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  • Edition Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse, Band XXXII

    Gesundheitliche Belastungen, Arbeitsbedingun-gen und Erwerbsbiographien von Pflegekrften

    im Krankenhaus. Eine Untersuchung vor dem Hintergrund der

    DRG-Einfhrung

    Schwbisch Gmnd

    August 2004

  • Edition

    Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse, Band XXXII

    Gesundheitliche Belastungen, Arbeitsbedingungen und Erwerbsbio-graphien von Pflegekrften im Krankenhaus.

    Eine Untersuchung vor dem Hintergrund der DRG-Einfhrung

    Herausgeber:

    GEK Gmnder ErsatzKasse Bereich Gesundheitsanalyse Gottlieb-Daimler-Strae 19 73529 Schwbisch Gmnd Telefon (07171) 801-0 http://www.gek.de

    Autoren: Bernard Braun, Rolf Mller, Andreas Timm ZeS, Zentrum fr Sozialpolitik, Bremen. http://www.zes.uni-bremen.de

    Verlag Asgard-Verlag, Einsteinstrae 10, 53757 St. Au-gustin

    Die Deutsche Bibliothek CIP-Einheitsaufnahme

    Gmnder Ersatzkasse: Gesundheitliche Belastungen, Arbeitsbedingungen und Erwerbsbiographien von Pflegekrften im Krankenhaus. Eine Untersuchung vor dem Hintergrund der DRG-Einfhrung. / [Hrsg.: GEK, Gmnder ErsatzKasse. Autoren: Bernard Braun, Rolf Mller, Andreas Timm]. Sankt Augustin: Asgard-Verl. Hippe. 2004. (GEK-Edition; Bd. XXXII) ISBN 3-537-44032-4

  • Vorwort von Dieter Hebel, Vorstandsvorsitzender der GEK Pflegekrfte sind im Krankenhaus die Beschftigtengruppe, mit denen der Patient den intensivsten Umgang hat. Die Arbeitsbedingungen der Pflegekrfte, ihre Motivation und Ausbildung knnen erhebliche Auswirkungen auf den Gesundungsprozess von Krankenhauspatienten haben. Es ist plausibel, dass konomische oder sachliche Zwn-ge in einem einzelnen Krankenhaus oder in der Krankenhauslandschaft insgesamt sprbare Folgen fr die Pflegesituation haben knnen.

    Jeder, der schon einmal eine Zeit im Krankenhaus als Patient verbracht hat, kann die schwierige Lage der Pflegekrfte nachempfinden. Im Idealfall erinnert man sich an die Pflege im Krankenhaus mit Dankbarkeit. Die Qualitt der dort geleisteten Arbeit, die Rahmenbedingungen und die Wahrnehmung der Situation durch das Pflegepersonal selbst stehen im Zentrum dieses Bandes der GEK-Edition.

    Dabei werden die Vernderungen des Umfeldes, in dem die Pflegekrfte ttig sind, insbesondere die Einfhrung der "diagnosis related groups" (DRG), einem neuen Sys-tem zur Klassifizierung und Vergtung der meisten stationren Leistungen, in die Un-tersuchung einbezogen.

    Die vorgelegte Studie zieht zur Analyse der genannten Fragen zwei verschiedene Da-tenquellen heran. Zum einen ist eine Stichprobe von GEK-Mitgliedern, die als Kran-kenschwestern bzw. Krankenpfleger arbeiten, mit Hilfe eines Fragebogens zu ihren individuellen Arbeitsbedingungen und Beobachtungen befragt worden. Zum anderen verwenden die Autoren einen anonymisierten Datensatz von GEK-Routinedaten, der Aussagen z.B. ber Episoden mit Arbeitsunfhigkeit, ber stationre Aufenthalte und ber die berufliche Mobilitt von Pflegekrften und Beschftigten anderer Berufsgrup-pen im Lngsschnitt erlaubt.

    Die Autoren Bernard Braun und Rolf Mller haben in der zuletzt von ihnen vorgelegten Studie "Auswirkungen von Vergtungsformen auf die Qualitt der stationren Versor-gung" (GEK-Edition Band 26) die Wahrnehmung der Patienten in den Vordergrund gestellt. Es ist folgerichtig, in diesem neuen Buch die Perspektive der Pflegekrfte folgen zu lassen, dem ich eine gute Aufnahme durch interessierte Leser wnsche.

