museum marienthal kulturverein museum marienthal-gramatneusiedl

Download Museum Marienthal Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl

Post on 06-Apr-2015

116 views

Category:

Documents

7 download

Embed Size (px)

TRANSCRIPT

  • Folie 1
  • Museum Marienthal Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl
  • Folie 2
  • 1. Die Marienthal-Studie, ein Klassiker sterreichischer Wissenschaft Marienthal ist der international bekannteste Ort sterreichischer Wissenschaft im lndlichen Raum. Die weltweite Wahrnehmung Marienthals beruht auf dem Buch Die Arbeitslosen von Marienthal (Leipzig 1933). Mittlerweile gilt die so genannte Marienthal-Studie als eine der bedeutendsten Gemeindestudien, eine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Soziographie, ein noch immer aktuelles Grundlagenwerk der Arbeitslosenforschung, ein wegweisendes Projekt der empirischen Sozialforschung, ein sozial- und kulturwissenschaftlicher Klassiker.
  • Folie 3
  • 2. Die Mythisierung Marienthals Der internationalen wie nationalen Bekanntheit Marienthals haftet etwas Mythisches an. Die Marienthal-Studie beschreibt und analysiert nur das Marienthal des Winters 1931/32. Das fhrte zu einer allgemeinen Gleichsetzung Marienthals mit auerordentlicher Arbeitslosigkeit, wobei die bemerkenswerte Unternehmer- und hochentwickelte Arbeiterkultur Marienthals vergessen und seine Bedeutung als jahrhundertealter Industriestandort im lndlichen Raum bersehen wurde. Der Ort Marienthal ist auf kaum einer Landkarte zu finden, weil Marienthal nur der Name fr eine 1820 gegrndete Fabrik und die seit 1845 entstandene dazugehrige Arbeiterkolonie ist. Erst eine geografische Verankerung Marienthals in Gramatneusiedl macht den Ort fr Touristen erfahr- und erlebbar.
  • Folie 4
  • 3. Die Wiederentdeckung Marienthals In den 1980er Jahren setzte eine Rckerinnerung an das traditionsreiche Marienthal ein. 1987 Einstweilen wird es Mittag. Ein Film nach der Studie Die Arbeitslosen von Marienthal von Karin Brandauer; 1987Revitalisierung der Arbeitersiedlung durch die Marktgemeinde Gramatneusiedl, 2002 abgeschlossen; 2004Rckblicke auf Marienthal, Wanderausstellung von Walter Dienstl, Josef Malicek und Reinhard Mller; 2007Die Arbeitslosen von Marienthal, Website von Reinhard Mller; 2008 Reinhard Mller: Marienthal. Das Dorf Die Arbeitslosen Die Studie. Innsbruck-Wien-Bozen: StudienVerlag; 2008Marienthal ein Ort in Niedersterreich als Symbol fr die Geschichte der Sozialwissenschaft, Sendereihe Von Tag zu Tag, 1 / ORF, 9. Mai, mit Rainer Rosenberg und Reinhard Mller; 2008Marienthal Revisited, Sendereihe Radiokolleg, 1 / ORF, 7. bis 10. Juli, von Gnter Kaindlstorfer; 2008Kulturerbe Marienthal, ORF Niedersterreich, Niedersterreich Heute, 3. Dezember, von Hannes Steindl; 2009Die Arbeitslosen von Marienthal. Wie die Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre einen blhenden Ort in den Abgrund riss und was die Nachwelt daraus lernen kann, Dokumentarfilm von Gnter Kaindlstorfer fr 3sat; 2009Die Arbeitslosen von Marienthal Die berhmte Studie zur Weltwirtschaftskrise 1929, Sendereihe Betrifft: Geschichte, 1 / ORF, 22. bis 26. Juni, von Reinhard Mller; 2010Reinhard Mller (Hrsg.): Mythos Marienthal. Blicke auf die Fabrik, die Arbeiterkultur und die Arbeitslosen. Innsbruck-Wien-Bozen: StudienVerlag. 1982 Marienthal 1930 1980, Dokumentarfilm der Gruppe SYNC im Rahmen des gleichnamigen Forschungsprojekts;
