hallo nachbar, winter 2014 / 2015

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WOHNOPOLY: Herausforderung Leben DAS KUNDENMAGAZIN DER GESOBAU IHRE WOHNUNG Wohn-ABC: Was ist eine Instandsetzung? IHR KIEZ Tierisch gute Gäste im Märkischen Viertel IHRE GESOBAU 275 neue Wohnungen für Berlin Winter 2014/2015 21. Jahrgang

Author: kirsten-huthmann

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Hallo Nachbar ist das Kundenmagazin der GESOBAU AG

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  • WOHNOPOLY:Herausforderung Leben

    Das Ku

    nDenm

    agazin

    Der GES

    OBAU

    Ihre WohnungWohn-aBC: Was ist eine instandsetzung?

    Ihr kIezTierisch gute gste im mrkischen Viertel

    Ihre geSoBAu275 neue Wohnungen fr Berlin

    Winter 2014/201521. Jahrgang

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  • EDITORIAL

    Hallo NacHbar Wilhelmsruher Damm 142

    13439 Berlin

    030.40 73 15 [email protected]

    Hotline frMietangelegenheiten

    030.40 73 0

    Online-Mieterservicewww.gesobau.de

    IHR KONTAKT

    ZU UNS

    GESOBAU-Vorstnde Jrg Franzen und Christian Wilkens

    Liebe Mieterinnen, liebe Mieter!

    2014 wird turbulent, behauptete das chinesische Horoskop, das im Zeichen des temperamentvollen Pferdes stand. Im Rckblick kn-nen wir besttigen, dass es fr die GESOBAU zumindest sehr ereignis - reich war.

    Allen voran, weil das Jahr fr die GESOBAU im Zeichen des 50. Jubi-lums des Mrkischen Viertels stand. Aus der Infobox auf dem Stadtplatz wurde die VIERTEL BOX, Mittelpunkt und Ideenwerkstatt von Veranstaltungen rund um das Jubilum, der Kiez wurde zu einer begehbaren Ausstellung mit span-nenden Geschichten, und aus der Vielfalt des Viertels entstand ein neues Logo, mit dem sich nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner identifizieren, sondern das auch in der Fachwelt sehr gut ankam (S. 11). Das Jubilumsjahr geht zu Ende, nicht aber die Veranstal-tungen in der VIERTEL BOX auch 2015 erwarten Sie viele weitere Ak-tionen. ber Hallo Nachbar und

    2014: Ein ereignisreiches Jahr

    unsere Online-Medien versorgen wir Sie wie gewohnt mit allen wich-tigen Terminen.

    Ereignisreich ging es wohnungs-politisch auch 2014 zu. Berlin braucht mehr Wohnraum, diese Er- kenntnis ist nicht neu, dafr aber das Ergebnis: 10.000 neue Woh-nungen wurden in diesem Jahr fertiggestellt und damit die ge-meinsame Zielmarke des Berliner Senats und der Bezirke erreicht. Die GESOBAU trgt mit 275 Woh-nungen, fr die wir in Pankow und Reinickendorf 2014 den Spaten-stich setzten, mageblich dazu bei, dass die neuen Wohnungen nicht nur gebaut werden, sondern auch bezahlbar sind (S. 8-10).

    Wir wnschen Ihnen frohe Weih- nach ten und einen guten Start ins neue Jahr brigens im chinesi- schen Horoskop das Jahr der Har-monie!

    Ihr GESOBAU-Vorstand

  • 28

    IHRE GESOBAU

    04 Panorama Reparaturatlas Berlin Online-Mieterservice Weihnachtsbaumabholung Kieztipp aus dem Wedding Mieterbeirte gewhlt Neues vom Ribbeck-Haus

    08 Neubau GESOBAU startet mit dem Bau

    von 275 Wohnungen

    11 auszeichnung Preise fr die Marke Mrkisches Viertel

    12 Nachhaltigkeit Die Nachhaltigkeits-

    beauftragte der GESOBAU im Interview

    Inhalt

    IHRE WOHNUNG

    14 Das Wohn-abc Rund um das Thema

    Instandsetzung

    15 berliner Zimmer Zu Gast in Weiensee

    IHR KIEZ

    Mrkisches Viertel16 Menschen im Viertel:

    Ehrenamtliches Engagement

    18 50 Jahre MV: Tierisch gute Gste zum Abschluss des Jubilums

    20 Sarah Wiener auf der Familien-farm Lbars: Kochen mit dem Profi

    IHRTHEMA

    06

    Wedding22 Neue Naturheilpraxis in der

    modernisierten Schillerhhe

    24 GESOBAU-Stiftung spendet fr die Albert-Gutzmann-Schule

    Pankow25 Zu Besuch im Stadtteiltreff

    Kissingenviertel

    26 Das ganze Jahr ber Sommer: Modernisierungsabschluss in der Bleicheroder Strae

    IHR VERGNGEN

    28 Weihnachtsdinner Wie Menschen in anderen Kulturen Weihnachten feiern

    30 Kreuzwortrtsel Impressum

    31 Kleine Nachbarn

    WoHNoPolY:Herausforderung leben

  • Interaktive Mieterauskunft

    PANORAMA

    Mrkisches Viertel: Ribbeck-Haus

    Das Ribbeck-Haus wird ab dem Frhjahr 2015 modernisiert. Soweit es mglich ist, bleiben die Tren des Nachbar-schaftstreffs aber fr die Besucher geffnet. Jeden vierten Sonntag im Monat, am 25. Januar, 22. Februar und 22. Mrz, findet von 10-12 Uhr zum Beispiel die beliebte Briefmarken-und Mnztauschbrse statt. Um Anmeldung wird gebeten. Darber hinaus haben Sie am 20. Januar von 13-16 Uhr bei der ersten Bcher-Tauschbrse die Ge-legenheit, ein Buch mitzubringen und sich dafr ein anderes auszuleihen.

    Ribbeck-Haus, Senftenberger Ring 54, 13439 Berlin, Tel. 030.4073-1411

    Pankow: Pfannkuchenlauf

    Der Kissingensportverein Berlin 90 e.V. veranstaltet am 3. Januar ab 10 Uhr mit Untersttzung der GESOBAU wieder den traditionellen Pankower Pfannku-chenlauf. Wer den 1,2 bis 6,5 km langen Rundlauf um das Stadion mitmacht, der erhlt im Ziel leckere Pfannkuchen und eine Teilnehmerurkunde.

    Anmeldung: www.ksv90-berlin.de(Meldeschluss: 30.12.2014)

    15.000 Tonnen Elektroschrott sammelt allein die BSR pro Jahr in Berlin ein. Tendenz steigend. Dabei knnte Vieles davon re-pariert werden wenn man wei, wo man Hilfe bekommt.

    Die richtige Adresse fr kaputte, aber noch gebrauchsfhige Haus-haltsgerte zu finden, dabei hilft der Reparaturatlas von radioBERLIN 88,8. Im Reparaturatlas finden Sie neben einer umfassenden Auswahl an Repa-raturbetrieben auch Informationen zu Repaircafs (Selbsthilfe-Werksttten), offenen Werksttten und ntzlichen Internetseiten. Das Besondere: Die Tipps kommen von Berlinern selbst. Unter dem Motto Reparieren statt Wegwerfen empfahlen die Hrer von radioBERLIN drei Wochen lang Adres-sen, die der Sender zu einem Adress-verzeichnis zusammenfasste. ber 150 Betriebe sind in der ersten Auflage enthalten. Von A wie Angelreparaturen bis hin zur Upcycling-Schneiderei Bis es mir vom Leibe fllt.

    Der 1. Berliner Reparaturatlas ist kos-tenlos und in gedruckter Form oder als Download unter www.radioberlin.de erhltlich. Auch in den Geschftsstel-len der GESOBAU bekommen Sie auf Anfrage ein kostenloses Exemplar.

    Reparieren statt wegwerfen!

    Lesen und laufenim Winter

    SERVicE

    NAcH-HAlTigkEiT

    TERMiNE

    Sie wollen die Zusammenset-zung ihrer aktuellen Mietstruk-tur sehen oder nachvollziehen, wie hoch ihre letzte Betriebs-kostenabrechnung war? Dann schauen Sie in ihr interaktives und individuelles Archiv.

    Mithilfe des Online-Mieterservice der GESOBAU knnen Sie jederzeit not-wendige und wichtige Daten, die Ihren Mietvertrag betreffen, einsehen und haben einen flexibleren berblick ber Ihr Vetragsverhltnis. Das persnliche Archiv ist eine Erweiterung im Rahmen des Online-Mieterservice, den Sie rund um die Uhr online unter www.ge-sobau.de abrufen knnen. Fr alle, die ein Smartphone besitzen und gerne von unterwegs wichtige Informatio-nen erhalten mchten, gibt es den Online-Mieterservice auch als App. Ob Sie den Service ber den PC oder ber das Smartphone nutzen mch-ten: Teilen Sie Ihrem Kundenbetreuer einfach einmalig Ihre E-Mail-Adresse mit, damit wir Sie fr den Service frei-schalten knnen. Die App kann fr die Betriebssysteme Apple iOS und Android kostenlos im App-Store unter gesobau heruntergeladen werden.

  • 04 / 05

    Das Mitte Museum ist eine der grten regionalgeschichtlichen Sammlungen Berlins und ldt in eine Dauerausstellung zum Ausflug in die Bezirksgeschichte ein.

    Das Museum entstand 2004 nach der Fusion der frheren Bezirke Mitte, Tiergarten und Wedding durch die Zusammenlegung der

    Kultur einrichtungen Museum Mitte von Berlin, Heimatmuseum Tier-garten und Heimatmuseum Wed-ding. Im ltesten Schulgebude des Weddings, in der Pankstrae 47, knnen Besucher unterschiedliche Aspekte der Kultur-, Sozial- und Alltagsgeschichte des Berliner Zentrums entdecken. Rund 10.000 Text- und Schriftdokumente, 600 Werke aus Kunst und Grafik, eine ansehnliche Plan- und Kartensamm-lung und eine fotografische Samm-lung mit ber 70.000 bildlichen Zeugnissen lassen Zeitgeschichte wieder aufleben. Eine regional-geschichtliche Prsenzbibliothek mit fast 15.000 Titeln, darunter Firmen- und Vereinsschriften, Jah-resberichte sowie Schulchroniken, ergnzt den Ausflug in die Berliner Vergangenheit.

    Mehr Informationen zum Mitte Museum unter www.mittemuseum.de

    Zeitgeschichte im Mitte Museum

    Berliner winter

    KieZtipp

    telegraMMweihnachtsBauM-ent-sorgung. Die Bsr sam-melt zwischen dem 10. und 23. Januar wieder ausge-diente weihnachtsbume ein. Pro Stadtteil gibt es zwei Abholtermine, die unter www.bsr.de/weihnachtsbaum ber die BSR-App oder tele-fonisch unter 030.7592-6670 abgefragt werden knnen. Die Bume mssen zu den Sam- melterminen komplett abge-schmckt und gut sichtbar an den Straenrand gelegt werden.

    + + + + + + + + + + + + + +

    neuer MieterBeirat im Mrkischen Viertel gewhlt. Herr lothar krause (Wesen-dorfer Str. 4) und Frau Brigitte Friedrichs (Wesendorfer Str. 12) setzen sich ab sofort fr die Belange der Bewohner in der Wohnhausgruppe 916 ein. Die gESOBAU freut sich auf eine gute Zusammenarbeit!

