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Salzburg NewMediaLab – The Next Generation (2011). Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen. Unter Mitwirkung von Christoph Bauer, Andreas Blumauer, Tobias Bürger, Manuel Fernandez, Wolfgang Gewald, Dietmar Glachs, Georg Güntner, Gerhard Haberl, Thomas Kurz, Siegfried Reich, Sebastian Schaffert, Marius Schebella, Sandra Schön, Katharina Siorpaes, Rupert Westenthaler, Markus Winkler und Edgar Zwischenbrugger (Leitung: Sandra Schön und Georg Güntner) Band 1 der Reihe „Linked Media Lab Reports“, herausgegeben von Christoph Bauer, Georg Güntner und Sebastian Schaffert

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  • 1. Das Kompetenzzentrum fr Neue Medien, SalzburgNewMediaLab The Next Generation (SNML-TNG)arbeitet unter der Koordination der Salzburg ResearchForschungsges.m.b.H. daran, digitale Inhalte zu personali-sieren, fr alle auffindbar zu machen und nachhaltig zunutzen: Dazu werden Informationen auf der Ebene der In-halte (Linked Content), der stukturierten Daten (LinkedData) und der sozialen Interaktion (Linked People) ver-knpft. Fr die dadurch entstehende Form von Inhalten wurde der Begriff Linked Me-dia gewhlt. SNML-TNG ist ein K-Projekt im Rahmen des COMET-Programms (Compe-tence Centers for Excellent Technologies, www.ffg.at/comet) und wird gefrdert aus Mit-teln des BMWFJ, des BMVIT und des Landes Salzburg.Homepage: www.newmedialab.at Salzburg NewMediaLab The Next Generation, April 2011ISBN 978-3-902448-27-9Salzburg NewMediaLab The Next Generation:Linked Media. Ein White-Paper zu den Potentialen vonLinked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen.Unter Mitwirkung vonChristoph Bauer, Andreas Blumauer, Tobias Brger,Manuel Fernandez, Wolfgang Gewald, Dietmar Glachs,Georg Gntner, Gerhard Haberl, Thomas Kurz, Siegfried Reich,Sebastian Schaffert, Marius Schebella, Sandra Schn,Katharina Siorpaes, Rupert Westenthaler, Markus Winklerund Edgar Zwischenbrugger(Leitung: Sandra Schn und Georg Gntner)Band 1 der Reihe Linked Media Lab Reports,herausgegeben von Christoph Bauer, Georg Gntner und Sebastian SchaffertVerlag und Herstellung: Salzburg Research, SalzburgUmschlaggestaltung: Daniela Gnad, Salzburg ResearchBibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikationin der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografischeDaten sind im Internet ber http://dnb.d-nb.de abrufbar.
  • 2. VorwortDas Kompetenzzentrum fr neue Medien wurde beginnend mit dem Jahr 2000 alsDenkfabrik fr innovative Konzepte und Lsungen fr die sterreichische Medien-und Content-Industrie aufgebaut und bietet seitdem Technologiefhrern und denBetreibern fortschrittlicher Internet-Plattformen eine Heimat zur Entwicklungund Erprobung innovativer Informationssysteme und -architekturen. Gemeinsammit fhrenden Vertretern der Medien- und Content-Industrie wurden dabei vonBeginn an konkrete Lsungen entwickelt und erfolgreich umgesetzt.Seit der Grndung 2000 haben sich die Fragestellungen das Salzburg NewMedia-Lab mit der technologischen Entwicklung des Internets stark verndert: Ging es inder Anfangsphase noch vorwiegend um die Trennung von Inhalt und Layout imOnline-Bereich, so ermglichten es die ab 2003 aufkommenden Technologien desSemantic Web erstmals die Bedeutung von Inhalten auch fr Computerprogram-me begreifbar zu machen. In dieser Zeit arbeitete das Salzburg NewMediaLab ander Entwicklung intelligenter Inhalte, die sich ihrem jeweiligen Verwendungsbe-reich automatisch anpassen.Mit dem Aufstieg der sozialen Netzwerke entstanden neue Anforderungen an dieMedien- und Content-Industrie: Unter dem Schlagwort Linked Media (verlinkteMedien) tritt des Kompetenzzentrum ab 2010 fr ein neuartiges Konzept digitalerInformationen ein, das auf der Verknpfung von Inhalten, von strukturierten Da-ten und von Personen bzw. auf deren sozialen Interaktion mit den Inhalten be-ruht. Durch die Nutzung verfgbarer Wissensquellen und des sozialen Kontextesbietet sich Unternehmen die Chance, ihre Inhalte ber verschiedene Anwendun-gen hinaus zu verknpfen und den Kostendruck bei der Entwicklung personali-sierter Inhalte zu reduzieren.Die Vorreiterrolle bei der Umsetzung des Linked-Media-Konzepts nehmen unterder Koordination der Salzburg Research Forschungsgesellschaft fhrende ster-reichische Medienunternehmen (ORF, Red Bull Media House) und Softwarehuser(mediamid, punkt. netServices, TECHNODAT) ein. Sie werden wissenschaftlich be-gleitet von Forschungseinrichtungen im Bereich der Multimedia-Technologien,des Semantic Web und der sozialen Medien (Studiengang MultiMediaTechnologyder FH Salzburg, Semantic Technology Institut der Universitt Innsbruck, Salz-burg Research).Wir hoffen, mit diesem White-Paper allen an einer fortschrittlichen Integration ih-rer Inhalte interessierten Unternehmen und Organisationen einen kurzweiligenEinblick in unsere Perspektive auf das Internet der Zukunft (Future Internet) zubieten und laden Sie ein, an der zuknftigen Entwicklung aktiv teilzunehmen.Georg Gntnerwww.newmedialab.atZentrumsleiterApril 2011
