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  • DiDaktische Materialien

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    INHaltSVerzeIcHNIS

    3 Vorwort

    4 Objektiv / Subjektiv

    5-6 Bilder vom Krieg

    7-8 Darf man das?

    9 eine retusche macht Geschichte

    10-12 Xenophobie und Propaganda

    13 Karikaturenstreit

    14 Fhrermythos

    15 Boulevard braucht Bilder

    16 Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern

    17 lsungen

    18 zitate

    19 Weitere Unterrichtsideen

    20-21 Glossar

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    VOrWOrt

    Liebe Kolleginnen und Kollegen

    Wir leben in einer Welt von Bildern. Sie begegnen uns in der Werbung, in der Politik, im Journalismus. Besonders Fotografien und Fernsehbilder so scheint es produ-zieren ein originalgetreues und vermeintlich objektives abbild der realitt. Sie prgen unser Bild von der Welt. aber knnen wir allen Bildern trauen?

    Die ausstellung Bilder, die lgen fragt nach der Objektivitt von Bildern und zeigt Grundmuster der Manipulation von und mit Bildern. Sie tauchen ein in ein lgen-aBc: Von a wie aktuelles ber K wie Kalter Krieg bis z wie zukunft. rund 300 Bilder veranschaulichen die Bandbreite des themas.

    In zeiten einer stetig wachsenden Bilderflut ist die anregung zu kritischem Umgang mit Bildern wie die Vermittlung von Medienkompetenz allgemein fr Kinder und Jugendliche wichtiger denn je. Die ausstellung kann Ihre Unterrichtsgestaltung in den Fchern Geschichte, Deutsch, Gestalten, ethik/Philosophie, Sozialkunde oder Politik hervorragend ergnzen.

    Die vorliegenden didaktischen Materialien dienen Ihnen und den lernenden zur Vor- und Nachbereitung eines ausstellungsbesuches. Das verwendete Bildmaterial stammt aus der ausstellung oder dem Begleitbuch Bilder, die lgen. Diese Materialien drfen ausschliesslich fr Unterrichtszwecke benutzt werden.

    Die aufgaben und Unterrichtsideen richten sich an Klassen der Sekundarstufen I und II und untersttzen fcherbergreifendes arbeiten.

    Der Grossteil des vorliegenden Materials wurde vom team der Stiftung Haus der Ge-schichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn verfasst. an dieser Stelle bedanken wir uns herzlich fr die gute zusammenarbeit. Frs layout ist Franziska Nyffeler (web-laun.ch) verantwortlich.

    lassen Sie sich nicht manipulieren!

    lehrreiche Momente wnscht das Museum fr Kommunikation

    Gallus Staublileiter Bildung & Vermittlung

    Bilder, die lgen ist eine ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Koope-ration mit der Bundeszentrale fr poli-tische Bildung, prsentiert im Museum fr Kommunikation.

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    Objektiv / subjektiv

    Die Wahl eines bestimmten Bildausschnittes kann die aussage eines Fotos komplett verndern.

    Die in der Mitte abgebildete Farbfotografie entstand im Mrz 2003 im Irak.

    entwerfen Sie Bildunterschriften fr das Originalfoto sowie fr die bei-den Bildausschnitte.

    Wer hat Interesse an der Manipulation?

    Bildunterschrift 1:

    Bildunterschrift 2:

    Bildunterschrift 3:

    Wer die Bilder beherrscht, beherrscht die Kpfe. Bill Gates

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    bilDer vOM kriegSchauen Sie sich die beiden Fotos aus dem Golfkrieg von 1991 genau an (oben: zielfoto; unten: der Oberkommandierende der US-Streit-macht, General Schwarzkopf, bei einer Pressekonferenz).

    Welches Bild vom Krieg vermitteln die Fotos?

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    Vergleichen Sie die Fotos mit denen aus dem Golfkrieg 1991.

    Die Berichterstattung ber den Krieg im libanon im Sommer 2006 setzt sehr unterschiedliche Schwerpunkte:

    auf der israelischen Seite aufgenommene Fotos zeigen militrische erfolge tote Gegner, Waffen oder erbeutete Fahnen. auf der libane-sischen Seite entstandene aufnahmen zeigen vor allem das leid der zivilbevlkerung.

    Welches Bild vom Krieg vermitteln die Fotos?

    Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit. rudyard Kipling

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    Darf Man Das?Schauen Sie sich die Beispiele genau an. Beschreiben Sie anhand der Beispiele, ob Sie die jeweilige Bildmanipulation fr zulssig halten oder nicht. Begrnden Sie Ihren Standpunkt.