    Foto: Mitte Museum/Markus Hawlik

  • Ihr thema

    Das Beispiel ist aus dem Leben gegriffen: Paul, Ben und Mia wohnen als Wohngemeinschaft in einer Berliner Wohnsiedlung. Sie sind jung, gerade erst bei ihren Eltern ausgezogen und damit gefhlt endlich unabhngig. Das groe Leben wartet auf sie vor der Tr, niemand der mehr nrgelt, dass das Zimmer nicht aufgerumt oder die Heizung wieder unntig weit aufgedreht ist. Was die drei WG-Bewohner aber schnell merken: Mit der eigenen Wohnung ist nicht nur die Freiheit, sondern auch die Verantwortung gewachsen. Wer deckt den Tisch, wer bezieht das Gstebett und wer putzt die Toilette? Der Nachbar beschwert sich ber die laute Musik oder eine Nebenkostennachzahlung steht an. Was vorher

    getrost den Eltern berlassen werden konnte, dafr mssen die Jugendlichen jetzt selbst eine Lsung finden und zwar gemeinsam.

    Von der Realitt aufs SpielfeldDamit junge Menschen zwischen 15 und 21 Jahren fr kono-mische, kologische und soziale Themen unter realistischen Bedingungen sensibilisiert werden, haben der soziale Trger KARUNA (Zukunft fr Kinder und Jugendliche in Not e.V.) und die GESOBAU gemeinsam ein interaktives Wohnspiel ent-wickelt. Paul, Ben und Mia sind die Spielfiguren, die 111 m groe Wohnung der GESOBAU in der Finsterwalder Strae im

    Das Dach-berm-Kopf Spiel ist ein interaktiver Parcours, bei dem sich Jugendliche mit den herausforderungen

    der ersten eigenen Wohnung und der Lebenswelt eines mietshauses auseinandersetzen. Schauspielerin

    andrea Sawatzki war beim ersten testlauf dabei.

    WOHNOPOLY

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    Mrkischen Viertel wird zum Spielfeld. Die Charaktere wurden gemeinsam von Jugendlichen aus dem Betreuten Wohnen und ihren Jugendbetreuern entwickelt, die ihre Erfahrungen aus der Jugendarbeit einbrachten. Jede Figur hat ihr eigenes Zimmer, ihre Strken, aber auch ihre Schwchen, die im gemeinschaftlichen Wohnen zu Auseinandersetzungen fhren knnen. Die neuen Anforderungen der Wohnsituation, wie der Umgang mit dem Vermieter oder die Rcksichtnahmen auf die Nachbarn, bergen jede Menge Herausforderungen fr die Jugendlichen, die gemeistert werden mssen.

    Als Schirmherrin von WOHNOPOLY spielte Schauspie-lerin Andrea Sawatzki bei der offiziellen Erffnung am 18. September die erste Runde hchstpersnlich. Die 51-Jhrige engagiert sich seit vielen Jahren fr Jugend-projekte bei KARUNA und war von dieser Idee beson-ders begeistert: KARUNA ist fr mich eine besonders innovative Hilfsorganisation mit viel Herz gegenber

    Kindern und Jugendlichen ohne eine gute Familie. Damit junge Menschen nicht an den Herausforde-rungen der ersten eigenen Wohnung scheitern und drohen obdachlos zu werden, finde ich WOHNOPOLY eine sehr gute Idee im Bereich der Prvention. Wir wissen doch: Vorbeugen ist besser als heilen!

    Der SpielaufbauDie Teilnehmer des Spiels werden in drei Spielgrup-pen eingeteilt, jede Gruppe begleitet einen der drei WG-Bewohner Paul, Ben oder Mia. Zu Spielbeginn erhlt jede Spielgruppe ein WG-Budget, das sie im Spielverlauf verwalten und sogar vergrern kann. WOHNOPOLY orientiert sich in den Grundzgen am bekannten Brettspiel MONOPOLY: Der Spielverlauf wird durch Frage- und Ereigniskarten bestimmt, Spielgeld kann gewonnen oder verloren werden.

    In jedem Zimmer erwarten die Spieler Fragen und Ereignisse, wie sie den blichen Wohnalltag beglei-ten. Pltzlich eintretende Situationen knnen der WG Geld einbringen oder auch kosten. Alltagsnahe Aufgaben wollen gelst werden, und Fragen, die die Aspekte Umweltschutz, gemeinschaftliches Wohnen und technisches Know-how thematisieren, erfordern in der Gruppe zu erarbeitende Lsungen. Die Ant-worten werden zusammengetragen und am Ende des Spiels ausgewertet. Richtige Antworten werden mit der spieleigenen Whrung, den GESOS, belohnt. Die Partie WOHNOPOLY hat die Spielgruppe gewonnen, die am Ende die meisten GESOS in der WG-Kasse hat. Durch das Spiel und die abschlieende Auswer-tung fhrt eine Moderatorin von KARUNA pr|events.

    Fotos:

    Lia Darjes

    1 / Andrea Sawatzki spielt sich gemeinsam mit Jugendlichen

    durch den Mitmach-Parcours.

    2 / Die Partie hat gewonnen, wer am Ende die meisten

    GESOS in der Tasche hat.

    3 / WOHNOPOLY orientiert sich in den Grundzgen am

    Brettspiel MONOPOLY: Der Spielverlauf wird durch Frage-

    und Ereigniskarten bestimmt.

    4 / Fr die Kooperation stellt die GESOBAU eine 4-Zimmer-

    Wohnung im Mrkischen Viertel zur Verfgung und

    sichert die pdagogische Betreuung in der Wohnung

    finanziell ab.

    2 /

    Der Parcours in der Finsterwalder Strae (13435 Berlin) eignet sich besonders fr Jugendliche aus der Jugendhilfe im bergang zur ersten eigenen Wohnung. maximale teilnehmerzahl: 30 Personen terminbuchung ber KarUNa pr|events: tel. 030.55 15 33 29Web: www.karuna-prevents.de Weitere Informationen zu WOHNOPOLY:

    www.gut-miteinander-wohnen.de

    Anmeldung zum Spiel

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  • Berlin ist beliebt wie nie: 40.000 menschen entschieden sich in den vergangenen

    12 monaten dazu, ihren Lebensmittelpunkt in die hauptstadt zu verlegen. Vielfalt, Kunst,

    Kultur, Lifestyle, Individualitt und Selbst-verwirklichung Berlin bietet einen bunten Strau an mglichkeiten, vor allem fr junge menschen. 25 Jahre nach der Wende stt

    die Stadt bei der Versorgung mit Wohnraum jedoch an neue Grenzen.

    275 neue Wohnungen

    Stolze 10.000 neue Woh-nungen hat Berlin innerhalb eines Jahres gebaut, um die - se Entwicklung aufzufangen ein erster groer Schritt. Bis 2025 sollen es etwa 120.000 sein, da-rauf hatte sich im Juli Stadtent-wicklungssenator Michael Mller (SPD) gemeinsam mit Vertretern der Wohnungswirtschaft im Bnd-nis fr Wohnungsneubau in Berlin verstndigt. Wir kommen 2014 in Fahrt, sagt Engelbert Ltke Dal-drup, Staatssekretr fr Bauen und Wohnen, der inzwischen wchent-lich auf einer Berliner Baustelle ist und den ersten Spatenstich voll-zieht bei der GESOBAU zuletzt in der Pankower Thulestrae, wo 107 Mietwohnungen mit einer Wohnfl-che von insgesamt rund 7.400 m sowie 26 Tiefgaragenpltze ent-stehen werden. Doch bei allem Ver-stndnis fr die vielen Zuzgler, die aus anderen Stdten mitunter ein ganz anderes Mietpreisniveau gewohnt sind: Wird jetzt nur noch fr diese Zielgruppe gebaut? Die Berliner sind die Menschen, die diese Stadt in erster Linie lebens-wert machen, appellierte Achaz von Oertzen, Geschftsfhrer der CESA Investment GmbH & Co. KG, beim Spatenstich am 3. November in der Thulestrae. Seine Firma hatte das Grundstck vergange-nes Jahr an die GESOBAU verkauft. Wichtig ist fr ihn, dass an dieser Stelle bezahlbarer Wohnraum ge-schaffen wird.

    Schwerpunkt: Neubau in PankowDie Neubauprojekte der GESOBAU in den Pankower Grten, in Alt-Wittenau und in der Thulestrae haben alle genau das gemein- sam: Sie bieten bezahlbaren Wohn raum. In der Thulestrae werden zum Beispiel 35 Woh-nungen zu Mietpreisen unterhalb des marktblichen Mietniveaus angeboten (6,95 bis 7,50 NKM /m). Und auch die Wohnungs-gre spielt eine Rolle: Knapp 90 Prozent der Wohnungen in dem Neubau werden zwei bis drei Zimmer haben die am hufigsten nachgefragte Gre in

    Ihre GeSoBaU

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    Berlin. In den Pankower Grten in Niederschnhausen ist es hn - lich: Bis Ende 2015 entstehen hier 100 Mietwohnungen, die zu Mietpreisen ab 6,90 /m ver- mietet werden. Der Wohnungs-mix reicht von 2-Zimmer-Woh- nungen ab 52 m bis zu 5-Zim- mer-Wohnungen und Dop pel-haushlften um 145 m. Das Besondere: Die Wohnungen sind grtenteils barrierearm und schwellenfrei.

    Wo, wenn nicht in Pankow. Wer, wenn nicht wir?, fragte der Pankower Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner in der Thu-lestrae rhetorisch in die Run- de. Sein Bezirk gehrt zu den zuwachsstrksten Wohngegen-den in Berlin, Pankow zhlt bis- lang die meisten Antrge fr Baugenehmigungen. Auch die GESOBAU konzentriert sich beim Ausbau ihres Mietwoh - nungsbestandes vornehmlich auf Pankow, wo der aktuelle Bestand mit eigenen Neubau-Projekten in Nachverdichtung und auf ehemaligen Grundst-cken des Liegenschaftsfonds ausgeweitet werden soll.

    Neubau auch in ReinickendorfKlar ist aber auch: Rund 60 Pro- zent des gesamten GESOBAU-Be- standes befinden sich in Reini-ckendorf. Im September setzte die GESOBAU deshalb auch in Alt-Wittenau den Spaten fr 68 neue Wohnungen an. Auf dem Gelnde der alten GESCHI-Bckerei gibt es eine Mischnutzung von Gewerbe und Wohnungen. Auch hier sind

    bezahlbare Mieten obers tes Ziel und knnen durch die Frderung aus dem Neubaufonds des Se-nats realisiert werden: 17 von 68 Wohnungen (25 Prozent) werden mit einer Bindungsdauer von 20 Jahren zzgl. einer zehnjhrigen Nachwirkungsfrist zu einer Net-tokaltmiete von 6,50 /m2 ange-boten. Genau wie bei den beiden Pankower Projekten handelt es sich hier um ein schlsselfertiges

    1 / So soll der neue Wohnkomplex mit 68 Mietwohnungen

    in Alt-Wittenau aussehen.

    2 / Anfang November erfolgte der erste Spatenstich

    in der Pankower Thulestrae fr 107 neue Wohnungen.

    3 / Wir kommen in Fahrt, sagte Staatssekretr

    Engelbert Ltke Daldrup beim Spatenstich der GESOBAU

    in der Thulestrae.

