der Eslar-

    ner BrgerInnen - wie bei sog. "Work-

    shops" blich - Ideenkrtchen be-

    schriften und an eine Tafel kleben

    wrde.

    Fr mich als Nicht-Kommunbrauer

    war es vor al lem deshalb schwierig, in

    die Materie einzusteigen, , da ich bis

    zum heutigen Zeitpunkt gar nicht

    weiss, wie hier nach Fertigstel lung

    des letztl ich mit 2/3 Kosten durch die

    Brgerschaft zu finanzierenden Pro-

    jekts, irgendwie auch direkt Geld in

    die Kassen zumindest rtl icher Gas-

    tronomen, Quartiergeber und sons-

    tiger Unternehmer fl iessen kann. Nur

    auf diese Weise wrde sich m. E. das

    Projekt ber die dann zu zahlende

    Gewerbesteuer amortisieren knnen.

    2. Der Workshop-Inhalt

    Zu Anfang referierte der Erste

    Brgermeister mit Untersttzung

    durch eine bebilderte PowerPoint-

    Prsentation hchst informativ ber

    die Informationsfahrt nach Pilsen und

    Chodova Plana.

    Anhand des Bildmaterials konnte man

    erkennen, welche Mglichkeiten hier

    fr die Ausgestaltung des geplanten

    "Zoigl-Museums" bestehen.

    Notwendigkeit einer Inventarisierung

    In diesem Zusammenhang erwhnt

    der Architekt, Herr Dipl. -Ing. (FH)

    Schnberger, dass man nun bald-

    mglichst sowohl eine Katalogisierung

    Das Informationsprodukt zum Eslarner Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus" Seite 1

    Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)

  • vorhandener lterer, das Kommun-

    brauen betreffende Gertschaften,

    vornehmen, und Personen zum

    Ausschauhalten nach mglichen wei-

    teren geeigneten Exponaten motivie-

    ren muss. Die Inventarisierung sollte

    schriftl ich mit Fertigung von Bildern

    zum jeweils mglichen Exponat

    erfolgen.

    Im Pilsener-Urquell-Museum in Pilsen

    konnte man erkennen - so Gbl -

    dass nicht jedes Exponat realiter

    vorhanden sein msse, sondern man

    manche Dinge - wie dort geschehen -

    durchaus auch knstlerisch in Form

    einer Waldbemalung anbringen kann.

    Ausserdem sollte man Leute dazu

    motivieren, Gegenstnde als (Dauer)-

    Leihgaben zur Verfgung zu stel len.

    Auch vom "Bierbrunnen" des Bier-

    sommeliers und Braumeisters, Herrn

    Plevka war man begeistert. Diesen

    hatte man anlssl ich des Besuchs in

    Chodova Plana, in der Brauerai

    "Chodovar" des Herrn Plevka erleben

    knnen. Gekrnt von einer Joseph-

    Statue spendete der Brunnen eine

    von mehreren Biersorten, welche

    "Chodovar" im Angebot hat.

    Auch so etwas - so Gbl - wre fr

    Eslarn im Bereich des Machbaren.

    Vor al lem - so der Zweite Brger-

    meister - msse man fr eine knftige

    Sanierung des Sudkessels die Vor-

    gehensweise des Herrn Plevka,

    nmlich eine Auskleidung mit Edel-

    stahl in Betracht ziehen.

    Mit der Sichtung von Dokumenten,

    welche ebenfal ls als Exponate dienen

    knnen, wurde Herr VR Georg Wrfl

    beauftragt, und der Zweite Brger-

    meister zeigte sich bemht, nach

    Braugegenstnden lterer Machart

    Ausschau zu halten.

    Filmische Dokumentation des gesam-

    ten Brauprozesses

    Architekt Schnberger mahnte auch

    an, so schnell wie mglich damit zu

    beginnen, den Brauprozess - so wie

    ihn Georg Zierer sen. betreibt -

    fi lmisch zu dokumentieren.

    Man war sich einig, dass man hier

    durchaus einen lngeren Film an-

    fertigen lassen knne, um diesen bei

    Einrichtung des Museums entspre-

    chend schneiden zu knnen.

