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  • Evangelische KirchengemeindenAltdorf und Neckartailfingen

    Gemeindebrief

    Und er sah den Geist Gottes gleich als eine Taube herabfahren und ber ihn kommen.

    Matthus 3,16

    Ausgabe 1 Ostern 2014

  • 2

    Seit Januar 2014 gemeinsam

    zum ersten Mal halten Sie einen Gemeindebrief in der Hand, der fr die beiden Kirchengemeinden ber und un-ter der Liebenau geschrieben ist. Bis 1982 war Altdorf ber Jahrhunderte Filialgemeinde des Pfarramts Neckar-tailfingen, dann wurde es mit der Kirchengemeinde Raid-wangen verbunden. Umstrukturierungen im Kirchenbezirk Nrtingen brachten es mit sich, dass nach 30 Jahren die-ser Verbund wieder aufgelst werden musste. Die Kirchen-gemeinde Altdorf hat eine 50-Prozent-Pfarrstelle, braucht nach der Ordnung der Landeskirche aber eine volle Pfarr-stelle in der Nachbarschaft fr die Geschftsfhrung. Die Kirchengemeinderte beider Gemeinden haben 2013 den Vertrag und eine Geschftsordnung erarbeitet, der Ober-kirchenrat hat sie genehmigt.

    Seit 1. Januar sind wir nun also Partner, die Gottesdienste werden von Pfarrerin Mohns und Pfarrer Maier-Mohns aus Neckartailfingen und Pfarrerin Schaich aus Altdorf im Wechsel gehalten im Doppeldienst. Beim gemein-samen Auftakt-Gottesdienst am 26. Januar in Altdorf waren etliche Neckartailfinger mit auf der Hhe. An-geregte Begegnungen im Anschluss zeigten, dass es be-reits manche Beziehungen zwischen Berg und Tal gibt. Beim gemeinsamen Mitarbeiterabend Anfang Februar in der neuen Neckar tailfinger Festhalle haben die Aktiven einiges vom Gemeindeleben der Partnergemeinde erfah-ren. Eine schne Atmosphre und viele Gesprche lassen mich hoffen, dass die Verbindung von Neckartailfingen und Altdorf bald viel mehr sein wird, als ein kirchenamt-liches Vertragspapier.

    Liebe Gemeindeglieder

    in Altdorf und Neckar tailfingen,

    Pfarrerin Schaich, Pfarrerin Mohns und Pfarrer Maier-Mohns

  • 3

    Am 13. Juli wollen wir einen gemeinsamen Gottesdienst im Grnen auf der Liebenau feiern.

    Wenn wir bereit sind, von den Strken der anderen Gemeinde zu lernen, wenn wir lernen, auf Gott und sein Wort zu hren, wenn wir fr die Menschen da sind und hin und wieder etwas Gemeinsames wagen, dann wird das Licht der Welt in Altdorf und in Neckartailfingen auf den Leuchter gestellt und glimmt nicht verschmt und versteckt im Abseits (Jesus in der Bergpredigt, Matthus 5,14-16).

    Ich freue mich, wenn auch Sie sich daran beteiligen.

    Eine gesegnete Passions- und Osterzeit wnscht Ihnen

    Konrad Maier-Mohns

    Unser neues Logo verbindet den massiven, schiefen, gotischen Turm der Martinskirche Neckartailfingen mit dem kleinen, auf dem Kirchdach aufgesetzten Turm der Altdorfer Kirche. Im letzten Krieg sind beide beschdigt worden, in Altdorf so schwer, dass er mit der Kirche wieder aufgebaut werden musste.

    Im Logo sind die Trme durch das Kreuz verbunden, Symbol unseres christlichen Glaubens und in dieser Form das Erkennungszeichen unserer Evangelischen Landes kirche in Wrttemberg.

    Susanne Sonneck hat das neue Logo fr Altdorf, Neckar tailfingen und fr den gemeinsamen Gemeindebrief nach einer Vorlage von Hans-Peter Hecke gestaltet.