    Fotos: Lia Darjes

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  • Ihre GeSoBaU

    Objekt (Ankaufobjekt), das in die Verwaltung der GESOBAU bergeht. Die drei Neubauprojekte sind erst der Anfang der gesamten Neubauoffensive: Die GESOBAU plant konkret bis 2018 in mehr als 30 Projekten 1.701 Mietwohnungen neu zu bauen. Auerdem prft die GESOBAU laufend weitere Grundstcke fr den Neubau, um in den kommenden Jahren insgesamt rund 3.000 Mietwohnungen zu errichten.

    Doch noch einmal zurck zur Ausgangsfrage: Fr wen wird nun eigentlich gebaut? Wir wollen keine groen Sozialbauprojekte, sondern eine gute Mischung er-reichen, sagt Engelbert Ltke Daldrup. Das schliet Berliner wie Zugezogene gleichermaen ein. Genau das ist Berlin: Vielfalt.

    Sie wollen wissen, wo die GESOBAU bis 2018 baut? Sie interessieren sich fr eine Wohnung im Neubau und suchen einen Ansprechpartner? Dann besuchen Sie uns auf unserer Homepage:

    www.gesobau.de/neubauoffensive

    Hier wird gebaut

    4 / Neubau von 100 Wohnungen in den

    Pankower Grten

    5 / Visualisierung des Neubaus in der Thulestrae

    6 / Bis 2018 plant die GESOBAU in mehr als 30

    Projekten 1.701 Mietwohnungen neu zu bauen.

    7 / Die GESOBAU-Spaten kamen 2014

    in drei Neubauprojekten zum Einsatz.

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  • 10 / 11

    Menschlich und weltoffen

    einer dieser Preise ist der Mar-ken Award der Immobilien-branche in der Kategorie Beste Projektmarke 2014. Deutschlandweit hatten sich mehr als 250 Immo-bilienunternehmen um den Branchenaward be-worben. berzeugt hatte die Jury das frische und authentische Konzept, mit dem es die GESOBAU schafft, die Vielfalt des Mrkischen Viertels sym-pathisch darzustellen und einem einstigen Problemvier-tel so zu einem glaubwrdigen, positiven Image zu verhelfen, sagte Laudator Michael Reidel bei der Preisverlei-hung. Besonders gelungen sei dabei die Verzahnung von Offline- und Online-Kanlen: Eine moderne Website, bewegende Stories der Viertelbewohner, interaktive Aktionen und Veranstaltungen vor Ort. So entsteht die Marke Mrkisches Viertel aus dem Herzen des Viertels fr das Viertel: kunterbunt,

    weltoffen, individuell und menschlich. Daneben wurde

    das neue Design des Mr-kischen Viertels mit dem

    in der Designerbranche begehrten Red Dot Award ausgezeichnet, fr den Corporate De-signpreis 2014 nomi- niert und gehrt zu den Gewinnern des Wett-

    bewerbs Gute Gestal-tung des Deutschen

    Design Club e.V.

    Wir sind sehr stolz darauf, dass die Markenkommunikation

    zum Mrkischen Viertel sowohl bei Marketingexperten als auch bei der Ziel-

    gruppe den Mietern ankommt, sagt Jrg Franzen, Vorstandsvorsitzender der GESOBAU. Wir wollen das Mrkische Viertel in seiner Vielfalt und seinem Charme glaubwrdig kommunizieren. Deswegen ist die Markenkommunikation in erster Linie eine Hom-mage an die Menschen, die im MV leben.

    Zum 50. Bestehen des mrkischen Viertels freuen sich nicht nur Bewohner und Gste ber die neue Imageoffensive fr die Grosiedlung im Norden

    der Stadt. Die Fachwelt honoriert die GeSoBaU fr ihre aktionen rund ums mrkische Viertel mit zahlreichen Preisen.

    www.diakonie-reinickendorf.de

    Hausnotruf Mehr Sicherheit zu Hause.

    Mehr Informationen unter: 0 800 / 411 2 411 (gebhrenfrei)Pflege zu Hause mit uns im Mrkischen Viertel und Wedding:

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    Diakonie-Station Mrkisches ViertelWilhelmsruher Damm 116, 13439 BerlinTel. (030) 40 72 86 70

    Diakonie-Station Gesundbrunnen-WeddingIranische Str. 6A, 13347 BerlinTel. (030) 46 77 68 10

    Sicherheits- PLUS-Aktion01.01. bis

    31.03.2015

  • Ihre Gesobau

    Nachhaltigkeit und Wohnungsunternehmen, das passt auf den ersten Blick nicht zusam-men. Warum setzt die GESOBAU gerade hier ihren Schwerpunkt?SASkiA LSSL: Der Eindruck tuscht da der Nach-haltigkeitsgedanke spielt in der Wohnungswirtschaft schon traditionell eine groe Rolle. Unser Produkt, das Wohnen, ist ja ein sehr langlebiges. Wie wer-den sich unsere Bestnde und ihr Umfeld in der Zukunft entwickeln? Werden unsere Mieter zuknf-tig noch gerne in ihren Kiezen wohnen? Welchen Einfluss haben steigende Rohstoffpreise auf unsere Gesamtmieten? Das sind alles Fragen, die besonders kommunale Wohnungsunternehmen schon seit Lan-gem angehen. Solche Initiativen dann im Sinne eines Nachhaltigkeitsmanagements zu identifizieren und einen Rundumblick zu bekommen, was ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen noch so alles aus-macht, das machen in der Wohnungswirtschaft bisher wirklich erst wenige. Die GESOBAU ist da mit ihrem 4. Nachhaltigkeitsbericht, Nachhaltigkeitszielen als Teil der leistungsorientierten Vergtung fr Mitarbei-ter und einer eigenen Nachhaltigkeitsbeauftragten schon einen Schritt voraus.

    ist Nachhaltigkeit berhaupt messbar? S. LSSL: Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema, das macht das Messen selbiger natrlich nicht einfach. Meist wird mit Kennzahlen gearbeitet, wie zum Beispiel dem Krankenstand der Mitarbeiter, CO2-Emissionen oder Ausgaben fr soziale Projekte. Im Gegensatz zu Finanzkennzahlen knnen solche Nachhaltigkeitsindikatoren je nach Unternehmen oder Branche natrlich stark variieren. Internatio-nale Standards wie die Global Reporting Initiative geben hier Hilfestellungen, letztendlich ist aber jedes Unternehmen selbst gefragt, aussagekrftige und er-hebbare Kennzahlen fr sich zu identifizieren keine leichte Aufgabe!

    Wie kann man sich die Arbeit einer Nachhaltigkeits-beauftragten vorstellen? Von dieser Funktion hrt man selbst in groen konzernen noch wenig.S. LSSL: Das stimmt so nicht ganz, in vielen Grounternehmen gibt es sogar ganze Nachhaltig-keitsabteilungen. Im Klein- und Mittelstand ist das Thema auch prsent, formale Strukturen wie einen Nachhaltigkeitsmanager gibt es dort aber eher sel-ten. Dabei gibt es viel zu tun! Ein groes Thema ist die Nachhaltigkeitskommunikation extern wie auch intern. So bin ich zum Beispiel verantwortlich fr die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts und arbeite daran, wie man mit unseren so genannten Stakeholdern, also allen Personengruppen, die von den unternehmerischen Ttigkeiten direkt oder in-direkt betroffen sind, zum Thema Nachhaltigkeit in Kontakt treten kann. Ein internes Beispiel dafr ist eine Online-Nachhaltigkeitsschulung fr unsere Mit-arbeiter. Darber hinaus bin ich auch immer wieder mal unterwegs, spreche auf Veranstaltungen vor und mit Fachpublikum oder auch Auszubildenden und Studenten ber das Thema. Das kann ein Vortrag bei einer Konferenz oder auch die Mitarbeit bei einem Workshop mit anderen Unternehmensvertretern sein.

    Nun ist der einzelne Mensch kein groes Unterneh-men, das mit gebndelten Ressourcen nachhaltig

    In ihrem neuen Nachhaltigkeitsbericht zeigt die Gesobau: Nachhaltigkeit ist nicht nur ein begriff, sondern eine Lebensphilosophie.

    Welche praktischen auswirkungen diese haltung fr ein Wohnungsunter-nehmen hat, erklrt saskia Lssl, seit 2013 Nachhaltigkeitsbeauftragte der

    Gesobau.

    Nachhaltigkeit fngt immer bei einem selbst an

    Foto:

    Mark Jenkins

  • Fr unsere Umwelt birgt der Einsatz der Bio tonnen erhebliches Potential: Die Berliner Bioabflle werden in der Ruhlebener Biogasanlage der BSR verarbeitet und knnen 150 gasbetriebene Mllfahr-zeuge betanken etwa die Hlfte der gesamten Flotte. Die Betriebskosten reduzieren sich durch die Mlltrennung brigens auch, denn die Restmlltonne ist in Berlin die deutlich teuerste.

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    Die Biotonne kommt

    auch viel bewegen kann. Oder doch? Welche Tipps knnen Sie ihren Mietern fr den Alltag geben?S. LSSL: Nachhaltigkeit fngt immer bei einem selbst an, denn wenn alle Menschen auf dieser Welt den westlichen Lebensstil htten, bruchten wir schon jetzt drei Planeten. Nachhaltiger zu leben ist gar nicht so schwer, wenn man neugierig und auch kritisch durchs Leben geht: Unter welchen Umstn-den wurde das neue T-Shirt produziert? Wie hat das Huhn gelebt, das gerade auf dem Teller liegt? Was passiert eigentlich mit dem ganzen Mll, den ich tg-lich wegwerfe? Aus den Antworten auf solche Fragen muss jeder dann seine eigenen Konsequenzen zie-hen. Das kann bedeuten, dass man die regelmige Shopping-Tour hinterfragt und versucht mehr Wert auf Qualitt statt auf Quantitt zu legen, fter mal auf Fleisch verzichtet oder sich die eigene Mlltrennung genauer anschaut.

    bio-abflle machen fast ein Drittel des hausmlls aus. Vieles davon landet im restmll das soll sich

    jetzt durch die flchendeckende einfhrung der biotonne im Gesobau-bestand ndern.

    Mssen wir jetzt nur noch kurz die Welt retten? Wo hat nachhaltiges Handeln in ihrem Verstndnis Grenzen? S. LSSL: Kein Mensch auf der Welt kann zu 100 Pro-zent nachhaltig leben, schlielich erzeugen wir schon beim Atmen CO2 (lacht). Ich denke, viel wichtiger als das Unerreichbare anzustreben ist es, sein eigenes Verhalten stets kritisch zu hinterfragen, neue Wege auszuprobieren und immer offen fr Vernderungen zu bleiben.

    Den neuen Nachhaltigkeitsbericht sowie alles rund ums Thema Nachhaltigkeit bei der GESO-BAU finden Sie im Internet:

    www.gesobau.de/nachhaltigkeit

    DAS GEHRT iN DiE BiOTONNE: Schalen und Reste von Obst

    und Gemse Kaffeesatz samt Filter Tee und Teebeutel Eierschalen Essensreste (auch Gekochtes) alte Lebensmittel Gartenabflle Grn- und Strauchschnitt, Laub Einwickelpapier

    (Zeitungs- oder Kchenpapier)

    DAS GEHRT NicHT iN DiE BiOTONNE: Verpackungen Plastikabflle und Tten Einwickelfolie Alufolien, Metalle volle Staubsaugerbeutel Asche Textilien (z.B. Leder, Baumwolle) verarbeitetes Holz Binden, Windeln Katzen-, Kleintierstreu Erde, Sand, Kies, Steine

    sie wollen Ihren bio-Mll trennen? Dann gewinnen sie eines von fnf starter-sets der bsr (erluterung im Kasten rechts). schreiben sie uns unter dem stichwort biotonne per e-Mail an [email protected] oder per Post an Gesobau aG, hallo Nachbar, Wilhelmsruher Damm 142, 13439 berlin. Viel erfolg!

