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EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

GEMEINDEBRIEFder Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden

Garrel und Molbergen

Nr. 3/18 September bis November 2018

2 EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

Geistliches Wort

Liebe Leserin-nen und Leser, Wer hat an der Uhr gedreht?, fragen sich vielleicht man-che, wenn sie daran denken, wie schnell die Ferien- und Ur-laubszeit vorbei ge-gangen ist. Nun, wir selbst wa-ren es jedenfalls nicht, die am Zeiger drehten. Es geschieht geradezu wie von selbst. Da-hinter verbirgt sich eine Er-kenntnis: Es ist Gott selbst, der gleichsam die Weltenuhr in seiner Hand hlt. Schon der Psalmsnger bekennt: Meine Zeit steht in deinen Hnden Psalm 31,16. Und auch Daniel bezeugt im Alten Testament: Er ndert Zeit und Stunde; er setzt Knige ab und setzt Knige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verstndigen ihren Verstand. Daniel 2,21. Der Prediger Salomo gar mchte Gottes Handeln ver-stehen, das er oft als Last emp-findet. Er mchte wissen, wa-rum dieses oder jenes so oder so geschieht und nicht an-ders, ja er mchte den Anfang und das Ende durchschauen. So lautet der Monatsspruch fr den September aus dem Prediger-Buch: Gott hat alles schn gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in

ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergrnden kann das Werk, das Gott tut, weder An-fang noch Ende. Prediger 3,11. Wir drfen Gott al-

les zutrauen. Denn Gott irrte sich weder im Datum noch hat er jemals einen Termin verpasst. Gott lsst sich den Zeiger nicht stellen, und wir sollen ihm nicht sagen, was es geschlagen hat, meint dazu Martin Luther. Der Prediger Salomo wei um die Existenz des lebendigen Gottes, in des-sen Hand wir uns befinden. Deshalb sollen wir uns tapfer der Verantwortung stellen, die uns die Zeit gebietet und das tun, was zu tun ist. Holger Ossowski

Was die Zeit uns gebietet

Liebe Leserin, lieber Leser,

was mit groer Freude be-gann endlich Sonne und sommerliche Temperaturen ist am Ende fr viele eine groe Herausforderung ge-worden: fr die Natur, die dringend Wasser brauchte, oder fr den Landwirt, der aufgrund der mageren Ern-te vielleicht nicht wei, wie er sein Vieh im Winter satt kriegen oder genug erwirt-schaften soll, um den Hof zu erhalten Da ist Verstnd-nis und Solidaritt gefragt, z.B. wenn die Brotpreise steigen.

An manchen Orten brauchte es ganz praktische Unter-sttzung ob Garten ws-sern, Vgel mit Futter und Wasserstellen versorgen, die Bume in den Straen gie-en, aufeinander schauen, einander untersttzen

Verstndnis, Solidaritt und ganz praktische Hilfe ist auch ein Teil unseres The-menschwerpunktes, denn in diesem Brief steht die Di-akonie unserer Kirche mit ihren vielfltigen Aufgaben im Focus.

Daneben, wie gewohnt, alles Wissenswerte aus Ihrer Kir-chengemeinde.

Wir wnschen Ihnen einen segensreichen Sptsommer und Herbst, eine interessan-te Lektre und Gottes Licht und Segen.

Ihr Redaktionsteam

Editorial

3EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

Aus dem Gemeindeleben

Am 8. Mrz whlte die Kir-chengemeinde Garrel ihren neuen Gemeindekirchenrat, der am 3. Juni 2018 im Gottes-dienst in sein Amt eingefhrt wurde. Auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts): Barbara Ecker, Lydia Worster,

Pfarrer Ossowski bedankte sich am 3. Juni 2018 whrend des Gottesdienstes bei den scheidenden Gemeindekir-chenrtinnen (von links nach rechts) Sabine Brning, Bar-bara Ecker und Erna Gerdt fr Ihren Dienst und ehrenamtli-chen Einsatz fr die Kirchen-gemeinde Garrel mit einem Blumenstrau und einem Prsent. An diesem Tag fehlte Frida Kelm, der Pfarrer Os-sowski ebenfalls im Namen der Kirchengemeinde dankte.

Der neue GKR Garrel

Irina Bischel, Eduard Japs, Olga Fartov, Lusi Schlegel und Pfarrer Holger Ossowski.

Auf dem Gruppenbild fehlt Carl-Mathias Wilke (kleines Bild rechts), der in den neuen Gemeindekirchenrat berufen

und am 10. Juni 2018 wh-rend des Got-t e s d i e n s t e s als Gemein-dekirchenrat v e r p f l i c h t e t wurde.

Der scheidende GKR Garrel

4 EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

Aus dem Gemeindeleben

Im Juni 2018 hatte der scheidende Gemeinde-kirchenrat eine letzte Sitzung im gemtlichen Beisammensein mit Kegeln bei Meyer-Willen in Dwergte.

Der neue GKR Molbergen

kumenische Einweihung des neuen Sportvereinsheims SV Molbergen

Seid eines Sinnes! Seid eines Geistes!Mit diesen Worten des Apo-stels Paulus predigte Pastor Dr. Drr den mehreren hun-dert Besuchern bei herr-lichem Sommerwetter am 8. Juli: Teamgeist bei Gott heie nicht nur Sportsgeist, sondern mit Trost und Barm-herzigkeit freinander da zu sein und mit Achtung und Anerkennung anderen zu be-gegnen. Das erzeuge erst eine gute Haltung und erlaube, ei-nen guten Geist in die Welt zu bringen.

Diese Mahnung soll uns stets daran erinnern, dass im guten Miteinander in der Nchs-tenliebe die Liebe Gott zu uns allen aufleuchten will.