    Fr Altdorf

    Fr Neckartailfingen

    Fr Altdorf und Neckartailfingen

  • 4

    Am 26. Januar wurde in der Altdorfer Kirche der Beginn der Zusammenarbeit mit Neckartailfingen gefeiert.

    Den Gottesdienst gestalteten Pfarrerin Ulrike Schaich, Pfarrerin Ina Mohns und Pfarrer Konrad Maier-Mohns ge-meinsam zum Thema der Jahreslosung Gott nahe zu sein ist mein Glck. Die Chre beider Gemeinden umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

    Beim anschlieenden Stnderling nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum angeregten Austausch bei Punsch und Selbstgebackenem.

    Dem Pfarrers-Paar aus Neckartailfingen schenkten die Alt-dorfer ihre beliebten Altdorfer Rezeptbchlein mit einer kleinen Kostprobe. Jetzt wird bestimmt auch in Neckar-tailfingen nach den leckeren Altdorfer Rezepten geschleckt, gerhrt und gebacken. Susanne Sonneck

    Beginn der Zusammenarbeit gefeiert

    Beim Stnderling nach dem gemeinsamen Gottes-dienst erhielten die Neckar-tailfinger die Altdorfer Rezeptbchlein (oben) und viele Besucher nutzten die Gelegenheit zum Gesprch.

  • 5

    Mitarbeiterabend in der neuen Festhalle Neckarallee in Neckartailfingen

    Wie weit sind die Kirchtrme von Altdorf und Neckar-tailfingen auseinander? Welches ist die lngste Strae in Altdorf? An welcher Haustr in Neckartailfingen findet sich das Wappen der Universitt Tbingen?

    Am Mitarbeiterabend der beiden Kirchengemeinden Alt-dorf und Neckartailfingen war gengend Zeit, einiges

    Altdorf und Neckartailfingen miteinander

    Gemeinsamer Abend in der vollbesetzten

    Neckartailfinger Festhalle

  • 6

    ber den neuen Partner zu erfahren. ber 120 Mitarbei-tende waren gekommen, um in der Festhalle Neckarallee in Neckar tailfingen gemeinsam zu feiern und sich kennen-zulernen.

    Seit Anfang des Jahres kooperieren die beiden Kirchen-gemeinden miteinander. Wegen der Umstrukturierun-gen im Kirchenbezirk Nrtingen musste sich die Alt-dorfer Kirchen gemeinde einen neuen Partner suchen. Die Entscheidung des Altdorfer Kirchengemeinderates sich auf die Partnerschaft mit Neckartailfingen einzulassen, knpft an alte Beziehungen zwischen den beiden Kir-chengemeinden an. Gleichzeitig ist aber auch eine Menge Mut und Vertrauen notwendig, wie Pfarrerin Schaich aus Altdorf in ihrer Andacht zu Beginn des Mitarbeiterabends betonte.

    Der gemeinsame Mitarbeiterabend am Anfang des Jah-res war ein gelungener Auftakt fr ein erfolgreiches Mit-einander. Nach einem gemeinsamen Abendessen be-grte Dieter Oehler, Vorsitzender des Kirchengemein-derats in Neckar tailfingen die Mitarbeitenden. Pfarrerin Schaich und Pfarrerin Mohns stellten die Teams vor, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen in den Kirchen-gemeinden engagieren: in Kindergruppen und Jungscha-ren, bei Gruppen und Veranstaltungen fr Erwachsene, in Kirche, Gemeinde haus, Kche und Garten, in der Verwal-tung, in Gottes diensten und Bibelkreisen, fr Musik und im Besuchsdienst. Dabei wurde deutlich, wie viele Gemein-samkeiten und Anknpfungspunkte es zwischen den bei-den Kirchengemeinden gibt.

    Beginn der Zusammenarbeit gefeiert

  • 7

    Bei einem Schere-Stein-Papier-Turnier ging es dann da-rum, viele neue Menschen kennenzulernen und dabei mg-lichst viele Kirschkerne zu gewinnen.

