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  • Hallo Nachbar! Niedrigschwellige Angebote der evangelischen Jugendhilfe

    Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz

    Projekte der Mitglieder

    im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg- schlesische Oberlausitz e.V.

  • 2 Inhaltsverzeichnis Hallo Nachbar!

    3 Vorwort

    4 Alte Fasanerie Lübars – Elisabethstift Berlin

    6 Bau- und Abenteuerspielplatz „Wilde Blüte“ – ESTAruppin e.V.

    8 BIBar – Beratungs- und Informationsdienst für Pflegeeltern, -kinder und ihre Familien in Barnim – Hoffnungstaler Stiftung Lobetal

    10 Breaking up – Interreligiöse Konfliktbearbeitung und Mediation – Die Wille gGmbH

    12 Familie im Zentrum (FiZ) Heerstraße Nord – Evangelisches Johannesstift

    14 Freizeitangebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche – SozDia Stiftung Berlin

    16 Gegenwelten – Gaukler- und Zirkuskids – ESTAruppin e.V.

    18 Die Kreativ-Lernorte der Umweltkontaktstelle Lichtenberg – SozDia Stiftung Berlin

    20 PuK Paten und Kinder – Das Patenschaftsprojekt in Berlin-Steglitz und Zehlendorf – NHW e.V.

    22 Sport- und Freizeit-Angebote für Kinder und Jugendliche im Diakoniezentrum Heiligensee – EJF Kinder- und Jugendhilfeverbund im Diakoniezentrum

    Inhalt

  • Vorwort Hallo Nachbar! 3

    Diakonie. Für Vielfalt in der Nachbarschaft. – ist ein gutes Motto. Denn für Kinder und Jugendliche spielt nicht nur eine große Rolle, in welchem Elternhaus sie aufwachsen, ob sie sich dort angenommen fühlen, ob Mütter und/oder Väter genügend materielle und emotionale Ressourcen für ihre Kinder haben. Wichtig ist auch, in welchem Umfeld Kinder leben, ob sie leicht Kontakt zu Gleichaltrigen finden, genü- gend Bewegungsraum und Anregungen aller Art, ob sie sich selbst als aktiv gestaltend erleben können oder nicht. Dem Sozialraum, in dem Kinder aufwachsen, wird eine große Bedeutung zugemessen, weil er ihre Lebenslagen wesentlich mitbedingt. Das erfahren nicht nur Zugezogene in Neubauge- bieten oder Flüchtlinge oder Einwohner_innen in Dörfern, die von Wegzug geprägt sind. Das Zusammenleben in Sozialräu- men zu gestalten, ist eine wichtige Aufgabe.

    Evangelische Jugendhilfe engagiert sich deshalb nicht nur in klassischen Hilfefeldern, um Kinder, Jugendliche und Familien mit Maßnahmen der Erziehungshilfe zu unterstützten. Träger der Diakonie gestalten außerdem niedrigschwellige Angebote für Mädchen und Jungen jeden Alters, sowie für Eltern und Erziehungsberechtigte in deren Nachbarschaft. Sie ermögli- chen verschiedene Erfahrungen im Freizeit- und Bildungsbe- reich und fördern Kontakte über religiöse, kulturelle und soziale Grenzen hinweg.

    Unter dem Titel „Hallo Nachbar“ zeigt diese Textsammlung exemplarisch verschiedene Projekte auf, mit denen Jugend- hilfeträger der Diakonie sozialräumliche Vernetzungen für und mit Jugendlichen und Familien bewirken. Nicht nur die Vielfalt

    Liebe Leserin, lieber Leser,

    der Beteiligten ist dabei beeindruckend, sondern auch die Vielfalt der Projektideen. Eins allerdings haben sie leider alle gemeinsam: schwierige Finanzierungsbedingungen. Meist geht es nicht nur darum, eine Idee in ein Konzept umzusetzen und Menschen zur Mitwirkung zu begeistern, meist muss auch sehr aufwändig nach Geldquellen gesucht werden. Das muss anders werden!

    Dennoch soll diese Darstellung zur Nachahmung oder zu eigenen Ideen anregen, damit für viele junge Menschen ein munteres „Hallo Nachbar“ selbstverständlich wird.

    Barbara Eschen

  • Die Alte Fasanerie Lübars – ehemals Familienfarm Lübars – bietet Landleben und einen Lern- und Entwicklungsraum mit urbanem Anschluss. Im Januar 2014 hat das Elisabethstift Berlin, eine Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe, die Trägerschaft übernommen. Am Rande Berlins angegliedert und dennoch gut erreichbar liegt dieser Familienbauernhof, auf dem zahlreiche Nutztierrassen besichtigt werden können. Parallel dazu findet ein ganzjähriger Gemüseanbau nach ökologischen Richtlinien statt. Die Ernteerträge werden frisch vom Feld im hofeigenen Restaurant verarbeitet oder im kleinen Hofladen angeboten.

    Der Hof steht allen großen und kleinen Besucher_innen offen. Das Angebot richtet sich primär an Kinder, Familien und Senior_innen mit dem Ziel, einen offenen und kommunikati- ven Ort zu schaffen, an dem gelernt, gelebt und gelacht werden kann. Zahlreiche Hoffeste begleiten durch die Jah res- zeiten und erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Räum lich kei- ten der Alten Fasanerie können außerdem für Familienfeiern und Firmenevents gebucht werden. Auch gibt es die Möglich- keit, einen Kindergeburtstag auf der Farm zu feiern.