Dafr sei der Segen zur Ein-weihung ntig, den Pastor Brner und Pastor Dr. Drr

gemeinsam von ihren Kirchen spendeten.Dr. Oliver Drr

Ende Juni fuhren die neuen Kirchenltesten auf eine Klausur ins ev. Blockhaus Ahlhorn zum Kennenlernen und berieten ber die geistliche Leitung der Kirchengemeinde.

Der scheidende GKR Molbergen

5EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

Kinderseite

Es war Johann Hinrich Wi-chern, der auf dem Kirchen-tag von Wittenberg im Jahr 1833 sagte: Die Arbeit der Innern Mission ist mein! Die rettende Liebe muss ihr das groe Werkzeug werden.

Wichern sah im diakonischen Engagement eine heilige Aufgabe der evangelischen Kirche, die man auch auf den Kanzeln verkndigen sollte. Wichtig waren ihm dabei die Barmherzigkeit und die Hilfe zur Selbsthilfe fr Bedrftige.

Johann Hinrich Wichern hat-te bereits 1833 in Hamburg mit dem Rauhen Haus eine Anstalt gegrndet, die gefhr-dete Jugendliche betreute und ausbildete. Dazu gehr-ten mehrere Werksttten, die Schule, eine Druckerei und seit 1844 auch ein Verlag. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau. Die heutige Stiftung Das Rauhe Haus gliedert sich in verschiedene Bereiche: Kin-der- und Jugendhilfe, Arbeit mit Menschen mit Behinde-rungen, Altenhilfe und Sozi-alpsychatrie sowie verschie-dene Fachschulen.

Wicherns Rede fhrte im Jahr 1848 zur Grndung des Cen-tralausschusses fr die Innere Mission der deutschen evan-

Innere Mission und Rauhes Hausgelischen Kirche und war damit der Beginn der kirch-lich organisierten Diakonie. Es entstanden Diakonissen-

huser und Diakonenbru-derschaften. Heime, Schulen, Krankenhuser wurden er-richtet und andere Einrich-tungen fr Menschen, die auf unterschiedliche Hilfen an-gewiesen waren. 1957 verei-nigte sich die Innere Mission mit dem Evangelischen Hilfs-werk, das ab 1945 die Not nach dem Zweiten Weltkrieg bekmpfte, und nannte sich fortan Diakonisches Werk.

So gro wie die Palette der Not ist auch die Vielfalt der Dienste, denn so lsst sich das Wort Diakonie berset-zen. Sozusagen das Grund-gesetz der Diakonie finden wir im Markus-Evangelium. Hier sagt Jesus zu seinen Jn-gern: ... Wer gro sein will un-ter euch, der soll euer Diener sein; und wer unter euch der

Erste sein will, der soll aller Knecht sein.

Jesus ist es ein besonde-res Anliegen, dem nchsten Mitmenschen zu helfen und seine Notlage zu lindern. Im Matthus-Evangelium wer-den uns Beispiele der ttigen Hilfe gegeben: zu essen und zu trinken geben, Fremde aufnehmen, Menschen ein-kleiden, Kranke und Gefan-gene besuchen. (Mt 25,35.36) Gleichzeitig weist Chris-tus darauf hin, dass uns im Nchsten immer auch Gott selbst begegnet: Was ihr ge-tan habt einem von diesen meinen geringsten Brdern [und Schwestern], das habt ihr mir getan. So grndet sich Diakonie als kirchliche Aufgabe in der Nachfolge Christi und in der christlichen Nchstenliebe.

Holger Ossowski

6 EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

Diakonie

Seit nunmehr 17 Jahren gibt es die Schwangeren- und Schwangerschaftskonflikt-beratung unter dem Dach der Diakonie in Cloppenburg. Das Angebotsspektrum ist sehr vielfltig. Neben der Beratung und Vermittlung von Hilfen gibt es ein sexual-pdagogisches Konzept fr Schulen und interessierte Gruppen. In den Kirchen-gemeinden werden regel-mig Konfirmandenkurse zum Themenbereich Liebe, Freundschaft, Sexualitt durchgefhrt.

Eine Gruppe von alleinerzie-henden Eltern trifft sich re-gelmig zum Austausch im Caf Holmstrm auf dem Ge-lnde des Schwedenheims.

Frau Laues und Frau Flerlage beraten sowohl in Schwan-gerschaftskonflikten als auch zu sozialrechtlichen Fragen bezglich Schwangerschaft und Geburt und vermitteln finanzielle Untersttzung in Form von Stiftungsmitteln. Oft wenden sich die Frauen in Krisensituationen an die Be-raterinnen, z.B. wenn ihnen die Entscheidungsfindung im Schwangerschaftskonflikt schwer fllt, wenn es Partner-schaftsprobleme gibt oder sie sich berfordert fhlen. Die Beraterinnen bieten den

Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Frauen eine vertrauensvol-le Atmosphre, in der sie die Mglichkeit haben, mit einer neutralen Gesprchspartne-rin ber ihre Situation und Gefhle zu sprechen.

Im vergangenen Jahr wurden 602 Beratungen durchge-fhrt mit Frauen aus ber 20

verschiedenen Nationen. Die Beratungskontakte sind seit 2016 deutlich gestiegen. Auch die Vermittlung des Zuschus-ses fr empfngnisverhten-de Mittel wird zunehmend angefragt.

Maren Laues und Yvonne Flerlage

Die beiden Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle: Maren Laues (links) und Yvonne Flerlage

7EVANGELISCH IN CLOPPENBURG

Diakonie

Frau O. kommt mit einem Be-kannten zum ersten Mal in die Beratung. Sie ist 35 Jahre alt, ar-beitet bei einer Zeitarbeitsfirma und weint die ganze Zeit. Der Bekannte beruhigt und trstet