    Der Zweite Brgermeister erklrte sich

    bereit, seinen Vater um eine Nieder-

    schrift des Brauprozesses zu bitten,

    welche dann als eine Art "Drehbuch"

    verwendet werden kann.

    Natrl ich werde sein Vater - so Zierer

    jun. - nicht seine Braugeheimnisse

    preisgeben!

    Bei diesem etwas flappsig gebrachten

    Zusatz knnte aber m. E. das grsste

    Problem der Zukunft l iegen.

    Ein mit ffentl ichen Mittel gefrdertes

    Projekt, welche auf der Grundlage

    eines Braurezeptes fusst, kann wohl

    nur dann von allgemeinem Nutzen

    ohne Bevorzugung irgendwelcher Ein-

    zelnen sein, wenn das grundlegende

    Braurezept zumindest der Eslarner

    Brgerschaft offen l iegt.

    Auch bei al ler Flappsigkeit in der Dar-

    stel lung knnte hier die Gefahr

    bestehen, dass nach Realisierung des

    Projekts mglicherweise sogar Lizenz-

    gebhren oder sonstige Zugestnd-

    nisse gefordert werden, um weiterhin

    im Eslarner Brauhaus brauen zu kn-

    nen.

    Es ging dann anlssich der fi lmischen

    Dokumentation noch darum, ob diese

    Sache ausgeschrieben werden ms-

    se, oder man (freihndig) an bewhrt

    leistungsfhige Unternehmen verge-

    ben kann.

    Man entschied sich bei einem ge-

    nannten Auftragsvolumen von **6.000

    - 1 0.000.-- Euro dafr, einige Unter-

    nehmen aus der nheren Umgebung

    zu informieren, und sich vor Ort eine

    Darstel lung mglicher Realisierung

    geben zu lassen.

    Dem Ersten Brgermeister war vor

    al lem daran gelegen, dass nicht je-

    mand mit einer Kamera fr **1 00.--

    Euro kommt, und hier einen solchen

    Auftrag annehmen wolle.

    Man darf aber wohl damit rechnen,

    dass ein professionelles Filmteam

    durchaus erst einmal mit einer ein-

    facheren Kamera ein Storybook er-

    stel len wird, bevor man das idR. snd-

    haft teure Equipment ins Eslarner

    Kommunbrauhaus bringen wird.

    Es verwundert etwas, dass man hier

    nicht gleich den Namen einer in

    Eslarn vertretenen Filmproduktion

    genannt hat, nachdem jeder Ort Stolz

    sein knnte, berhaupt ein entspre-

    chendes Unternehmen bei sich an-

    sssig zu haben.

    Teilnahme am "Tag des offenen

    Denkmals"

    Eslarn wird - so Gbl - dieses Jahr

    auch am "Tag des offenen Denkmals

    (09.09.201 2) tei lnehmen. Das

    diesjhrige Motto heisst "Holz", und

    Das Informationsprodukt zum Eslarner Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus" Seite 2

    Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)

  • Eslarn wird hier die Dachkonstruktion

    des Kommunbrauhauses bieten.

    Mglicherweise knne man, da das

    Gelnde, aber auch die Rumlichkeit

    in der Malztenne schon nutzbar ist,

    das Landestheater Oberpfalz (LTO)

    mit derem, hier passenden Programm

    ber Gerhard Polt zu einem Auftritt

    bewegen.

    Entsprechende Berechnung der Fi-

    nanzierung ber Eintrittskosten und im

    Hinbl ick auf die mgliche Besucher-

    zahl muss aber noch abgeklrt

    werden.

    Ausblick auf die Fortfhrung des

    Projekts

    Architekt Schnberger wiess darauf

    hin, dass man Mitte Jul i mit der

    Trockenlegung des Fundaments be-

    ginnen knne, und wenn das Sto-

    rchenpaar abgeflogen ist, kann man

    auch das Dach sanieren.

    Erster Brgermeister Gbl erinnerte

    noch einmal an die von Staats wegen

    dem Nachbarort Waidhaus spendierte

    Edelstahlkonstruktion fr das Stor-

    chennest. Man werde auch in Eslarn

    versuchen, an eine solche Konstru-

    ktion zu kommen.

