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medianet - die ganze Zeitung

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  • www.bellutti.at

    www.plakativ-werbetechnik.at

    prime news> Erste Group: Grexit htte

    kaum Folgen fr CEE 3> Ernst Kurzmann: Win-Win

    ist im Verkauf zu wenig 6

    marketing & media> News-CEO Horst Pirker

    beim comms.breakfast 9

    > Werbeguru Dietmar Dahmen ber den ISP der Marke 10

    retail> Diskonter: Lidl expandiert

    und modernisiert 17> Fruchtige Dfte und ein

    Schmutzmagnet 19

    specials

    > Digitalisierung bringt neue Tools und Aufgaben 22

    > Nutzung mobiler Kanle ist heute ein absolutes Muss 28

    > Am Biermarkt herrscht eine Goldgrberstimmung 36

    inhalt

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    Pro

    kop

    insideyourbusiness.today. 15.Jahrgang no.1989 3, dienstag,23.Juni2015

    Digital transformiert Wie sehen die Wertschpfungsketten der Print medien aus? esdiskutiertenMartingaiger(Kurieronline),alexanderMittercker(derstandard.at),horstPirker(Verlagsgruppenews)undMarkusheingrtner(nZZ.at). Seite 2

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    GE-

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    Berlin/Athen. Fast jeder zweite In-vestor rechnet einer Umfrage zu-folge mit einem Grexit innerhalb der nchsten Monate: 49,5% gin-gen von einem Euro-Abschied Griechenlands aus, wie eine am Montag verffentlichte Erhebung der Investmentberatung Sentix ergab. Es erstaunt dabei, dass angesichts der jngst uerst verfahrenen Situation deren Zahl nicht viel hher ausfllt, erklrte Sentix-Analyst Sebastian Wanke. Sein Haus befragte vom 18. bis 20. Juni mehr als 1.000 private und in-stitutionelle Investoren. Ende Mai erwarteten lediglich 40,7% einen Grexit. (APA(/red)

    Griechenlandumfragevonsentixzumeuro-abschied

    Investoren sind unentschieden

    Lostage fr Griechenland: Die Investoren rechnen zu 50% mit dem Grexit.

    aPa

    /dpa

    -Zen

    tralbild/Jen

    sbttner

    Plakat, Citylight, Posterlight, Bigboard

    Das grte Auenwerbenetz sterreichs:

    Quelle: EPAMEDIA, 27.190 OSA Medien Q4/2014

    TEL: +43/1/534 07-0www.epamedia.at

    DebatteForumMediaPlanung:WerdenwirauchbermorgennochMedieninhaltekostenfreikonsumieren?

    Verkaufts mei Gwand: Print im digitalen Wandel

    Wie mobil ist digital?

    Dazugelernt? Ein Jahr nach der Studie Finding the Path to Mobile Maturity Seite 4/5

    ohne lohn kein kaufakt

    Die Wiener Agentur Habesohn, Doucha stellt Belohnungen in den Mittelpunkt Seite 8

    smartphone statt bargeld

    Im Handel sind die Kreditkarte und Mobile Payment bereits im Vormarsch Seite 16 B

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    medianet Verlag AG, Brehmstrae 10/4, 1110 WienRetouren an Postfach 100, 1350 Wien

    medianet xpert.network Das erste B2B-Branchen-portal fr Werbe- und PR-Agenturen!

    (xpert.medianet.at)

    M. Stcher (FMP), M. Gaiger (Kurier digital), K. Weinmaier (Mod.), H. Pirker (News), A. Mittercker (derstandard.at), Markus Heingrtner (NZZ.at).

  • Forum Media Planung Print-Publishing im digitalen Wandel: Werden wir auch bermorgen noch Medieninhalte kostenfrei konsumieren?

    Die Leistung, die wir bringen, hat eben auch einen Preis

    Wien. Digitale Transformation: Was sind die Strategien der Medien? Wie sehen die Geschftsmodelle der Unternehmen aus? Wie stellen sich Medien auf, um die Herausfor-derungen, die auf sie zukommen und gleichzeitig die Chancen, die sich durch die Digitalisierung er-geben , zu meistern? Der Verein Forum Media Planung lud zu einer Podiumsdiskussion im Museums-Quartier ein, um genau diese Fra-gen zu beantworten.

    Zum Thema: Print-Publishing im digitalen Wandel. Werden wir auch bermorgen noch Medien-inhalte kostenfrei konsumieren? diskutierten Martin Gaiger, Ge-schftsfhrer von Kurier Digi-tal, Markus Heingrtner, Co-Ge-schftsfhrer von NZZ.at, Alexan-der Mittercker, Geschftsfhrer von derStandard.at, und Vorstand der Standard Medien AG und Horst Pirker, CEO der Verlagsgruppe News.

    Paywall nur fr Magazine?

    Martin Gaiger bezog sich in sei-nem Erffnungsstatement auf das Thema Bezahlschranken: Fr Gaiger liegt derzeit auf der Hand, dass schlicht nicht ausreichend Publikum gefunden werden kann, das fr Inhalte bezahlt, um den Kurier auch refinanzieren zu kn-nen. Gaiger betonte: Wir verdie-nen immer noch das meiste Geld durch die Werbung, und so wird es noch einige Zeit bleiben.

    Kann man mit relevanten In-halten Geld verdienen? Bei NZZ.at sieht man im Gegensatz zum Kurier sehr wohl dieses Potenzial bei den Lesern. Das Ziel der Mediengruppe NZZ sei es, in Qualittspublizistik zu investieren und gleichzeitig zu forcieren, dass auch digital alles ausprobiert werden kann: Unsere Hypothese ist, dass die Leute bereit sind, fr qualitativ hochwertigen Inhalt auch zu bezahlen, ist Mar-kus Heingrtner berzeugt.

    Die Verlagsgruppe News kann sich Bezahlschranken eventuell fr Magazine vorstellen. Horst Pirker legt Wert auf die Unter-scheidung von Content hinter Be-zahlschranken und frei zugng-lichen Inhalten. Pirker glaubt persnlich nicht an den globalen Erfolg von Paywalls. Man muss unterscheiden, ob das, was man anzubieten hat, von generellem Interesse ist oder ob es sich um

    hochspezifische Inhalte handelt. Ich glaube, dass man sehr spezielle Inhalte zur Verfgung haben muss, die fr die Menschen idealerwei-se essenzielle Bedeutung haben, damit man berhaupt ber so et-was nachdenken kann. Umgekehrt heit es allerdings nicht, dass es sinnvoll ist auch wenn man diese hochspezifischen Inhalte nicht hat , alle Inhalte frei zugnglich zu machen, verdeutlicht er.

    Der Standard forciert bereits bezahlte Inhalte. Wir sind durch-aus erfolgreich mit der Refinan-zierung durch Werbung, und ich zweifle nicht im Geringsten an diesem Modell, erklrte Alexan-der Mittercker. Den Standard beschftigt derzeit vor allem das Thema Adblocker. Viele User verwenden Werbeblocker und um diesem Trend entgegenzu-treten, ruft derstandard.at zum sogenannten FairUse-Abo auf. FairUse1 kostet zwlf Euro pro Monat und bedeutet fr den Le-ser keine Werbung. Fr das zwei-te Produkt, FairUse2, sind zehn Euro im Monat fllig und es in-kludiert eine reduzierte Form der Werbung an. Als drittes Produkt nennt Mittercker das Werbung-inklusive-Angebot als derzeit er-folgreichstes Produkt. Aus diesen drei Angeboten sieht er eine hohe Finanzierungsmglichkeit. Wir kommunizieren, dass die Leistung die wir erbringen, einen Preis hat, so Mittercker.

    Der Kurier ist ebenfalls dabei, hnlich wie Der Standard, be-stimmte Stufen einzuziehen und

    bezglich Adblocker vergleichbare Manahmen zu ergreifen.

    In Sachen Big Data nutzt man beim Kurier die Technologie, um Daten zu aggregieren und zu ver-werten. Daten werden etwa dazu verwendet, um das Nutzungsver-halten der Leser zu analysieren und um weiters zu sehen, welche Werbung in das eine oder andere Umfeld passt.

    Heingrtner befrchtet grund-stzlich, dass bestehende, groe und gut funktionierende Instituti-onen sich sehr schwer damit tun werden, im Bereich der disrup-tiven Technologien Fu zu fassen, einfach weil sie nicht darauf aus-gerichtet sind.

    Kritische Gre erreichen

    Das sieht auch Mittercker vom Standard hnlich: Wer nicht heute schon ein groer Player in der Me-dienlandschaft ist, wird sich, meint er, schwer tun damit, die kritische Gre zu erreichen, die notwendig ist, um im Markt zu bestehen.

    Auf die Frage, was Medienhu-eser tun mssen, um ihre Printle-ser in Richtung Online zu bringen und dort mglicherweise mehr Erlse zu generieren, gab es kla-re Antworten: Wir unterscheiden nicht zwischen Print und Digital, wenn wir ber Medienunterneh-men verlegerischer Herkunft reden, meinte Pirker. Alle Disku-tanten stellten den Communityge-danken in den Mittelpunkt: Wenn ich Erfolg haben will, dann muss ich diese Community nicht nur mit

    Print und Digital versorgen, son-dern eine integriertere Form der Versorgung finden, so Pirker. Ein kosystem, das nicht nur Print und Digital inkludiert, sondern weitere Beziehungen mit ein-schliet und ein komplexes Bndel fr den Umgang von intelligenten oder hochdifferenzierten Commu-nities bereitstellt.

    Gaiger betonte abschlieend, dass alles, was in der Zeitung ver-ffentlicht wird, auch online fr die User zu finden ist. Zustzlich stellt der Kurier verschiedene For-mate fr Tablets und Smartphones zur Verfgung; auch Apps werden gebaut, die den Inhalt verlngern sollen und Kaufmglichkeiten bie-ten. Kampagnen mssten cross-medial funktionieren.

    Divna ivic

    Printmedien etablieren eine zweite Erlssule ihrer digitalen Medien und gehen dabei unterschiedliche Wege.

    2 medianet COVER Dienstag, 23. Juni 2015

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    Wir sind durchaus

    erfolgreich mit der

    Refinanzierung durch

    Werbung und ich

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    Unsere Hypothese ist,

    dass die Leute bereit

    sind, fr qualitativ

    hochwertigen Inhalt

    auch zu bezahlen.

    Markus Heingrtner nZZ.at

    Unsere Hypothese ist, dass die Leute bereit sind, fr qualitativ hochwertigen Inhalt auch zu bezahlen, ist Markus Heingrtner (NZZ.at) berzeugt.

  • Prime News medianet 3Dienstag, 23. Juni 2015

    austria

    2015

    Werden SieSuperheld derEf zienz!Jetzt einreichenauf: effi e.at

    EINREICHSCHLUSS 30. JUNI!

    20150618_Effie_Medianet_216x288mm_ssp.indd 1 02.06.15 11:05

    erste Group CEE-Wachstumsraten im ersten Quartal berraschen positiv, Prognosen wurden nach oben revidiert

    Grexit ohne Folgen fr CeeWien. Die Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa wird von den Experten der Erste Group nun optimistischer gesehen. Die Wachstumsraten im ersten Quartal htten heuer posi-tiv berrascht, die Prognosen seien nach oben revidiert worden, sagte Erste-Group-Chefanalyst Friedrich Mostbck am Montag. Die kono-mischen Auswirkungen eines Gre-xit werden fr die Region als sehr gering eingeschtzt.

    Besser als Eurozone

    Wachstumstreiber in Zentral- und Osteuropa (CEE) seien Inves-titionen und privater Konsum,

    so Mostbck am Montag in einer Pressekonferenz. Die Konjunktur werde sich heuer deutlich besser entwickeln als jene der Eurozone: Die Erste Group erwartet heuer fr CEE ein Wachstum von drei Prozent und damit doppelt so viel wie fr die Eurozone mit 1,5%. Die Konjunktur in der Region habe fr die meisten, an der Wiener Brse notierten ATX-Werte mehr Bedeu-tung als jene in sterreich.