    1. Welche Interessen knnten hinter den Manipulationen stecken?

    2. Welche Interessen knnten hinter den Manipulationen stecken?

    1. lady Diana mit Dodi al Fayed auf einer Bootstour 1997.

    2. angela Merkel 2005 auf dem roten teppich von Bayreuth.

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    Die Wahrheit liegt nur noch einen Mausklick neben der Flschung. Udo reiter

    3. Siemens-chef, Klaus Kleinfeld: auf dem Foto zu seiner amtseinfh-rung anfang 2005 ohne rolex-Uhr.

    4. rauchwolken ber Beirut im Sommer 2006: Der Fotograf wurde we-gen der Bildbearbeitung entlassen.

    3. Welche Interessen knnten hinter den Manipulationen stecken?

    4. Welche Interessen knnten hinter den Manipulationen stecken?

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

    eine retusche Macht geschichteBei lenins rede vor einheiten der roten armee auf dem Swerdlow-Platz in Moskau am 5. Mai 1920 sind auch die spteren politischen Gegner Stalins, trotzki und Ka-menew, anwesend. Sie stehen auf den Stufen des rednerpodestes.

    Unter Stalin erscheinen nur noch geflschte Versionen des Bildes. trotzki und Kamenew wurden he-rausretuschiert. Wo sie gestanden haben, sieht man nur noch fnf Holzstufen.

    Was wurde mit der Fotoretusche bezweckt?Haben Sie eine Vorstellung von den technischen Hilfsmitteln, die in den 1920er Jahren bentigt wurden, um ein Foto zu manipulieren?

    ein geflschtes Foto verflscht die Wirklichkeit.Susan Sontag

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 10

    XenOphObie unD prOpaganDaIn das Originalfoto von asylbewerbern vor einer antragstelle in Berlin montiert der Spiegel fr sein titelbild am 6. april 1992 zwei Grenz-schutzbeamte.

    Was wollte die Spiegel-Redaktion damit erreichen?

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 11

    XenOphObie unD prOpaganDa

    Beschreiben Sie das Bild. Was sehen Sie darauf?

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 1

    XenOphObie unD prOpaganDaDie Fotografie entstand im Herbst 1976 in leipzig. es zeigt Kinder ei-ner Kindertagessttte nach dem gemeinsamen Bad in gestreiften Frot-teeanzgen.

    In der abgebildeten Broschre wird es im Juni 1978 mit folgendem text verffentlicht:Kinder in Hftlingskleidung. ein aus einem Sowjet-Kz in der UdSSr geschmuggeltes Bild. Die Kinder wurden in einem Hftlingslager gebo-ren und wachsen dort auf, bis die eltern einmal entlassen werden.

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 1

    karikaturenstreitDiese Fotografie entstand in Beirut im Frhjahr 2006 im zusammen-hang mit den Protesten im so genannten Karikaturenstreit. es zeigt einen libanesischen Geistlichen vor dem brennenden dnischen Konsu-lat.

    Bilder sind schnelle Schsse ins Gehirn. Werner Kroeber-riel

    Bildunterschrift der agentur aFP:Ein islamischer Geistlicher versucht die Menge zu be-schwichtigen.

    Bildunterschrift in der zeitschrift Stern:Ein Geistlicher heizt die Stimmung aufgebrachter Glubi-ger in der libanesischen Hauptstadt an.

    Beschreiben Sie die Rolle der Medien in diesem Konflikt.

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 1

    fhrerMythOsIm nationalsozialistischen Deutschland wie auch im faschistischen Italien kontrolliert die Propaganda alle Bilder des Fhrers, die in die ffentlichkeit gelangen. Die abgebildete Fotografie stammt aus einer Postkartenserie, die bis ende der 30er Jahre vertrieben wurde.

    Beschreiben Sie das Bild. Welche Eigenschaften Adolf Hitlers soll es dem Betrachter vermitteln?

  • Nur zur internen Verwendung fr Unterrichtszwecke. 2007 Museum fr Kommunikation, Bern & Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 1

    bOulevarD braucht bilDerUntersuchen Sie Zeitungen und Zeitschriften in Ihrem Umfeld und schreiben Sie die Ergebnisse in die Tabelle:

    Name des Printprodukts Kategorie (z.B. Boulvardzeitung, abonnementzei-tung, Pendlerzeitung, anzeigenblatt, Yel-low Press; resp. tageszeitung, Wochen-zeitung, Sonntagszeitung)

    anzahl Seiten (nur redaktioneller teil = exkl. Wer-bun

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