    Noch mehr kaputt als bislang gedacht?

    I rgendwann vernahm ich aus Richtung

    des Zweiten Brgermeisters Zierer

    auch, dass neben dem sanierungs-

    bedrftigen Heizkamin auch der sog.

    "Dunstschlot" im Kommunbrauhaus

    erneuert werden sollte.

    Wenn ich da richtig gehrt habe, dann

    knnten also bei diesem Projekt die

    blicherweise immer zu kalkul ieren-

    den Mehrkosten noch gewaltig stei-

    gen.

    So kam durch den Zweiten Br-

    germeister ja auch der mglicher-

    weise mit Edelstahl auskleidbare

    Sudkessel zur Sprache, so dass wohl

    auch hier mit Mehrkosten zu rechnen

    ist.

    Auch die derzeitige Anlieferung von

    Braumalz, welche - so kam man im

    Rahmen einer Diskussion zum Er-

    gebnis - weiterhin wohl nur von der

    Frontseite des Brauhauses/ der Malz-

    tenne her mglich ist, drfte m. E.

    nach Fertigstel lung der Parkpltez auf

    dem Areal dennoch ein verkehrstech-

    nisches Hindernis darstel len, und sp-

    testens dann beseitig werden mssen.

    Derzeit sind wir bei Gesamtkosten von

    1 ,3 Mio. Euro, wovon voraussichtl ich

    435.000.-- Euro gefrdert werden.

    Letztl ich mssen also 2/3 der Kosten

    aus dem Gemeindehaushalt bestritten

    werden, und dieser ist - so jedenfal ls

    meine Information - wohl auch in

    einem Jahr noch "klamm".

    Viel leicht wre es doch sinnvoll , vorab

    einmal eine wirkl ich tragfhige Kos-

    tenrechnung durchfhren zu lassen,

    bevor die Sache gerade vor den kom-

    menden Kommunalwahlen auszuufern

    beginnt.

    BrgerInnen und vor allem aktive

    Kommunbrauer noch mehr begeis-

    tern.

    Der aktive Kommunbrauer, Herr Kle-

    ber von der Bhlermhle brachte es

    letztl ich auf den Punkt, als es darum

    ging, dass nur er als einziger realer

    Vertreter der sog. "aktiven Kommun-

    brauer bei diesem Workshop anwe-

    send war.

    Er mahnte - wie brigens auch der

    Architekt und der Gemeindebeamte -

    viel mehr die anderen aktiven Kom-

    munbrauer und auch die BrgerInnen

    an diesem Projekt zu betei l igen, und

    diese fr das Projekt zu begeistern,

    weil dieses sonst scheitern wrde.

    Auch muss man - so Kleber - vor

    al lem die derzeit vorhandenen beiden

    Zoigl-Wirte mehr in die Planungen

    einbeziehen.

    Zwischenkommentierung

    Wenn ich jetzt einmal ganz ehrl ich bin,

    dann bin ich heute eher unschlssig

    geworden, was den wirkl ichen Nutzen

    dieses Projekts fr ganz Eslarn be-

    trifft.

    Konnte ich mich in der "Haus- und

    Kommunbrauerversammlung" vom

    1 9.03.201 2 noch begeistern lassen,

    so zeigte mir die heutige Veran-

    staltung, trotz al ler Beteuerung, dort

    keinesfal ls eine Gaststtte o. . ein-

    richten, mit den vorhandenen beiden

    Zoigl-Stubn (Strhern und Zepfertn)

    und den Quartiergebern zusam-

    menarbeiten zu wollen, dass bei al lem

    ehrl ich gemeinten "Goodwil l" des

    Ersten Brgermeisters und auch des

    Gemeindebeamten, aiuch nach Reali-

    sierung des Projekts al le diejenigen

    Dinge in Sachen "Tourismus" noch vor

    Eslarn l iegen, welche auch so bislang

    nicht bewerkstel l igt werden konnten

    oder sollten.