    Die konomischen Auswirkungen eines Grexit auf Osteuropa schtz-ten die Erste-Group-Experten an-gesichts der geringen wirtschaft-lichen Verflechtung als praktisch Null ein. Es sei ein vollkommener

    Bldsinn, so Mostbck, zu sagen, dass eine Pleite Griechenlands ne-gative Auswirkungen auf wesent-liche CEE-Staaten htte. Die Ex-porte nach Griechenland machten zwischen 0,1 und 0,5% des BIP aus. In sterreich und Polen beispiels-weise sind es laut Erste Group je 0,1%, in Tschechien und Slowenien je 0,2%. Am hchsten ist der Anteil laut Erste Group in Bulgarien mit 3,5% und in Rumnien mit 0,5%.

    Mostbck verwies auch auf Ra-ting-Verbesserung von CEE-Staa-ten: Ungarn sei von S&P gerade hochgestuft worden, fr Rumnien sei ebenfalls eine Hochstufung zu erwarten. (APA)

    Chefanalyst Mostbck: Pleite Griechenlands hat keine negativen Folgen fr wesentliche CEE-Staaten.

    Mostbck: Erste erwartet fr CEE heuer ein Wachstum von drei Prozent.

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    Erstmals Studie ber Wirtschaftsfaktor KircheWien. 6,65 Mrd. an direkter, indi-rekter und induzierter Wertschp-fung werden jhrlich von 158.000 Beschftigten in der katholischen Kirche und in deren Umfeld er-wirtschaftet. So lautet das Ergeb-nis einer umfangreichen wissen-schaftlichen Studie zum Wirt-schaftsfaktor Kirche. Erstmals erstellt wurde die Studie ber die Leistungen der katholischen Kirche und ihre konomischen Ef-fekte vom Joanneum Research und dem Institut fr Hhere Studien (IHS) im Auftrag der Kirche. (red)

    Ein runder Geburtstag: 50 Jahre OPEC in Wien

    Wien. Vor 50 Jahren, am 24. Juni 1965, unterzeichneten sterreichs damaliger Auenminister Bruno Kreisky und OPEC-Generalsekre-tr Ashraf Lutfi das Amtssitz-Abkommen ber die Einrichtung des OPEC-Zentrale in Wien. Damit konnte Wien nach der Internati-onalen Atombehrde (IAEA) die zweite bedeutende internationale Organisation in Wien etablieren. Die 1960 gegrndete Organization of Petroleum Exporting Countries bersiedelte im September 1965 von Genf nach Wien. (red)

    Christoph Strasser: Rder fr den guten Zweck

    Wien. Der erfolgreiche Extrem-radsportler Christoph Strasser versteigert drei seiner Rennrder zugunsten der Lyoness Child & Family Foundation, whrend er beim Race Across America (RAAM) 2015 um den dritten Sieg in Fol-ge fhrt; Ziel Strassers ist es, als erster Athlet beim Race Across America den Hattrick mit drei aufeinander folgenden Siegen zu schaffen.

    Wie in den letzten Jahren, heit es in der Aussendung von Lyo-ness, stehen fr Strasser als Bot-schafter der Lyoness Child & Fa-mily Foundation auch in diesem Jahr nicht nur die sportlich ambi-tionierten Ziele im Zentrum: Un-ter dem Motto Racing for Chari-ty wird er drei seiner Sieger- bzw. Weltrekordrder versteigern und damit die Schulprojekte der CFF untersttzen. Versteigert werden das aktuelle Rad des RAAM 2015 sowie die Siegerrder des RAAM 2014 und 2013. Der Erls kommt den CFF-Projekten in Honduras, Nigeria, Sdafrika sowie auf den Philippinen zugute. Die Versteige-rung findet noch bis 28. Juni statt: http://www.christophstrasser.at/racing_for_charity/ (red)

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    Seit November 2009 residiert die OPEC nahe der Brse in der Wiener City.

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    Radsportler Christoph Strasser verstei-gert drei seiner Weltrekordrder.

  • Wie mobil ist die digitale Branche?

    4 medianet feature Dienstag, 23. Juni 2015

    E ine mobile Website ist kein Nice to Have mehr fr Un-ternehmen und Konzerne, sondern Notwendigkeit geworden. Google hat erst krzlich ein neues Update gefahren, bei dem Web-sites, die nicht fr mobile Endge-rte optimiert sind, benachteiligt wurden. Hchste Zeit also fr alle Marktteilnehmer, das Thema Mo-bile Website ernst zu nehmen und zu handeln. Die neue Studie The Quest for Mobile Excellence von Econsultancy und Adobe, fr die knapp 3.000 Marketer und Ent-scheider aus der Digital-Branche befragt wurden, um ein genaues Bild des aktuellen Zustands zu zeichnen, zeigt, was sich im letzten Jahr getan hat und ob es die Unter-nehmen geschafft haben, sich dem wichtigen Trend anzupassen.

    Es tut sich was

    an der mobilen Front. Keine Frage, der Trend zur mobilen In-ternetnutzung ist nicht erst seit diesem oder letzten Jahr harte Re-alitt. Sptestens seit dem Sieges-zug von Facebook im Mobile Web surfen immer mehr Menschen vor-zugsweise mit dem Smartphone und informieren sich immer und berall, egal wo sie sich aktuell aufhalten.Viele Unternehmen ha-ben auf diesen Trend nicht schnell genug reagiert. Doch mittlerwei-le tut sich was an der mobilen Front: Laut der aktuellen Studie bezeichnen sich 19 Prozent der be-fragten Unternehmen mittlerweile als Mobile First-Company vor einem Jahr waren es nur 13 Pro-zent. Trotzdem gibt es noch immer viel zu tun. Weniger als 30 Prozent der Entscheider, die stellvertretend fr ihre Unternehmen an der Stu-die teilgenommen haben, geben an, dass sich die eigenen mobilen Ak-tivitten damit befassen, wie man mit den Kunden besser in Kontakt treten und kommunizieren kann. Bei der groen Mehrheit hat sich die zwingende Notwendigkeit einer Mobile Strategie also noch nicht durchgesetzt.

    Zentrale Strategie-Teams

    sind immer noch die Ausnah-me. Nur 22 Prozent der Unterneh-men haben laut Studie ein zentrales Team, das sich um eine passende Strategie kmmern soll. Das heit im Umkehrschluss: Mehr als drei Viertel aller Befragten gaben an,

    dass es im Unternehmen keine zen-trale Stelle gibt, die die Entwick-lung einer mobilen Strategie voran-treibt. Ganz anders sieht es dage-gen bei mobilen Apps aus. Fast die Hlfte aller Unternehmen (49 Pro-zent) gibt an, dass sie selbst eine mobile App im Einsatz haben ein sattes Plus von 35 Prozent im Ver-gleich zum Vorjahr. Dabei geht es den meisten Unternehmen darum, Inhalte zu verbreiten (81 Prozent). Fr 60 Prozent steht die Interaktion mit den Kunden im Vordergrund, und bei 13 Prozent liegt der Fokus auf dem Bereich Games.

    Erfolgsmessungen

    finden immer noch viel zu selten statt. Viele Unternehmen haben also mittlerweile mobile Apps im Einsatz. Diese Akzeptanz lsst sich damit erklren, dass Apps selbst als integrale Bestand-teile von Smartphones und Tablets wahrgenommen werden. Bevor es das iPhone gab, waren Apps nicht populr. Doch der Siegeszug der Smartphones hat Apps im Schlepp-tau definitiv salonfhig gemacht.

    Trotzdem: Bei der Messung der Erfolge sind die meisten Unter-nehmen weiter oberflchlich. Zwar messen 76 Prozent aller Unterneh-men, wie oft eine App heruntergela-den wurde, doch nur wenige gehen weitere Schritte, um zu wissen, wie sich die eigenen Nutzer berhaupt verhalten. 48 Prozent messen, ob die heruntergeladene App ber-haupt mehrmals genutzt wird. Nur 41 Prozent ermitteln, wie viel Zeit

    die eigenen User mit der App ver-bringen, und weniger als 40 Pro-zent berprfen, ob mit der mobi-len Unternehmens-App Leads und damit Umstze generiert wurden.

    Nutzerfeedback und Kritik

    wird oft ignoriert. Insgesamt also ein Blindflug, hnlich wie in den Anfangszeiten des stationren Internets. Auch dort wird heute noch lngst nicht alles gemessen, was gemessen werden sollte, aber es ist aktuell deutlich mehr, als im mobilen Bereich, worauf die Studie-nergebnisse von Econsultancy und Adobe schlieen lassen. Ebenfalls bedenklich: Nur 53 Prozent aller befragten Unternehmensvertreter gaben an, dass die mobile App re-gelmig aufgrund des Feedbacks der User upgedated wird. Und nur 47 Prozent machen an der eigenen App Updates aufgrund des tatsch-lichen Verhaltens der User, wenn diese die App nutzen. Im Klartext: Ganz egal, wie gut oder schlecht ei-ne mobile Unternehmens-App funk-tioniert die Hlfte aller betrof-fenen Firmen ignoriert das Verhal-ten oder das Feedback der eigenen User schlicht und ergreifend. Insge-samt also keine gute Situation.

    Ein Umdenken setzt ein

    Doch es gibt Hoffnung: Zwar haben viele Unternehmen noch immer keine explizite Mobile Stra-tegie, doch viele arbeiten daran. Der Anteil der Unternehmen, die zum Beispiel an einer neuen, mobil

    optimierten Website arbeiten, hat um 35 Prozent zugenommen. 40 Prozent mehr als noch im Vorjahr setzen nun auf mobile Apps, und die Optimierungsrate bei mobilge-rtefreundlichen E-Mails hat um 15 Prozent zugelegt. Letztendlich mag die Situation aktuell noch im-mer problematisch sein, die Studie von Econsultancy und Adobe zeigt aber deutlich, dass es aufwrts geht. Immer mehr Unternehmen haben verstanden, dass es wichtig

    ist, mehr in die mobile Strategie zu investieren und es ist nur eine Fra-ge der Zeit, bis diese Neuausrich-tung Frchte tragen wird. Aktuell scheint der Wendepunkt erreicht, an dem sich die Entwicklung ins Positive zu drehen beginnt.

    Das Fazit

    The Quest for Mobile Excellence zeichnet ein durchwachsenes Bild des Status quo in der digitalen Branche. Zu viele Firmen sind ak-tuell nicht in der Lage, die mobile Transformation erfolgreich abzu-schlieen. Alle derzeitigen Zeichen stehen aber auf Fortschritt, und die meisten Unternehmen befassen sich aktiv mit der Entwicklung von mobilen Strategien, sofern sie bis-her noch keine haben. Das kommt den Usern zugute, die auf immer mehr Angebote zurckgreifen kn-nen. Insgesamt hat die mobile App einen deutlich besseren Stand als andere mobile Angebote. Aufgrund der groen Verbreitung mobiler Apps, die zusammen mit dem iPho-ne gro wurden, ist davon auszu-gehen, dass sich mobile Apps noch weitere Jahre halten werden. Letzt-endlich reicht es aber nicht aus, als Unternehmen nur auf mobile Apps zu setzen. Dieser neue Trend wird vielerorts immer fter erkannt und erfolgreich aufgegriffen.

    Bjrn Tantau ist u.a. als Blogger, Keynote-Speaker und Podcaster bekannt. Auf http://bjoerntanau.com finden Sie einen exklusiven Zugang zum Download zur Studie.

    Bjrn tantauOnline Marketing-Experte

    www.bjoerntantau.com

    Bjrn TanTau

    Egal, wie gut oder schlecht

    eine mobile Unternehmens-

    App funktio-niert die Hlf-

    te aller betrof-fenen Firmen ignoriert das

    Verhalten oder das Feedback

    der eigenen User schlicht

    und ergreifend.

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    Dazugelernt? Ein Jahr nach der Studie Finding the Path to Mobile Maturity von Econsultancy und Adobe geht es in deren neuen Untersu-chung jetzt um die Frage, welche Fortschritte Unternehmen in diesem Jahr gemacht haben.

