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PowerPoint-PräsentationIRUB
11.12.2006
IRUB
Inhalt
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Steuerung: meint das Handeln zur Zielerreichung
Raumplanung: Planung = Steuerung (zumindest normativ)
Raumplanung produziert verbindliche Ordnungsregeln – zur Beeinflussung des Handelns, um def. Ziele zu erreichen (vgl. ROG)
Adressat: Primär Fachbehörden, Gemeinden und Grundstückseigentümer (FÜRST, 2006)
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Beachtung von Interessen der jetzt Lebenden, die nur eingeschränkt Marktfähigkeit sind
Umgang mit der Begrenztheit des Raumes bei unterschiedlichen Nutzungsansprüchen.
Einsatz von Maßnahmen, die einer Sozialisierung der Kosten und Nachteilen entgegenwirken. Privates Handeln erzeugt externe Effekte, die nicht in den Marktpreisen abgebildet werden.
Sicherung der Bereitstellung gesellschaftlicher Kollektivgüter (Infrastruktur, Naturraumpotenziale, und Freiraumfunktion)
Sicherung der Nutzungsfähigkeit frühere Investitionen von der Gesellschaft (Siedlungs- und Infrastrukturen)
DANIELZYK, 2005
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Raumplanung ist eine Querschnittsmaterie mit normativ hohem Steuerungs- bzw. Wirkungsanspruch
Beginn: „Gottvater Modelle“ (SIEBEL, 1989), die („Top – Down“) umzusetzen sind:
Rationaler Steuerungsanspruch (kausale Wirkungszusammenhänge)
Lineare Handlungs- und Denkweisen
Raumplaner als Techniker, die Ordnung in das „Chaos der Siedlungsentwicklung bringen“ („Drachen der Unvernunft“)
dazu notwendig: starker Staat und starken Instrumente (FÜRST, 2005)
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Veränderung des Steuerungsverständnisses: Steuerung nicht mehr als einseitige Beeinflussung von „oben“, sondern ein „Kooperationsprozess“
Raumplaner erkennen institutionelle Schwächen und passen sich an Realitäten an
Prinzipien: Prozess, Partizipation, Kommunikation, Kooperation, Information, Moderation, Management,
Praxisbezogene Raumplanung sieht sich eher als Vermittler – als intermediäre Instanz zwischen ökonomischen, politischen und sozialen Steuerungssystemen/Interessen/Akteuren (SELLE, 1997)
FÜRST, 2005
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Landesstatistik/ SIS
Sektorale Raum-Ordnung
Landes-Landwirtschaftskammer
Kammer für Arbeiter und Angestellte in der Land- und Forstwirtschaft
Ärztekammer Niederösterreich
Militärkommando Niederösterreich
Arbeitsmarkservice
Energieversorgungsunternehmen
Landesregierung
Landtags-Abgeordnete
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Politische Dimension (Legitimation und Macht, Wählerwille, Wahlerfolge)
Steuerung durch Information und Überzeugung
Fachplanerische Dimension (Expertenwissen)
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Neue Steuerungsdiskussion in der Regionalentwicklung und auch in der Raumplanung - mit dem Begriff „Regional Governance“
Basierend auf dem Wissen der Komplexität sozioökonomischer Prozesse und „mangelnder“ Wirkungs- und Umsetzungskraft raumplanerischer Ideen und Instrumente
Ziel ist die Erklärung und Beeinflussung von Entscheidungsprozessen (Planungsprozessen)
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Modewort
IRUB
Zunahme der Zahl der Akteure und Themen sozialer Prozesse
Bedarf an
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Sukzessive Verbreitung in den Sozialwissenschaften (BENZ, 2005)
Organisationsforscher: Steuerungs- und Leitungsstrukturen in Unternehmen
Soziologen: selbst regelndes System von Interaktionen jenseits von Markt und Staat
Politikwissenschaftler:
Steuerung in nicht-hierarchischen, netzwerkartigen Arrangements
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Systemtheoretische Steuerung
Akteurszentrierte Steuerung
Governance
Von der Akteurszentrierung zu Institutionalisierung
Regelungsstrukturen sind elementar (MAYNTZ 2005)
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Management von Interdependenzen
Interaktionsmuster kollektiven Handelns (Netzwerke, Koalitionen, Vertragsbeziehungen, wechselseitige Anpassung im Wettbewerb, Hierarchie)
