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Einbringen,Verdichten undNachbehandeln

von Beton

Aarebeton Aarau AG

Hauptstrasse 91, 5032 Rohr

Telefon 062 832 30 00, Fax 062 832 30 01

E-Mail office@aarebeton.ch

www.aarebeton.ch

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Inhaltsverzeichnis:

1. Was sagt die SIA Norm 262 SN 505 2621.1 Allgemeines1.2 Einbringen bei ausserordentlichen Temperaturen1.3 Nachbehandlung

2. Frdern und einbringen des Betons2.1 Die blichen Frdermittel2.2 Einbringen des Betons

3. Verdichten des Betons3.1 Die blichen Verdichtungsarten3.2 Verdichten durch stampfen oder walzen3.3 Verdichten durch vibrieren3.3.1 Allgemeines3.3.2 Konsistenzklasse3.3.3 Verdichtungsmass3.3.4 Berechnung des Verdichtungsmasses

4. Verdichtungsarten4.1. Verdichten mit Innenvibratoren4.2. Hinweise fr gutes Verdichten mit Innenvibratoren4.2.1 Normalbeton4.2.2 Sichtbeton4.2.3 F oder FT Beton4.3. Verdichten mit Aussenvibratoren4.3.1 Schalungsvibratoren4.3.2 Oberflchenvibratoren4.3.3 Vibrieren mit Abzugbalken4.3.4 Vakuumbehandlung4.3.5 Alternative zur Vakuumbehandlung Monobeton4.3.6 Alternative zum vibrierten Beton SBV

Selbstverdichtender Beton4.3.7 Vermeidung von Lunkern beim SBV4.4. Vibrieren mit Rttelplatte

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5. Entmischen des Beton5.1. Bedeutung der Entmischung5.2. Folgen der Entmischung

6. Der Einfluss der Schalung auf den Beton6.1. Merkmale von Schalhuten6.1.1. Holzschalungen6.1.2. Kunststoffbeschichtete- oder Stahlschalungen

7. Betonnachbehandlung7.1. Allgemeines7.2. Schutz vor dem Austrocknen7.3. Schutz bei niedrigen Temperaturen

Was sagt die Norm?

1. Was sagt die SIA Norm 262 SN 505 262

1.1 Allgemeines Art. 6.4.3

Massnahmen vor dem Betonieren Art. 6.4.3.1

Vor dem Betonieren sind Massnahmen fr allfllige Unterbrche im Betoniervorgang festzulegen.

Art. 6.4.3.2 Bei Bedarf sind Frischbetonprfungen durchzufhren

Art. 6.4.5 Transport, Einbringen und Verdichten von Beton

Art. 6.4.5.1 Whrend des Transports ist der Beton vor Austrocknung, Regen und Frost zu schtzen. Um eine Entmischung oder vorzeitiges Abbinden zu verhindern, sind Transportmittel, Transportdauer, Ein-bringverfahren sowie Zusammensetzung des Frischbetons auf-einander abzustimmen.

Art. 6.4.5.2 Der Frischbeton ist unter Vermeidung jeder Entmischung einzu-bringen und einwandfrei zu verdichten.

Art. 6.4.5.3 Der Beton ist derart zu verarbeiten, dass er durchgehend mglichst gleichmssig und dicht wird und die Bewehrung satt umhllt.

1.2. Einbringen bei ausserordentlichen Temperaturen Art. 6.4.5

Transport, Einbringen und Verdichten von Beton Art. 6.4.5.4

Bei Frost oder hohen Lufttemperaturen ist das Betonieren nur dann gestattet, wenn besondere Schutzmassnahmen getroffen werden. Diese umfassen den Zeitraum vom Beginn der Betonherstellung bis zur Beendigung der Nachbehandlung. Art und Umfang der erfor-derlichen Schutzmassnahmen sind abhngig von der Aussentempera-tur, der Luftfeuchtigkeit, den Windverhltnissen, der Temperatur des Frischbetons, der zu erwartenden Wrmeentwicklung beim Ab-binden, der Wrmeabfuhr sowie den Abmessungen des Bauteils.

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Art. 6.4.5.5 Beim Einbringen und whrend des Verdichtens darf der Frisch-beton ohne besondere Massnahmen nicht klter als + 5 C und nicht wrmer als + 30 C sein. Das Anmachwasser und die Ge-steinskrnung sind gegebenenfalls vorzuwrmen oder abzukhlen.

Art. 6.4.5.6 Die Gesteinskrnung darf keine gefrorenen Bestandteile auf-weisen. Wenn die Bewehrung klter als + 1 C ist, ist mit Hilfe von Wrmezufuhr dafr zu sorgen, dass sich whrend des Beto-nierens an ihrer Oberflche keine Eisschicht bildet.

Art. 6.4.5.7 Das Betonieren gegen oder auf gefrorenen Boden ist nicht zu-lssig. Durch Frost geschdigte Partien sind vor dem Weiter-betonieren zu entfernen.

1.3 Nachbehandlung Art.6.4.6

Nachbehandlung von Beton Art. 6.4.6.1

Art und Dauer der Nachbehandlung sind abhngig von den Witterungsbedingungen, dem verwendeten Zement sowie der Geometrie der Baustelle.

Art. 6.4.6.2 Bis der Beton eine gengende Festigkeit entwickelt hat ist er gegen Auswaschen, vorzeitige Austrocknung durch Sonnen-bestrahlung oder Wind, starke Temperaturwechsel und schdliche Erschtterungen zu schtzen.

Art. 6.4.6.3 Es sind Massnahmen zu treffen, um den Beginn des Schwindens so lange zu verzgern, bis der Beton eine gengende Zugfestig-keit erreicht hat, z.B. durch Schutz gegen zu rasches Austrock-nen oder Wrmeisolierung des frisch eingebrachten Betons.