  • Wie mobil ist die digitale Branche?

    feature medianet 5Dienstag, 23. Juni 2015

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  • 6 medianet the opinion Dienstag, 23. Juni 2015makerS network

    Natrlich hat das Land keine West-

    minster-Demo-kratie aber es gibt keine politischen Gefangenen.

    zitat deS tageSAlfred Gusenbauer ber sein

    Kasachstan-Engagement

    gastkommentar Ernst Kurzmann, Wifi Steiermark

    win-win reicht im Verkauf nicht mehr ausGrenzenloser Verkauf Mit gleichbleibenden Systemen sind mittlerweile kaum mehr Effizi-enzgewinne mglich, auerdem werden die Kunden kritischer und fordern Transparenz entlang der gesamten Wertschpfungskette. Es braucht daher dringend eine neue Denk-weise im Verkauf: Win statt Win-Win. Bei einer Win-Win-Situation ist nur ein Nutzen fr die beiden Vertragsparteien Einkufer und Verkufer das Ziel. Bei Win hingegen bercksichtigt man zuallererst den Nutzen fr den Endkunden. Die Ausgangsbasis dafr ist das Denken aus dem Supply Chain Management, in dem es darum geht, Netzwerke und Wertschpfungsketten effizient und effektiv zu organisieren und zu optimieren

    gemeinsam mit allen Netzwerkpartnern. Es sind immer mehr ganze Lieferketten, die miteinander in Konkurrenz treten, und nicht nur einzelne, isoliert gedachte, rechtlich selbststndige Unternehmen.

    Das Win-Konzept, welches ausfhrlich im Zuge des Seminars Grenzenloser Verkauf am Wifi Steiermark am 14. Juli 2015 vorgestellt wird, basiert auf fundierten wis-senschaftlichen Erkenntnissen, unter anderem aus der Spieltheorie.

    Mehrdimensional denken, verhandeln, handeln

    Zentral im Win-Konzept ist, dass immer mehrere In-dikatoren bercksichtigt werden, neben dem Preis etwa auch die Lieferzeit oder die Sortimentsvielfalt. Wenn nur ein Indikator im Fokus steht, steht am Ende immer ein Nullsummenspiel einer gewinnt, der andere ver-liert. Durch eine Vielzahl an Indikatoren hingegen wird es mglich, dass fr jeden der Beteiligten zumindest bei

    einem Indikator ein Gewinn gegeben ist. Aus den zahlreichen Indikatoren ergibt sich in der Verhandlungssituation ein Mehrwert der zentrale Begriff im Win. Diese Mehr-werte ermglichen erst die Vorteile fr alle Beteiligten, indem bei allen Verhandlungen mehrdimensional gedacht, verhandelt und gehandelt wird. Wenn ein Beteiligter unter mehreren Beteiligten einen Nachteil erleidet, dann wird der Nachteil bei-spielsweise durch Kompensationszahlungen ausge-glichen.

    Voraussetzung ist immer, dass die Summe der Vorteile der Beteiligten grer ist als die Summe der Nachteile eines oder mehrerer Beteiligter ein spannendes und herausforderndes Feld fr modernes Management.

    Veranstaltungstipp:Grenzenloser Verkauf: Win-win war gestern maximaler Erfolg mit innovativem Win-Konzept, Di, 14. Juli, von 9 bis 17 Uhr, Wifi Graz, Krblergasse 111113, 8010 Graz; http://www.stmk.wifi.at

    Durch die neuen tech-nischen Mg-lichkeiten der Digitalisie-

    rung wachsen das Ange-bot und die Aufgaben der Institute rasant.

    thomaS Schwabl, marketagent.com, S. 22

    Dabei ist nach wie vor der weiterhin ungebrochene Trend zu Mo-

    bile First einer der gro-en technischen Design-Herausforderungen ().

    klauS oberecker, mindtake reSearch, S. 26

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    heute im special

    Ernst Kurzmann, Wifi Steiermark, ist selbststndiger Unternehmensberater und Wirtschaftstrainer mit jahrzehn-telanger Erfahrung in den Bereichen Vertrieb und Logistik. Er ist Profi in Fragen des Aufbaus neuer Mrkte und zudem Bestsellerautor im renom-mierten FAZ-Verlag.

    Die abgedruckten Gastkommentare geben ausschlielich die Meinung des Verfassers wieder. Wir behalten uns das Recht auf Krzung vor.

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    Wenn nur ein Indi-

    kator im Fokus steht,

    steht am Ende immer

    ein Nullsummenspiel

    einer gewinnt, der

    andere verliert.

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    impressum

    medieninhaber: medianet Verlag AG

    1110 Wien, Brehmstrae 10/4. OG http://www.medianet.at

    grndungsherausgeber: Chris Radda herausgeber: Germanos Athanasiadis,

    Mag. Oliver Jonke Vorstand: Markus Bauer

    Verlagsleiter: Bernhard Gily

    chefredakteurin/leiterin des redaktionsteams: Mag. Sabine Bretschneider, Stv.: Dinko Fejzuli

    kontakt: Tel.: +43-1/919 20-0

    [email protected] | Fax: +43-1/298 20 2231 Fotoredaktion: [email protected]

    abo, zustellungs- und adress nderungswnsche:

    [email protected]

    tel. 01/919 20-2100

    medianet prime news ([email protected])

    Chefredakteurin: Mag. Sabine Bretschneider (sb DW 2173)

    Chef vom Dienst: Rudolf Grner (rg DW 2176)medianet marketing & media

    ([email protected])Chefredakteur: Dinko Fejzuli (fej DW 2175/

    Medien) Redaktion: Mag. (FH) Jrgen Hofer (hof DW 2171)

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    Redaktion: Nataa Nikoli (nn DW 2174), Daniela Prugger (dp DW 2228)

    medianet specials ([email protected])

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    Lektorat: Mag. Christoph Strolz Grafik/ Produktion: Raimund Appl, Peter Farkas Litho grafie: Beate Schmid, Berat Qelaj Anzeigen produktion: Aleksan-dar Milenkovic Druck: Media print Zeitungs druckerei Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Vertrieb: Post.at & >redmail Logistik & Zustell service GMBH, Service-Hotline: 795 00-60, service [email protected] Erscheinungsweise: 2x pro Woche (Di & Fr) Erschei-nungsort: Wien Einzel preis: 3, (Di); 4, (Fr) Abo: 279, (Di & Fr); 179, (Fr) (Jahr) (inkl. Porto & 10% MwSt.) Auslands-Abo: 429, (Di & Fr); 229, (Fr) (Jahr). Bezugsabmeldung nur zum Ende des vereinbarten Belieferungs zeitraums bei 6-wchi-ger Kndigungsfrist; es gelten unsere All gemeinen Geschftsbedingungen; Ge richts stand ist Wien. Gastbeitrge mssen sich nicht mit der Meinung der

    Redaktion decken.

    offenlegung gem. 25 medieng: http://cms.medianet.at/offenlegung/

    Unglcksflle Menschlichkeit steht fr SozialdemokratInnen an erster Stelle ist heute auf der Website der Linz-partei zu lesen. Die Linzpartei, das ist die SP Linz. Verfasser der netten Zei-len ist der Linzer Brgermeister Klaus Luger, der sich eben mit einer richtig dummen Plakataktion die Finger ver-brannt hat. Er bedauert jedenfalls die unglckliche Wortwahl, die da u.a. lautete: Sind auch Sie gegen ein groes Asyl-Zentrum in Linz? auf Plakate gedruckt und an 25 Pltzen an Linzer Hauptstraen von roten Aktivisten pr-sentiert. Tja, die Wortwahl Wie also htte man die Frage anders formulieren knnen? Sind auch Sie fr anstndige, ordentlich geheizte Kleinquartiere fr Asylwerber? Damit htte man wohl nicht unbedingt kommuniziert, was man zum Ausdruck bringen wollte.

    Nein zu 2. Traiskirchen

    Alternativ dazu gab es auch die Va-riante Brgermeister Luger: Helfen Ja. Nein zu 2. Traiskirchen in Linz! Diese orthografisch kreative Aussage

    schlug, das ging in dem ganzen Tohu-wabohu unter, brigens zwei Fliegen mit einer Klappe: a) Der visuelle Bogen zu den untragbaren Zustnden in Trais-kirchen war geschlagen und b) teilte man der eigenen Klientel mit, dass man sich fr mangelnde Deutschkenntnisse auch in Linz nicht schmen muss.

    Linz darf nicht Wien werden, hat-te die FP Linz krzlich plakatiert; diesem Slogan der in Wien durchaus Heiterkeit auslste wollte man, so die Interpretation, offenbar etwas entge-genhalten. Was die Linzer Stadtroten letztendlich damit zum Ausdruck brin-gen, ist klar definiert: Wer rot denkt,

    whlt blau. Wie der Rotwhler traditi-onellen Zuschnitts darauf regiert, dass er jetzt blau bekommt, wenn er blau whlt und blau bekommt, wenn er rot whlt, sei dahingestellt. Wie sich die-se Radikalinski-Propaganda mit dem gltigen Parteiprogramm der SP ver-trgt, auch.

    Nein zum Parteiprogramm

    Die SP bekennt sich darin zu Frei-heit, Gleichheit, Gerechtigkeit und So-lidaritt und verwehrt sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus. Menschen, so heit es, die schwcher und benachteiligt sind, haben ein Recht auf besondere Untersttzung und Frderung. Die Partei arbeitet derzeit ein neues Partei-programm aus. Man darf gespannt sein.

    medianetl e i t a r t i k e l

    richtige rote whlen blau

    Den Sozialdemokraten entgleitet derzeit die eigene Ideologie. Ist das der Reformprozess, den die Partei

    mit einem neuen Parteiprogramm einleiten will?

    sabine bretschneider

    mail to s.bretschneider @medianet.at

  • marketing & mediamedianet inside your business. today. dienstag, 23. juni 2015 7

    Marken im Visier der Neurowissenschaftler

    Marken-Agentur erich Habesohn (l.) und Harald doucha checken mit dem Pro-gramm roots & Wings ab, was eine Marke dem Kufer bietet. ohne belohnung kommt kein Kaufakt. und dann beflgelt Habesohn, doucha die Marke. Seite 8

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    Wien. Thomas Zinner verstrkt das Team der Agentur Reichl und Part-ner PR. Er war zuletzt fr den Auf-bau neuer Geschftszweige bei Ca-non und Samsung ttig und kann auf internationale Erfahrungen in der Entwicklung und Organisation komplexer Manahmen verweisen.

    Michael Obermeyr, Geschfts-fhrer von Reichl und Partner PR: Mit Thomas Zinner ist es uns ge-lungen, einen absoluten PR-Profi mit Fhrungsqualitt zu enga-gieren. Mit ihm werden wir den strategischen Bereich Marken-PR offensiv weiterentwickeln. Zinner betreut Kunden wie Canon, Vileda, Kche & Co und Reber. (red)

    Personalia thomas Zinner neu im agentur-team

    Reichl und Partner PR verstrkt sich

    Thomas Zinner soll seine Expertise bei Reichl und Partner PR einbringen.

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    Horst Pirker, CEO der Verlags-gruppe News, zog bei einem Event der Grayling Austria ein Zwischenfazit zu seinem ers-ten Jahr bei sterreichs gr-tem Magazinverlag. So herr-sche bei ihm wie einem Teil der Gesellschafter Demut, der andere Teil ist lstig. Einige Baustellen habe er schon korrigieren knnen, knftig will er mit allen Titeln auf die Vision Serving, Owning und Sharing setzen. Seite 9

    Dietmar Dahmen, internationa-ler Markenguru, sprach im Rahmen des Staatspreis Mar-keting mit medianet ber die aktuellen Anforderungen an Marken. Wir brauchen einen ISP statt einem USP, fordert Dahmen eine Besinnung auf eine, wie er es nennt, Individu-al Selling Proposition. Diesen Wandel zu meistern, sieht er als grte Challenge, zudem fordert er mehr Mut von den Verantwortlichen. Seite 10

    Christoph Harringer, Geschfts-fhrer von Symbiosis, freut sich ber den regen Zuspruch und die positive Resonanz zum B2B Markenforum, das man vor Kurzem mit ber 120 Teil-nehmern in Wien ausrichtete. Seine Conclusio zum Kongress: Der Mensch ist und bleibt der Schlssel zur Marke. Dabei brauche es gerade im B2B-Be-reich weniger Ratio und mehr Emotion. Seite 13

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    Kongress

    Fachmesse marke[ding]plus in Wels erweitert ihren Ausstellungsbereich Seite 10

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    Green Panther: Hartinger mit drei Mal Gold die erfolgreichste Agentur Seite 13

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    Tiroler Tageszeitung sommerlich im Wiener Prater Seite 14 M

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  • 8 medianet cover Dienstag, 23. Juni 2015

    roots & Wings Die Wiener Agentur Habesohn, Doucha (HD) stellt Belohnungen in den Mittelpunkt der Markenarbeit

    ohne Lohn kein KaufaktWien. Ein Besuch bei sterreichs Agentur fr Marken-Erfolg (Ei-gendefinition) Habesohn, Doucha offenbart ein ebenso ungewhn-liches wie wissenschaftlich fun-diertes Herangehen an kreative Prozesse, in der Wurzeln, Flgel und Belohnungen eine tragende Rolle spielen.