Prozesse des Steuerns überschreiten Organisationsgrenzen
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Regional Governance kann als „Bereichsperspektive“ des Governance - Ansatzes bezeichnet werden (BENZ, 2003)
Der Begriff „regional“ verweist auf den räumlichen bzw. regionalen Bezug der Governance Diskussion (PÜTZ, 2004)
VORAB
Kein partizipativer Neuanfang auf regionaler Ebene
Kein bestimmtes Organisationsmodell
Kein bestimmtes Planungs- und Steuerungskonzept
Wissenschaft lernt von der Praxis und nicht umgekehrt (FÜRST, 2005, mündl.) Reflexion der Praxis
TROTZDEM
Neue Perspektiven um Effizienz, Flexibilität und Effektivität des Handelns zu erhöhen
Strukturen und Prozesse erkennen und letztlich dadurch beeinflussen
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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(„schwacher Institutionenrahmen“, „Steuerungslücken“)
„Baustein“ der Globalisierung; Agglomerationsvorteile durch Vielfalt; Ressourcenkonzentration, Clustereffekte, Milieueffekte
Aufgaben einzelner Gemeinden können nicht mehr erfüllt werden (Abfallwirtschaft, etc.)
Großräumiger Handlungsraum privater Akteure (Pendlerverflechtungen etc.)
Änderung des Staates und der staatlichen Steuerung (FÜRST, 2005)
Vom „Wohlfahrtsstaat“ zum „Gewährleistungsstaat“ (Rücknahme von Int.)
Von der „Top-down“ Steuerung zur „dezentralen Kontextsteuerung“ („down-up“ Steuerung, Bsp. EU-Strukturpolitik)
Aufwertung regionaler Selbststeuerung
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RG ist eine Form oder die Fähigkeit der Selbstorganisation Strategische Gestaltung von regionalen Steuerungsprozessen (FÜRST, BENZ 2003
RG versucht Interdependenzen (Verflechtungen) zu managen über Recht, Finanzmittel, Markt, Vereinbarungen (BENZ 2005)
RG interessiert Regelsysteme zu koordinieren Koordination außerhalb und innerhalb von Institutionen (MAYNTZ, 2005; FÜRST 2004; BENZ 2005)
RG wird durch Netzwerke konstituiert (Kommunikation und Verhandlungen) (POHN-WEIDINGER, 2003)
RG bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Netzwerkarbeit und Institutionalisierung organisatorischer Kern, Führung (FÜRST 2001; BENZ 2004; PÜTZ 2004);
RG versucht Interorganisationsbeziehungen zwischen unterschiedlichsten Ebenen und Sektoren zu koordinieren (EINIG, FÜRST, KNIELING, 2003)
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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RG koordiniert das netzwerkartige Zusammenspiel staatlicher und privatwirtschaftlicher Akteure (DANIELZYK, 2003; BENZ, FÜRST 2004; PÜTZ, 2004)
Territorial, funktional, kompetitiv, kooperativ, hierarchisch solidarisch, ideell, lokalistisch, regional, national, international
Systemgrenzen sind aber nicht vollständig determiniert
Regionsbezug: RG umfasst unterschiedliche Maßstabsbezüge und Regionsbezüge (PÜTZ, 2004)
RG entfaltet sich in Steuerungslücken, d.h. es entwickelt sich dort, wo herkömmliche Problembearbeitung nicht adäquat bewältigt wird (FÜRST, 2005)
Regional Governance Idee (2)
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Selbstbindung der Mitwirkenden („exit-option“)
Elite – Bildung („Vorentscheidersysteme“)
Zeitbindung engagierter Akteure
Regional Governance - Diskurs
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Funktional: Regional Governance basiert auf Problemen oder Themen der Regionalentwicklung problem- und projektbezogen; monothematisch
Territorial: Regional Governance basiert auf einer abgegrenzten Region als Grundlage des Handelns multithematisch
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Normativ:
„Aussagen zur institutionellen Struktur, zur Kombination von Steuerungsinstrumenten und zum Prozessmanagement
Analytisch: Beschreibung und Bewertung der Realität
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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Theorien haben die Funktion, Sachverhalte zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen. Im Kern bestehen sozialwissenschaftliche Theorien aus einer Vernetzung von gut bewährten Hypothesen bzw. anerkannten empirischen Gesetzmäßigkeiten (SCHARPF, 2000).
