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  • Deutsches Mesotheliomregister

    Jahresbericht 2014

  • Jahresbericht 2014

    Seite 2 Deutsches Mesotheliomregister

    Inhaltsverzeichnis Das Deutsche Mesotheliomregister ....................................................................................... 3

    Aufgaben des deutschen Mesotheliomregisters .................................................................... 3

    Zusammenarbeit mit den Unfallversicherungsträgern ............................................................ 4

    Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie .................................................................... 4

    Der Datenbestand 2014 ........................................................................................................ 5

    Referenzdiagnostik asbestbedingter Erkrankungen ............................................................... 5

    Lungenstaubanalysen ........................................................................................................... 6

    Elektronenmikroskopie .......................................................................................................... 7

    Molekularbiologie .................................................................................................................. 8

    BK 4105 ................................................................................................................................ 8

    Sicherung der Diagnose .................................................................................................... 8

    Untersuchungen des Deutschen Mesotheliomregisters ..................................................... 9

    BK 4104 ...............................................................................................................................11

    Diagnosesicherung Primärtumor .......................................................................................12

    Obduktionen .....................................................................................................................12

    Brückenbefunde ................................................................................................................13

    Asbestose Grad I (Minimalasbestose) ...........................................................................13

    Nachweis von Asbestkörpern ........................................................................................13

    Lungenstaubanalysen ...................................................................................................13

    Plaques .........................................................................................................................14

    Diagnosealgorithmus nach der Falkensteiner Empfehlung (2011) .................................14

    Untersuchungen des Deutschen Mesotheliomregisters ....................................................15

    Asbestose Grad I ...........................................................................................................15

    Weitere versicherungsmedizinisch relevante Brückenbefunde ......................................16

    BK 4103 ...............................................................................................................................17

    Diagnose ..........................................................................................................................17

    Untersuchungen des Deutschen Mesotheliomregisters ....................................................18

    Weitere Aktivitäten zu anderen Berufskrankheiten ...............................................................19

    Seminare für Sachbearbeiter der Unfallversicherungsträger.................................................20

    Forschungsprojekte ..............................................................................................................20

  • Jahresbericht 2014

    Seite 3 Deutsches Mesotheliomregister

    Das Deutsche Mesotheliomregister

    Das Deutsche Mesotheliomregister am Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum unter dem Dach der „Georgius Agricola Stiftung Ruhr“ ist als nationales und internationales Referenzzentrum auf die histologische (feingewebliche) Sicherung maligner Erkrankungen der Pleura und des Peritoneums spezialisiert. Das Ziel des Registers ist die Erfassung aller malignen Mesotheliomerkrankungen in Deutschland. Die besonders große Erfahrung einer Referenzeinrichtung mit dieser speziellen Tumorerkrankung kann von Dritten zur Validierung oder Zweitbeurteilung und Sicherung der Diagnose genutzt werden. Viele Institute und Pathologie-Praxen aus dem gesamten Bundesgebiet sowie verschiedene Lungenfachkliniken nutzen das Angebot und schicken entsprechende Gewebeproben an das Deutsche Mesotheliomregister. Auch die Planung von Therapiestudien oder die Beurteilung des Therapieerfolges hängt von einer sicheren Diagnose ab. Da die Diagnostik von Mesotheliomerkrankungen aufgrund der großen Seltenheit und Vielfalt des Krankheitsbildes immer noch zu den schwierigsten Aufgaben innerhalb der Pathologie zählt ist sie mit einer relevant erhöhten Fehlerwahrscheinlichkeit behaftet. Das Mesotheliomregister dient den Pathologen daher nicht nur als Referenzzentrum sondern steht auch als Weiterbildungseinrichtung durch entsprechende Vorträge und Seminare zur Verfügung. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Registers als Referenzzentrum liegt auch in der Untersuchung von Gewebeproben zu Fragestellungen nach anderen asbestassoziierten bösartigen Erkrankungen von Lunge, Pleura und Larynx und gutartigen fibrosierenden Veränderungen von Lunge und Pleura, wenn versicherungsmedizinische Ermittlungen zur Diskussion stehen. Besonders die Diagnose der Asbestose Grad I (Minimalasbestose) ist eine Spezialität, weil diese gering-gradigen Veränderungen zum einen nur histologisch diagnostiziert werden können und zum anderen die pathologisch-anatomische Routinediagnostik nicht darauf ausgelegt ist, nur sehr gering-gradige Veränderungen ohne Krankheitswert zu erkennen. Der Nachweis einer Asbestose Grad I gelingt nur in einer gezielten histologischen Untersuchung bei bis zu 400-facher Vergrößerung, zusätzlichen Eisenfärbung und Unterstützung durch eine ergänzende Lungenstaubanalyse. In der Falkensteiner Empfehlung (2011) und der AWMF-Leitlinie (2010) zur Diagnostik und Begutachtung asbestbedingter Erkrankungen ist festgehalten, wann eine Untersuchung zur Asbestose Grad I als Berufskrankheit oder Brückenbefund erforderlich ist. Zum analytischen Kompetenzspektrum des Deutschen Mesotheliomregisters gehören weiterhin elektronenmikroskopische Untersuchungen zum Nachweis von Elementen wie Chrom, Nickel, Aluminium und Hartmetallen aus Schweißrauchen oder Industriestäuben nach beruflicher Exposition mittels Rasterelektronenmikroskop (REM) und Transmissionselektronenmikroskop (TEM). Synkanzerogen wirkende Schadstoffe, künstliche Mineralfasern oder andere Elementverbindungen können so identifiziert werden (qualitative Analytik). Das Deutsche Mesotheliomregister versteht sich als kompetenter Ansprechpartner in allen beruflich bedingten Staublungenerkrankungen.

