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  • St. Magnus-KircheSande

    ChristuskircheCciliengroden

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    Sep

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    201

    7

    Foto: Lehmann

  • Das geistliche Wort

    SonntagskinderWenn die Sommerferien enden, ist der Sommer in diesem Jahr noch lngst nicht vorbei. Wenn die freien Tage enden, ist die Freiheit damit nicht dahin. Im August und September erwarten uns acht Wochen-enden mit acht Sonntagen. Haben Sie da schon was vor? Sind die Sonntage schon verplant mit Familienfeiern, Events oder einem Besuch bei Kindern und Freunden? Oder mssen Sie am Sonntag aufrumen, Wsche machen, sich um Angehrige kmmern und all das erledigen, was unter der Woche zu kurz kommt? Ich mchte Sie dazu verlocken, den Sonn-tag als Auszeit zu genieen, zu feiern, vielleicht auch wiederzuentdecken: Den Kalender beiseitelegen, die Whatsapps knnen bis Montag warten, aus Nicht einkaufen knnen einfach Nichts kau-fen mssen machen. Innehalten, durch-atmen, zu sich und zu Krften kommen. Geht nicht? Geht doch! Vielleicht klappt es nicht gleich und nicht immer volle 24 Stunden lang. Versuchen Sie es stattdes-sen mit Sonntagsinseln, schaffen Sie sich

    im Verlauf des Sonntags einige Freirume und Freizeiten, hier eine Stunde und dort eine Ecke Sonntagsruhe. Der Gottesdienst kann so eine Sonntags- insel sein. Vom Gottesdienst der er-sten Christen heit es in der Bibel: Sie blieben aber bestndig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Da steckt bis heute alles drin, was der Seele gut tut. Alte Worte und neue Gedanken, Gemein-schaft und Stille. Manchmal ist es gerade der ganz normale Sonntagsgottesdienst ohne Extras, der Raum gibt fr Liebe und Leid, fr das, woran ich mich zwischen Himmel und Erde festmachen kann. Manchmal sind es die besonderen got-tesdienstlichen Anlsse wie Schulanfang, Jubilumskonfirmation oder ein von Lek-toren gestalteter Gottesdienst am Tag der Bundestagswahl, die es erst richtig Sonn-tag werden lassen. berzeugen Sie sich am besten selbst. Sonntag fr Sonntag in der Christuskirche und in der St. Magnus-Kirche. Alle Sonntage und Ankndigun-gen finden Sie auf den folgenden Seiten des aktuellen Gemeindebriefs. Schlielich muss man nicht an einem Sonntag geboren sein, um ein Sonntags-kind zu werden.

    Freundlich grt aus der Alten Pastorei in Sande, Christian Scheuer, Kreispfarrer

    epd-bild/Schulze

  • Kirchenwurt

    Fr zumeist ltere Gemeindemitglie-der, die nicht mehr so gut zu Fu sind, fllt der Weg hinauf auf die Kirchenwurt zum Gottesdienstbesuch beschwerlich, und auch beim Abstieg sind sie unsicher. Probleme bereitet der Weg auch Rolla-tor- und Rollstuhlfahrern. Da der Weg aus denkmalschutzrechtlichen Grnden nicht verndert werden kann, werden

    alle gehbehinderten Gottesdienstbesu-cher gebeten, Hilfe in Anspruch ande-rer Gottesdienstbesucher, des Ksters oder der im Gottesdienst anwesenden Kirchenltesten in Anspruch zu nehmen und sich vom Aufgang holen bzw. brin-gen zu lassen. Geprft wird, ob sich eine Rufeinrichtung zu diesem Zweck instal-lieren lsst.