    Pfarrer Maier-Mohns und Steffen Zeitler, Vorsitzen-der des Kirchengemeinderats in Altdorf hatten zum Ab-schluss ein Quiz mit Bildern und Fragen aus Altdorf und Neckar tailfingen vorbereitet. Der vergngliche Mitarbei-terabend endete mit einem Schlusslied und dem gemein-samen Aufrumen. Sptestens jetzt ist sicher: Die bei-den Kirchtrme von Altdorf und Neckartailfingen liegen ziemlich nah beieinander 2,04 Kilometer Luftlinie, um genau zu sein. Johannes Moskaliuk

    Kennen-Lern-Spiel Schere Stein Papier

    Altdorf und Neckartailfingen miteinander

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    Warum feiern wir eigentlich

    Konfirmation

    Frher war mit 14 Jahren mit der Schul-zeit auch die Kindheit vorbei. Ein neuer Lebensabschnitt begann, fr die Jungen mit ihren Lehrjahren, die an den Lehr-meister bezahlt werden mussten, aber trotzdem keine Herrenjahre waren, fr viele Mdchen mit dem Dienst, in den sie gingen, von zu Hause weg. Das Er-wachsenenleben rckte dicht an die da-maligen Jugendlichen heran. So wurde dieses Alter als das passende empfunden, dass die Schulabgnger fr religions-mndig erklrt wurden. Selbst Rede und Antwort ber den eigenen Glauben ste-hen zu knnen, das war ein hohes Gut seit der Reformation, und so bekam die Befestigung im Glauben (confir-mare) in diesem Alter an der Grenze zwi-schen unmndiger Kindheit und mndi-gem Erwachsenenleben ihren Ort. Das ei-gene Ja zur frher vollzogenen Taufe zu sprechen oder in spteren Jahren selbst zu entscheiden, dass ich getauft werden mchte, hat hier ihren Platz. Das eigene, bewusste Ja zur Gemeinschaft mit Gott wchst ber die Jahre der Kind-heit hindurch auf die bewusste Entschei-dung hin, wie ich mich zu Gottes Ja

    stellen mchte. Gott sagt in der Taufe: Ja, ich mchte, dass du lebst. Ich nehme dich an als mein geliebtes Kind so, wie du bist. Willst auch du zu mir gehren?

    Das Baby lebt unbewusst in einer Liebe, die es umgibt und die es leben lsst noch bevor es sich selbst aus eigener Kraft und durch eigene Leistung da-rum bemhen kann. Bei der Taufe ei-nes Suglings wird diese vorausgehende Liebe Gottes besonders deutlich. Es ist eine Liebe ohne Voraussetzungen und ohne Vorbehalte. Spter, wenn die Babys gro geworden sind, ist die Zeit gekom-men, sich nicht nur unbewusst und in-tuitiv in diese Liebe zu bergen, sondern auch denkend auf sie zu reagieren und sich bewusst zu ihr zu stellen. Will ich fr mich auf dieses groe Ja zu mei-nem Leben antworten? Will ich sagen: Ja, Gott, ich wei, woher ich komme. Und: Ich will mit allem, was ich bin auch mit meinem Verstand und meiner Entschei-dungsfhigkeit zu dir gehren!

    Das Konfirmandenjahr ist die kostbare Zeit, in der wenn es gut geht man-ches noch einmal klarer werden kann, manches neu und berraschend auf-leuchten kann, zu kurz greifende Annah-

  • 9

    men aus der Kinderzeit vielleicht auch schon abgelegt werden knnen. Wir sind nicht allein auf unserem Weg zu Gott unterwegs, auch nicht als Familie allein. Wir wachsen immer auch in eine gr-ere christliche Gemeinschaft hinein, in eine Tradition, die es schon lange vor uns gab und die berprft werden kann, das Gute behaltet, die angeeignet und auch abgelehnt werden kann. Die Gemein-schaft hat Erfahrungen gemacht auch mit Gott die nicht jeder wieder neu machen muss. Auf Manches knnen wir uns verlassen. Und hinein zu wachsen in eine Gemeinschaft, die grer ist als die Familie, das ist die Erfahrung, neue Wur-zeln ausstr

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