  • Folie 5
  • Folie 6
  • 4. Das Museum Marienthal Das Museum Marienthal entstand aus einer Kooperation von Marktgemeinde Gramatneusiedl und Archiv fr Geschichte der Soziologie in sterreich (AGS), Universitt Graz. 2004 (Mai) erste Besprechungen fr ein Museum zwischen Reinhard Mller und der Marktgemeinde; 2005 (Juni) erstes Konzept fr ein Museum Marienthal von Reinhard Mller; 2008 (Juni) Abriss des nicht mehr sanierbaren Gebudes des Consum-Vereins Marienthal aus dem Jahr 1864; 2008 (Juli) Beschluss des Gemeinderats Gramatneusiedl zur weitgehend originalgetreuen Wiedererrichtung des Consum-Gebudes als Museum Marienthal; 2009 (Februar) Baubeginn des Museums Marienthal, ausgefhrt durch die Gemeinntzige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Neunkirchen (SGN); 2009 (November) Schlsselbergabe fr das Museum Marienthal; 2010 (Februar) Beschluss des Gemeinderats Gramatneusiedl ber Verwaltung und Betrieb des Museums Marienthal durch einen Verein; 2010 (September) Grndung des Kulturvereins Museum Marienthal-Gramatneusiedl als Trgerorganisation des Museums Marienthal; 2010 (November) Grndung einer Projektgruppe des Kulturvereins Museum Marienthal-Gramatneusiedl zur baulichen Fertigstellung, wissenschaftlichen Erarbeitung und knstlerischen Gestaltung des Museums Marienthal; 2011 (Oktober) geplante Erffnung des Museums Marienthal.
  • Folie 7
  • Folie 8
  • Folie 9
  • Folie 10
  • Folie 11
  • 5. Die Ziele des Museums Marienthal Dokumentation der Fabrik und Arbeiterkolonie Marienthal im Kontext des Bauerndorfs Gramatneusiedl; Dokumentation Marienthals als eines der ltesten Industriestandorte sterreichs im lndlichen Raum; Dokumentation der Entstehung, Durchfhrung, Ziele und Wirkungen der Marienthal-Studie; Verortung Marienthals in der Marktgemeinde Gramatneusiedl; Erschlieung Gramatneusiedls fr den regionalen wie berregionalen Tourismus; Attraktivierung Gramatneusiedls respektive Marienthals fr Wissenschafter und Wissenschafterinnen aus dem In- und Ausland. 6. Die Bedeutung des Museums fr Gramatneusiedl Mit dem Museum Marienthal soll die Marktgemeinde Gramatneusiedl in ihrer Gesamtheit zu einem attraktiven Anziehungspunkt fr kulturell Interessierte werden. Das Museum liegt im Herzen der Arbeiterkolonie, unmittelbar anschlieend an die revitalisierte und denkmalgeschtzte Arbeitersiedlung Marienthal. Vom Museum aus soll ein Rundgang durch Marienthal und Gramatneusiedl angeboten werden. Ein entsprechender Ortsplan mit Informationen zu einzelnen Gebuden und Einrichtungen sowie zu Schaupltzen der Marienthal-Studie ist in Vorbereitung. Tafeln mit weiterfhrenden Informationen an beziehungsweise bei Gebuden, wie sie teilweise bereits vorhanden sind, sollen flchendeckend aufgestellt werden. Dadurch soll auch die lokale Wirtschaft belebt und der Industriestandort Marienthal gesichert werden.
  • Folie 12
  • Folie 13
