b22341 stadtparkjournal 0114 23.06.2014 13:18 uhr .april 2014 der industrie- und kulturverein wählt

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  • stadtparkjournalB22341

    Ausgabe 156Januar 2014

    &

    Reportage:Die Entdeckung des Malers Wennerberg

    Einladung zurJahreshaupt-versammlung

    Die Legende lebt:Hugo Strasser und

    seine Hot Five

    Fhrung durchsJugendstil-Juwel

    Volksbad

    Weinfahrt an die schne Ahr

    Stadtparkjournal 0114 23.06.2014 13:18 Uhr Seite 1

  • 2

    AArrttiikkeell::

    Rubriken:

    TTeerrmmiinnee::

    Editorial Seite 3Reportage Seite 4

    Veranstaltungen Seite 10Reise Seite 18Parks Seite 26

    Mitglieder, Impressum Seite 27

    28. Februar 2014 Bei mir bist du schn! Seite 10Konzertabend mit den Tonic Sisters

    13. Mrz 2014 Das berhmteste Lcheln Seite 9Fahrt zur Wennerberg-Ausstellung nach Frstenfeldbruck

    16. Mrz 2014 Swingfrhschoppen Seite 11mit Hugo Strasser und seiner Hot Five

    22. Mrz 2014 Schwungvolle Einladung zum Ball Seite 12Frhlingsball im Parks mit Bauchtnzerin Daya

    8. April 2014 Der Industrie- und Kulturverein whlt Seite 14Jahreshauptversammlung mit Wahlen

    24. Mai 2014 Das vergessene Juwel im Herzen der Stadt Seite 16Fhrung durch das Volksbad und seine Geschichte

    6.-9. Juni 2014 Weinfahrt ins Ahrtal Seite 18Von Vulkanen und Rotwein im lieblichen Tal

    7.-11. September 2014 Fahrt ins DefereggentalGenussreiche Wanderfahrt nach Osttirol

    Interview Unbeschwerte erotische Reinheit Seite 4Ruth Negendanck hat den Maler und Grafiker Brynolf Wennerberg erforscht

    Industrie und Kulturverein, Berliner Platz 9, 90409 Nrnberg, Telefon: 0911 / 53 33 16, Telefax: 0911 / 53 06 722

    VVoorrsscchhaauu::

    VVeerraannssttaallttuunnggsshhiinnwweeiiss Seite1418. Mai 2014 Balladen und Schauergeschichten

    Konzert des Philharmonischen Chors

    Stadtparkjournal 0114 23.06.2014 13:18 Uhr Seite 2

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    Editorial

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    in dieser ersten Ausgabe des Stadtparkjournalsmchte ich Ihnen ein gesundes und glckliches Jahr2014 wnschen!

    Gleich ob Sie ausgelassen und mit Feuerwerk oderstill und gemtlich ins Neue Jahr gerutscht sind,immer wieder gibt es um den Jahreswechsel ein paarMinuten, in denen wir innehalten. Wie war das ver-gangene Jahr, was wird das kommende bringen?

    Der Umbruch verunsichert und er macht wage-mutig. Kein Wunder, dass wir in der Zsur gernVorstze fassen. Nur die allerbesten natrlich:Ermahnungen an das eigene Ich, besser mit sichumzugehen. Dabei wissen wir lngst, dass derKampf gegen berflssige Pfunde und zu viele Ziga-retten ein unendlicher ist, und dass wir die Anrufebei Freunden und den Brief an die kranke Tante aufnchste Woche verschieben werden. Dann aberganz bestimmt!

    Ein Phnomen, das Oscar Wilde unnachahmlichgeschildert hat: Es ist ein Verhngnis mit allenguten Vorstzen. Sie werden unweigerlich zu frhgefasst Harscher formuliert die Dichterin MaschaKaleko: Morgenmorgenbermorgen!>> sogar. Bald ist das Leben vor-ber, ohne dass >>morgen

  • 4

    RReeppoorrttaaggee

    DDiiee ffoorrsscchheennddee EEnnttddeecckkeerriinn

    Gesprch mit Dr. Ruth Negendanck

    D r. Ruth Negendanck ist in Schwerin geboren und inHamburg aufgewachsen. Sie hat Chemie, Biologie undGeographie studiert und nachdem der Vater nach Nrnbergversetzt wurde in Erlangen Staatsexamen gemacht. Ganzbrav, sagt sie. Sie heiratete einen Juristen, bekam Kinder undhat neun Jahre lang nebenberuflich an einem Gymnasiumgearbeitet. Als sie zurck in den Lehrerberuf wollte, hie esdamals: ganz oder gar nicht.