(Damit könnte man z.B. Regionalentwicklung vorhersagen und Erfolg programmieren.)
Es gibt auch keine Raumplanungstheorie
Regional Governance ist ein Ansatz („gibt Hinweise bei der Suche nach Erklärungen“).
Theoretischer Hintergrund (I)
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Theoretischer Hintergrund (II)
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Interaktionsformen (Koordination, Verhandlungen)
Konkrete Themen
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Qualitative Forschungsprozess: Prinzip „Verstehen und Erklären“:
Fallbeispielbezogen, prinzipiell induktiv, nicht repräsentativ
Untersuchungsmaterial: Text
Experten
Akteure
Methodik zur empirischen Erhebungen
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Problem: empirische Umsetzung und Analyse von RG wenig angewendet
Problem: informelle Prozesse retrospektiv zu erforschen ist sehr aufwendig Ziel ist die Erfassung der Realität (Art und Weise wie regionale Akteure zusammenarbeiten)
Problem: diffuse Untersuchungskriterien und große Merkmals-Vielfalt, oft nur verbal argumentative Beurteilungen möglich, messbare Indikatoren fehlen
Problem: subjektive Faktoren schwer erfassbar
Probleme bei empirischen Erhebungen
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Chronologische Entwicklung
des Instrumentariums:
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Ziviltechniker
Kleinregionale Rahmenkonzept
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Problemdruck/Thema:
Verkehrsproblematik durch MIV (Einkaufzentrum Langenrohr)
Standortentwicklung durch gemeinsame Gewerbegebiete
Initiator und Promotor: Landtagsabgeordneter, Bürgermeister, und Kleinregionssprecher mit „solidarischer Grundhaltung“
Fakten (I)
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Entscheidungen werden nach dem Konsensprinzip in Bürgermeisterrunden getroffen (Vorteil und Nachteil)
Ausführung des Konzeptes durch Ziviltechniker (steigt nach Abgabe des Konzeptes aus) unter Beobachtung und Anleitung des Landes
Ziel: Ergebnisse des Konzeptes soll auf die örtliche Raumplanung übertragen werden, das funktioniert nicht
Fakten (II)
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Bürgerbeteiligung durch Arbeitsgruppen möglich, aber mit unterschiedlichen Erfolgen (Gesamtinteresse geht oft verloren) Problem der Legitimation von Entscheidung
KRRK als Strategie für weiter Umsetzungsprojekte (LEADER, etc.)
Verstärkte Institutionalisierung vorgesehen:
Fakten (III)
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Unterschiedliche Akteure kooperieren in Sinne einer gemeinsamen Lösung, allerdings nur WIN-WIN - Situationen
Umsetzungsorientiert, geht über reines Plan erstellen hinaus
Kommunikation mit den Betroffenen
Institut für Raumplanung und Ländliche Neuordnung
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DANKE
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Veränderungsprozess
Politische und diskursive Kultur
Wille zur Veränderung/Motivationslage
Grabski-Kieron, 2002