    Es steht zu befrchten, dass dieses

    Projekt derjenige "Leuchtturm" sein

    wird, zu dem zumindest einige Jahre

    Das Informationsprodukt zum Eslarner Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus" Seite 3

    Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)

  • lang BesucherInnen streben, dort ein

    "Museumsbier" trinken, ggf. im aus-

    drcklich nicht als "Einkaufsmarkt"

    bezeichneten - "Standerl-Stodl" ein

    paar regionale Produkte kaufen, und

    sich dann ohne Besuch einer sons-

    tigen Eslarner Gastwirtschaft "vom

    Acker machen" werden.

    Warum?

    Ganz einfach, weil die Organisation

    eines weiteren Gaststttenbesuchs

    nach dem Besuch des "Zoigl-Mu-

    seums" und eines mglichen Vor-

    trages, zu viel Zeit verschl ingen wird,

    als dass sich - ausser der jeweil ige

    Wirt wrde dies entsprechend ver-

    gten - jemand darum annehmen

    drfte.

    Fr die bestehenden Gastwirtschaften

    wrde die bernahme der Organi-

    sation einen bislang gar nicht

    gekannten Mehraufwand bedeuten,

    wobei schon jetzt davon auszugehen

    ist, dass letztl ich um BesucherInnen,

    die mit Omnibussen kommen, welche

    bekanntl ich nicht beral l parken kn-

    nen, gestritten werden wrde.

    Fhrt der Omnibus zuerst zum Zoigl-

    Wirt und dann zum Museum, knnte

    sich die Frage stel len, wer diesen Om-

    nibus geworben hat.

    Bereits die Notwendigkeit so etwas

    ggf. feststel len zu mssen, wrde das

    gesamte Projekt letztl ich ad absurdum

    fhren, denn nicht jeder Tagestourist

    wil l nach einem Museumsbesuch mit

    Bierprobe noch unbedingt in eine

    Zoigl-Wirtschaft, und nicht jeder ein-

    zelne Ausflugsgast wil l unbedingt ein

    Zoigl-Museum besuchen, wenn der

    Rest des Ortes - man nehme hier nur

    einmal den um die Kneipp-Anlage

    beraubten Kurpark, oder den ohne

    Wasserwacht kaum anbietbaren "Atz-

    mannsee" - einfach nicht einladend

    gestaltet ist.

    Ein solches "einladendes Gestalten"

    aber kostet nicht nur weitaus mehr

    Geld, sondern auch ein besonderes

    Engagement nicht nur der Gewerbe-

    treibenden, sondern auch der Brger-

    Innen und Brger.

    Letzteren drfte es aber bereits dann

    gengen, wenn - ich muss es leider so

    deutl ich schreiben - bis 201 5 nicht nur

    die Hausanschlsse auf Dichtigkeit

    geprft, sondern auch noch die grb-

    sten Kanalprobleme beseitigt sein

    mssen.

    Es ist also wirkl ich anzuraten, al le

    Brgerinnen und Brger - wenn ntig

    auch ber eine extra anberaumte Br-

    gerversammlung, in der es nur um

    dieses Thema geht - hinreichend ber

    dieses Projekt "Kommunbrauhaus"

    aufzuklren.

    Einmal in Anspruch genommene Fr-

    dermittel ntigen sonst ab, diese

    Sache auch dann zu Ende zu fhren,

    wenn die Kosten von derzeit 1 ,3 Mio.

    Euro auf ber 2,5 Mio. Euro steigen

    sollten.

    Eslarn hat - wie fr die nchste Ge-

    meinderatssitzung bereits angekn-

    digt - bereits fr 2011 erhebliche

    Mehrkosten abzufedern, und bis jetzt

    ist noch nicht klar, wieviel die

    Umstel lung der Heizenergieversor-

    gung der ffentl ichen Gebude auf

    Fernwrme (BHKW) kosten wird.

    Auch die Kosten fr die 201 0 begon-

    nene, und 2011 abgeschlossene

    Sanierung der "Alten Turnhalle" sind

    m. W. noch nicht verffentl icht.

    Al les Kosten, welche trotz mglicher

    Abfederung ber die sog. "Schlssel-

    zuweisung 201 2" (Auch von dieser hat

    man bislang nichts gehrt!), auf ir-

    gendeine Weise von der Brgerschaft

    zu tragen sind.