    Sicher fragen sich viele Gemeindemit-glieder, wie es um die Wiederbesetzung der Pfarrstelle von Pastor Pppelmeier steht, der bekanntlich zum Ende Mai in den Ruhestand getreten ist. Die Stelle wurde ausgeschrieben; allerdings sind wir derzeit noch nicht in der Lage, ein Bewerbungsverfahren durchzufhren. Nichtsdestoweniger ist der Gemeinde-kirchenrat in enger Absprache mit dem Oberkirchenrat der Evangelisch-Lutheri-schen Kirche in Oldenburg eifrig dabei, die Pfarrstellenbesetzung weiter voran-

    zutreiben. Die Gemeinde darf gewiss sein, dass sie informiert wird, sobald es etwas Neues gibt.In der Vakanz-Zeit bernimmt Pastor Rdiger Gehrmann vom Ev.-luth. Kir-chenkreis Friesland-Wilhelmshaven die Vertretung fr den Pfarrbezirk von Pa-stor Pppelmeier. Zum pfarramtlichen Dienst gehren neben Gottesdiensten, Amtshandlungen und Geburtstagsbesu-che, auch Besuche und Gottesdienste in den drei Altenheimen Jrg Zimmermann

    Neues zur Wiederbesetzung Geduld ist angesagt!

    Mehr haben vom Leben,dankbar sein..., (auch ein Buchtitel von Reinhard Egg)

    155mal werden allein im neuen Testa-ment Beispiele der Dankbarkeit be-nannt. Im 1.Tess.5,18, steht geschrieben:Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christo Jesu an euch!

    Geht das berhaupt?

    In unserem Lektorengottesdienst am 24.09.17 um 10:00 h, in der Christuskir-che in Cciliengroden, wollen wir uns diesem Thema widmen.Dazu laden wir sehr herzlich ein, auch zur Tee- und Kaffeetafel, im Anschluss an den Gottesdienst.Ihr/Euer Lektorenteam

    Lektorengottesdienst

  • Schon ca. 100 Jahre vor Martin Luther gab es einen Reformator Jan Hus in Tsche-chien, der sich fr die Erneuerung der Kirche einsetzte. Er predigte schon in der Landessprache und sprach sich gegen den weltlichen Besitz der Kirche aus.Auch die Habsucht des Klerus und dessen Laster prangerte er an. Fr ihn war die Ge-wissensfreiheit wichtig und er sah die Bibel als einzige Autoritt in Glaubensfragen an. Nicht der Papst war die letzte Autoritt.

    Durch diese Provokationen wurde Hus auf dem Konzil in Konstanz 1414 zum Tode verurteilt und 1415 mit dem Feuertod hin-gerichtet.Jan Hus schrieb aus seiner Haft, dass man nun eine zahme Gans ( Hus heit bersetzt Gans ) tten wird, aber in hundert Jahren wird ein Schwan aufstehen.Martin Luther hat dies 1541 aufgenommen und sich als der von Hus angekndigte Schwan bezeichnet.

    Martin Luther in St.-Magnus zu SandeMartin Luther, der Reformator der Kirche, lebte in der Zeit von 1483 bis 1544

    Die Reformation im Jeverland verlief in ruhigen Bahnen. Frulein Maria woll-te keine Unruhe in ihrem Herrschaftsbe-reich. Sie hielt noch lange an der alten Kirche (katholisch) fest, um den Bi-schof in Bremen nicht zu beunruhigen. Sie lie ihren Kanzler Remmert von Seediek freie Hand. Im Kirchenmandat von 1574 wird erklrt, die Reformation habe bereits 1532 Eingang gefunden.Von Sande wird berichtet, dass 1531 ein Predikant eingestellt wurde. Man nimmt an, dieser war ein Schler der neuen Lehre und mangels studierter luth. Pa-storen stellte man ihn als Prediger ein. Der vorherige Pastor Hayo war wegen Untreue aus dem Amt entlassen und des Landes verwiesen worden.Dieser junge Theologe war, wie andere,

    Angehriger eines Ordenshauses, der durch den bertritt in die neue Lehre eine willkommende Stelle fand. Die Pa-storen wurden zu der Zeit von der Herr-schaft eingestellt und auch bezahlt. Die Gemeinde hatte keinen Einfluss bei der Auswahl. 1548 fhrte Frl. Maria schon die erste jeversche Kirchenordnung ein. Die weltliche Herrschaft bernahm die Macht in der Kirche. Der Papst hat-te keinen Einfluss mehr in der neuen Kirche.Phillipp Melanchthon war ein Mitstreiter Luthers. Beide wollten die Erneuerung der Kirche. Luther war der volksnahe, poltern-de und mit grober Sprache sprechender und Phillipp Melanchthon war der zarte, feinfhlige und vorsichte Prediger. Me-lanchthon lebte von 1497 bis 1560.