    Die zweifache Mutter sah sich nach anderem um undbewarb sich, als das Germanische NationalmuseumMuseumsfhrer suchte. Ich bin selbstbewusst hingegangenund wurde sofort genommen. Ein Jahr dauerte die Ausbil-dung, dann arbeitete Ruth Negendanck als Fhrerin undentwickelte als Naturwissenschaftlerin eine groe Liebe zurKunst.

    Mit 48 Jahren begann sie Ich fand das ziemlich verrckt! ein zweites Studium. In Eichsttt studierte sie Kunstge-schichte und hngte eine Promotion ber die Galerie ErnstArnold in Dresden an, die die Impressionisten gefrdert hatteund eine der fhrenden Galerien in Deutschland war. RuthNegendanck ging da schon auf die 60 zu. Jeder hat erwartet,dass ich mich dezent zurckziehe.

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  • 5

    FFrraauu DDrr.. NNeeggeennddaanncckk,, BBrryynnoollff WWeennnneerr--bbeerrgg wwaarr ffaasstt vveerrggeesssseenn.. WWiiee ssiinndd SSiiee aauuff iihhnnggeekkoommmmeenn??

    Negendanck: Bei meinem Buch ber dieKnstler in Prien am Chiemsee bin ich berihn gestolpert, er lebte ja in Bad Aibling. Kurznach der Verffentlichung rief seine Enkelinan. Sie war schon in den 80er und wollte, dassich ber ihn schreibe. Wenn wir das schnmachen wollen, kostet es richtig viel Geld,habe ich gesagt. Sie hat ein halbes Jahr langberlegt und sich dann entschieden: Ich willdas Buch. Im vergangenen Herbst haben wires in Bad Aibling vorgestellt.

    SSeeiitt MMiittttee NNoovveemmbbeerr pprrsseennttiieerrtt ddaassSSttaaddttmmuusseeuumm FFrrsstteennffeellddbbrruucckk ddaassGGeessaammttwweerrkk WWeennnneerrbbeerrggss.. DDiiee SScchhaauu wwiirrddhhoocchh ggeelloobbtt..

    Negendanck: Ja, die ist toll. Ich war bera-tend ttig und habe Kontakte zu Privatsamm-lern hergestellt. Am Chiemsee gibt es vielewertvolle Sammlungen, das habe ich in Fran-ken so noch nicht gesehen.

    Tat sie aber nicht, sondern bereitete nun als assozi-ierte Wissenschaftlerin am Germanischen Nationalmu-seum mit Claus Pese eine Ausstellung ber Knstler-kolonien in Europa vor. In der Folge kam die Gemein-de Ahrenshoop auf Ruth Negendanck zu. WrdenSie ein Buch fr uns schreiben? Es erschien 2001.Spter hat sie weitere Bcher ber die Knstler aufHiddensee (2005) und in Prien am Chiemsee (2008)verffentlicht. Einer der Knstler war Brynolf Wen-nerberg. Ein groformatiger Band ber ihn und seineKunst mit vielen Abbildungen ist 2012 erschienen.

    Ein Lcheln voll erotischer Reinheit

    Er ist eine Entdeckung: Brynolf Wennerberg. Deraus Schweden stammende Graphiker, der die Reklameseiner Zeit entscheidend prgte, verlegte sich spter aufdie Malerei. Hier gilt er als Erfinder der erotischenReinheit, das Wennerberg Lcheln wurde zum ste-henden Begriff. Bei der Tagesfahrt zur hochgelobtenAusstellung in Frstenfeldbruck am 13. Mrz begleitet uns Dr. Ruth Negendanck. Die Kunsthistori-kerin hat Wennerbergs Leben erforscht und stellt denKnstler in ein neues Licht.