Art 6.4.6.4 (Teilauszug) In der Regel besteht die Nachbehandlung bei Aussentempera-turen zwischen + 10 C und 25 C aus Abdecken, Feuchthalten, in der Schalung belassen oder dem Auftragen eines Nachbehand-lungsmittels.

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2. Frdern und Einbringen des Betons

2.1. Die blichsten Frdermittel Krankbel Betonpumpe Frderband Krankbel mit Fallrohr Rutsche

2.2. Einbringen des Betons Die vorgesehene Einbauleistung muss mit dem Transportbeton-werk abgesprochen werden, damit dieses einen dem Bedarf ent-sprechenden Transport organisieren kann. Der Frischbeton muss mglichst gleichmssig in waagrechten Schichten von max. 50 cm eingebracht werden. Hgellandschaften sind beim Schtten zu vermeiden. Speziell beim Wandbeton entsteht dadurch die Gefahr von Kiesnestern.

Das Verteilen des Betons mit der Vibrationsnadel ist zu unterlassen. Wird dies gemacht, knnen zum Teil wesentliche Entmischungen ent-stehen und die Homogenitt des Betons ist nicht mehr gewhrleistet. Bei grossen Fallhhen insbesondere bei Wnden bleiben die Fein-anteile an der horizontalen Armierung hngen und fehlen in den un-teren Regionen der Wand. Die Folge davon sind Kiesnester wegen zu wenig Feinanteilen. Darum muss der Beton mit Fallhhen ab 2.50 m mit dem Fallrohr oder Schlauch betoniert werden (siehe Grafik SVB jedoch ohne Eintauchen).

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Beim Einbringen des Betons ist darauf zu achten, dass kein ste-hendes Wasser im Einbringbereich vorhanden ist. Dieses ver-mischt sich sonst beim Vibrieren mit dem Frischbeton und er-hht den WZ- Wert, was einen Festigkeitsverlust zur Folge hat. Ebenfalls sind die Wetterverhltnisse (mglicher starker Regen) zu bercksichtigen.

Selbstverdichtender Beton (SVB/SCC) kann gepumpt oder mit Krankbel und Fallrohr eingebracht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Fallrohr oder der Schlauch mindestens knapp ber der Einbringstelle oder noch besser in den bereits einge-brachten Beton eingetaucht ist.

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Eine rationelle Lsung bezglich Verfllung von Wnden wird durch das Fllen von unten erreicht. Dabei wird der SVB- Beton durch den unten an der Schalung eingebauten Einfll-stutzen in die Schalung gepumpt.

Betonieren mit Einfllstutzen von unten

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3. Verdichten des Betons

3.1. Die blichen Verdichtungsarten Die erforderliche Verdichtungsart ist von der Konsistenz des Betons und der zu betonierenden Konstruktion abhngig.

Betonkonsistenz C0 + C1 Wird gestampft oder gewalzt Betonkonsistenz C2/F2 + C3/F3 wird vibriert SVB Betonkonsistenz F5/F6 verdichtet sich selbst

Was geschieht beim Verdichten? Durch das Verdichten wird die im Frischbeton eingeschlossene Luft grsstenteils entfernt, so dass sich die Zuschlagsstoffe dichter zusammenfgen.

3.2. Verdichten durch stampfen oder walzen Diese Verdichtungsart ist statisch und nur fr Magerbeton ge-eignet. Die Festigkeit spielt beim Mager- und Fllbeton eine untergeordnete Rolle. Sie gilt vor allem als Sauberkeitsschicht fr die Armierung.

3.3. Verdichten durch vibrieren

3.3.1. Allgemeines Fr das Vibrieren sind nur erfahrene und zuverlssige Arbeits-krfte einzusetzen. Es erfordert volle Aufmerksamkeit und ein gutes Beurteilungsvermgen. Das Resultat einer guten Arbeit ist erst nach dem Ausschalen ersichtlich.

Das Vibrieren erfolgt durch Innenvibratoren (Vibriernadeln) Aussenvibratoren (Schalungsvibratoren) oder

Oberflchenvibratoren.

Der Vibrator erzeugt Schwingungen (ca. 12000/Minute). Da-durch wird die innere Reibung zwischen den Zuschlagstoffen (Sand/Kies) fast vollstndig beseitigt. Die Kieskomponenten mgen wegen ihrer Trgheit den Hin- und Herbewegungen

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nicht zu folgen und der feine Mrtel als schwingungsber-tragendes Element dringt in die Hohlrume ein, wobei einge-schlossene Luft in Form von Luftblasen an die Oberflche ent-weicht. Der Luftgehalt verringert sich durch das Vibrieren von ca. 20 Vol.% auf 12 Vol.%.

Wird der Verdichtungsvorgang zu frh beendigt, dringt der Beton-mrtel nicht vollstndig in die Hohlrume und es entstehen Kiesnester und Lunkern (Lufteinschlsse an der Betonober-flche).

Zu wenig verdichteter Beton ist uneinheitlich, durchlssig und haftet schlecht an der Bewehrung. Er weist auch eine geringere Druckfestigkeit auf. Jedes Vol. % Luftporen reduziert die Druckfestigkeit um ca. 4 %.

3.3.2. Konsistenz von Frischbeton Beim vibrierten Beton ist die Konsistenz des Frischbetons der Einbringart und dem Verwendungszweck entsprechend fest-zulegen. Durch Beimischen von Fliessmitteln kann der Wasser-gehalt wesentlich reduziert werden. Die Festigkeit und die Dauerhaftigkeit werden dadurch entschieden verbessert. Eine bliche Konsistenzklasse ist C3.

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