    Aufgaben des deutschen Mesotheliomregisters

    Pathologisch-anatomische Untersuchungen von Gewebeproben zur Diagnose und Abgrenzung bösartiger Tumoren der Pleura, des Peritoneums, der Lunge oder primär extrathorakaler Lokalisationen unter Anwendung makroskopischer,

  • Jahresbericht 2014

    Seite 4 Deutsches Mesotheliomregister

    histomorphologischer, histochemischer, immunhistochemischer und molekularpathologischer Methoden.

    Wahrnehmung beratender / konsiliarärztlicher Tätigkeiten für Pathologen, klinische

    Kollegen, und Unfallversicherungsträger vor allem bei der schwierigen Differenzialdiagnostik zwischen malignen Pleuramesotheliomen und Pleurakarzinosen bösartiger Tumoren anderer Primärlokalisation.

    Durchführung lichtmikroskopischer und elektronenmikroskopischer staubanalytischer

    Untersuchungen an tumorfreiem weitgehend regulär strukturiertem Lungenparenchym mit standardisierten Verfahren nach Falkensteiner Empfehlung (2011) und AWMF-Leitlinie (2010).

    Zusammenhangsbewertung auch bei Erkrankungen nach beruflicher Exposition

    gegenüber Chrom, Nickel, Aluminium, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), Siliziumdioxid (Quarz), Schweißrauchen, Hartmetallen, Benzol, aromatischen Aminen, synkanzerogen wirkenden Schadstoffen und künstlichen Mineralfasern.

    Jährliche wissenschaftlich-statistische Auswertung der im Mesotheliomregister

    dokumentierten Daten.

    Zusammenarbeit mit den Unfallversicherungsträgern

    Für die Auswertung der Daten des Mesotheliomregisters werden möglichst vollständige Datensätze benötigt. Eine gute Rückmeldequote von den Unfallversicherungsträgern, Gewerbeärzten und beratenden Ärzten trägt wesentlich zum Datenbestand des Registers bei. Aus dem Informationsaustausch können wichtige Erkenntnisse zur Genese und Behandlung asbestbedingter Erkrankungen oder ungewöhnlicher Expositionssituationen gewonnen werden. Die Bereitschaft, Informationen zur Verfügung zu stellen ist weiterhin erfreulich gut. Die Erfassung und Auswertung der Daten erfolgt unter strikter Einhaltung der Vorschriften des Datenschutzes.

    Zusammenarbeit mit dem Institut für Pathologie

    Es besteht eine sehr enge Verbindung des Mesotheliomregisters mit dem Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum am Berufsgenossenschaftlichen Un

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