    Reportage

    BBrryynnoollff WWeennnneerrbbeerrgg

    Stadtparkjournal 0114 23.06.2014 13:18 Uhr Seite 5

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    WWiiee ssiinndd SSiiee bbeeii ddeerr EErrffoorrsscchhuunngg vvoonn WWeennnneerrbbeerrggss LLeebbeennvvoorrggeeggaannggeenn??

    Negendanck: Ein wichtiger Baustein war der schriftlicheNachlass, der im Deutschen Kunstarchiv am GermanischenNationalmuseum aufbewahrt wird. Aber ich bin auch der Uren-kelin Wennerbergs und ihrem Mann sehr dankbar, die mit mirund meinem Mann eine Woche nach Schweden gefahren undauf den Spuren des Malers gereist sind.

    WWeennnneerrbbeerrgg iisstt jjaa iinn SSttoocckkhhoollmm ggeebboorreenn,, eerr wwaarr SScchhwweeddee..KKoonnnntteenn SSiiee ddiiee DDookkuummeennttee bbeerrhhaauupptt lleesseenn??

    Negendanck: Gottseidank hat er das meiste auf Deutschgeschrieben. Zudem haben mir die Kunsthistorikerin LuitgardLw und ihr Sohn, die in Gteborg gelebt haben, die Korrespon-denz mit schwedischen Museen und Behrden unheimlicherleichtert. Auerdem habe ich Museen in Deutschland undauch Unternehmen angeschrieben die Familie wusste kaumetwas ber Wennerberg.

    Reportage

    WWoorraann llaagg ddaass??

    Negendanck: 1930 gab es ein Zerwrfniszwischen dem Maler und seiner ltestenTochter, vermutlich ber den Tod der erstenFrau, die pltzlich aus dem Leben geschiedenwar. Die familiren Bande rissen damals ab.Alle Geschichten aus der Familie mussten alsohinterfragt werden. Stimmten sie mit anderenInformationen berein, war es zeitlich mg-lich?

    EEttwwaass mmuussss ssiiee aauucchh aamm kknnssttlleerriisscchheennWWeerrkk ggeerreeiizztt hhaabbeenn.. WWaass??

    Negendanck: Die Familie hatte mir ganzam Anfang seine Bilder gezeigt. Seine Dar-stellung der Columbine und des Pierrot daswar ungewhnlich fr das frhe 20. Jahrhun-dert. So intensiv hat Wennerberg erst seit1915 gemalt, vorher war er Gebrauchsgraphi-ker. Das stand im Ansehen der Familie nichtsehr hoch, aber auf diesem Feld war erbesonders erfolgreich.

    WWoohheerr wwiisssseenn SSiiee ddaass??

    Negendanck: In Hamburg gibt es eineSammlung der frhen und besten europi-schen Plakate seit 1898, darin sind allein zwlfWerke von Wennerberg. Damit habe ichangefangen und mich dann weitergehangelt.Er machte Notentitel, arbeitete dann das istim Rheinisch Westflischen Wirtschaftsar-chiv belegt fr 4711 in Kln. Es kam immermehr dazu: die Flugzeugwerke Junkers, derAutohersteller Opel, Klepper mit Faltbootenund Regenmnteln Ich bekam das groeStaunen: Brynolf Wennerberg ist einer derwirklich frhen Gebrauchsgrafiker und er warprgend fr seine Zeit.

    WWiiee kkaamm eess,, ddaassss eerr zzuurr MMaalleerreeii wweecchhsseellttee??

    Negendanck: Das war der Krieg! 1914lebte Wennerberg mit seiner neuen Frau undFamilie in Paris. Als Deutscher wurde er nachKriegsbeginn ausgewiesen. Seine Wohnung,sein Atelier alles ging verloren. Leider auchviele Briefe, die er mit Autoren und der Re-daktion der Satirezeitschrift Simplicissimusausgetauscht haben muss. Er fand eine neueHeimat in Bad Aibling, wo er als Maler undhochgeachteter Brger bis zu seinem Todgelebt hat.

    Stadtparkjournal 0114 23.06.2014 13:18 Uhr Seite 6

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    WWaarr eess nniicchhtt eeiinn WWaaggnniiss,, aallss MMaalleerr ddiiee bbrroott--lloossee KKuunnsstt zzuu wwhhlleenn??

    Negendanck: Anders als man denken mag,haben Maler im Krieg sehr gut verdient das war

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