    Der Hofschullehrer erklärt Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, wie ein Bauernhof funktioniert. Bei ihm kann nach vorheriger Anmeldung Brot gebacken, Butter herge- stellt, Wolle verarbeitet, das Hühnerei erforscht oder ein Hasendiplom erlangt werden.

    4 Familienfarm Hallo Nachbar!

    Alte Fasanerie Lübars – Elisabethstift Berlin

    Mit der finanziellen Unterstützung des Bezirksamtes Rei- nickendorf bietet die Alte Fasanerie eine naturnahe, ganz- tägige Ferienbetreuung für Kinder sowie ein kostenloses, außerschulisches Nachmittagsprogramm für Kinder im Alter von 6 –12 Jahren an, wie z. B. den Elektroworkshop „Lass die Funken sprühen“ für Tüftler ab acht Jahren. Aktuelle Ange- bote finden Sie auf der Webseite der Alten Fasanerie.

    Außerdem bietet die Alte Fasanerie Eltern von im Elisabeth- stift betreuten Kindern die Möglichkeit, durch ein offenes Arbeits- und Lernprogramm ihrem Alltag klare Strukturen zu geben und die Selbständigkeit zu erreichen, die sie sich wünschen. Die Alte Fasanerie bietet ihnen den dafür notwen- digen Raum und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten, die zum Ausprobieren und Wachsen einladen.

    Generell gibt es in der Alten Fasanerie vieles zu entdecken. Ein kleiner Fuhrpark an Dreirädern, Rutschautos und Rollern steht allen Kindern zur freien Verfügung. Eltern entspannen im schönen Biergarten neben dem Bauerngarten. Das Restaurant bietet regionale und saisonale Köstlichkeiten.

  • Familienfarm Hallo Nachbar! 5

    Kontakt Alte Fasanerie Lübars Alte Fasanerie 10 13469 Berlin 030 817 29 15 – 0 altefasanerie@elisabethstift-berlin.de www.alte-fasanerie-luebars.de

    Events und Tagungen Frau Spangenberg 030 817 29 15 11

    Reservierungen – Restaurant 030 817 29 15 30

    Kindergeburtstag 030 817 29 15 31 veranstaltungen@elisabethstift-berlin.de

    Die Alte Fasanierie Lübars. © Verena Fiene

  • Ziele und Adressaten Zwischen Neuruppiner Kernstadt und einem sogenannten Neubaugebiet aus DDR-Zeiten gelegen, befindet sich die „Wilde Blüte“. Unser Bau- und Abenteuerspielplatz (BSP) ist ein offener, pädagogisch betreuter Spiel- und Lernort für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren.

    Unsere Ziele in der pädagogischen Arbeit leiten sich von einem Menschenbild ab, in dem Selbstbestimmung und Solidarität das Handeln leiten. Grundlegend ist die „Wilde Blüte“ ein geschützter Raum, in dem die Kinder frei von Zweck- und Nutzenbestimmungen miteinander spielen können. Dazu gehört, dass sie frei von Hunger sind und sich gesund und gut ernähren, weshalb auf Angebote des mitein ander Kochen, Backen und Essens besonderen Wert gelegt wird.

    Neugierde ist eine wichtige Triebfeder, um sich neues Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen. Auf dem Platz werden vielfältige Möglichkeiten bereitgestellt. Die Kinder und Jugendlichen werden immer wieder ermutigt, sich an der Gestaltung des BSP zu beteiligen.

    Ein zentrales Ziel stellt die Stärkung der Kinder hinsichtlich ihrer Konfliktfähigkeit, des Selbstvertrauens, des Selbst- wertgefühls, der Selbstsicherheit und eines solidarischen Miteinanders dar. Durch die Schaffung von angeleiteten Spiele angeboten wird das Entwickeln, Akzeptieren und Einhalten von Regeln auf dem Bauspielplatz erlernt und so ein demokratisches Grundbewusstsein gestärkt.

    Bau- und Abenteuerspielplatz „Wilde Blüte“ – ESTAruppin e.V.

    Innerhalb des handwerklich orientierten Angebotes steht das Erlernen von lebenspraktischem Wissen um technische Dinge im Mittelpunkt. Der Umgang mit Werkzeugen wird geübt, der handwerkliche Schaffensprozess durchlaufen und praktisches Wissen um das Material und seine Bearbeitung erworben. Für den einen oder die andere kommt es in diesem Kontext zur beruflichen Orientierung und der Entwicklung einer Zukunftsperspektive – mit dem „Mobilen Werkzeugkof- fer“ stärken wir seit dem neuen Schuljahr diesen Aspekt in unserer Arbeit durch Projektangebote in Grundschulen. Mit unserem Montage-Café, das Reparatur-Café von Neu- ruppin, versuchen wir seit diesem Jahr die handwerklich- technische Orientierung auch generationenübergreifend zu gestalten und sie mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit menschlichen Handelns in der Natur zu verbinden.

    Verlauf, Finanzierung und Perspektive Der Bauspielplatz existiert seit 2005. Wo anfangs ein Bauwa- gen und eine Feuerstelle standen, gibt es heute zusätzlich einen Kletterbereich, ein Baumhaus, eine Küche, Ställe für verschiedene Tiere sowie eine beheizbare Holzhütte. Die Anschubfinanzierung konnten wir mit der Aktion Mensch sichern. Mittlerweile übernimmt das Jugendamt die Stellen- finanzierung, Projekte und Vorhaben werden auch durch Stiftungsmittel und Spenden realisiert. Um die 6500 Kinderbe- suche und nochmal 2000 Erwachsene zählten wir 2014, die Tendenz für 2015 ist steigend. Mit dem Spielmobil sind w