    Unweit des Schnbrunner Tier-gartens sitzen wir auf der sonnigen Dachterrasse jener Full Service-Agentur, die einst Achatz, Ellinger & Partner hie. Mir gegenber die beiden Partner und Namensgeber des eigentmergefhrten Unter-

    nehmens, Erich Habesohn und Harry Doucha. Die beiden Wiener haben nicht nur ihre seit 2011 ge-meinsame Firma namentlich neu aufgestellt, sondern diese auch rumlich unter Dach gebracht: Der Mix aus alten Holzbalken und groen Glasfronten vermittelt ein unprtentises Wohlgefhl und heimelige Modernitt. Es gibt eine Menge Pltze, wo man deutlich we-niger gern wirklich kreativ denkt

    Freude ist den Herren Habesohn und Doucha auch ob ihrer jngsten Kundengewinne anzumerken: Die HDI Versicherung in sterreich wird seit Jahresbeginn, Ankerbrot seit einigen Wochen betreut; beide umfassend, demnach full-service. Die Frage nach Selbstverstndnis

    und Positionierung der Agentur in einer Branche, die von radikalen Umwlzungen gekennzeichnet ist, wird von Habesohn wie eine erwar-tete Flanke volley bernommen: Der Oberbegriff Werbeagentur ist unserer Meinung nach kaum um-zubringen. Wir kommen aber aus der Werbung, und Kreation ist die Grundlage unseres Business. Wo-rin wir uns in der Begrifflichkeit von anderen differenzieren: Wir sehen uns als Spezialagentur, denn unsere Spezialitt ist die Marke.

    Es muss belohnt werden

    Die eingeschlagene Entwicklung von einer Werbeagentur konventio-nellen Zuschnitts zu einem Dienst-leister, der primr Marken und Markenartikler betreuen will, pr-zisiert Doucha: Wenn Brand Ma-nager ber Kreation entscheiden, nimmt persnlicher Geschmack eine berproportionale Rolle ein.

    Mit dieser Situation waren wir unzufrieden. In der Neurowissen-schaft habe man Antworten gefun-den: Auch wir haben gelernt zu verstehen: Consumer kaufen Mar-ken weniger aufgrund losgelster, hochfliegender Kreation, sondern weil sie in Brands spezifische Be-lohnungen erblicken.

    Womit belohnt meine Mar-ke?, fragt Habesohn effektvoll in den Raum. Wie lautet das Beloh-nungs-Porfolio meiner Marke? Und daraus folgt: Dockt meine Kreation an diese impliziten Belohnungen tatschlich an? Das sind Fragen, die wir konkret mit Roots & Wings behandeln und kreativ auflsen.

    Dabei handelt es sich um ein Programm, das die Agentur mit ih-rem deutschen Partner in Sachen NeuroScience, decode implizit marketing, in Hamburg entwickelt hat: Wurzeln und Flgel stehen da-bei stellvertretend fr die beiden Disziplinen Strategie und Kreation.

    Bevor wir in die Kreationsphase einsteigen, sehen wir uns gemein-sam mit dem Markenverantwort-lichen an, wie die Marke belohnt und in welchem Belohnungsfeld sie verwurzelt ist, erklrt Doucha.

    Das ist der Abschnitt Roots und erst wenn dieser Bereich ge-klrt ist, macht es Sinn, die Marke kreativ zu beflgeln mit Wings. Denn ohne implizite Belohnung passiert kein Kaufakt.

    Das Bild fr eine Agentur

    Beim Abschied sticht mir das Bild eines Kindes mit Schwimm-flgel und Baumwurzeln an den Fen ins Auge. Das Credo des Unternehmens, wie mir zu verste-hen gegeben wird, das zur familir gefhrten Agentur gut passt: Wir behandeln Marken wie unsere Kin-der. Wir geben ihnen Wurzeln und Flgel. Diese Agentur ist offen-sichtlich bei sich angekommen

    PAUL CHRISTIAN JEZEK

    Warum Auer, HDI Versicherung und jngst auch Ankerbrot dieser Prmisse voll zustimmen.

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    Co-CEO Harry Doucha: Wir sind die Ersten, die Neurowissenschaft in der Werberlandschaft praxisnah aufbereiten.

    Werbe- oder Kreativ-

    agentur? Wir sehen

    uns als Spezialagentur.

    Unsere Spezialitt ist

    die Marke.

    ERICH HABESOHN, CEO

    Wien. Der vom Verband Ambient Media, Promotion und Digital out of Home vergebene VAMP Award ist ab sofort ausgeschrieben und wird dieses Jahr am 5. November in Wien verliehen. Alle Kreativ-, Media-, Ambient Media-, Promoti-on- und DOOH-Agenturen knnen ab sofort ihre Arbeiten einreichen.

    Der begehrte VAMP Award wird auch heuer wieder in 10 Katego-rien vergeben, und jede Ambient Media-, Promotion- sowie Digital out of Home-Aktivitt, die in s-terreich zwischen 01.07.2014 und 31.08.2015 stattgefunden hat und deren Einreichung bis sptestens 11.09.2015 auf der Online-Platt-form des VAMP unter www.vamp.at digital eingelangt ist, ist teil-nahmeberechtigt. Jede Kampagne kann pro Einreichung in maximal zwei Kategorien eingebracht wer-den.

    Der VAMP Award wird dieses Jahr bereits zum fnften Mal ver-geben, so VAMP Vorstandsvorsit-zender Markus Rauer. Wir feiern mit Stolz somit auch ein kleines Jubilum. Die Preisverleihung und die Party werden am 5. Novem-ber in Wien in einer dem VAMP

    Award entsprechenden Location stattfinden. Um der immer grer werdenden Relevanz des Awards Rechnung zu tragen, haben wir nicht nur alle zehn Kategorien berarbeitet, sondern auch eine Kategorie Digital out of Home ge-widmet.

    Detaillierte Informationen zu den Einreichbedingungen sowie zu den einzelnen Kategorien sind unter www.vampaward.submit.to abrufbar. (red)

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    Markus Rauer, VAMP Vorstandsvorsit-zender, freut sich ber Einreichungen.

    Aufforderung Arbeiten knnen nun eingereicht werden

    VAMP Award ist ausgeschriebenWien. Das Wiener Stadtfernsehen bertrgt das ganze Wochenende vom 26. bis 28. Juni vom 32. Do-nauinselfest Festival; insgesamt 60 Stunden wird die Filmdauer betra-gen.

    Gerhard Koller und Nadine Friedrich werden mit Knstlern, Organisatoren und Prominenten im W24-Auenstudio plaudern und die Zuseher bei Europas gr-tem Open Air dabei sein lassen. Jenny Posch und Peter Schreiber mischen sich unter die Festival-besucher, um damit die einzig-artige Stimmung fr die Zuseher einzufangen.

    TV-Radl zum selber filmen

    Heuer wird erstmalig das W24 TV-Radl, welches mit der Wiener Zeitung und dem Lastenrad-Unter-nehmen Cyclecraft entwickelt wur-de, live vor Ort sein.

    Die Besucher des Donauinsel-fests haben dann die Mglichkeit, ihr eigenes W24-Video im Radl zu drehen.

    Wir freuen uns dieses Jahr ganz besonders, wieder vom grten Open Air-Festival Europas berich-

    ten zu drfen. Das Donauinselfest ist nicht nur eine Bhne fr die ganz Groen, sondern auch die Chance fr den heimischen Musi-ker-Nachwuchs, auf sich aufmerk-sam zu machen.

    Wir werden die Zuschauer drei Tage lang ber das Geschehen auf der Insel informieren und hautnah an diesem Fest teilnehmen lassen, erzhlt W24-Programmdirektor und Geschftsfhrer Michael Kofler. (red)

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    Michael Kofler, Geschftsfhrer W24, ber das Donauinselfest.

    open Air Das Wiener Stadtfernsehen bertrgt live

    W24: 60 Stunden DonauinselfestTIPP dES TAgES

    Selbststeuerung (J. Bauer)Selbststeuerung hilft uns, eine gesunde Balance zwischen der Befriedigung von Bedrfnissen und dem Erreichen von langfristigen, hheren Zielen zu finden. Wir lernen frh, uns selbst zu steuern, und neurobiologisch betrachtet passiert diese Funktion im Stirnhirn. Ein Philo-soph wrde die Selbststeuerung wohl als freien Willen bezeichnen. Der Autor Joa-chim Bauer erlutert in seinem Buch die aktuellsten Erkenntnisse der Forschung und zeigt damit nicht nur Konsequenzen fr jeden Einzelnen auf, sondern auch solche fr die Psychologie oder die Bil-dungs- und Gesundheitspolitik. Blessing, 20,60 , ISBN: 978-3896675392.

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    RANdNOTIZ

    Hier Auslnder, dort Schwabo

    dINKO FEJZULI

    Mit Dummen diskutieren ist wie gegen ein Huhn Schach spiele. Es wirft Figuren um, kackt auf das Brett und stolziert darauf he-rum, als htte es gewonnen.

    So oder so hnlich fhlt man sich, wenn man die Diskus-sion betrachtet, die nach der schrecklichen Amokfahrt in Graz durch den FP-Chef Stra-che angezettelt und durch die grte Boulevardzeitung des Landes befeuert wurde.

    Beide berichten von einem mglicherweise terroristischen Hintergrund. Die Grundlage fr diese, selbst von der Polizei ffentlich in Abrede gestellte, These: Der Tter, ein 26jhriger Grazer, ist in Bosnien geboren.

    Dass er mit vier Jahren nach sterreich gekommen ist und sich vermutlich wie alle Mi-grantenkinder seiner Genera-tion mehr als sterreicher und weniger als Auslnder fhlt, strt die Argumentationskette.

    Aber so lange auch in den Medien, trotz besseren Wissens, Menschen, die ihr ganzen Le-ben hier leben, auseinander-dividiert und im Falle eines Verbrechens ob ihres famili-ren Hindergrunds auerhalb unserer Grenzen verortet werden, so lange wird sich in der ffentlichen Wahrneh-mung nichts ndern.

    Ich spreche aus eigener Erfahrung obwohl bestens integriert und assimiliert: Hier ist man bei Bedarf stets der Auslnder; in der Heimat der Eltern ist man es schon lang.

  • Kommunikative Massarbeit

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    Zwischenfazit Verlagsgruppe News-CEO ber die Fortschritte bei einzelnen Magazin-Titeln ebenso wie ber seine Rolle und die der Gesellschafter

    Ein Teil demtig, ein Teil lstigWien. Eine angenehme Abwechs-lung zum Alltag im Bergwerk nannte Verlagsgruppe News-CEO Horst Pirker seinen Besuch beim comms.breakfast sterreichs gr-ter PR-Agentur Grayling mit einem Schmunzeln, wo er zum Thema Umbrche in der sterreichischen Medienlandschaft eingeladen war. Im Fokus stand dann doch eher seine Verlagsgruppe, der er mittlerweile seit einem Jahr vor-steht, und dem Ziel nachgeht, die seit 2010 signifikante lineare Ab-wrtsbewegung zu stoppen.

    Pirkers Resmee nach zwlf Monaten an der Spitze von ster-reichs grtem Magazinverlag: Ich glaube, dass man die Verlags-gruppe in Ordnung bringen kann. Ob ich gut genug bin, wei ich nicht. Ich und ein Teil der Gesell-schafter sind demtig, der andere Teil lstig, betonte Pirker indirekt auch den Druck des Mehrheitsei-gentmers Gruner + Jahr, der ihn im Vorjahr ohne Vorgaben holte, wie er damals im medianet-An-trittsinterview verraten hatte.