  • 7. Der Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl Der Betreiber des Museums Marienthal ist gem Beschluss des Gemeinderats Gramatneusiedl vom 10. Februar 2010 der im September 2010 gegrndete Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl. Der Verein, dessen Ttigkeit nicht auf Gewinn gerichtet und gemeinntzig ist, bezweckt: den Betrieb des Museums Marienthal; die Sammlung, Betreuung und Dokumentation von Exponaten im Zusammenhang mit der Fabrik und der Arbeiterkolonie Marienthal sowie der so genannten Marienthal-Studie und der Gemeinde Gramatneusiedl; die Erforschung und Dokumentation der Geschichte von Gramatneusiedl einschlielich Marienthals und Neu-Reisenbergs; die Durchfhrung und Frderung von ffentlichkeitsarbeit zu den oben genannten Bereichen. Die Grundprinzipien fr den Betrieb des Museums Marienthal orientieren sich an den Ethischen Richtlinien fr Museen des International Council of Museums (ICOM).
  • Folie 14
  • 8. Die Gliederung und Zugnglichkeit des Museums Marienthal Das Gesamtunternehmen Museum Marienthal besteht aus drei Einheiten: a) die Dokumentationssttte Museum Marienthal, Hauptstrae 64; b) die museal gestaltete Arbeiterwohnung im gegenber dem Museum gelegenen Haus der revitalisierten Arbeitersiedlung Marienthal an der Hauptstrae; c) das Depot. Alle drei Einheiten unterstehen dem Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl. ad a) Die Dokumentationssttte enthlt keine Originale und ist ohne Aufsicht, jedoch videoberwacht, mittels Bankomatkarte tglich voraussichtlich zwischen 9 und 17 Uhr fr Besucher und Besucherinnen kostenlos zugnglich. ad b) Der museale Teil des Museums soll nach Fertigstellung der Dokumentationssttte in Angriff genommen werden. Kernstck wird die Einrichtung einer Wohnung mit originalen Mbeln aus den 1920er Jahren sein, eine Schenkung von Frau Ingrid Neuber. Die Prsentation der Originale wird nur unter Aufsicht zugnglich sein. ad c) Als Depot dient vorlufig ein von der Marktgemeinde Gramatneusiedl zur Verfgung gestellter Bereich im Bauhof mit versperrbarem Container, gesponsert von der Familie Margareta und Ing. Helmut Jeschko. Das Depot ist nur dazu befugten Personen zugnglich. Konservatorisch sensible Dokumente und Objekte werden bis zu deren fachgerechten Prsentation vor Ort im Archiv fr die Geschichte der Soziologie in sterreich an der Karl-Franzens-Universitt Graz verwahrt.
  • Folie 15
  • 9. Sammlungskonzept, Verantwortung und Sicherung der Bestnde Der Kulturverein Museum Marienthal-Gramatneusiedl verfolgt zwei grundstzliche Ziele: Einwerbung von Dokumenten und Objekten zur Fabrik und zur dazugehrigen Arbeiterkolonie Marienthal sowie deren Umfeld, insbesondere Gramatneusiedl, Neu-Reisenberg und Neu-Mitterndorf; Einwerbung von wissenschaftshistorisch relevanten Dokumenten und Objekten zur Marienthal-Studie. Dokumentation, Bewahrung und Konservierung der Dokumente und Objekte sowie deren Bewertung erfolgt unter wissenschaftlicher Begleitung und Aufsicht des Archivs fr die Geschichte der Soziologie in sterreich. Fr die Rechtmigkeit der Erwerbungen bernimmt die jeweils durchfhrende Organisation die Verantwortung. Um die Sammlung des Museums Marienthal auch fr zuknftige Generationen gesichert zu bewahren, bernimmt im Falle einer dauerhaften oder auch nur vorbergehenden Auflsung des Museums das Archiv fr die Geschichte der Soziologie in sterreich der Karl-Franzens-Universitt Graz die Sammlung als geschlossenen Bestand, mit der Bereitschaft, diese wieder vor Ort bereitzustellen, wenn eine Nachfolgeinstitution geschaffen wird.
  • Folie 16
  • 10. Eigentumsverhltnisse und Finanzierung des Museums M

Recommended

View more >