    Ob die "Zoigl-Atmosphre", in der sich

    Tagestouristen wohlfhlen knnen, in

    Eslarn lange anhlt, wenn diverse Zu-

    satzkosten durch die Kanalsanie-rung

    etc. auf die Mehrheit der Br-gerinnen

    und Brger zukommen, ist m. E. leider

    ebenfal ls zu bezweifeln.

    Hat Eslarn dann infolge zu hohe

    Verbindl ichkeiten angesammelt, dann

    wird - leider ist auch das zu besorgen

    - auch fr eine Fortfhrung der Stdte-

    bausanierung kein Geld bleiben. Hier

    ist regelmssig selbst ein gewisser

    Betrag durch die Gemeinde aufzu-

    bringen, bevor der Staat Frdermittel

    gewhrt.

    Eine Gemeinde, die acht Jahre ge-

    bracht hat, um Verbindl ichkeiten in

    Hhe von 1 ,6 Mio. Euro abzutragen,

    scheint hier sehr leicht in die Gefahr

    kommen zu knnen, bei einem nicht

    funktionierenden Projekt dieser Art die

    sog. "Stdtebausanierung" endgltig

    zu verspielen.

    Ist es nicht so, dass seit 2003 erst

    einmal 1 ,6 Mio. Euro an Verbind-

    l ichkeiten abgetragen werden muss-

    ten, bevor Eslarn im letzten Jahr ber-

    haupt wieder daran denken konnte, an

    irgendeinem grsseren Frderpro-

    gramm teilzunehmen?

    Leidtragende wren in einem solchen

    Fall mglicherweise auch die Bediens-

    teten der Gemeinde selbst, denn hier

    msste dann zuallererst eingespart

    werden.

    Dies sind al les Ansichten, die niemand

    von den LeserInnen tei len muss. Doch

    Das Informationsprodukt zum Eslarner Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus" Seite 4

    Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)

  • bedenken sollte man diese Dinge

    wohl schon, wenn man an Eslarns

    Zukunft denkt.

    Sie knnen sich aber in sptestens

    zwei Jahren vom Wahrheitsgehalt der

    Kommentierung berzeugen, da bin

    ich mir sicher.

    Die Alternative, die mir viele

    Leserinnen und Leser von DEEZ

    mittlerweile bermittelt haben, wre es

    eine Brgerstiftung zu grnden, und

    das Kommunbier, die Hauptmarke

    gewerblich zu vermarkten.

    Damit knnte, z. B. ganz ohne

    Kommunbrauhaus ber die vorhan-

    dene Brauerei Bauriedl, mehr Geld als

    fr das Kommunbrauhaus in die

    Kasse der Stiftung kommen, und da-

    mit diverse Ausgaben der Gemeinde

    deckeln.

    Herr VR Wrfl betonte ausdrcklich,

    dass man den, hinter der Malztenne

    liegenden Stodl eigentl ich auch nicht

    fr die vorgeschlagene Verwendung

    eines Produkteverkaufs an Markt-

    tagen nutzen knne, weil man diesen

    fr die bislang ber al le Rume

    verstreuten Brauutensil ien bentigt.

    Keinesfal ls sol l es - wie auch immer

    ein solcher Verkauf realisiert werden

    soll - eine Art "Flohmarkt" werden.

    Hier waren sich al le Anwesenden

    einig.

    VR Wrfl stel lte noch kurz eine

    Zeitschrift "Bier und Brauhaus" vor,

    welche monatl ich erscheint, und u. a.

    in einigen Ausgaben auch Artikel ber

    das Zoigl-Brauwesen enthlt.

    Viel leicht sol lte ich noch erwhnen,

    dass dem Ersten Brgermeister daran

    gelegen war zu betonen, dass man fr

    Eslarn nicht so viel Wert auch die Be-

    zeichnung "Echter Zoigl" legen sollte,

    da letztl ich al le Zoigl-Verkaufserfolge

    von Discountern nicht diejenige At-

    mosphre bieten knnten, welche

    man direkt bei einer Zoigl-Verkostung

    vor Ort erleben kann.