    Die Baustellen der Verlags-gruppe, wie Pirker sie ebenda nannte, wrden sich aber gut ent-wickeln. Wir wollten News aus der lauten Ecke herausholen, weg von den groen Schlagzeilen, be-schreibt Pirker eines der beiden Ziele fr das Flaggschiff der Grup-pe. Die bisherige Selbstdefinition als grtes Nachrichtenmagazin hlt Pirker fr vlligen Holler, weil Nachrichten nicht per Ma-gazin verbreitet wrden, sondern eben tagesaktuell im Internet. Ma-gazinen obliege es, Hintergrnde zu den Nachrichten aufzuzeigen. Zweites Ziel war es, mit dem neu-en Team fr den Leser Inhalte fr eine lean back-Situation zu schaf-fen. Das war fr mich die einzig denkmgliche Positionierung fr News, die perspektivisch Erfolg bringen kann, so Pirker weiter. Man wollte bewusst auch Inhalte bringen, die der Leser aktiv nicht suchen wrde.

    Frauen stehen eher drauf

    Das Team um die neue Chef-redakteurin Eva Weissenberger leiste gute Arbeit, jede Nummer seit der ersten ist besser als die vorherige. Das Feedback der Le-serschaft sei bei Mnnern Pir-ker hre Wortmeldungen wie so ein Schmarrn negativer als bei Frauen, wo das neue Produkt durchwegs positiv ankomme. Er selbst habe sich jedenfalls verbo-ten, diverse Feedback-Panels vor September anzusehen; erst dann werde man mit entsprechend aus-sagekrftigen Daten evaluieren.

    Zwei weitere Problemkinder der Verlagsgruppe: trend und Format. Beide adressieren an eine hnliche Zielgruppe, bekrftigte Pirker sei-ne berlegungen von Anfang die-sen Jahres, die Titel zu vereinen. Wir werden nur ein Angebot an die Community richten, die str-kere Marke trend wird berleben. Eine definitive Entscheidung dazu werde noch diese Woche fallen; jedenfalls kndigte Pirker etwas ganz Neues fr die Business-Com-munity an.

    Zufrieden uerte sich der VGN-CEO ber den Relaunch des Inter-net- und Technikmagazins E-Me-dia, welches man aus dem Jahr 1985 ins Jahr 2015 geholt habe,

    wie Pirker berspitzt formulierte. Neben optischen berarbeitungen verdoppelte man den Seitenum-fang auf 148 Seiten und erscheint knftig statt 14-tgig nur noch mo-natlich.

    Wirtschaftlich nicht brllend erfolgreich sei das profil, ein wei-terer Titel aus der Gruppe, aber wahnsinnig stabil in der Leser-schaft, so Pirker, der eine gute, wenngleich nicht pflegeleichte, Redaktion ebenso hervorstrich wie die schlechte Monetarisierung des Titels, woran man knftig ar-beiten wolle.

    Generell wird man in der Ver-lagsgruppe knftig nach der Vi-

    sion Serving, Owning & Sharing agieren. Papier ist nicht tot, ganz im Gegenteil. Aber die Vergangen-heit in die Zukunft fortschreiben zu wollen, wre tdlich, verweist Pirker auf notwendige neue Heran-gehensweisen, die einen Blick ber den Tellerrand von Print und Digi-tal hinaus erfordern wrden.

    Serving, Owning & Sharing

    Am Beispiel Woman serviciere man beispielsweise mit dem Ein-kaufstag Woman Day samt Ver-gngstigungen die Leserschaft; dadurch owne man sie und knne sie dann mit den B2B-Werbepart-

    nern sharen. Solche Aktionen will Pirker auch bei anderen Titeln for-cieren.

    Und inwiefern denkt er schon an Neugrndungen? Ein paar sind in berlegung, ich denke nchstes Jahr werden wir neue Titel laun-chen. Beispielhaft nannte der CEO das feel good-Magazin Flow aus dem Hause G+J, dessen inneren Sinn ich noch nicht entdeckt habe und den mir noch niemand erkl-ren konnte, aber es funktioniert. Eine Einfhrung mit Adaption am sterreichischen Markt knne er sich ebenso vorstellen wie bei-spielsweise ein Magazin angelehnt an den Mnnertitel beef.

    Jrgen Hofer

    Von vlligem Holler bei News bis hin zu in Aussicht gestellten neuen Magazin-Launches.

    Horst Pirker: einst Styria-Manager, dann Saubermacher, nun News-Rettungsmann.

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    medianet 9FacTs & BackgroundsDienstag, 23. Juni 2015

  • Wimbledon 24 Seiten

    Kurier mit Tennis-SpecialWien. Zehn Tage vor Wimbledon, am Freitag, 19. Juni, servierte der Kurier mit dem Thementag Ten-nis das strkste Tennis-Extra in der 60-jhrigen Verlagsgeschichte. Auf 24 Seiten und in einer Druck-auflage von sterreichweit 192.725 Stck wurden die Kurier-Leser ber aktuelle Aspekte der Sportart, die in sterreich 400.000 Personen ausben, informiert. (red)

    10 medianet Marketing & Medien Dienstag, 23. Juni 2015

    im gesprch Bedeutung von Marken in Kaufentscheidungen, erforderlicher Mut bei Marketern und notwendige neue Herangehensweisen

    Marke: Brauchen iSP statt USPWien. Der international anerkann-te Werbeguru Dietmar Dahmen agierte als Keynote-Speaker beim diesjhrigen Staatspreis Marke-ting. Mit medianet sprach er ber die Wichtigkeit und Anforderungen einer Marke.

    medianet: Sie sprechen in Ihrer Keynote von der Marke, die (Kauf-)Entscheidungen beeinflusst. In-wiefern hat sich dieser Stellenwert in den letzten Jahren verndert? War die Marke nicht immer schon zentraler Faktor dafr? Dietmar Dahmen: Kaufentschei-dungen fallen aufgrund von meh-reren Faktoren. 1. Inspiration: Ha-be ich ein Bedrfnis? 2. Selektion: Welches Angebot kann das Bedrf-nis am besten fr mich befriedigen 3. Kauf: Wie schnell und einfach komme ich an das Angebot 4. Nut-zung: Wie cool ist das Markener-lebnis, wenn ich Produkt/Service verwende. Heute knnen mehrere Aspekte dieser Customer Journey durch die schlaue Nutzung von Da-ten beeinflusst werden.

    Bedrfnisse kann man z.B. recht leicht vorhersagen. Laut Unilever sind 2/3 aller Einkufe Ersatzbe-schaffung. Wir brauchen Milch, Zahnpasta, Socken weil die alten aufgebraucht sind. Wir kennen die Zeitrume, wenn bei der Per-son A Ersatzbeschaffung passiert. Wir knnen individuelle Angebote perfekt platzieren, oder den Ersatz sogar automatisieren. Before Ti-me-Lieferung nennt man das. Ich warte nicht, bis das Toilettenpa-pier aus ist, sondern liefere neues, bevor das passiert.

    Heute haben wir aber viel mehr Daten als das. Kontextuelle Daten sagen, wer wann wo ist, was er oder sie gerade gepostet, gemacht, geshared haben.

    Wer gerade joggen war (nde-rung der Geolocation in Jogging- Geschwindigkeit, erhhter Puls, Bewegung des Smartphones wie

    beim Joggen), braucht eventuell ein Sportgetrnk. Wer gerade ein Bild von Starbucks auf ein Social Network hochgeladen hat, freut sich ggf. ber einen Kaffeegut-schein.

    Wenn ich also das Bedrfnis kenne, kann ich aktiv und individu-ell ein Angebot z.B. auf das Smart-phone schicken. Das gibt meiner

    Marke bei Stufe 2, Selektion, einen guten Vorsprung. Wenn ich es nun noch super einfach mache, an mein Produkt zu kommen (Kauf), kann ich die Konkurrenz weit hinten las-sen.

    medianet: Weiters fordern Sie Mut vonseiten der Marketingver-antwortlichen. Sehen Sie diesen Mut in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit knappen Budgets tat-schlich oder orten Sie eher eine Tendenz der Verharrung?Dahmen: Die meisten Marketing-verantwortlichen kennen die neu-en Anforderung ganz gut. Kaum jemand wird sagen, das Connecti-vity, Individualisierung, Daten, Ab-schaffen von Silos und Erschaffen von kosystemen unwichtig oder gar falsch sind. Aber: Akzeptieren wir die Anforderungen auch? Oder ignorieren wir sie?

    Viele Marken knnen kein indi-viduelles Angebot machen. Sie er-warten, dass sich der Kunde an die Marke anpasst. Letztes gab ich ei-ne Keynote in Skandinavien, in der ein Paket-Service seinen neue App vorstellte. Bisher musste ich der Kunde wissen, wie gro und wie schwer mein Paket ist. Jetzt mache ich einfach ein Foto, und der Paket- Service berechnet das fr mich. Die traditionellen Anbieter auf dem Kongress hielten das fr Unsinn und viel zu kompliziert. Der neue Anbieter rollt in der Zwischenzeit der Markt komplett auf. Die alten ignorieren die Challenges der neue akzeptiert diese.

    Challenges akzeptieren braucht Mut. Neues zu wagen, braucht Mut. Viele optimieren das, was eh niemand will: sie machen das Falsche besser, statt einen neuen Schritt zu wagen. Viele sind Opfer:

    Sie nutzen ihre Energie, um sich herauszureden, warum das neue nicht geht. Tter denken, warum nicht und machen den Markt!

    medianet: Was macht eine gute, starke Marke aus Ihrer Sicht denn eigentlich aus?Dahmen: Die Kraft einer Marke kommt vom Kunden! Ein Marke ist nicht gut und stark fr Ziel-gruppen. Eine Marke ist gut und stark fr Individuen. Individuen haben Markenerlebnisse. Zielgrup-pen haben keine Erlebnisse. Ge-nau wie Lnder oder Stdte keine Erlebnisse haben. Erlebnisse sind persnlich. Damit mich eine Marke persnlich anspricht, muss sie he-rausragend sein. Sie muss sich aus der Masse abheben (eben heraus-ragen). Die darf also nicht Mitte sein. Viele Marken wollen aber ge-nau Mitte sein. Und dann verlieren

    sie Gesicht, Persnlichkeit, Sexap-peal.

    Red Bull ist voll nicht Mitte! Der Hornbach-Hammer ist voll nicht Mitte. Amazon Drohnen sind voll nicht Mitte. All diese Marken gehen Risiken ein. Wie die Entdecker von damals damals auch Risiken ein-gingen. Man geht nicht in den Ur-wald oder zum Nordkap oder aufs Schiff nach Indien, um es mglich gemtlich zu haben. Man will der

    Erste sein, berhmt sein, Heraus-ragend sein!

    medianet: Mit welchen Themen werden sich Marken und deren Verantwortliche in den nchsten Jahren beschftigen mssen? Gibt es ein zentrales Schlagwort?Dahmen: Frher dachten Marken in Massen. Massen sind das Gegen-teil von Individuen. Heute wei ich: die Masse ist nicht eine fette Mas-se. Die Masse besteht aus (massen-weise) Individuen. Und die wollen eben individuell angesprochen werden. Werber reden von USP von der Unique Selling Proposition. Aber eigentlich war diese immer fr alle Kunden gleich. Eigentlich war es eine Uniform Selling Propo-sition. Heute brauchen wir einen ISP, eine Individual Selling Propo-sition. Diesen Wandel perfekt zu meistern, ist die grte Challenge.

    Dietmar Dahmen: Marken brauchen Individual Selling Proposition ISP. Marken mssen in Individuen denken, nicht in Massen.

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    Wels. Von 9.10. September findet heuer die B2B-Messe marke[ding]plus in Wels statt und gestaltet sich rund um die Themen Promoti-on, Event und Kommunikation.

    Auf ber 8.000 m2 werden Unter-nehmen der Event- und Kommu-nikationsbranche und Werbetrei-benden Werbeideen prsentiert; der Ausstellungsbereich wurde dafr ausgebaut und thematisch erweitert.

    Beim point of haptic erzhlen Aussteller und Experten in Best-Practice-Beispielen, wie haptische Werbung innovativ in Kampagnen eingesetzt werden kann.

    Tgliche Modenschauen von Ausstellern wie Falk & Ross zeigen die Trends der Textilbranche und bringen damit Promotionwear, Be-rufs- und Arbeitskleidung auf den Catwalk.

