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  • F O I L T E C H & F A C T S R E P O R T W I N E V E R Y R I D E

  • SCOTT / FOIL / 2016 / TECHNISCHE FAKTEN UND BERICHT2 3

    108

    15 3

    EIN MEILENSTEIN

    WIN EVERY RIDE!

    Im Jahr 2010 präsentierte SCOTT das Foil, ein aerodynamisch optimiertes

    Rennrad mit abgeflachten Flügelprofilen, die heute bei den meisten Aero-Bi-

    kes verwendet werden. SCOTT war einer der ersten Fahrradhersteller, der ein

    Patent für dieses spezielle Flügelprofil anmeldete. Seither wird SCOTT mit

    der F01 Technology in Verbindung gebracht. Mit dem abgeschnittenen Flü-

    gelprofil umgingen die Ingenieure von SCOTT´s Aerodynamic Science Unit

    die Nachteile der UCI-Regulationen, welche das Flügelprofilverhältnis auf 3:1

    limitierten. Als Konsequenz fehllen aerodynamischen Rohrformen mit ihrer

    traditionellen Tropfenform oft die Steifigkeit oder sie weisen ein hohes Ge-

    wicht auf, welches von zusätzlichem Material zur Verbesserung der Steifig-

    keit herrührt. Die Abflachung des Flügelprofils löst dieses Problem. Während

    die aerodynamische Performance des Flügelprofils vergleichbar mit einem

    traditionellen, tropfenförmigen Flügelprofil ist, werden die Steifigkeit und

    die Gewichtscharakteristiken deutlich verbessert. Das Foil ist ein Aero-Bike

    durch und durch, welches gleichzeitig durch ein eindrücklich tiefen Gewicht

    und hohen Steifigkeitswerten glänzt.

    Seit der Markteinführung im Jahre 2010 wurden auf dem Foil zahlrei-

    che Sieger gekürt. Bis heute (April 2015) erzielten unsere Teamfahrer

    auf dem Foil  15 Etappensiege an dreiwöchigen Rundfahrten und drei

    Siege an Klassikern. Das Foil hat in 134 Rennen auf dem höchsten Le-

    vel des Radsports die Ziellinie als erstes überquert. Das neue Foil wur-

    de entwickelt, damit du jede Ausfahrt für dich entscheiden kannst! Egal,

    ob du einen Wettkampf bestreitest, ein virtuelles Segment verfolgst

    oder dich mit deinen Vereinskollegen in einem imaginären Sprintfinale misst:

    Das Foil ist die ultimative Rennmaschine für alle, denen der Sinn nach Sieg

    steht.

    GEWONNENE WORLD- TOUR-RENNEN

    GRAND-TOUR- ETAPPENSIEGE

    KLASSIKER- SIEGE

  • 54 SCOTT / FOIL / 2016 / TECH & FACTS REPORT TECH & FACTS REPORT / SCOTT / FOIL / 2016

    SPEED UPDATE Das neue Foil verfügt über die gleichen, leichten Rahm-

    encharakteristiken wie sein Vorgänger. Mit einem

    Rahmengewicht von 945g und einem Gabelgewicht von

    335g (Größe Medium, einschließlich Kleinteile) gehört

    das neue Foil zu einem der leichtesten Aero-Bikes auf

    dem Markt. Bei unseren World Tour-Fahrern zählt jedes

    Gramm. Die magische Gewichtsgrenze liegt bei 6.8kg, und

    trotz seiner aerodynamischen und steifen Bauart ist es

    keine Herausforderung, ein Komplettrad unterhalb dieses

    vorgegebenen Grenzwerts zu spezifizieren. In Windeseile hatte

    sich das erste Foil den Ruf erobert, in Sachen Kraftübertragung

    und Handling extrem steif und reaktionsfreudig zu sein. Ganz

    im Sinne unserer Pro-Fahrer und dem Kundenstamm, welcher

    grossen Wert auf ein steifes und reaktionsfreudiges Bike legt,

    besticht das neue Foil durch noch höhere Steifigkeitswerte als

    sein Vorgänger. Die Rahmen-Aerodynamik des Bikes wurde als

    Ganzes überarbeitet: Alle vertikalen Rohre des Rahmens wurden

    unabhängig voneinander und im Zusammenspiel optimiert,

    die Integration der einzelnen Bauteile setzt neue Maßstäbe

    und das vollständig integrierte Cockpit spart wertvolle Watt.

    Abgesehen von den optischen Designverbesserungen in

    Sachen Aerodynamik und Integration punktet insbesondere

    der Fahrkomfort des neuen Foil. Zusammengefasst: Die

    beliebtesten Merkmale der ersten Ausführung wurden

    beibehalten, hinzu kommen jedoch neuartigen und innovativen

    Lösungen, welche das Foil nochmals schneller machen: Es ist

    ein Speed-Update!