    Vom Ersten Brgermeister wurde

    dann auch noch kurz angesprochen,

    dass man evtl . die geplante "Tourist-

    Information" beim ehem. Grenzber-

    gang "Til lyschanze" zugunsten der

    Anschaffung von geleasten Elektro-

    fahrrdern aufgeben knnte. Dies soll

    aber in der kommenden Gemeinde-

    ratssitzung besprochen werden.

    Auch soll in Krze ein entsprechender

    Verein gegrndet werden, um das

    "Kommunbrauwesen" in einer geord-

    neten Form weiterzufhren. Brger-

    meister Gbl lud al le interessierten

    BrgerInnen ein, sich an diesem

    Verein zu betei l igen. Der nchste

    Wrkshop wird voraussichtl ich am 1 4.

    Mai, 20.00 Uhr, wieder im Sit-

    zungszimmer des Rathauses statt-

    finden. Eine weitere Exkursion - so

    Architekt Schnberger - macht erst

    Sinn, wenn man sich selbst hin-

    reichend Gedanken ber das Projekt

    gemacht hat.

    So, das war in al ler Krze ein Bericht

    von diesem "Zweiten Kommunbrauer-

    Workshop", welcher auf Vorschlag des

    Architekten zuknftig besser "Arbeits-

    gemeinschaft Kommunbrauhaus"

    heissen soll .

    Insgesamt war es eine "ausgegorene"

    Veranstaltung, bei welcher aber

    wiederum Dinge zur Sprache kamen,

    welche bislang in dieser Deutl ichkeit

    noch nicht geussert wurden. Hier

    stel lt sich dann die Frage, ob man

    aller Traditionspflege zum Trotz auch

    eine Art "Kosten-Nutzen-Rechnung"

    aufgestel lt hat, welche klar und

    deutl ich zu erkennen gibt, dass ggf.

    die aktiven Kommunbrauer mit einer

    mglichen weiteren Steigerung des

    sog. "Kesselgeldes", und die Brger-

    innen und Brger mit einer fortdauern-

    den Finanzierung, eines letztl ich nur

    mit einem Drittel bisheriger Gesamt-

    kosten gefrderten Projekts einver-

    standen sind.

    Man kann den jetzigen Kommunbrau-

    meister Herrn Zierer sen. sehr gut

    verstehen, dass er seine "Brauge-

    heimnisse", al len voran das Rezept

    fr den Zoigl nicht aus der Hand

    geben wil l . Letztl ich aber ist dieses

    Rezept die Grundlage des Eslarner

    Brau-wesens, und sollte es nicht aus

    dem Gemeindearchiv, also aus

    frheren Unterlagen rekonstruiert

    werden knnen, dann knnte Eslarn

    viel leicht irgendwann ein sehr heftiger

    Streit um dieses Rezept ins Haus

    stehen. Wir wissen ja al le, beim Geld

    hrt die Freundschaft auf.

    In den nchsten Tagen werden Sie ja

    sowieso in der Regionalzeitung "Der

    neue Tag", Teilausgabe Vohenstrauss,

    den offiziel len Bericht lesen knnen.

    [mwz fr das Projekt "iSLING]

    Das Informationsprodukt zum Eslarner Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus" Seite 4

    Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)

  • Das Informationsprodukt zum Eslarner Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus" IMPRESSUM/ IMPRINT

    IMPRESSUM/ IMPRINT

    Herausgeberin: Theresia M. Zach, Ludwig-Mller-Str. 2, D-92693 Eslarn.

    V.i.S.d.P.: Michael W. Zach, Ludwig-Mller-Str. 2, D-92693 Eslarn.

    "B.I.E.R. - Brewed.In.Eslarn.Reloaded" ist ein Informationsprodukt, welches das Eslarner

    Zukunftsprojekt "Kommunbrauhaus/ Zoigl-Museum" begleitet.

    Dieses Informationsprodukt ist Teil des sozialen Projektes "iSLING", einer Initiative gegen

    Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der bayerisch-tschechischen Region.

    Alle Angaben ohne Gewhr aufRichtigkeit und/ oder Vollstndigkeit!

    Bericht vom 2. (ffentlichen) Kommunbrauer-Workshop

    am 01 . April 201 2 (von 1 9.00 - 21 .00 Uhr)