    Der Bereich point of perfor-mance bringt Showacts auf die Bhne, whrend beim point of sports Merchandise-Hersteller und Dienstleister aus dem Sport-marketingsektor ausstellen. Wei-ters finden Marketing- und Werbe-profis zahlreiche neue Anregungen

    zu Themen wie Live-Communi-cation, Onlinemarketing, PoS, E-Business oder Auenwerbung. In puncto Social Media & Onlinemar-keting informieren unter anderem Xing sterreich und artworx.

    Ein neuer Fokus liegt auf dem Bereich Druck, Papier, Verpackung und Veredelung. Drucklsungen mit UV-Lackierungen, Beschich-tungen bieten unter anderem BTS Druckkompetenz, Druckerei Mit-

    termller und M.B. Papierverar-beitung; Unternehmen wie EP-Verpackung, Steirerpack, Prosy Packaging beraten die Besucher zum Thema Verpackung.

    Neue Kooperationspartner

    Auf Eventplaner warten Caterer, Event-Locations, moderne Veran-staltungstechniken oder die pas-sende Knstleragentur. Wie jedes

    Jahr werden auch heuer wieder die sechs bestplatzierten Einrei-chungen des marke[ding]awards auf der Fachmesse ausgestellt.

    Neben der Kategorie Werbe-artikelneuheit und Kreativste Verpackungslsung des Jahres wird auch ein Sonderpreis fr den Einsatz von Werbeartikeln in Kampagnen im Rahmen der marke[ding]plus-night vergeben.Die marke[ding]plus bietet auer-dem ein Vortragsprogramm, wo Messebesucher Insider-Tipps zu Themen wie NFC in Werbeartikeln, Verpackungsdesign, Online- und Remarketing oder Auenwerbun-gerhalten.

    Neuer Kooperationspartner der marke[ding]plus ist Speakers Ex-cellence, der zwei Referenten nach Wels bringt: Sanjay Sauldie wird in seinem Vortrag ber Marketing im Internet sprechen, whrend Gnter Mainka als Event- und Marketing-experte von seinen Erfahrungen spricht.

    Die Anmeldung zur Messe so-wie weitere Informationen sind unter www.markeding-plus.at zu finden. (red)

    Messe Am ersten Messetag findet auch heuer wieder die marke[ding]plus-night bei Cocktails und Livemusik statt

    marke[ding]plus erweitert das angebot

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    Die Messe marke[ding]plus dreht sich um Promotion, Event und Kommunikation.

    Alle reden ber dau-

    erhafte Kundenziehung,

    aber Beziehungen wer-

    den nicht besser, wenn

    der Partner einfach nur

    Wnsche erfllt. Nicht

    falsch verstehen

    Dietmar Dahmen

    Wnsche erfllen

    ist gut, aber es ist nicht

    sexy. Spannung ist

    sexy. Herausforderung

    ist sexy. berraschen

    und Fordern ist sexy.

    markenexperte

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    Kurier-Chefredakteur Helmut Brandsttter ist ins Netz gegangen.

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    Die besten Geschichten erzhlt der Kunde selbstWien. Am 15. Oktober verschmelzen die erfolgreichen DMV-Veranstaltungen Insight Arena und Columbus erst-mals zur neu konzipierten DMV Co-lumbus Arena 0.15. Fr eine der vier Keynotes von internationalem Format konnte der kanadische Customer-Expe-rience-Experte und begnadete Redner Michel Falcon gewonnen werden.

    Dass sich Customer Experience posi-tiv auf den Erfolg eines Unternehmens und dessen Storytelling auswirkt, und die Mundpropaganda zufriedener Kunden die beste Werbung fr ein Unternehmen ist, davon ist Michel Falcon berzeugt. Er war bereits fr namhafte Unternehmen wie McDonalds, Unilever oder VW in be-ratender Funktion und als Redner ttig. In seiner Keynote Marketing & PR Purity: How Customer Experience Tells the Best Stories spricht er nicht nur ber Customer Experience erfolgreicher Unternehmen, sondern lebt diese auch. Als Praktiker ver-steht er es, Geschichten aus dem Berufsall-tag zu erzhlen, und stellt sich die Frage: Was kann ein Unternehmen von seinen Kunden lernen? Falcons Methode Entde-cken, Entwerfen, Entwickeln und Einsetzen schafft unkomplizierte Customer Expe-riences fr Unternehmen, deren Ziel es ist, Gewinne zu erwirtschaften. ber seine Me-thode wird Falcon bei der Columbus Arena 0.15 am 15. Oktober in der Burg Perchtolds-dorf referieren.

    Konferenz und Preisverleihung

    Erstmals verschmelzen die DMV-Veran-staltungen Insight Arena und Columbus Award heuer zur neu konzipierten Colum-bus Arena 0.15. Der neue Event hat neben

    der Auszeichnung der Columbus-Preistr-ger und der Keynote von Falcon auch drei weitere Keynotes von internationalem For-mat sowie eine Reihe von Topic Sessions im Programm.

    Mit der Zusammenlegung der Bran-chenevents schafft der Verband neue Ori-entierung. Theorie und Zukunftstrends sind wesentliche Komponenten des Dialogmar-ketings, doch der DMV geht einen Schritt weiter und gibt gleichzeitig gelungenen Kampagnen aus dem Arbeitsalltag der Wer-ber eine Bhne. So bietet sich Branchen-kollegen die einmalige Gelegenheit, von ihren Mitbewerbern zu lernen.

    Branchentermin: Kick-off fr die DMV Columbus Arena 0.15.

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    Als Keynoter am Podium: Michel Falcon, Experte fr Customer und Employee Experience.

    INFO/TICKET-VORTEIL

    DMV Columbus Arena 0.15 15. Oktober 2015, Burg Perchtoldsdorfhttp://columbus-arena.at/Early Bird Tickets: 303 (statt 379 )

    12 medianet marketing Dienstag, 23. Juni 2015

    B2B markenforum Die erste Veranstaltung im Wiener Haus der Industrie erreichte knapp 120 Firmenvertreter und Experten aus der DACH-Region

    Der mensch bleibt der SchlsselWien. Spannende Themen und Fra-gen waren es, die vergangenen Montag im Rahmen des ersten B2B Markenforums im Haus der Industrie errtert wurden. An die 120 Geschftsfhrer, Marketer und Kommunikationsexperten aus sterreich, Deutschland und der Schweiz folgten dem Ruf des Ver-anstalters Symbiosis Strategy & Branding auf den Wiener Schwar-zenbergplatz. Geboten wurden insgesamt 13 Vortrge, in denen die Referenten zum Thema emoti-onsgeladene Markenfhrung Stel-lung nahmen, darunter Vertreter von klingenden Unternehmen wie beispielsweise Bilfinger, Magna, Swarovksi, Lenze, Oracle, Herba Chemosan, Palfinger oder Kapsch.

    Unternehmensstrategien

    Bei Symbiosis ist man mit der ersten Ausgabe des Forums im nchsten Jahr soll die Veranstal-tung eine Neuauflage erleben sehr happy; die Resonanz war aus unserer Sicht ausgesprochen posi-tiv, kommentiert Christoph Har-ringer, Geschftsfhrer von Symbi-osis. Trotz der kurzen Vorlaufzeit des Forums haben wir knapp 120 Teilnehmer erreicht und das sind mehr, als wir uns fr das erste Jahr eigentlich erwartet haben. Wir haben unsere Zielgruppe aus dem B2B-Bereich optimal erreicht.

    Die Reaktion vieler Teilnehmer war: Super, dass es so eine Veran-staltung in sterreich endlich gibt, weil im B2B-Bereich die Uhren doch ein wenig anders gehen als am Consumer-Sektor, fasst Har-ringer zusammen.

    Bei einer solchen Veranstaltung kann jeder sehr viel mitnehmen und die Strategien anderer Unter-nehmen kennenlernen, umreit Stefan Seidl, bei der Palfinger AG zustndig fr Brand Management und Advertising, seine Motive zur Teilnahme am B2B Markenforum. In seinem Vortrag erklrte Seidl, der auch als Blogger bekannt ist, wie wir mit Mergers und Aquisi-tions umgehen, was die Kriterien sind, aus denen wir Firmen ber-

    nehmen und wie wir die Marken-fhrung und die Markenintegrati-on von bernommenen Herstellern in unsere Brand-Politik einbinden. Dafr gibt es in der Palfinger AG

    verschiedene Kriterien: Grund-stzlich spiele die Markenfhrung nicht die Hauptrolle, sondern die Technologien, die bernommen werden. Wir sind ein Technolo-

    gieunternehmen, sagt Seidl. Wir haben eine Dachmarke und einen Corporate Brand und bauen de fac-to die Hersteller in unsere Marken-strategie ein, wobei Palfinger die Dachmarke und das bernommene Unternehmen von einer Marke zu einer Produktlinie wird.

    Das Conclusio von Symbiosis: Der Mensch ist uns bleibt der Schlssel zur Marke. Auf dem Weg zu Commitment, Kaufbereitschaft oder Bindung brauche es gerade im B2B weniger Ratio und mehr Emo-tion. Vor allem brauche es mehr Vorausblick und Wandlungsbereit-schaft, denn wir liegen am Strand und genieen den Blick zum Hori-zont, ohne daran zu denken, dass ein gewaltiger Tsunami in Form des digitalen Zeitalters auf uns zu-kommt.

    Chris haderer

    Das digitale Zeitalter braucht im B2B-Bereich weniger Ratio als vielmehr umfassenden Vorausblick und Wandlungsbereitschaft.

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    Symbiosis-CEO Christoph Harringer: Wir haben die Zielgruppe optimal erreicht.

    Wir haben mehr Teil-

    nehmer erreicht, als wir

    uns fr das erste Jahr

    erwartet haben und

    sind ber den Erfolg

    sehr glcklich.

    Christoph harringer symbiosis

    Veranstaltungen wie

    das B2B Markenforum

    sind eine gute Gele-

    genheit, die Strategien

    anderer Unternehmen

    kennenzulernen.

    stefan seidl, palfinger ag

  • Wir schreiben seit 1848

    Fhlen, wie die Stunden langsamer vergehen.Erleben, wie Papier lebendig wird.Zeit fr schne Details haben.Dem Augenblick mehr Raum geben.

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    Verleihung Bei der Panther Gala wurden Gold, Silber und Bronze an die besten Projekte der steirischen Werbekreativszene bergeben

    Hartinger Consulting rumt abGraz. Als am 18. Juni 2015, bei der diesjhrigen Green Panther Gala, die Trophen in Gold, Silber und Bronze an die besten Projekte der steirischen Werbekreativszene bergeben wurden, verwandelte sich die Grazer Seifenfabrik in ei-nen Walk of Fame. Auf dem Cat-walk wurden nicht nur Models, sondern auch die Agenturen und deren Kunden ins Rampenlicht ge-stellt.

    Elf Mal Gold

    Zu den groen Abrumern unter den Agenturen zhlen heuer Har-tinger Consulting (3 Mal Gold mit dem Kunden Cristallo-Glas), mood-ley brand identity (1 x Gold mit Au-er Brot, 3 x Silber mit Weitzer Ho-tels, Palais Coburg Residenz sowie Next Liberty) sowie Foon (2 x Silber mit Pathos Mnchen sowie Volks-hilfe sterreich, 1 x Bronze mit BIG Bundesimmobiliengesellschaft). In

    der Kategorie Corporate Design gewannen Martina Raminger & Christian Hirzberger. Hartinger Consulting holte drei Mal Gold in den Kategorien Direct Marketing, Internet und Print Design.

    Fr den besten Event wurde Ko-op Live Marketing mit einer Trop-he belohnt. Moodley brand identity holte sich Gold fr die Kategorie Fotografie, fr die beste Kam-pagne wurde McCann Wien aus-gezeichnet. Tripenta und Markus Mrth gewannen mit einem TV-Spot fr das Amt der Steirischen Landesregierung Gold in der Kate-gorie Motion Pictures.

    Gold ging auch an Nebulabor fr

    die Kategorie Outside the Box, und Cayenne gewinnt im Bereich Outdoor Advertising. Mrth & Mrth rumen den Hauptpreis in Print Media Communications ab.

    Laut Aussendung der Fachgrup-pe Werbung & Marktkommunika-tion WKO Steiermark gab es insge-samt unter den 81 einreichenden Agenturen (mit gesamt 190 Pro-jekten) 30 Agenturen, die zum ers-ten Mal beim Green Panther mit dabei waren ein Newcomer-An-teil von 37%.