    Starter-Set gewinnen Tipp: Wer alle Abflle vor dem Wegwerfen gut in

    Zeitungspapier einwickelt und den Deckel der Biotonne immer ordnungsgem schliet, braucht keine Angst vor Ungeziefern oder Ratten zu haben. Besonders einfach gehts mit dem Starter-Set der BSR, einem durchlfteten Vorsortierbehlter und biologisch abbaubaren Beuteln aus Maisstrke.

  • Energieeinsparverordnung), die Verrin-gerung einer immer hheren zweiten Miete durch steigende Betriebskosten, ein deutliches Plus an Wohnkomfort (u.a. moderne Bder und Kchen), und nicht zum Schluss auch die Einsparung von umweltschdlichen CO2-Emissionen durch den geringeren Energiebedarf. In vielen Fllen ist eine reine Instandset-zung berhaupt gar nicht mglich, etwa wenn das alte Fenster mit Einfachvergla-sung durch ein neues Fenster mit wesent-lich besseren technischen Eigenschaften ausgetauscht wird oder anstelle der Ofenheizungen eine moderne Heizung installiert wird. Anders als bei einer Instandsetzung wird ein Teil der Kosten fr die Modernisierung auf die Nettokalt-miete umgelegt (bei der GESOBAU maxi-mal neun Prozent). Welche Manahmen konkret unter Modernisierung bzw. In-standsetzung fallen, erlutern wir in der Modernisierungsankndigung, die Sie im Vorfeld der Modernisierung erhalten.

    Viele Dinge werden im Alltag voraus-gesetzt auch beim Thema Wohnen. In unserer Serie geben wir wertvolle Tipps von A bis Z.

    Instandsetzung

    Jedes Gebude altert, einzelne Bauteile nutzen sich mit der Zeit ab. Damit sich dadurch der Zustand von Haus und Woh-nung fr die Bewohner nicht verschlech-tert, werden beschdigte Bauteile in der Wohnung, im Gebude und in den Auenanlagen von der GESOBAU wieder instand gesetzt. Das kann zum Beispiel der Aufzug sein, der nicht mehr fhrt, das Treppenlicht, das nicht funktioniert, oder aber der Auenanstrich der Fenster, der in die Jahre gekommen ist und nicht mehr annhernd dem Ausgangszustand ent-spricht. Unabhngig vom Grad oder der Hufigkeit der Beschdigung werden die Kosten fr Instandsetzungsmanahmen

    Ihre wohnung

    DAS Wohn-

    ABC

    ausschlielich von der GESOBAU getra-gen und nicht auf die Miete oder ber die Betriebskosten umgelegt.

    Instandsetzung oder Modernisierung?Warum wird dann nicht alles ber In-standsetzungen geregelt, sondern auch ber Modernisierungen? Der entschei-dende Unterschied ist das Ergebnis: Bei einer Modernisierung wird die bestehende Gebrauchsfhigkeit nicht nur erhalten, sie wird sogar wesentlich verbessert. Und das ist auch zwingend erforderlich, denn sobald der Umfang der erforderlichen Instandsetzungs-arbeiten eine gewisse Grenordnung erreicht, kommt es hufig zum Aus-tausch funktional zusammenhngender Bauteile. Diese sind hinsichtlich Funk-tion und Qualitt hherwertiger als die verschlissenen Bauteile. Weitere Grnde fr die Notwendigkeit von Modernisie-rungen sind sich ndernde gesetzliche Verordnungen (zum Beispiel eine neue

    ntzliches Wissen

    fr Mieter

    Domicil - Seniorenpfl egeheim Techowpromenade

    Genieen Sie mit uns eine schne Zeit! Das Domicil - Seniorenpfl egeheim Techowpromenade in Alt-Wittenau stellt seinen Bewohnern grozgig geschnittene Einzelzimmer und sogenannte Kombizimmer fr Ehepaare zur Verfgung. Wir verfgen ber einen wunderschnen groen Garten mit Sonnenpltzen im Grnen und berdachter Terrasse. Unser umfangreiches Veranstaltungsangebot wird von unseren Bewohnern tglich genossen, wie auch unsere haus-eigene Kche mit frischen und schmackhaften Gerichten.

    Bisher haben wir bereits drei Prfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen mit einer glatten 1,0 in allen Bereichen bestanden.

    Besuchen Sie uns auf eine Tasse Kaffee und ein Stck hausgemachtenKuchen, lassen Sie sich beraten und bei einer Fhrung von unserem sch-nen Haus begeistern.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!Herzlichst, das Domicil - Team

    Domicil - Seniorenpfl egeheim Techowpromenade GmbHTechowpromenade 9 | 13437 Berlin-WittenauTel.: 0 30 / 83 03 03 - 0www.domicil-seniorenresidenzen.de

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  • 14 / 15

    BerlinerZimmer

    1 / Die Schiebetr zur Kche haben sich die Mieter selbst anfertigen lassen.

    2 / DerEchtholzschrankmitderfiligranenBemalungisteinesvonvielen Mbelstcken, die zeigen, dass hier Wert auf Qualitt und sthetik gelegt wird.

    3 / ImWohnzimmerhngteinPortraitvonSchauspielerPeterGroegernatrlichselbst gemaltvonseinerFrauSolveigLausch.4 / EinKalenderzeigtdieWerkederKnstlerin.VorhandeneLandschaften setztsieinihremeigenenStilum.MehrzuihrenWerken:www.solveig-lausch.de5 / SolveigLauschundPeterGroegerwohnenseit2007inderWohnunginWeiensee.6 / NebenAquarellenundPortraitsmachtSolveigLauschauchKohlezeichnungen.

    Keine der 40.000 geSoBAu-

    wohnungen gleicht der anderen.

    In dieser Ausgabe sind wir

    bei Familie Lausch/groeger

    in weiensee zu gast.

    Die Malerin Solveig Lausch

    stellte ihre werke auch beim

    Kunstfest Pankow

    aus.

    Fotos:LiaDarjes

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  • Solange wie mglich

    weiter- machen!

    be jammern oder aber meine Zeit aktiv gestalten. Marianne Gra-bowsky hat sich fr die letzte Vari - ante entschieden. Sie engagiert sich ehrenamtlich. Damit begonnen hat sie allerdings bereits lange vor ihrer Pensionierung. Gemeinsam mit ihrem Mann Manfred, den sie vor 50 Jahren geheiratet hat, ist sie gern fr andere da. Besonders

    Marianne Grabowsky engagiert sich ehrenamtlich fr ihr Viertel und besonders fr

    die lteren Menschen, die hier zu Hause sind.

    Marianne Grabowksy ist Rentnerin. Ich kann also frei entscheiden, was ich den lieben langen Tag ber mache. Ganz ohne berufliche Zwnge und Verpflichtungen, sagt die 68-Jh-rige aus dem Mrkischen Viertel. Ich kann in meiner Wohnung hocken und warten bis es Abend wird, ich kann meine Zipperlein

    fr ltere Menschen, die Unterstt-zung brauchen. Fr sie gehrt es zum Leben dazu, sich um andere zu kmmern. So bin ich erzogen worden, schlielich sind wir nicht allein auf der Welt. Frher, im Be-rufsleben, waren die Ehrenmter den Feierabenden und Wochenen-den vorbehalten. Damit auch die Familie nicht zu kurz kam, musste alles gut organisiert sein, erzhlt die Mutter von drei Kindern und Gromutter dreier Enkel. Wann immer es mglich war, haben wir die Kinder einfach mitgenommen. Die kannten das gar nicht anders.

    Weit du noch ...ber 20 Jahre lang engagierten sich die beiden unter anderem beim Arbeiter-Samariter-Bund Ber-lin e.V. Da kommt einiges an Ak-tivitten und Verantwortlichkeiten zusammen, resmiert Marianne Grabowsky. In einem dicken Ord-ner hat sie alles bersichtlich abgeheftet: Den Zeitungsbericht ber den Einsatz beim Oderhoch - wasser. Das Sammeln von Medika-menten fr Polen in den 80er Jah-ren. Auch so manche Anerkennung und Ehrung findet sich hier. Weit du noch, wie du 1982 Kohlen fr alte Leute im Wedding geschleppt hast. Und wie wir aus alten Schul-bnken Kleinholz gehackt haben, damit auch bei den Bedrftigen die gute Stube im Winter warm wurde, Marianne Grabowsky ver - weilt einen Moment lang in Erinne-rungen. Aber auch aus der Gegen-wart gibt es viel zu erzhlen.

    Inzwischen arbeitet sie ehrenamt-lich im Netzwerk Mrkisches Vier - tel e.V. mit, in dem rund 30 Partner vereint sind. Unter anderem Pfle-gedienste, Hausnotrufanbieter, Apotheken, Handwerker, Freizeit- und Sportvereine sowie auch die GESOBAU.

    Sie erklrt das Ziel: Unter dem Motto Hier will ich bleiben un-tersttzen wir ltere Bewohner, damit sie so lange wie mglich selbstndig in der eigenen Woh-nung bleiben knnen. Eine Idee, hinter der ich voll und ganz stehe.

    IHr KIez / Mrkisches Viertel

  • mal jemand auf die Leiter hoch muss, um die Gardine zu richten. Diejenigen, die miteinander re-den wollen, tun das auch. Und das ist ein schnes Gefhl.

    Weiter sozial engagiertSeit 2009 ist Marianne Grabowsky Mitglied des Seniorenbeirates Netzwerk Mrkisches Viertel e.V. Wir tragen die Anliegen und Inte ressen unserer lteren Mitbe-wohner an das Netzwerk heran, beschreibt sie. Dafr steht sie jeden Dienstag und Freitag von 13 bis 16 Uhr in der VIERTEL BOX als Ansprechpartnerin der Senioren-Infothek im Auftrag des Netzwerks zur Verfgung. Sie informiert ber Pflegedienste, gibt Tipps, wo man Klempner, Maler & Co. findet oder wie das Antragsproze dere fr eine Dusche funktioniert. Organisie-ren, informieren, Hilfestellungen geben diese Art von Engagement ist genau meins, kommentiert sie. Das kann ich, das mag ich und dabei profitiere ich zudem von meinen langjhrigen Erfah-rungen. Dass sie im Kiez bekannt ist, schafft Vertrauen. Und wenn sie auf diese Weise ihren lteren Mitbewohnern helfen kann, dann

    freut sie sich. Das Danke, das ich dafr bekomme, ist nicht entschei-dend. Fr mich zhlt, wenn ein Problem gelst ist. Ihr Ehemann lchelt: So ist sie eben: geradli-nig, zielstrebig, hilfsbereit. Und dabei immer bescheiden. Auch dass sie fr ihr Engagement krz-lich mit dem Reinickendorfer Eh-renamtspreis ausgezeichnet wur - de, hngt sie nicht an die groe Glocke.

    Was, wenn Marianne Grabowsky drei Wnsche frei htte? Ich habe nur einen, sagt sie ohne lange zu berlegen. Gesund bleiben. So lange wie mglich! Na ja und noch den: So weitermachen kn-nen. Auch so lange wie mglich.