    Schwbisch Gmnd, im August 2004

    Dieter Hebel

  • Inhalt

    1 FRAGESTELLUNGEN 7

    2 ZUSAMMENFASSUNG DER HAUPTERGEBNISSE 10

    2.1 Pflegekrfte-Befragung: Arbeitsbelastungen, Motivationen, Versorgungsqualitt und Organisationsstrukturen 10

    2.2 Routinedatenanalyse: Morbiditt und Mobilitt von Pflegekrften 14

    3 AUSGANGSLAGE DER STUDIE 17

    3.1 Bisherige Erkenntnisse ber die Arbeitsbedingungen von Pflegekrften? 17

    3.2 Arbeitsqualitt der Beschftigten und Versorgungsqualitt der Patienten zwei Seiten einer Medaille 19

    3.3 Diagnosis related groups (DRG) 22

    4 SITUATION IN DER KRANKENPFLEGE ERGEBNISSE DER PFLEGEKRFTEBEFRAGUNG 30

    4.1 Entwicklung und Inhalte des Fragebogens 30

    4.2 Methodisches Vorgehen 31

    4.3 Erste Auswirkungen der DRG-Einfhrung auf Arbeits- und Versorgungsqualitt 39

    4.4 Aufgabenbezogene Verteilung der Arbeitszeit 47

    4.5 Arbeitszeit, berstunden und Schichtarbeit 50

    4.6 Exkurs: Arbeitsbelastungen Ergebnisse der IAB/BIBB-Studie 53

    4.7 Ressourcen und Belastungen 61

    4.8 Nachdenken ber einen Berufswechsel 69

  • 4.9 Qualitt des Informationsflusses 76

    4.10 Untersttzung bei Konflikten ber Pflege 84

    4.11 Zusammenarbeit von Pflegekrften mit anderen Akteuren 92

    4.12 Einfluss- und Entscheidungsstrukturen 98

    4.13 Versorgungsqualitt 106

    4.14 Pflegerische Arbeitsbedingungen / persnliche Pflegettigkeit 125

    4.15 Ablauforganisation im Krankenhaus 144

    5 MORBIDITT UND BERUFLICHE MOBILITT VON PFLEGEKRFTEN ANALYSEN MIT DEN ROUTINEDATEN DER GEK 156

    5.1 Einleitung 156

    5.2 Daten der GEK und methodisches Vorgehen 160

    5.3 Arbeitsunfhigkeit, stationre Aufenthalte und Arzneimittelverordnungen 172

    5.4 Multivariate Analyse der AU-Zeiten, der stationren Aufenthalte und der Arzneimittelverordnungen 185

    5.5 Art der Erkrankungen nach Berufsgruppen 191

    5.6 Fazit zu den Analysen der Arbeitsunfhigkeit, stationren Aufenthalte und Arzneimittelverordnungen 197

    5.7 Berufliche Mobilitt ein Berufsvergleich 199

    5.8 Multivariate Analyse der beruflichen Mobilitt 207

    5.9 Fazit zur beruflichen Mobilitt 217

    6 LITERATUR 220

  • 7 BERSICHTSVERZEICHNIS 227

    8 TABELLENVERZEICHNIS 227

    9 ABBILDUNGSVERZEICHNIS 229

    10 ANHANG 235

    10.1 Methodische Anmerkungen 235

    10.1.1 Bivariat Multivariat 235 10.1.2 Lineare Regression 236 10.1.3 Logistische Regression 237 10.1.4 bergangsratenmodell 237 10.1.5 Nominalskalierte und metrische Variablen 238 10.1.6 Signifikanz 239 10.1.7 R-Quadrat 239 10.1.8 Relatives Risiko 239

    10.2 Anteile der Diagnosehauptgruppen an allen Erkrankungen 240

    10.3 Grundauszhlung der Pflegekrftebefragung 242

    11 GEK-MATERIALIEN 257

  • GEK-Edition 7

    Vorworte "Das Krankenhaus gehrt den Schwestern und Pflegern" (Drner 1996)