    Alle weiteren Sieger in Silber und Bronze des diesjhrigen Green Panther finden sich unter http://greenpanther.at/ (red)

    Preis fr kreative Kommunikation wird jhrlich in elf Kategorien vergeben.

    Neuer Look Hofbauer

    Mark & Mark

    Wien. Das Hofbauer Fr Ver-whnte-Sortiment, einer der Eck-pfeiler im Angebot der Traditions-marke, wurde einem Relaunch un-terzogen. Ziel war es, die Prsenz am PoS durch ein modernes und hochwertiges Design zu erhhen. Damit wolle man speziell eine jn-gere Zielgruppe ansprechen. Die Agentur Mark & Mark prsentierte in mehreren Designstufen vom sanften Relaunch bis hin zu einem deutlich modernisierten Auftritt diverse Layoutvarianten.

    Zeitgem und modern

    Ursula Mark, CEO und Creative Director von Mark & Mark: Die Marketingexperten von Hofbauer entschieden sich fr diesen groen Schritt, und wir freuen uns, nach dem gelungenen ersten Relaunch vor einigen Jahren auch heuer wie-der ein zeitgemes und modernes Design fr diese Erfolgsrange ent-wickelt zu haben.

    Und John Mark, CEO und Cre-ative Director von Mark & Mark, fgt hinzu: Das Ziel des diesjh-rigen Relaunchs war unter an-derem, noch jngere Zielgruppen davon zu berzeugen, dass die Hofbauer Fr Verwhnte-Prali-nen noch attraktiver als moderner Geschenkartikel bzw. als kleines Mitbringsel geeignet sind. (red)

    Green Panther Gala 2015: Hartinger Consulting darf sich ber drei Mal Gold freuen.

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    John Mark, CEO von Mark & Mark, zeichnet fr das Design verantwortlich.

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    medianet 13MarketiNg & ageNtureNDienstag, 23. Juni 2015

  • 14 medianet Biz-talk ClaSSiC Dienstag, 23. Juni 2015

    Karriere

    Anton Jenzer, DMV

    Wiederwahl Bei der jhrlichen Generalversammlung des Dialog Marketing Verband sterreich (DMV) wurde der amtierende DMV Prsident Anton Jenzer (VSG Direktwerbung GmbH) in seiner Funktion besttigt und fr weitere drei Jahre wiedergewhlt. Die Vorstandsriege bekommt

    weibliche Ver-strkung:

    Monika Tho-masberger (T-Systems Austria GmbH)

    zieht in den Vorstand ein.

    tipp des tages

    Der sichtbare Feind (A. Kim)Abhrskandale und Rasterfahn-dungen und die damit einherge-hende Bedrohung des Privaten werden in der ffentlichkeit dis-kutiert. In ihrem Buch zieht Anna Kim eine Entwicklungslinie der historischen Aufhebung der Pri-vatsphre im Verhr zur heutigen Nutzung digitaler Technologien fr staatliche bergriffe und erzhlt so eine mitreiende, schockierende Geschichte. Residenz Verlag, 17,90 , ISBN: 9783701716395.

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    medianet BranchenKalender

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    24. Content-Marketing im Fokus: Content is King Inhalte sind in! 13:30, Hotel Weitzer (Graz)

    24. Steirischer Presseclub Sommerfest 2015 18 Uhr, Steirischer Presseclub (Graz)

    25. VZ-Generalversammlung 9 Uhr, Vienna Insurance Group (Wien) Anmeldung erforderlich

    25. Pressefrhstck anl. Jurytagung fr das Semifinale des International Emmy Awards in Wien (2.7.) 10 Uhr, ORF-Enterprise (Wien)

    25. Event 2015 #3 Marketing Natives Out-of-Home 18:30, WU Wien (Wien) Anmeldung erforderlich

    25. Preisverleihung Public Relations Verband Austria (PRVA) Wissenschaftspreise fr Public Relations 2015 18:30, RZB Sky Conference (Wien)

    25. Preisverleihung APA Austria Presse Agentur, Canon Objektiv 2015 19:30, MuTh (Wien) Anmeldung erforderlich

    29. Hintergrundgesprch MSN (Medien-Servicestelle Neue sterreicherInnen) Integration/Migration/Asyl/ Herausforderung fr Medien 18 Uhr, Steirischer Presseclub (Graz)

    30. PK Focus Institut Werbebilanz Jnner bis Mai 2015 Werbeprognose 2. Halbjahr 10 Uhr, Cafe Griensteidl (Wien) Anmeldung erforderlich

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    2. Messe fr die Papier- und Druckwirtschaft, Medien-produktion Zellcheming-Expo (30.6.2.7.) Messegelnde (Frankfurt am Main/Deutschland)

    18. Konzert Starnacht am Wrthersee 21 Uhr, Schiffsanlegestelle, Metnitzstrand (Klagenfurt)

    Schicken Sie uns Ihren Branchen-Event an: [email protected] die Verffentlichung ist kostenlos.

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    Grazer Seifenfabrik hostete die 27. Green Panther Gala

    Networking bei der Green Panther Gala Galanacht Am 18. Juni ging die diesjhrige Green Panther Gala ber die Bhne. Die begehrten Trophen in Gold, Silber und Bronze wur-den wieder an die besten Projekte der steirischen Werbekreativsze-ne bergeben. Die Grazer Seifenfabrik verwandelte sich fr diesen Abend in einen Walk of Fame. Auf dem Catwalk wurden nicht nur kunstvoll gekleidete Models (in Outfits der Modeschule Graz), son-dern auch die Agenturen und deren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes ins Rampenlicht gestellt. Erffnet wurde dieser 27. Green Panther von Fachgruppen-Obmann Edgar Schnedl, Landesrat Chris-tian Buchmann sowie Stadtrat Gerhard Rsch, die einstimmig die Wichtigkeit und die hohe Qualitt der steirischen Werbekrea-tivszene betonten. Als charmantes Moderatoren-Duo fhrten Bianca Schwarzjirg und Florian Danner von Puls4 durch den Abend. Bei der groen Aftershow-Net-working Party konnten die 700 Gste plaudern, essen und na-trlich Party machen.

    Die Gold-Trophen durften an diesem Abend folgende Agenturen mitnehmen: Ra-minger & Hirzberger, Har-tinger Consulting, Koop Live Marketing, moodley brand identity, McCann Wien, Tri-penta/Markus Mrth, Cayenne, Nebulabor sowie Mrth & Mrth. (red)

    Tiroler Tageszeitung feierte ihren 70er im Wiener Prater

    tt lud zum FestJubilumsfeier Die Tiroler Tageszeitung lud zu einem Sommerfest der Ex-traklasse ins Lusthaus, dem historischer Pavillon im Wiener Prater. Anlass war das 70-jhrige Bestandsjubilum und zahlreiche Gste aus Politik, Kultur, Sport, Medien und Wirtschaft ka-men, um zu gratulieren. Auch Landeshauptmann Gnther Platter lie es sich nicht nehmen, dabei zu sein und reiste extra aus Tirol an, um persnlich zu gratulieren. Seit 70 Jahren ist die TT punktgenau am Puls der Zeit. Die Tiro-ler Tageszeitung gehrt zu unserem Land wie das Salz in die Suppe. Es ist der starke regionale Bezug mit spr-barer Internationalitt, der so geschtzt wird. Der Tiro-ler Adler sieht alles scharf und ganz genau. Ein Unter-nehmen, das dynamisch, jugendlich und frisch agiert. Ich bin davon berzeugt, dass dies auch zuknftig so sein wird, so Platter. Bei Kaiserwetter, festlicher Stim-mung und kulinarischen wie musikalischen Schmankerln aus Tirol freuten sich die Gastgeber mit MoHo-CEO Her-mann Petz und TT-Gesamtanzeigenleiter Max Hafele ber die zahlreich erschienenen Gste und feierten gemeinsam bis in die spten Abendstunden. (red)

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    1. Alois Vahrner, Hermann Petz, Silvia Lieb, Gnther Platter, Max Hafele; 2. Peter Drobil mit Uschi Pttler-Fellner und GF Andreas Eisendle; 3. Gerhard Fontan, Christian Pttler (echo medienhaus), Landespolizeidirektor Helmut Tomac; 4. Clemens Pig (APA) mit Patricio Hetfleisch (Moser-Holding) und Mathias Vogl (B.M.I.).

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    1. Tassilo, Christian Buchmann, Edgar Schnedl, Gerhard Rsch und Bianca Schwarzjirg; 2. Die Gold- und Silbergewinner von Koop Live Marketing.

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    OMV-Kom-munikati-onschefin Michaela

    Huber kam, um zu gratu-

    lieren.

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    Die Marketing Natives (po-wered by DMV) laden am 25.6. zum Event #3 ins Lear-ning Center der WU. Themen-schwerpunkt: Out-of-home. www.marketingnatives.at

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    retailinside your business. today. dienstaG, 23. Juni 2015 15

    Keine ruhe im TarifKonfliKT

    Verdi stt sich an Urlaubsregelungen bei Amazon, Streik in 6 Logistikzentren Seite 18

    Teure lebensmiTTel

    Die Lebensmittel sind in sterreich am zweitteuersten in der EU Seite 18

    VersTrKung in blau

    Thomas Lichtblau wird neuer Beiersdorf sterreich-Geschftsfhrer Seite 20 a

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    Lidls Plne Die deutsche Schwarz-Gruppe wlzt Expan-sionsplne insbesondere mit Lebensmitteldiscounter Lidl (im Bild: Lidl sterreich-Chef Alexander Deopito), der im Er-ls auf 100 Mrd. kommen soll. Im Vorfeld der Investitionen wird das bargeldlose Bezahlen mit Kreditkarte ermg licht, auch hierzulande. Seite 17

    Eigenmarken-Knabbergebck Die Hndler Rewe und Spar machen mit ihren Eigenpro-dukten im Knabber-Segment den Markenartiklern immer mehr Konkurrenz. Sowohl die Discountmarken clever und S-Budget als auch die Premium-Produkte von Billa Corso oder Spar Premium werden laufend erweitert. Seite 18

    Samaritaine-Kaufhaus Der Um-bau des Pariser Kaufhauses La Samaritaine wird nun fort-gesetzt. Das legendre Kauf-haus mit seiner aufflligen Art-Deco-Fassade musste im Jahr 2005 wegen Sicherheits-mngeln schlieen. Der Luxus-konzern LVMH, dem La Sama-ritaine gehrt, will es komplett sanieren und umbauen. (APA)

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    Mexx Life is now, Nivea Men Active Clean Pflegeshampoo, Persil Kalt-Aktiv Pulver und die geschmeidige Lehm-packung von Argiletz Seite 19

    Trend: Smartphone statt Bargeld zum Bezahlen

    Vernderungen noch macht bargeld die hchste anzahl aller transaktionen im Handel aus. aber das wird nicht mehr lange so bleiben, sind sich experten einig: die Kreditkarte und Mobile Payment sind im Vormarsch. Seite 16

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  • Wien Der Online-Handel hat es vor-gemacht, jetzt zieht der stationre Handel nach: Die Zahlungsverfah-ren entwickeln sich durch tech-nische Neuerungen stets weiter. Auch wenn Bargeld noch immer die wichtigste Bezahlform ist: Die Kre-ditkartenzahlung gewinnt laufend an Bedeutung, da die Kreditkarte zunehmend auch bei kleineren Be-trgen zum Einsatz kommt. Das Gleiche gilt fr Debitkarten, also die Bankomatkarten. Noch in den Anfngen hingegen steckt Mobile Payment, die Bezahlung mittels Smartphone.