    Zuhause im Mrkischen Viertel1969 zog die junge Familie Grabow-sky von Frohnau ins Mrki sche Viertel. Weil wir hier eine groe und zugleich bezahlbare Wohnung gefunden hat ten. Seit die Kinder aus dem Haus sind, bewohnt das Ehepaar eine Zwei-Zimmer-Woh-nung in der dritten Etage. Mit herr- lichem Blick ins Grne und im Win-ter, wenn die Bltter ab sind, so- gar auf ein Stck Wasser. Und mit sechs wei teren, putzmunteren Mit- bewohnern. Unsere Wellensitti-che das Hobby meines Mannes, so die Hausherrin. Hier fhlen wir uns sehr wohl. Hier mchten wir bleiben. Und das nicht nur we-gen der Wohnung. Auch, weil das Drumherum stimmt. Von der Infra - struktur bis zu den Nachbarn. Die Hundebesitzer kennen sich und plaudern miteinander. Das gilt ebenso fr alle Eltern, fr alle, die zum Briefkasten gehen, fr die Nachbarn auf einer Etage sowie - so, beschreibt Marianne Gra-bowsky die Atmosphre. Sie selbst nimmt fr die Leute von nebenan, die tagsber arbeiten, ganz selbst-verstndlich das Paket entgegen. Genauso selbstverstndlich kann sie nebenan um Hilfe bitten, wenn

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    Foto:

    Christoph Schieder

    Text:

    Kathleen Khler

    Foto:

    Lia Darjes

  • Vor 50 Jahren zogen die ersten Mieterinnen und Mieter in die neuen Huser im Mrkischen Viertel ein. Rund um das Jubilum hat die GESOBAU zahlreiche Aktionen veranstaltet der politische Festakt und eine Kunstaktion mit Schafen zum 25. Jahrestag des Mauerfalls bildeten den Abschluss der Feierlichkeiten.

    IHR KIEz / Mrkisches Viertel

    Da ist Gras drber gewachsen. Diese Redewendung hat bestimmt jeder schon einmal verwendet, wenn es darum geht, dass etwas Unangenehmes vergessen ist. Nicht vergessen, aber zumindest vergangen ist der Fall der Berliner Mauer vor 25 Jahren. Was sprt man davon heute noch? Ist da im wahrsten Sinne des Wortes Gras drber gewachsen? Die Knstlerin Katrin Glanz vom Team der VIERTEL BOX wollte es wissen und suchte die Antworten auf ihre Fragen im Mrkischen Viertel, wo einst dicht hinter den Husern die Mauer verlief, auf ungewhnliche Art und Weise: mit Schafen.

    Whrend Aktionen wie die Lichtgrenze tausende Berliner in die Innenstadt zogen, grasten am 9. November ein Dutzend Schafe aus dem benachbarten Blankenfelde auf der Wiese nahe dem Dannenwalder Weg 176. Mit wenig Handlung sorgten die Tiere fr viel Aufmerksamkeit bei den Anwohnern, die das Ereignis aus nchster Nhe sehen wollten schlielich stehen nicht jeden Tag Schafe vor der eigenen Haustr. Und weil Tiere Jung und Alt gleichermaen begeistern, entstanden bei Kaffee und Tee, Oliven und Ksebroten generationenbergreifende Gesprche zwischen den Bewohnern ber

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    Zwei Jubilen. Ein Ort.

  • Wahrnehmung der Bewohner vom Mrkischen Viertel war schon immer deutlich besser als die Auenwahrnehmung. Stadtentwicklungssenator Michael Mller sieht beide Seiten der Medaille: Es gehrt zur Wahrheit dazu, dass es hier Probleme gab und die Politik Fehler gemacht hat, sagt der gebrtige Tempelhofer. In den 80er Jahren wurde das Heft aber wieder in die Hand genommen: Angefangen von den Wohnumfeldverbesserungen bis hin zu dieser spektakulren Modernisierung. Was hier gelungen ist, ist beispielgebend fr ganz Berlin.

    Zu den prominenten Gsten aus der Politik zhlte auch Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks, die innerhalb weniger Monate schon das zweite Mal das Mrkische Viertel besuchte. Was sie in der kurzen Zeit festgestellt hat: Die Menschen identifizieren sich mit dem Mrkischen Viertel. Die Grnde dafr liegen fr sie auf

    der Hand: Es war schon immer das Ziel, dass sich die Menschen in ihrem Umfeld wohlfhlen. Lediglich die Antworten auf die Frage der Umsetzung haben sich gendert. Heute spielen CO2Reduzierung und die Strkung der sozialen Strukturen in den Wohngebieten bergeordnete Rollen, erklrt sie. Beides ist hier im Mrkischen Viertel gelungen.

    haben, ist Bezirksbrgermeister Frank Balzer. Beim Festakt zum 50. Jubilum des Mrkischen Viertels im September lie er die rund 150 Gste aus Politik und Wirtschaft, langjhrige Mieter, Mieterberte und Mitarbeiter rtlicher Vereine und Initiativen an seinen Erinnerungen teilhaben: Als ich 10 Jahre alt war, gab es hier wenig Grn. Aber das Viertel war nie out, meine Schulfreunde haben hier gerne gewohnt. Es gab groe Wohnungen, jedes Kind hatte sein eigenes Zimmer. Da war ich richtig neidisch, gibt Balzer zu.

    Dass seine Erinnerungen berwiegend positiv ausfallen, ist ein Phnomen, das im Mrki schen Viertel hufig vorkommt: Die

    die Zeit der Berliner Mauer, die Wachtrme, den Blick aus einem der oberen Stockwerke ber die Grenze. Und natrlich ber den 9. November 1989, wie der historische Tag erlebt wurde. Eine Geschichtsstunde in freier Natur.

    Festakt zum 50. Jubilum des Mrkischen ViertelsEiner von denen, die das Mrki sche Viertel von klein auf erlebt

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    Fotos:

    Lia Darjes

    Was hier gelungen ist, ist beispielgebend

    fr ganz Berlin.Michael Mller,

    Stadtentwicklungssenator

    von Berlin

    1 / Fr die Kunstaktion am 9. November grasten Schafe auf einer Wiese im Mrkischen Viertel.

    2 / Musikalisches Highlight beim Festakt zum MV-Jubilum: Das Vater-Sohn-Duo Sonny (l.)

    und Anthony Thet.

    3 / Stadtentwicklungssenator Michael Mller nennt die Entwicklung des MV beispielgebend

    fr ganz Berlin.

    4 / v.l.: Maren Kern, Vorstand beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunter-

    nehmen, Jrg Franzen, Vorstandsvorsitzender der GESOBAU AG, Dr. Barbara Hendricks,

    Bundesministerin fr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Michael Mller,

    Stadtentwicklungssenator von Berlin, Frank Balzer, Bezirksbrgermeister von Reinickendorf.

    Das Jubilumsjahr ist vorber, die VIERTEL BOX auf dem Stadtplatz MV bleibt aber auch 2015 bestehen. Schauen Sie einfach vorbei oder informieren Sie sich im Internet ber die kommenden Veranstaltungen:

    www.mein-maerkisches-viertel.de

    2015: Aktionen in der VIERTEL BOX

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  • Kochen mit dem Profi

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    Knapp 50 Kinder aus dem Mrkischen Viertel haben im Rahmen der Kooperation der GESOBAU mit der

    Sarah Wiener Stiftung gelernt, wie man sich gesund ernhrt. Jetzt berzeugte sich die Profikchin persnlich

    davon, was die Kinder am Kochtopf drauf haben.

    die Kinder aus dem Mrkischen Viertel lngst kalter Kaffee. Heute geben sie sich auerdem besonders viel Mhe, denn sie erwarten einen Gast: Stiftungsgrnde-rin Sarah Wiener kommt zu Besuch.

    Ihre Erzieherinnen und Kursleiterin Simone Gottschalk von der 2007 gegrndeten Sarah Wiener Stiftung sowie die Kita-Leiterin Kerstin Rentner mssen die kleinen Kche deshalb nur noch hier und da untersttzen.

    Schlen, wrfeln, zupfen. An dem groen Holz-tisch in der Kche der Familienfarm Lbars bearbeiten 20 eifrige Kinderhnde Birnen, pfel und frische Minze fr einen Frchtetee. Dabei sind sie ziemlich geschickt. Kein Wunder, denn die Vorschulkinder der Kita Krmelkiste haben heute die siebte von insgesamt zehn Stunden ihres Koch- und Ernhrungskurses auf dem Bauernhof. Wie man richtig mit Sparschler und Messer umgeht, ist fr

    IhR KIEz / Mrkisches Viertel

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    Damit ist die Stiftung, deren Motto Fr gesunde Kinder und was Vernnftiges zu essen lautet, auf dem besten Weg ihre Ziele zu erreichen. Durch die Frderung sollen Kinder lernen, kompetent und selbststndig mit dem Thema Ernhrung umzuge-hen sie sollen ein Bewusstsein dafr entwickeln, was gesund fr sie ist. Und noch etwas will die Stiftung den Kindern vermitteln: dass Kochen mit frischen Zutaten Spa macht. Diese Fhigkeit ist nach Ansicht von Stiftungsgrnderin Sarah Wiener von zentraler gesellschaftlicher Bedeutung. Beim Kochen geht es nicht nur um Nahrungsaufnahme, es ist einer der Eckpfeiler unserer Kultur. Kochen ist wie eine Muttersprache, die man erlernt, idealerweise von den Eltern, und spter an seine Kinder weiter-gibt, sagt die 52-jhrige Mutter eines erwachsenen Sohnes. Viele Eltern nhmen diese Aufgabe leider nicht mehr wahr, fgt sie hinzu. Dem versucht sie mit ihrer Stiftung entgegenzuwirken.

    Ohne Hilfe sei das nicht zu schaffen, betont die s-terreichische Profikchin: Um viele Kinder zu errei- chen, sind Kooperationspartner wie die GESOBAU fr uns extrem wichtig. Das kommunale Wohnungs-unternehmen untersttzt die Stiftung finanziell, bringt sie mit Kitas im Kiez in Kontakt und sorgt dafr, dass die Koch- und Ernhrungskurse mit der

    Familienfarm Lbars einen geeigneten Veranstal-tungsort bekommen. Dazu hat die GESOBAU vor eineinhalb Jahren das Elisabethstift Berlin, das den Bauernhof betreibt, mit ins Boot geholt. Helmut Wegner, Geschftsfhrer des Elisabethstift Berlin, freut sich ber die Zusammenarbeit. Wir wollen mit unseren Angeboten ins Mrkische Viertel hinein-strahlen. Die Kooperation mit der Sarah Wiener Stiftung und der GESOBAU hat uns dafr neue Mg - lichkeiten erffnet, sagt er beim Besuch der Stif-tungsgrnderin.

    Auch Jrg Franzen, Vorstandsvorsitzender der GESOBAU, ist an diesem Morgen auf die Familien-farm gekommen. Er ist zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen der Kooperation, die zunchst bis Ende 2016 luft. Als groes kommunales Wohnungsunter-nehmen ist es fr uns selbstverstndlich, nicht nur fr einen qualittsvollen Wohnungsbestand zu sorgen, sondern in unseren Quartieren auch sozial aktiv zu sein, erklrt Franzen. Das Konzept der Stiftung, das auf nachhaltige Ernhrungsbildung setze, passe sehr gut zum Grundverstndnis der GESOBAU: Uns gefllt, dass die Kinder zu Botschaftern werden. Auf Basis ihres neu erworbenen Wissens tragen sie Ideen, wie man sich besser ernhrt, in ihre Familien.