    Bei uns in der St. Magnus Kirche ist Luther an der sdl. Kniebank am Altar und auf einem Bild an der Sitzbank unter der Orgelempore mit einem Schwan abgebildet.

    Auf unseren friesischen Kirchen ist oft ein Schwan als Wetterfahne zu sehen. Z. B. In Cciliengroden und Neustadtgdens.

    Reformation in Sande

  • Aufgrund der positiven Rckmeldun-gen nach dem Plattdeutschen Gottes-dienst im Mrz in der Christuskirche in Cci haben wir, das Team der Plattdeut-schen Runde um Hannelore Scharf, ent-schieden, mit dem Gottesdienst auf Tour zu gehen.Erste Station dabei war die St.-Cosmas- und Damian-Kirche zu Bockhorn, zu der ich eine besonders enge Beziehung hege. Dort bin ich getauft und konfirmiert wor-den. Viele meiner Familienmitglieder haben dort zudem kirchlich geheiratet, - das bindet!Gespannt waren wir, wie der Abendgot-tesdienst bei den Kirchgngern ankom-men wrde. Die Bockhorner seien ein Volk fr sich mit einer speziellen Mentalitt, so wurde mir von verschie-denen Seiten zugetragen, was meine An-spannung nur noch mehr anwachsen lie. Die Pastorin, Frau Nolting-Mhlenbrok, hat jedoch mit ihrer beruhigenden Art

    auf uns eingewirkt. Kurz vor dem Ein-zug in die Kirche sprach sie ein Gebet. Fr das gute Gelingen des Gottesdienstes auf Platt erbat sie fr uns Gottes Segen. Das war uns vertraut, und so fhlten wir uns gleich ein wenig heimischer in der fremden Kirche. Die war zwar nicht voll, aber mit 82 Leuten fr einen Abendgot-tesdienst doch gut besucht.Die Hlfte der Kollekte war bestimmt fr das Projekt, den Neubau eines Hospi-zes, des Vereins Hospizbewegung Va-rel e.V. Am 22. Juni d. J. erfolgte dazu der Spatenstich. Mit einigen verkauften Bausteinen und der Kollekte in Hhe von 78,30 Euro kommt der Verein damit seinem Ziel erneut ein Stckchen nher.Viele Leute, die mich von frher kannten, waren aus Varel, Neuenburg, Rosenberg, Ruttelerfeld, Kranenkamp und Grabste-derfeld gekommen, um den Gottesdienst auf Platt zu erleben. Die Rckmeldun-gen waren ebenso positiv wie in Cci.Frau Pastorin Nolting-Mhlenbrok be-dankte sich bei allen Mitwirkenden mit einem Blumengebinde am Tag darauf nochmals telefonisch mit den Worten: Es war ein gelungener Abend. Der Gottesdienst ist sehr gut angekommen. Danke dafr und von mir aus: jederzeit wieder!, so ihr Kommentar. - Na, da werden wir mal sehen. Wanda Weerda

    Plattdtsch Kark on tour,Ein weiterer Baustein fr das Projekt: Hospizbewegung Varel e.V.

    www.thorstengieseler.com

    Kreuz und quer durch Schleswig-Holstein

    In 4 Tagen Schleswig-Holstein zu er-leben, das schafften die 48 Teilnehmer der dies-j h r i g e n , sehr har-monischen Fahrt der K i r c h e n -g e m e i n d e Sande.Eine ge-fhrte Hamburgrundfahrt, eine Grach-tenfahrt durch das im hollndischen Stil erbaute Friedrichstadt, eine 5-Seen-Fahrt bei Pln, Fhrungen durch die Rosenstadt Eutin, die Landeshaupt- stadt Kiel und die Marzipanstadt L

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