  • 3. Inhaltsverzeichnis Linked Media: Linked People, Linked Content und Linked Data.....................7 Hintergrund................................................................................................. 11 Potentale von Linked Content fr Unternehmen........................................ 13 Potentale von Linked People fr Unternehmen.......................................... 25 Potentale von Linked Data fr Unternehmen............................................. 7 3 Auf dem Weg zum Linked Media Enterprise?........................................... 53
  • 4. LINKED MEDIA: LINKED PEOPLE, LINKED CONTENT UND LINKED DATAIn den letzten Jahren hat die Menge an textuellen und multimedialen Informatio-nen sowie die Zahl der Verknpfungen zwischen digitalen Inhalten und den mitihnen interagierenden Personen im Web enorm zugenommen. Neben der Vernet-zung von Personen und ihrer Aktivitten (Linked People) und Verknpfung vonInhalten (Linked Content) hat sich dabei eine weitere Initiative gegrndet, die sichauf die Verknpfung von strukturierten Daten und in dieser Form auch mit Hin-tergrundwissen spezialisiert hat (Linked Data). Fr die dadurch entstehendeForm von Inhalten wurde der Begriff Linked Media gewhlt.Fokus auf Linked Media Abbildung 1: Linked MediaDas SNML-TNG hat sich zum Ziel gesetzt, die vorgestellten technologischen Ent-wicklungen im Internet, eben der Verknpfung von Personen, Inhalten und Daten,in unterschiedlichen Kontexten zu untersuchen und deren Potential darin zu de-monstrieren. Das Kompetenzzentrum untersucht die genannten Aspekte auf ei-nem sozio-konomischen und technischen Level und sttzt sich dabei auf Ergeb-nisse aus den Forschungsgebieten Social Computing, Semantic Web und Annotati-on von Multimediadaten. 7
  • 5. Fokus auf Linked MediaAuf der sozio-konomischen Ebene beschftigt sich das Zentrum mit der Anwen-dung von Linked Media im Enterprise 2.0, dem Aspekten von Vertrauen und Re-putation und auch mit innovativen Interface-Konzepten.Auf der technisch-konzeptionellen Ebene werden offene Forschungsfragen in dengenannten Bereichen betrachtet, um Lsungen zu Fragestellungen in den Berei-chen der Triplifizierung von nativen Datenquellen, der Anfrage und Aktualisie-rung von Linked Data, Empfehlungssystemen und Multimedia-Annotation zu ent-wickeln.Das Linked Media Framework (LMF)Auf der technologischen Ebene entwickelt das Zentrum unter der BezeichnungLinked Media Framework eine zentrale ein Open-Source-Plattform, welche diedrei betrachteten Verknpfungsebenen in einer konsistenten Form integriert. DasFramework wird in den Anwendungsszenarien des Zentrums angewandt und eva-luiert. Hierbei beleuchtet jedes Szenario andere Aspekte (s. unten). Somit ist einebreit gefcherte Akzeptanz- und Performanz-Analyse garantiert. ber die techno-logisch-konzeptionellen Fragestellungen wird zudem sichergestellt, dass die Platt-form die erforderlichen Funktionen und Dienste fr die Integration und Verknp-fung von unterschiedlichen Medienapplikationen und Informationssystemen be-reitstellt, wie etwa Dienste zur Indizierung von Inhalten, der Annotierung, der In-formationsextraktion, zur Generierung von Empfehlungen und auch Funktionali-tten zur Untersttzung von sozialen Netzwerken.Das Linked Media Framework dient als ein Zugriffspunkt zu anderen Diensten inder Linked Data Cloud. Es ermglicht die leicht-gewichtige Integration mit beste-henden Systemen und dient hierbei als Single-Point-of-Access in einer heteroge-nen Landschaft von Web-2.0-Anwendungen in Intranets, Extranets oder im Inter-net.Gegenwrtig werden am Salzburg NewMediaLab drei Szenarien zur Erprobungder Linked Media Technologien ausgearbeitet: Im Szenario Videoproduktion getragen vom ORF, Abteilung Dokumen- tation und Archive werden Annotationsverfahren auf der Basis einer Wis- sens-Datenbank eingesetzt, um die Recherche in einem Video-Archiv zu un- tersttzen. Im Szenario Sport-Events getragen vom Red Bull Media House in Salz- burg wird die Recherche in einem Linked Media Content Pool anhand ei- ner gemeinsamen Wissensquelle strukturiert und facettiert.8
  • 6. White-Paper: Potentale von Linked People, Linked Content und Linked Data in Unternehmen Im Szenario Enterprise Information Integration werden mit Hilfe des Linked Media Frameworks ein Media Asset Management System (M@RS der mediamid), ein Dokumentenverwaltungssystem (syneris der Technodat) und ein Enterprise Wiki (Confluence) ber eine Wissensquelle integriert, die mit einem Thesaurus Management System (PoolParty der punkt .netSer- vices) aufgebaut und gepflegt wird.Alle drei zentralen Verknpfungsebenen des Salzburg NewMediaLab werden inden folgenden Abschnitten des White-Papers ausfhrlicher beschrieben. EineKurzcharakteristik ist dabei die folgende: Linked Content: Inhalte im Web sind auf vielfltige Weis

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