    1 / Sarah Wiener zeigt den Kindern, wie man Gemse

    richtig schneidet und mit einem Messer umgeht.

    2 / GESOBAU-VorstandJrgFranzen,ProfikchinSarahWiener und Elisabethstift-Geschftsfhrer Helmut Wegner

    begleitetendieNachwuchskcheaufderFamilienfarm.3 / AusdemGartenindenKochtopf:BeidenKochkursenwerden die Zutaten sogar eigenhndig geerntet.

    Text:

    Susanne Theisen

    Fotos:

    Lia Darjes

    Nhere infos zur kooperation der GesOBAU mit der sarah Wiener stiftung

    www.sarah-wiener-stiftung.de www.gesobau.de/gesunde-ernaehrung

  • Als sie 2004 wegen eines Projekts zur Unfallpr-vention im Straenverkehr nach Berlin zog, ver-schlug es sie zufllig in den Wedding. Die Gegend gefiel ihr spontan, ihre erste Wohnung weniger. Der damalige Vermieter habe sich nicht um das Haus gekmmert. Bei einem Spaziergang durch die Schulstrae klopfte Ina Kutscher im GESOBAU-Bro an, fragte, ob eine Wohnung mit kleinem Balkon zu haben sei und hatte Glck. Gut sechs Jahre wohne ich jetzt im Frauenfelder Weg, fhle mich dort super wohl.

    Als die GESOBAU 2012 die Modernisierung ihrer Wohnhausgruppe ankndigte, war ihr allerdings schon bange zu Mute. Denn 2010 hatte Ina Kutscher, die visuelle Kommunikation studiert hatte und als Freiberuflerin in Projekten arbeitete, ihre Ausbil-dung zur Heilpraktikerin begonnen. Nun standen die Abschlussprfungen an.

    Deswegen habe ich das Angebot der GESOBAU angenommen, whrend der Modernisierung in eine Umsetzwohnung zu ziehen, erzhlt sie. In der Se-niorenresidenz in der Ungarnstrae brachte man sie unter. Nur meine Kaffeemaschine, einen Koffer voll Wsche und mein Netbook habe ich mitgenommen. Whrend in ihrer Wohnung die Strangsanierung von-stattenging, das Haus wrmeisoliert, das Treppen-haus gemalert und der Balkon aufgehbscht wurde, paukte sie in ihrer ruhigen Residenz. Regelmig schaute sie im Frauenfelder Weg vorbei. Das war heftig, da lag ja alles quasi in Schutt und Asche. Umso schner sei die Wohnung nach der Moderni-sierung geworden.

    Das Bad ist richtig luxuris. Die Fliesen konnte ich mir selbst aussuchen. Auerdem konnten die Mieter whlen, ob sie Dusche oder Wanne haben wollten. Ina Kutscher entschied sich fr die Wanne. Baden ist wie ein Kurzurlaub, sagt sie lachend. Auch der windgeschtzte Balkon sei ein Kleinod. Da muss man nicht in den Park, um frische Luft zu schnappen. An der frischen Luft ist sie dennoch viel unterwegs wegen ihres Hundes, einer 14 Jahre alten Mischlingsdame. Beim Gassigang entdeckte sie auch das frisch modernisierte Gewerbeobjekt der GESOBAU in der Armenischen Strae.

    Entspannt lehnt sich Ina Kutscher auf dem Sessel hinter ihrem Schreibtisch zurck. Ist es nicht wunderbar hell hier? Ein zufriedenes Lcheln zieht ber ihr Gesicht, whrend sie den Blick durch den hohen Raum mit den groen Fenstern schweifen lsst. In der Schillerhhe ist die gebrtige Sauerlnderin zu Hause. Dass sie hier nun auch passende Rumlichkeiten fr ihre Praxis gefunden habe, freue sie sehr, sagt die 45-Jhrige. Zumal ich die GESOBAU als Vermieter auch schon kenne.

    Ihr KIEz / Wedding

    Dieser Tage erffnet Ina Kutscher ihre Naturheilpraxis in der Siedlung Schillerhhe. Die Armenische Strae 1 ist fr die GESOBAU-

    Mieterin eine Top-Adresse erst recht nach der Modernisierung.

    Hier fhle ich mich super wohl

    Text:

    Katrin Starke

    Fotos:

    Sandra Prengel,

    Thomas Bruns

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    1 / Ina Kutscher in ihrer neu erffneten Naturheilpraxis

    in der Armenischen Strae 1.

    2 / DieSchillerhhenachderModernisierung:GrafischeElementeausdenTreppenhusernfindensichauchauerhalbdesGebudeswieder(Foto3).3 / GroeZitatebekannterDichter,wiehiervonWilliam Shakespeare, schmcken die Fassade zur Seestrae hin.

    Fr die Heilpraktikerin sind Gre und Schnitt ideal: ein groer Raum fr die Behandlungen, zwei Toiletten, kleine Kche. Als Sicht-schutz hat Ina Kutscher weie Lamellenjalousien anbringen las-sen, blickdicht, aber lichtdurch-lssig. Auch die verkehrsgns-tige, aber zugleich ruhige Lage schtzt die Mieterin, Ruhe ist wichtig fr die Therapien.

    Ihren Schwerpunkt hat Ina Kut-scher auf Bioresonanz- und Neu-raltherapie gelegt. Die Bioreso-nanz ist eine Regulationsthera pie, um die krpereigenen Selbsthei-lungskrfte zu strken, erklrt die 45-Jhrige. Die Neuralthera-pie diene der Entspannung von Gewebe und Muskeln, dem Lsen von Verkrampfungen. Auerdem bietet Ina Kutscher Schrpfmas-sagen an. Dabei werden unter Vakuum stehende Schrpfglser auf die Haut aufgesetzt, erlu-tert sie. Das frdere Durchblutung und Stoffwechsel, lockere Ver-spannungen und rege das Immun- system an.

    Wer die Naturheilpraxis von Ina Kutscher kennen lernen mchte, hat dazu beim Tag der offenen Tr am 13. Dezember zwischen 12 und 17 Uhr Gelegenheit. Bei Kaffee und Kuchen erlutert die heilpraktikerin dann gern die verschiedenen Behandlungsmethoden.

    Terminvereinbarungen fr Behandlungen (montags, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 19 Uhr) nimmt ina Kutscher telefonisch entgegen:

    030.68 83 60 14

    Tag der offenen Tr in der Naturheilpraxis

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  • Instrumente bei weitem nicht aus, sagt Uli Weber, Musiklehrer an der Albert-Gutzmann-Schule.

    Die begrenzte Anzahl von Leih-instrumenten fhrte zu einer War - teliste besonders in den Unterstu-fen (1./2. Klasse), obwohl gerade in der Schulanfangsphase das Er-lernen eines Musikinstrumen tes von zukunftsweisender und lern-frderlicher Bedeutung ist. Um den musikinteressierten Sch- lerinnen und Schlern aus sozial benachteiligten Familien das Er- lernen von Instrumenten trotz-dem zu ermglichen, spendete die GESOBAU-Stiftung 2.000 Euro fr die Beschaffung von Geigen. Ein kleiner Teil des Betrages wur- de auerdem zur Renovierung des Musikraums verwendet, der einen neuen Anstrich bekam.

    Anfang 2014 erreichte die GESOBAU-Stiftung ein Spen- denantrag aus der Albert-Gutzmann-Schule im Stadtteil Wed- ding. Unter dem Dach der Albert-Gutzmann-Schule arbeiten drei mit -einander verbundene Schulen eng zusammen: Ein sonderpda-gogisches Frderzentrum mit dem Schwerpunkt Sprache, eine Grundschule und eine Schule mit Lerngruppen fr Neuzugnge ohne Deutschkenntnisse. Einzugsgebiet der Schule ist die unmittelbare Nachbarschaft, im Frderzentrum hingegen werden auch zahlreiche Schler aus angrenzenden Stadt-teilen, wie Gesundbrunnen oder dem Mrkischen Viertel, unter-richtet. Kieze, die im Gesamtbild Berlins oftmals als soziale Brenn-punkte gelten. Bildung und Be-teiligung zu untersttzen, das ist der GESOBAU-Stiftung besonders wichtig, daher untersttzt sie gezielt Frderantrge aus diesen Einzugsgebieten.

    Seit der Eingliederung von Grund- schulklassen in die Albert-Gutz- mann-Schule im Schuljahr 2006/ 07 interessieren sich viele Sch-lerinnen und Schler fr das Er-lernen eines Musikinstrumentes. So beschlossen engagierte Lehre- rinnen und Lehrer ab dem Schul-jahr 2007/08 Arbeitsgemeinschaf- ten fr Geige, Flte und Schlag-zeug zu grnden, sodass die Kin-der regelmigen wchentlichen Unterricht mit dem gewhlten Instrument in Kleingruppen be- kamen. Schnell ergaben sich Auftrittsmglichkeiten, die gerne durch die Schule genutzt werden, um den Kindern die Mglichkeit zu geben, vor einem Publikum auf-zutreten und ihr erlerntes Knnen

    anzuwenden. Die Auftrittsorte kon - zentrierten sich zunchst auf den Bezirk Mitte, konnten aber durch berbezirkliche Kontakte auch auerhalb des schulischen Einflussbereiches der Kinder erweitert werden. Musikalische H- hepunkte waren regelmige Auf-tritte zur Erffnung des NISAN- Kinderfestes vor dem roten Rat-haus und am Brandenburger Tor.

    Schnell stellte die Schule jedoch fest, dass die Erziehungsberech-tigten nur in sehr seltenen Fllen ber die finanziellen Mittel ver-fgten, um ihrem Kind ein Instru-ment zu kaufen. Die Einnahmen, die bei unseren Auftritten als Ho-norare vereinbart bzw. gespendet wurden, konnten zur Instandhal-tung verwendet werden, reichen aber fr die Neuanschaffung der

    Ihr KIez / Wedding

    Die GeSOBAU-Stiftung konnte wieder Wnsche wahr werden lassen: Neue Musikinstrumente und ein renovierter

    Musikraum tragen zur musikalischen Frderung an der Albert-Gutzmann-Schule bei.

    Geigen zur Lernfrderung

    Foto:

    GESOBAU

    Ronald Hock (stellv. Schulleiter, h.l.), Uli Weber (Musiklehrer, h.r.) und die Schlerinnen

    und Schler freuen sich ber die neuen Geigen und den renovierten Musikraum.