    Nummer 1: Bargeld

    Eines vorweg: Smtliche Studien weisen Bargeld als das beliebteste Zahlungsmittel der sterreicher aus; laut einer aktuellen Studie der WU Wien werden hierzulande 89% aller Zahlungen mit Bargeld beglichen. In anderen Lndern der EU ist das bereits vllig anders, und das Bargeld hat bereits stark an Bedeutung verloren. Beispiels-weise werden in Finnland 43% und in Schweden sogar 56% aller Zah-lungen im Handel ber Karten ab-gewickelt. Fr Horst Rter, Leiter Forschungsbereich Zahlungssys-teme und Mitglied der Geschfts-leitung beim EHI Retail Institut in Kln, hat dies vor allem eine kul-turelle Komponente. Hierzulande will sich der Konsument am Ende

    des Tages nicht verschulden. Der Hndler begrt diese Mentalitt, denn wie Paul Monzel, Geschfts-fhrer Rewe Group Card Services, Kln, beim diesjhrigen EHI-Kar-tenkongress ganz klar sagte: Die Barzahlung ist noch immer die gnstige Zahlungsmglichkeit fr uns Hndler.

    Achtfacher Kartenumsatz

    Whrend die Anzahl der Trans-aktionen mit Karte nur langsam steigt, ist diese Steigerung laut EHI beim Umsatz aber durchaus bedeutungsvoll. Im gesamten sta-tionren deutschen Einzelhandel werden demnach zurzeit 43,7 Pro-zent des Umsatzes in Hhe von 390 Mrd. Euro per Karte abgewickelt. Der kartengesttzte Umsatz des Einzelhandels hat sich damit in den letzten 20 Jahren mehr als ver-achtfacht, so Rter.

    Dass damit noch lange kein Ende erreicht ist, hat auch damit zu tun, dass im Mrz dieses Jahres das EU-Parlament eine Beschrnkung der Kreditkartengebhren in der Hhe von 0,3 Prozent beschlossen hat; bei den Debitkarten soll dem-nach eine Grenze von 0,2 Prozent des zu zahlenden Preises gelten. Damit werden auch Lebensmittel-diskonter Kreditkarten akzeptie-ren, weil sich eben die Kosten fr den Hndler massiv reduzieren, sagt Rter.

    Einen Aufschwung erlebt die Kartenzahlung aktuell weiters

    durch die Einfhrung des kontakt-losen Bezahlens, der NFC (Near Field Communication). Martina Macho, Pressesprecherin Pfeiffer Handelsgruppe, dazu: Je jnger unsere Kunden, desto fter wird mit Bankomatkarte oder NFC bezahlt. Und weiter: Im NFC-Segment waren wir bei Zielpunkt einer der ersten Hndler in ster-

    reich, der die ntigen Terminals im Kassenbereich installiert hat. Zielpunkt hat bereits im November 2011 ein Kontaktlos-Bezahl-System eingefhrt und ausgerollt, seit Mai 2012 ist dieses flchendeckend in allen 232 Zielpunkt-Filialen verfg-bar. Was kontaktloses Bezahlen fr die Kunden so attraktiv macht, ist der Zeitfaktor: Whrend mit Bargeld ein Bezahlvorgang durch-schnittlich 0,29 Sekunden dauert,

    sind es bei der Karte immer noch 0,27 Sekunden, ein kontaktloser Bezahlvorgang ist hingegen in 0,05 Sekunden erledigt. Zielpunkt-Kun-den knnen mithilfe von Master-Card PayPass mit nur einer Hand-bewegung zahlen. Damit entfllt auch die Suche nach Kleingeld, die Kunden knnen nun in Sekunden-schnelle bezahlen, so Macho.

    Apple Pay als Vorreiter

    Mit NFC ist eine wichtige Grund-lage geschaffen fr die nchste Entwicklung: Mobile Payment. Vor allem durch die Einfhrung von Apple Pay in den USA scheint das Thema Mobiles Bezahlen auch im deutschsprachigen Raum an Bedeutung zu gewinnen. Immerhin schtzen fr die Zukunft mehr als zwei Drittel der von IBI Research, einer Forschungsstelle der Uni-versitt Regensburg, befragten Hndler, dass das Smartphone die Geldbrse und klassische Bezahl-terminals im stationren Handel ersetzen knnte oder zumindest einen Groteil aller Transaktionen ausmachen wird. Auch die biome-trische Freigabe des Zahlungspro-zesses, wie es bei Apple Pay per Fingerabdruckscan bereits mglich ist, wird von den befragten Hnd-lern als potenzialtrchtige Techno-logie genannt.

    Einige Apps sind bereits am Markt. So verfgt die deutsche Dis-kontkette Netto ber eine einfache Bezahl-App. Auch PayPal geht in-

    novative Wege: Aktuell ist das mo-bile Bezahlen mit der PayPal-App und Einchecken mit PayPal in ber 200 Cafs, Restaurants und Bars deutschlandweit mglich.

    Erfolgreiches Rewe-Projekt

    Eines der erfolgreichsten Pro-jekte in diesem Bereich findet sich allerdings bei der Rewe Group in sterreich, die mit Blue Code/Ve-ro Pay eine effiziente mobile Zah-lungslsung anbietet. Blue Code berzeugt mit seiner einfachen Handhabung fr Kunden sowie fr die Kassa-Mitarbeiter bei den Ak-zeptanzstellen. Die Zahlungslsung ist sehr gut in die bestehenden Prozesse integrierbar und arbeitet mit bestehenden Technologien wie Smartphones und Scanner-Kas-sen, heit es aus dem Unterneh-men Blue Code. Und Ines Schurin, Pressesprecherin der Rewe Group, sagt dazu: Mobile Endgerte ins-besondere Smartphones haben in den vergangenen Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und erfllen eine Vielzahl von Funktionen in unserem Alltag. Wir haben diesen Trend frh erkannt und bieten un-seren Kunden bereits seit 2013 in allen Merkur-Mrkten sterreich-weit die Bezahlung mittels der Payment-App VeroPay an. Bei Bil-la funktioniert die Bezahlung mit dem VeroPay Blue Code seit dem Frhjahr 2014. Wir beobachten eine positive Entwicklung dieser Zahlungsvariante.

    Bezahlmglichkeiten Vom Bargeld ber die Kredit- und Bankomatkarte bis zur Bezahl-App

    Das Geld verschwindet aus dem Kassensystem

    Jutta Maucher

    Neue Technologien und Zeitknappheit zwingen Kunden und Hndler zum Umdenken.

    16 medianet retail titelstory Dienstag, 23. Juni 2015

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    Mit Kreditkarte werden

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    Euro ausgegeben, bei

    Bargeld sind es etwa

    16 Euro, dazwischen

    liegt die EC-Karte.

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    Martina Macho

    Je jnger, desto eher kein Bargeld was wie eine Allerweltswahrheit klingt, ist im heimischen Handel ein Trend, der einige Umwlzungen zeitigen wird. Fr Macho, Pressesprecherin der Pfeiffer Handelsgruppe, sorgt NFC fr einen Aufschwung beim bargeldlosen Bezah-len; dass aktuell die Discounter Aldi und Lidl das Bezahlen mit der Kreditkarte er-mglichen, ergnzt den Trend kongenial.

  • Lebensmittel-Discounter Aldi und Lidl fhren in Deutschland das Bezahlen mit Kreditkarte ein, Lidl sterreich zieht per Herbst dieses Jahres nach

    Lidl expandiert und modernisiertWien. Die Lebensmittel-Discounter setzen einen weiteren Schritt in Richtung Covenience, einen wei-teren in Richtung Annherung an Supermarkt-Serviceleistungen: Aldi und Lidl werden demnchst erstmals Kreditkarten als bargeld-lose Bezahlmethode akzeptieren.

    Am vergangenen Freitag kn-digte Lidl an, dass bereits ab 1. Juli in allen deutschen Filialen mit Vi-sa- und Mastercard-Karten bezahlt werden darf. Wenig spter gab auch Aldi bekannt, dass ebenfalls per Juli schrittweise Karten der beiden Anbieter akzeptiert werden. Auch in sterreich knnen Lidl-Kunden ab dem Herbst mit Kredit-karte zahlen. Wir starten mit Visa und Mastercard, gab Pressespre-cher Simon Lindenthaler bekannt; von Hofer bleibt ein hnlich gela-gertes Statement vorerst aus.

    Hintergrund des Engagements ist der Umstand, dass in der EU die Gebhren fr Kreditkartenzah-

    lungen deutlich gekappt wurden somit werden sie nun fr Discoun-ter attraktiv.

    Expansionswelle bei Lidl

    Speziell bei Lidl kommt die Mo-dernisierung im Bezahlsystem zum richtigen Zeitpunkt: Die Mut-tergesellschaft Schwarz-Gruppe wlzt nmlich massive Expan-sionsplne mit dem Format: Der Umsatz soll binnen fnf Jahren um ca. ein Viertel auf 100 Mrd. erhht werden. Das sagte Schwarz-Chef Klaus Gehrig gegenber dem deutschen Manager Magazin. Der Supermarkt-Betreiber hatte 2014

    einen Umsatz von knapp 80 Mrd. . Jetzt seien milliardenschwere Investitionen fllig: Die Lidl-Mr-kte werden vergrert und mo-dernisiert. In 2018 msste sodann das Amerika-Geschft ins Laufen kommen, die ersten Standorte des Discounters stehen dann an; deren Anzahl soll zunchst im mittleren zweistelligen Bereich liegen.

    Auch fr die Kaufland-Waren-huser der Schwarz-Gruppe sei eine massive Umstrukturierung in Deutschland vorgesehen nicht zuletzt auf Druck der jngsten Vernderungen: Die kanadische Hudsons Bay Company bernahm zuletzt Kaufland von Metro. (red)

    Deutsche Schwarz-Gruppe will Lidl-Erls auf 100 Mrd. Euro hochfahren.

    medianet retail 17retaiL & proDucersDienstag, 23. Juni 2015

    Verkauf Abgabe im Juli?

    bauMax begehrtKlosterneuburg. Die 38 bauMax-Mr-kte in Tschechien und der Slowakei gehen Kreisen zufolge an Deutsch-lands grte Baumarktkette Obi. Die Verhandlungen seien weitge-hend abgeschlossen, der Vertrag solle noch in diesem Monat unter-schrieben werden. Auch der Ver-kauf der sterreichischen Filialen gehe ins Finale bauMax spricht in dem Kontext allerdings von Ge-rchten, die man nicht kommen-tieren knne.

    Um 65 Mrkte in sterreich rit-tern angeblich die britische Bau-marktkette Kingfisher und die franzsische Adeo-Gruppe. Auch die zur Tengelmann Gruppe geh-rende Obi knnte mit im Rennen sein. Seitens bauMax ist die Re-de von einer Handvoll Interes-senten. Das sterreich-Geschft knnte bereits Ende Juli oder Anfang August abgestoen sein. Ob die Marke bauMax bestehen bleibt, ist dabei vllig offen.

    Ursprnglich stand im Plan, dass sich bauMax aus den verlust-bringenden Lndern Rumnien, Bulgarien, Kroatien, Trkei und Ungarn zurckzieht, um sich in-folge auf sterreich, Slowakei und Tschechien zu konzentrieren. Man habe im Laufe der letzten Monate aber die Verkaufsstrategie gen-dert, nachdem man gesehen habe, wie gut sich die schlechten Mrkte verkaufen lieen, hie es von infor-mierter Seite gegenber der APA. In sterreich gebe es nun pausen-los Aktionen, die den Umsatz trei-ben, um dieserart das Unterneh-men aufzuhbschen. (APA)

    bauMax tftelt an perfekter Verkaufs-strategie inklusive sterreich-Filialen.

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    Lidl sterreich-Chef Alexander Deopito macht es den deutschen Lidls nach und wird ab Herbst die Bezahlung mit Kreditkarte in allen Lidl-Filialen ermglichen.

  • 18 medianet retail retail & Producers Dienstag, 23. Juni 2015

    Russland verzichtet nicht auf Importverbot

    St. Petersburg. Das Importverbot fr Lebensmittel aus der EU und den USA gilt seit Anfang August 2014 und soll weiterhin bestehen. Wenn die Sankti-onen gegen Russland verln-gert werden, verlngern wir un-sere Gegenmanahmen, so der russische Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew. Durch das Verbot sind viele Lebensmittel wie Kse und Fleischprodukte aus den russischen Supermr-kten verschwunden, die Preise wegen der Wirtschaftskrise rasant gestiegen. (APA)

    Chinas Onlinehandel ffnet sich InvestorenPeking. Im Bemhen um mehr Wettbewerb und hhere aus-lndische Investitionen wird Chinas Onlinehandel geffnet.

    Einigen Firmen soll es in Zukunft erlaubt sein, vollstn-dig einem Investor aus dem Ausland zu gehre