  • 6 SCOTT / FOIL / 2016 / TECH & FACTS REPORT TECH & FACTS REPORT / SCOTT / FOIL / 2016 7

    AERODYNAMIC SCIENCE UNIT

    „Die vertikalen Rahmenteile des Foil, die einen Grossteil des Luftwiderstand verur- sachen, wurden mit dem erprobten SCOTT Aerody- namic Science Prozess un- abhängig voneinander und im Zusammenspiel aerody- namisch optimiert.“

    „Das neue Foil zeichnet sich durch hervorragende aero- dynamische Eigenschaften, hohe Seitensteifigkeit, einen vertikal nachgiebigen Hin- terbau und ein Rahmenge- wicht aus, welches zu den leichtesten im Aero-Renn- rad-Segment zählt.“

    „Meiner Meinung nach ist das Foil ein Rennrad, wie es im Buche steht. Es ist unglaublich steif und reak- tionsfreudig, schnell, aber sehr leicht. Beim Endspurt zählt jede Unze Kraft und jeder Geschwindigkeitsge- winn – und genau darum ist das Foil meine erste Wahl.“

    „Während einer Ausfahrt lässt sich zwar nie so genau bestimmen, wie viel aerody- namischer ein Bike gewor- den ist, aber das neue Foil fühlt sich zweifelsohne viel schneller an. Auch optisch verspricht das neue Foil pure Geschwindigkeit.“

    „Die Radprofis mochten das erste Foil bereits nach der ersten Ausfahrt. Wir haben alles daran gesetzt, die Merkmale des ersten Foil, die es zum ultimativen Rennrad machten, beizube- halten und sogar noch zu verbessern.“

    „Das Syncros RR1.0 Cock- pit wurde zusammen mit dem neuen Foil entwickelt. Abgesehen von seinen aus- gezeichneten aerodynami- schen Eigenschaften bietet dieser Lenker zudem ein Ma- ximum an Integration, eine ergonomische Form und ein unglaublich tiefes Gewicht.“

    Paul Remy INGENIEUR

    Frank Oberle PRODUCT MANAGER

    Michael Matthews TEAMFAHRER OGE

    Matthias Brändle TEAMFAHRER IAM

    Lars Teutenberg TEAM LIASON

    Benoît Grelier HEAD OF ENGINEERING

    1. Rohrdesign: Ob ganz neu konzipiert oder auf Grundlage früherer Entwicklungen: Die Rohrformen sind darauf ausgelegt, hinsichtlich ihrer Abmessung, der direkten Umgebung (z.  B. Komponenteninteraktionen, Randbedingungen oder Fahrtwindtyp) und für ein möglichst breites

    Spektrum an Anströmwinkeln die bestmögliche aerodynamische Performance aufzuweisen.

    2. Messen des theoretischen Luftwiderstands: Das Festlegen bestimmter Randbedingungen in der CFD-Software resultiert in einer ersten theoretischen

    Messung für jeden getesteten Anströmwinkel.

    3. Performancebeurteilung des Rohrdesigns: Basierend auf den im vorangegangenen Schritt ermittelten Luftwiderstandswerten werden

    typische aerodynamische Indikatoren wie Luftwiderstandsbeiwert, Auftriebsbeiwert sowie die Rohrwiderstandswerte berechnet und

    bewertet.

    4. Analyse der verschiedenen Rohrperformances: Die ermittelten Luftwiderstands- und Auftriebsergebnisse werden grafisch in Diagrammen zusammengefasst. Basierend auf der Analyse dieser Diagramme werden Besonderheiten des Flügelprofildesigns wie z.  B. niedrige vs. hohe Anströmwinkelleistung, Fahrtwindtrennstellen oder Nachlaufströmung ermittelt.

    5. Vergleich der Rohrdesigns: Die Luftwiderstands- und Auftriebswerte der verschiedenen Flügelprofile werden miteinander verglichen. Die proprietäre A4-Software von SCOTT ermöglicht die Simulation realer Bedingungen bei der Performance-Analyse der Flügelprofile. Basierend

    auf den Benchmark-Ergebnissen wird eine erste Auswahl getroffen.

    6. Windkanaltest: Alle Flügelprofile mit guten oder interessanten Leistungsmerkmalen werden ausgewählt und Profilmuster

    werden angefertigt. Diese Muster werden im Windkanal getestet, um das Fahrtwindverhalten bei verschiedenen Anströmwinkeln zu

    analysieren. Während des Tests können die Profile mit Füllmaterial modifiziert werden, sofern dies eine Leistungsverbesserung verspricht.

    Die Ergebnisse werden gesammelt und mit den in den vorangegangenen Schritten erfassten theoretischen Performances verglichen und erneut den

    Benchmarkwerten gegenübergestellt.

    7. Auswahl oder Verbesserung der Rohrform: Die Flügelprofildesigns mit der besten Performance für jedes Rahmenteil werden ausgewählt und entsprechend umgesetzt. Wenn

    Flügelprofile während des Windkanaltests modifiziert wurden, wird das Rohrdesign aktualisiert und der Ablauf beginnt von Neuem.

    Als das Plasma 3-Projekt im Jahre 2009 ins Leben gerufen wurde,

    stellten wir ein Team aus Entwicklern zusammen, die sich ganz auf

    die wissenschaftliche Forschung im Bereich Aerodynamik und

    die Entwicklung von Produkten auf Grundlage der gesammelten

    Erkenntnisse konzentrierten. In den letzten Jahren hat das Ent-

    wicklungsteam viel Zeit investiert, die Forschungsergebnisse in

    erstklassige Produkte einfließen zu lassen. Nach der erfolgreichen

    Einführung des Triathlon- und ZeitfahrradesPlasma 3 übertrugen

    die Aero-Entwickler ihr Wissen auf das Foil – einem Meilenstein

    in der Geschichte aerodynamisch-optimierter Rennräder. Im Jahr

    2014 führte SCOTT eine völlig neue Produktreihe für den Triath-

    lon- und Zeitfahrbereich ein – die Plasma-4- und Plasma-5-Mo-

    delle. Im selben Jahr konnte Sebastian Kienle auf dem Plasma 5

    die prestigeträchtigsten Rennen des Langstreckentriathlons für

    sich entscheiden – die IM-Europameisterschaften in Frankfurt

    und die IM-Weltmeisterschaften in Hawaii. Im weiteren Jahresver-

    lauf stellte Matthias Brändle auf ei

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