  • 24 / 25 Ihr KIez / PankoW

    Gemeinsam statt einsam

    Wie Viktor von Blow zu Loriot wurde? Die lteren Herrschaften, die im Gruppenraum bei Kaffee und Kuchen beieinander sitzen, wissen darber jetzt genau Be-scheid. Der Herr May hat uns aus der Biografie von Loriot vor-gelesen, erzhlt Marga Arndt. Die 88-Jhrige wohnt im Panko-wer Kissingengenviertel. Jeden Donnerstag kommt sie in die Be-gegnungssttte der Volkssolida-ritt (VS) in der Binzstrae 26 A, einem Haus der GESOBAU. Mal gibt es einen Vortrag, mal singen wir oder tauschen Erinnerungen aus. Carmen Probst, als Projekt-leiterin der VS verantwortlich fr den Stadtteiltreff, begrt die alte Dame herzlich. Man kennt sich, seit Jahren. Frau Probst, kommen Sie doch rein, wird die Chefin ins nchste Zimmer ge-beten, wo Irmgard Thierfeld (80) die Bridge-Karten gibt. Whrend Ute Bger (73) das Blatt auf der Hand sortiert, warten die beiden Seniorinnen ungeduldig auf ihren dritten Mitspieler. Hat das Spiel begonnen, drfen wir nicht mehr stren, sagt Carmen Probst la-chend, schliet leise die Tr und geht rber ins Tagescaf. Dort sit-zen Damen der Sozialkommission

    In der Begegnungssttte in der Binzstrae 26 A treffen sich Anwohner zum Kartenspielen, Gymnastik, Singen, Malen

    oder einfach zum Quatschen. Die Volkssolidaritt setzt als Betreiber auf Kontinuitt und will das Angebot ausweiten.

    des Bezirks Pankow, besprechen, wann welche Senioren zu runden Geburtstagen zu besuchen sind. Dann eilt Carmen Probst in die Lauterbachstrae, denn auch in der dortigen VS-Begegnungs-sttte hat sie den Hut auf.

    Den Treff in der Binzstrae habe die VS vor fnf Jahren bernom-men, berichtet Carmen Probst. An jedem Werktag treffen sich dort Gruppen montags und donnerstags wird Bridge gespielt, freitags ab Mittag Canasta. Zweimal wchentlich treffen sich Bewohner aus Haus und Umge-bung zu Sport und Gymnastik, dazu gibt es einen PC-Lehrgang, den Malzirkel Bunte Palette und Brettspielgruppen. Unser Hauptanliegen ist es, gegen die Vereinsamung in den Wohnungen zu kmpfen, sagt Carmen Probst. Das Domizil in der Binzstrae eigne sich gut fr Seniorengrup-pen, weil es ebenerdig und fr Rollstuhlfahrer zugnglich sei. Aber wir sind offen fr alle Gene-rationen, macht die 54-Jhrige deutlich. Vorstellen kann sie sich eine Tauschbrse fr Kindersa-chen oder einen Elterntreff. Es ziehen immer mehr junge Leute nach Pankow, da wre ein Frh-stckscaf fr Mtter, Vter und die es werden eine Mglichkeit, um Gleichgesinnte zu treffen. Man habe gengend Platz und Kapazitten frei.

    Wenn Kiezbewohner Ideen fr weitere Gruppen haben, werden wir sie mit offenen Armen empfan-gen, sagt die VS-Projektleiterin. Und auch die bestehenden Grup-pen insbesondere die Brett- und Kartenspielgruppen freuen sich,

    wenn neue Besucher zu ihnen stoen. Die VS sorgt dafr, dass es den Besuchern an nichts fehlt, dass Kuchen und Getrnke bereit-stehen, die Tische gedeckt sind. Eine VS-Mitarbeiterin, eine Prak-tikantin und eine Frau, die ein frei-williges soziales Jahr absolviert, hat Carmen Probst derzeit fr die Binzstrae abgestellt. Auerdem hofft sie auf baldige Verstrkung durch MAE-Krfte die sogenann-ten 1,50-Euro-Jobber, die vom Jobcenter fr maximal zwei Jahre vermittelt werden. Gern htte Carmen Probst die MAE-Leute lnger im Projekt, denn unsere Senioren wollen Kontinuitt in der Betreuung. Aber die Dauer der Manahmen sei eben begrenzt. Wir sind dennoch sehr dankbar fr die Untersttzung.

    Leiterin der Begegnungssttte Carmen Probst (r.) beim geselligen

    Kaffeetrinken mit ihren Besucherinnen.

    Wer sich fr eine der Gruppen in der Begegnungssttte in der Binzstrae 26 A interes-siert oder eine neue Gruppe ins Leben rufen mchte, kann sich bei Carmen Probst mel-den (Mo.- Fr. zwischen 10 und 16 Uhr).

    Tel. 030.47 30 11 34

    Foto und Text:

    Katrin Starke

  • Ihr KIez / Pankow

    Nach der Modernisierung des 60er-Jahre Plattenbaus in der Bleicheroder Strae 17-20 sticht die auergewhnliche

    Balkongestaltung hervor. Jana ressel hat hier weit ber ihre Ttigkeit als Bauleiterin hinaus ganze Arbeit geleistet.

    Text:

    Regina Jost

    Fotos:

    Thomas Bruns,

    Lia Darjes

    und 1969 in der ganzen DDR ge-baut. Genau genommen handelt es sich bei diesem Bautyp um einen Vorlufer der Grotafelbauweise.

    Jana Ressel von der Senator Pro-ject Management Gruppe ist fr die Durchfhrung der gesamten Modernisierungsmanahme ver- antwortlich. Seit zwei Jahren ar- beitet die 28-jhrige Bauingeni-eurin in dem Berliner Projektbro des deutschlandweit ttigen Un- ternehmens und war sofort be-geistert von der Idee ihres Ent-wurfskollegen Alexander Balzer, das sommerliche Grn der Linden im Rahmen der Erneuerung der Balkonbrstungen auch im Win-ter sichtbar zu machen. Sie lie die leicht vergrerten Fotos der grnen Blattmotive auf Folien

    Spaziert man auf dem Fuweg vom S-Bahnhof Pankow-Hei-nersdorf in Richtung Schloss-park, entdeckt man inmitten von groen Wohnhfen aus den 1920er Jahren ein zurckhaltendes, vier-geschossiges Gebude in warmem Grau. Beim nheren Hinschauen will man kaum seinen Augen trau - en: Zwischen den herbstlich gold-gelben Blttern der beiden Linden-bume vor dem Haus leuchtet selbst im November noch ein tiefgrnes Blattwerk hervor. Es gehrt zu den neugestalteten Balkonen der jngst modernisierten Wohnhausgruppe 3034 an der Bleicheroder Strae 17-20. Kaum zu glauben, dass sich hinter dieser elegant gestalteten Fassade ein Plattenbau aus dem Jahr 1960 verbirgt. Die Baureihe, ge- nannt Q3A, wurde zwischen 1957

    drucken und zwischen zwei Glas-scheiben der Balkonbrstung ein-spannen. Ein Vorteil war, dass auf die vorhandene Konstruktion aufgebaut werden konnte. Weil ein echtes Glas aber schwerer ist als Kunststoff, mussten ein paar zustzliche Haltepunkte gesetzt werden, so die engagierte Bau-leiterin.

    Im Zuge der Modernisierung er-hielten auch die Wohnungen an den Stirnseiten des Gebudes statt der franzsischen Fenster neue Balkone. Bei allen 32 Wohn - einheiten, die ber fast identi-sche Grundrisse verfgen, wur-den Bder und Kchen nach den Wnschen der Mieterinnen und Mieter modernisiert, haustech-nische Anlagen und Fenster aus-

    Das ganze Jahr ber Sommer

    1 /

  • getauscht. In nicht bewohnten Wohnungen sind neue Tapeten und Fubodenbelge aus Lino-leum verlegt worden. Aus eini-gen Wohnungen im Erdgeschoss kann man jetzt fast wie in einem hollndischen Reihenhaus ber eine kleine Treppe von der Kche in den eigenen Garten gelan-

    gen. Die bestehenden weien Hauseingnge wurden in den Bau integriert und die Treppenhuser erhielten einen lindgrnen Lino-leumfuboden. Auf der Fassade wurde ein Vollwrmeschutz ange - bracht. Dadurch konnte der Ener -

    26 / 27

    1 / Hingucker nach der Modernisierung

    sind die Balkone mit ihrem leuchtend

    grnen Blattwerk.

    2 / Selbst im Herbst verleiht die

    Balkongestaltung den Bewohnern ein

    sommerliches Gefhl.

    3 / Auch die Bder wurden vollstndig

    modernisiert.

    4 / Bauleiterin Jana Ressel begleitete

    die Mieter bei der Modernisierung.

    gieverbrauch deutlich gesenkt werden und damit auch die Be-triebskosten fr die Mieterinnen und Mieter.

    Die Baumanahmen sind nahezu abgeschlossen, lediglich kleinere Restarbeiten und Nachbesse-rungen stehen noch an. Auch die Auenanlagen sind nicht ganz fertig doch schon jetzt ist zu sehen, dass die Modernisierung wirklich gelungen ist. Neben der Beaufsichtigung der Bauarbeiten kmmerte sich Jana Ressel aber auch um die Wnsche und Sorgen der Mieterinnen und Mieter im Haus. Besonders bei den Woh-nungen, die im bewohnten Zu-stand modernisiert werden, sind Einfhlsamkeit und Diplomatie gefragt. Immerhin bewegt man sich in der unmittelbaren Privat-sphre der Menschen und trotz-dem mssen die Arbeiten im vor-gesehenen Zeitplan durchgefhrt

    3 /

    2 /

    4 /

    3 /

    werden, erklrt Jana Ressel. Dass sie die richtige Mischung zwischen Sensibilitt und Durch-setzungskraft beherrscht, nimmt man der jungen Frau sofort ab. Mit kritischem Blick begutachtet sie die gerade fertig gestellten Au-entreppen und weist die Hand-werker mit freundlichen, aber kla- ren Worten darauf hin, was zu verndern ist. Die Mieterin aus der Nachbarwohnung dagegen strahlt, als sie die Frau vom Bau sieht. Ach, Sie hier? Da htte ich einmal eine kleine Frage, so die Bewohnerin einer frisch re-novierten Drei-Zimmer-Wohnung. Die Bauleiterin nimmt sich mit viel Engagement der Frage an und verspricht eine schnelle Klrung.

    Jana Ressel selbst hat die Arbeit in der Bleicheroder Strae viel Spa gemacht. Wir hatten mit der GESOBAU einen Bauherren, der besonderen Wert auf die gestal-terischen und funktionalen Qua-litten des Gebudes Wert gelegt hat. Es ist wirklich toll, wenn die Umsetzung der geplanten Ideen gelingt, wenn der Zeitplan einge-halten wird und die Mieter mit der Modernisierung zufrieden sind. Natrlich gab es auch Tage, an denen es nicht so flutschte, aber wir haben gemeinsam mit der GESOBAU immer eine Lsung ge-funden, so die diplomierte Bau- ingenieurin. Besonders freut sie sich darber, dass sich auch die GESOBAU stark fr die fr aufse-henerregende Gestaltung der Bal-konbrstungen eingesetzt hat zumal das Ergebnis jetzt fr sich spricht.

    Wir haben gemein-sam mit der

    GeSOBAU immer eine Lsung gefunden.

    Jana Ressel, Bauleiterin

  • Wie feiern Menschen in anderen Kulturen Weihnachten? Zu den unterschiedlichen Bruchen gehrt natrlich auch das Essen. Zeinab Nasereddin hat gekocht

    nach libanesischer Tradition.

    Weihnachten mal anders

    mehr, was uns verbindet als was uns unterscheidet. An Weihnachten ist Gott fr Jedermann da und Heimat fr alle. Egal welcher Religion er angehrt. Zeinab kommt ursprnglich aus dem Libanon. Als Kind einer Flchtlingsfamilie fand sie als junge Frau 1978 den steinigen Weg nach Deutschland, wo sie heute als Sozialarbeiterin das Familienzentrum in der Finster-walder Strae im Mrkischen Viertel leitet.