    Pflege als "Heilhilfsberuf im Schatten des Arztes" (Grauhan 1990)

    "Nursing is a noble profession but too often a terrible job." (Chambliss 1996)

    "I love nursing, but ..." (Leserbrief-Standardargumentation lt. Chambliss 1996)

    "Just a Nurse" (Titel eines Buches ber Krankenschwestern)

    "Fr die derzeitige Situation der Pflege in Deutschland ist ungeachtet vielverspre-chender innovativer Entwicklungstendenzen nach wie vor eine deutliche Diskrepanz zwischen Modernisierungserfordernissen und eher problematischen Rahmenbedingun-gen zu deren Bewltigung kennzeichnend." (Wingenfeld / Schaeffer 2002)

    "Mit der Einfhrung einer neuen Krankenhausfinanzierung besteht fr die Pflege die Hoffnung und Chance, einen hheren Stellenwert im Krankenhaus zu erlangen und eigenstndiger agieren zu knnen." (Peters 2003)

    1 Fragestellungen Seit dem 1.1.2003 wird in einer rasch wachsenden Anzahl von deutschen Krankenhu-sern mit den "diagnosis related groups" (DRG) ein neues System zur Klassifizierung und Vergtung des Groteils der stationren Versorgung eingefhrt. Zu den Wirkungen der DRG gibt es eine Flle von positiven Erwartungen (z.B. Kosteneinsparung durch Verkrzung der Verweildauer) und negativen Befrchtungen (z.B. Entlassung "blutiger Patienten"). Ob diese und andere Wirkungen im stationren Versorgungsalltag eintreten und sich auch noch auf vor- und nachgelagerte Bereiche auswirken, kann nur durch eine sorgfltige Evaluation der DRG-Einfhrung festgestellt werden. Die Messung von Vernderungen erfordert aber przise Kenntnisse ber die Ausgangslage. Die hier vorgelegte Studie ber Pflegekrfte1 im Krankenhaus und zwei vergleichbare Untersu-

    1 Diese Untersuchung wre ohne die Untersttzung Dritter nicht mglich gewesen. Die Entwicklung des Fragebogens erfolgte in enger inhaltlicher Kooperation mit der Arbeits-gruppe Public Health des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) und deren Leiter Hagen Khn. Ihm und dem fr diese Arbeiten auf Seiten des ZeS verantwortlichen Wolfgang Hien sei fr ihre sachkundigen Hinweise auf wichtige Aspekte der Arbeitsqualitt von Pflegekrf-ten gedankt. Gedankt sei hier auch zahlreichen ungenannt bleibenden Pflegekrften, die uns in Fokusgruppen und in privaten Gesprchen Auskunft ber ihre Arbeitsbedingungen gaben. Bei den gemeinsamen Aktivitten von WZB und ZeS handelt es sich um ein Modul einer mehrjhrigen Kooperation zur Durchfhrung einer sozialwissenschaftlichen Lngsschnitts-analyse ber die Auswirkungen von DRGs auf die Bedingungen der medizinischen und pflegerischen Arbeit sowie der Versorgungsqualitt im Krankenhaus aus Beschftigten- und Patientensicht. Stefan Dudey von der GEK und Rainer Mller vom ZeS sind wir fr ihre Bereitschaft dankbar, die zahlreichen Vorfassungen dieses Textes immer wieder auf sachli-

  • 8 GEK-Edition

    chungen ber Patienten und rzte2 im Krankenhaus halten wichtige Merkmale des Krankenhausgeschehens vor oder kurz nach Beginn der Einfhrung von DRG fest. Jeweils zwei weitere, inhaltlich identische Befragungen folgen bis Ende des Jahres 2006 dem gesetzlich vorgesehenen Zeitpunkt der vollen Wirksamkeit des neuen Systems. Alle Studien sttzen sich dazu zum einen auf die Wahrnehmungen und Erfah-rungen der Patienten und Beschftigten und zum anderen auf die in den Routinedaten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthaltenen Informationen ber Art und Umfang der stationren Versorgung.

    Die sp

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