    In den Rumen des ehemaligen Kinder- und Ju-gendtreffs BoxGym mchte Zeinab im Auftrag von der Albatros gGmbH an die Aktivitten von Outreach und der GESOBAU-Nachbarschaftsetage anknpfen und Familien im Viertel untersttzen,

    Zeinab ist Muslimin. Wenn sie von der weih-nachtlichen Tradition in Jerusalem erzhlt, dann tut sie das mit Stolz. Es sind Erzhlungen ihrer christlichen Nachbarn, denn selbst war Zeinab noch nie in Jerusalem oder Bethlehem. Sie spricht von Pilgern auf dem Leidensweg Jesu Christi, in den Straen rieche es nach Gebck, die Stadt sei wunderschn geschmckt und Kinder shen aus wie kleine Prinzessinnen und Prinzen. Dann betont sie etwas ganz besonders: Am Ende kommen alle Menschen, egal welche Konvention, in die Geburts-kirche in Bethlehem. Das ist die Botschaft, die die 54-Jhrige vermitteln will: Weihnachten unterteilt die Menschen nicht nach ihrem Glauben. Es gibt viel

    Ihr vErgNgEN

    1 /

  • 28 / 29

    hummus(Kichererbsenpree)

    Zutaten:250 g getrocknete Kichererbsen8 El Olivenl2 Knoblauchzehen4 EL Zitronensaft4 EL SesampasteSalz

    Zuerst mssen die getrockneten Kicher-

    erbsen eingeweicht werden, dazu verwen-

    det man die dreifache Menge Wasser im

    Verhltnis zum Gewicht der Kichererbsen.

    Am nchsten Tag werden die Kichererbsen

    gekocht, bis sie weich sind. Anschlieend

    wird das Kochwasser Abgegossen, aber

    nicht weggeschttet. Die weichen Kicher-

    erbsen mit dem Prierstab prieren. An-

    schlieend Salz, Zitronensaft und 2 EL Oli -

    venl mit der Sesampaste vermengen.

    Wenn die Masse dick ist, etwas vom aufge-

    fangenen Kochwasser hinzugeben.

    Mamoul (arabisches Gebck)

    Zutaten fr den Teig:350 g feiner Hartweizengries40 g Mehl40 g Zucker TL Trockenhefe150 g weicher Butter4 El Rosenwasser (auch Wasser)

    Zutaten fr die Fllung:175 g fein geriebene Wahlnsse (geht auch mit Pistazien oder Datteln )50 g Zucker TL Zimt TL Rosenwasser

    Alle trockenen Zutaten fr den Teig in

    einer Schssel mischen, die Butter da-

    zugeben und von Hand kneten, bis ein

    geschmeidiger Teig entsteht. Zeitgleich

    das Rosenwasser hinzugeben. Gut zu-

    decken und zwei Stunden ruhen lassen.

    Nun die Zutaten fr die Fllung mischen,

    in die Teigbllchen geben und auf einem

    Backblech im vorgeheizten Ofen bei 180

    Grad backen.

    den nachbarschaftlichen Zusammenhalt frdern. Das beginnt bei der Hausaufgabenhilfe und endet bei der Hilfe zum Berufseinstieg von Jugendlichen.

    Weihnachten feiert Zeinab nach deutschem Brauch, fr ihre Kinder gibt es zum Beispiel kleine Geschenke. Erwachsene schenken sich in ihrer Heimat brigens nichts: Es wird stattdessen viel an Waisenhuser und notbedrftige Menschen gespendet, erzhlt sie. Woran sie jedoch festhlt, ist das traditionelle Essen: Als Vorspeise gefllte Teigtaschen und Sa-late, als Hauptspeise Lamm mit Reis, Hummus und Knoblauchcreme, als Nachspeise leckeres Gebck. Fr Hallo Nachbar gab Zeinab eine Kostprobe ihres leckeren Festessens.

    1 / Kostprobe: Zeinab kocht fr Hallo

    Nachbar nach libanesischer Tradition.

    2 / Das arabische Gebck Mamoul ist

    einzeln in Papier eingewickelt, damit es

    unterwegs gegessen werden kann.

    3 / Jngster Gast: Perla ist im Libanon

    geboren, lebt aber in Deutschland.

    4 / Hummus ist eine orientalische

    Spezialitt aus prierten Kichererbsen.

    5 / Perla und Zeinab servieren das Essen.

    4 /

    5 /

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    2 /

  • Ihr Vergngen

    Kreuz-wort-rtsel

    Vielen Dank auch an alle an- deren, die so zahlreich mit- geknobelt haben!

    links finden sie unser neues Kreuzwortrtsel.

    Wer glaubt, das richtige L-sungswort gefunden zu haben, kann uns bis zum 22. Februar 2015 schreiben: GESOBAU AG, Abteilung Unternehmenskommunikation und Marketing, Wil helms ruher Damm 142, 13439 Berlin oder E-Mail an [email protected] Bitte auch in der E-Mail den voll- stndigen Namen und den Absender nicht vergessen!

    Unter allen Einsendern verlo- sen wir drei Einkaufsgut- scheine fr IKEA im Wert von 75, 50 und 25 Euro.

    wir wnschen viel Glck!

    In der letzten Ausgabe von Hallo Nachbar (Herbst 2014) suchten wir den Begriff STOLPERSTEIN. Drei Einsender knnen sich nun ber einen Gutschein fr das Gartencenter Holland freuen:1. Jrgen Paas, Wedding (75 Euro)2. Willi Voge, Mrkisches Viertel (50 Euro)3. Katja Stange, Mrkisches Viertel (25 Euro)

    HerzlicHen GlcKwunscH Den Gewinnern.

    Hallo nachbar ist die

    Kundenzeitschrift der GesoBAu AG,

    wilhelmsruher Damm 142,

    13439 Berlin,

    www.gesobau.de

    REDAKTION: Susanne Stcker (V.i.S.d.P.)

    Kirsten Huthmann, GESOBAU AG

    Unternehmens kommunikation

    TExTE: Helene Bhm, Jana Geitner,

    Stefan Gericke, Regina Jost, Kathleen

    Khler, Saskia Lssl, Katrin Starke,

    Susanne Stcker, Susanne Theisen

    LAyOUT: www.pretzlaw.de

    Annekatrin Klump

    LAyOUT-KONZEPT: Barbara Dunkl

    DRUcKEREI: DBM Druckhaus Berlin-

    Mitte GmbH

    ANZEIGENKONTAKT:

    Telefon: 030.40 73 15 67

    Fax: 030.40 73 14 94

    E-Mail: [email protected]

    AUFLAGE: 39.000

    REDAKTIONSScHLUSS:

    24. Oktober 2014

    Hallo Nachbar erscheint 4 x im Jahr,

    jeweils zum Ende eines Quartals.

    Die nchste Ausgabe wird ab dem

    25. Mrz 2015 an alle Mieter der

    GESOBAU AG, an lokale Medien und

    Unternehmen verteilt.

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    Gehabe,Beschei-den-tuerei

    inner-halb

    Leitungbei Film-aufnah-men

    deutscheVorsilbe

    griech.Vorsilbe:bei, da-neben

    unbe-stimmterArtikel(4. Fall)

    gedrehteSchnur

    Fest-veran-staltung

    Teil derStrae

    slawi-scherVolksan-gehriger

    trostloseOrt-schaften

    Wasser-strudel

    Schiffs-fhrer

    Stadt imSdenvonPortugal

    Ver-gehen,Straftat

    Flssig-keits-ma

    spa-nisch:Gebirgs-kette

    mittel-griechi-schesGebirge

    subark-tischerHirsch

    voll-bracht,fertig

    ostdt.Sende-anstalt(Abk.)

    eineFarbe

    Stoff

    Bein-gelenk

    Sd-frucht

    Kleider-halter

    auf-reizend

    Schlan-gen-art

    tdlich(lat.)

    ehem. dt.Torwart-star(Oliver)

    groeHohl-rume imFelsen

    Nadel-holzaus-schei-dung

    italie-nisch,span.:See

    scheuesWaldtier

    Dynastieim altenPeru

    grobesTrink-gef

    fossilerBrenn-stoff

    AnredeundTitel inEngland

    Kloster-vor-steher

    sandigeLand-schafts-form

    ganz so,wie manmchte,nach ...

    kurz fr:heran

    Teil-nahms-losig-keit

    philatel.Zeichenfr sehrselten

    WWP2014-12

    B

    V

    E

    G

    ZIEREREI

    KAFFS

    NEER

    PN

    OLHAO

    N

    G

    SIERRA

    HR

    DELIKT

    N

    D

    ORB

    KNIE

    ER

    GEWEBE

    T

    BUEGEL

    TA

    HOEHLEN

    T

    KAHN

    RR

    AR

    LAGO

    NA

    A

    HUMPEN

    KR

    T

    INKA

    ABT

    GEEST

    G

    RAN

    APATHIE

    HERZENSLUST

    RR

    EHRENAMT

    Auflsung des Rtsels

    Lsung

    Kleine nachbarn (Seite 31):

    Rebus-RtseL: Schal, Reh,

    Socken = SCHNEEFLOCKEN

  • KLeIne nachbarn

    Georg und Sonja haben sich ein ganz schn kniffliges Bilderrtsel ausgedacht. Kannst du es erknobeln? Die Auflsung findet ihr auf Seite 30.

    + +

    Georg: Sonja, was bedeutet eigentlich das Wort Joulupukki? Ich habe es in letzter Zeit ganz oft gelesen. Ist das ein Spiel?sonja: haha, nein. Das ist der finnische name fr den Weihnachtsmann. Wir haben letztes Jahr unsere Freunde in Finnland besucht. Georg: cool! Und sieht der denn genauso aus wie bei uns?sonja: Ja, aber dort kommt der Weihnachts-mann an heiligabend nicht durch den Kamin runter, sondern klopft an die Tr.Georg: ach, das ist ja langweilig. ein Weih-nachtsmann muss durch den Schornstein rutschen, sonst ist er nicht echt!

    GeorG unD sonjA:

    lesen mAcHt spAss!

    welcHes wort wirD Hier GesucHt?

    4=n; 5 1=e; 3=F 1=l

    santa, sinter, joulupukki: weihnachten in anderen lndernWeihnachten naht, die Spannung auf die Feiertage steigt! Doch wie wird Weihnachten eigentlich in an-deren Lndern gefeiert? Das Buch Santa, Sinter, Joulupukki begibt sich mit euch auf die Spuren frem-der Kulturen und ist ein multikul-tureller Ideenschatz mit Liedern, Tnzen, Spielen, Geschichten, Bas- telanleitungen und Rezepten, aber auch Sachinformationen aus aller Welt praxisnah aufbereitet und sofort umsetzbar.

    Ihr wollt mehr erfahren ber die weihnachtlichen Bruche in ande-ren Lndern? Dann gewinnt eines von fnf Exemplaren von Santa, Sinter, Joulupukki. Schreibt uns bis zum 20. Dezember unter dem Stichwort Weihnachten in anderen Lndern eine E-Mail an [email protected] oder eine Postkarte bzw. einen Brief an GESOBAU AG, Redaktion Hallo Nachbar, Wilhelmsruher Damm 142, 13439 Berlin.

    Viel Glck!

    Abenteuer mit Georg und sonjaBegleitet die Freunde Georg und Sonja Baumann auf ihrer abenteuerli chen Entdeckungsreise durch Berlin und erfahrt Ausgabe fr Ausgabe mehr ber die neugierigen Drittklssler! Zwischen Hausaufgaben und Pausenbroten begeben sich die beiden auf die Suche nach spannenden Entdeckungen in ihrem Kiez, in ihrem Bezirk, in ihrem Berlin!

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