noir - ausgabe 3: jugendmedientage 2007

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NOIR - Ausgabe 3: Jugendmedientage 2007

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  • U nd drittens kommt es anders: Wer an dieser Stelle Noir Nummer drei erwartet hat, muss leider enttuscht und auf das neue Jahr vertrstet werden. Stattdessen in eu-ren Hnden: die Noir Sonderausgabe. Was das ist? Ein Heft das ursprnglich innerhalb von 18 Stunden entstanden ist, als Ver-anstaltungszeitung der Jugendmedientage Baden-Wrttemberg.

    Aufgrund der knappen Zeit wurde die erste Auflage kopiert, zusammengetackert und ist nur in limitierter Auflage erhltlich. Damit nicht nur die Teilnehmer und Helfer der Jugendmedien-tage in den Genuss dieser Lektre kommen, gibt es diese Son-derausgabe nun in zweiter Auflage. Sie hat einen optischen so-wie inhaltlichen Feinschliff bekommen; kleine Schnheitfehler wurden verbessert.

    Wir hoffen, dass nun niemand denkt: Frher war alles bes-ser! Im neuen Jahr erscheint die vierte Ausgabe von Noir in gewohnter Form. Bis dahin wnschen wir euch viel Spa bei der Lektre dieser Sonderausgabe. Sie soll einen kleinen Einblick in ein arbeitsreiches, aber auch lehrreiches und spaiges Wochen-ende geben.

    Nicht zuletzt unser fnfkpiges Text- und Layoutteam hatte whrend der Nachtschicht von Samstag auf Sonntag neben viel Arbeit auch jede menge Spa! Aus mde wird eben irgendwann bld! ;) Wer auch mal Noir-Redaktionsalltag miterleben mch-te ist herzlich eingeladen bei uns mitzuarbeiten wir freuen uns ber jedes neue Gesicht!

    M i r i a m K u m p f

    Frher war alles besser!Oder dOch nicht?

    Foto: Fabian Sommer

    inhalt004 Gegen unseren Willen Workshop Onlinemedien So wars: Workshop Wirtschaftsjournalismus

    005 Sprungbrett in den Journalismus Umfrage unter den Teilnehmern

    006 Die Jugendmedientage BW 2007 Ein berblick

    007 Wenn alle gegen Bush sind, dann bin ich fr Bush Interview mit Thees Uhlmann

    008 Drfen wir uns von HipHop- pern die Politik erklren lassen? Resume der Podiumsdiskussion

    010 Dicker Geldbeutel Die Finanzierung der JMT BW Gute Tne Workshop Musikjournalismus

    013 Gekonnter Einstieg Workshop Printmedien Die Stimme aus dem ther Radio-Workshop mit DASDING

    014 Hinter den Kulissen der JMT Gesprch mit zwei Orgas

    015 Unauffindbar und doch berall Projektleiter Sren Binder

    016 Alles fr den guten Zweck Live Earth und Grokonzerne Fr Augen und Ohren Workshops Layout und Film

    017 Blitzlichtgewitter Der Foto-Workshop

    018 Shut up and sing Filmkritik The Dixie Chicks

    003 Editorial

    015 Impressum

    017 Sponsoren der JMT BW

    Die Noir-Redaktion und das Organisations-team der JMT freuen sich ber deine Post!

    ~ Editor ia l ~

    3

  • 4Jugendmedientage Baden-Wrttembert 2007 in Stuttgart

    Fotos: Tobias F ischerNoir Sonderausgabe

    E igentlich wollte keiner den Work-shop Onlinejournalismus besu-chen. Aber wir hatten keine Wahl. Unsere Lieblingsworkshops waren alle vergeben. Die meisten von uns waren zu-nchst enttuscht. Aber schon nach kurzer Zeit erwies sich der Workshop als groer Glcksgriff.

    Uns konnte nichts Besseres passieren, als an diesem Workshop teilnehmen zu knnen. Wir waren eine kleine Gruppe und wurden von unseren sehr netten und hilfsbereiten Workshopleiterinnen Eva Rothfu und Miriam Kumpf sehr gut be-treut. Sie haben uns alles bestens erklrt und haben uns in der Praxisphase sehr untersttzt.

    Im Grunde unterscheidet sich der On-linejournalismus nicht sehr vom Print-journalismus. Wir haben zuerst die Jour-nalistischen Grundregeln gelernt (was fr diejenigen von uns, die eigentlich Print-grundlagen lernen wollten, sehr willkom-men war). Danach haben wir uns berlegt, welche Regeln fr das Schreiben im Web

    gelten. Grundregel Nr.1: Eine aussage-krftige berschrift und ein knackiger Vorspann sind das A und O fr einen spannenden Artikel. Ein Bild darf dabei nicht fehlen. Denn der durchschnittliche Internetsurfer liest sehr oberflchlich und die Gefahr, dass der eigene Artikel ignoriert wird, wre sonst sehr hoch.

    Am Nachmittag-konnten wir unsere Kenntnisse direkt anwenden. Wir zogen los und sammelten Infirmationen. Danach setzten uns an die Laptops und schrieben unsere Artikel. Ge-gen Ende des Tages stellten wir stolz unse-re Ergebnisse ins Internet.

    Wir sind froh, dass wir gegen unseren Willen in diesen Workshop gekommen

    sind. Die anfngliche Angst und Enttu-schung war vllig umsonst. Dieser Work-shop hat uns zum Onlinejournalismus mo-tiviert, weil wir eine neue Art zu schreiben entdeckt haben. Wir knnen den Besuch eines Onlinejournalismus-Workshops je-dem empfehlen, der etwas Neues auspro-bieren will. S i l k e B r g g e m a n n

    GeGen unseren willenUnd trotzdem war der Online Workshop ein Glcksgriff

    Journalistische Arbeit mit Stift und Block - auch frs Internet...

    sO war s: wirtschaFtsjOurnalismusVier Teilnehmer ber ihren Workshop Wirtschaftsjournalismus

    D ass Wirtschaftsjournalismus ein hartes Handwerk ist, ahnten wir bereits. Positive Nebenef-fekte wie Abendessen mit Vorstnden waren uns jedoch ebenso neu wie ver-meintlich unangenehme Arbeit mit hart-nckigen PR-Arbeitern. Interessant war die Schilderung aus dem Alltag des Wirt-schaftsjournalisten der Financial Times Deutschland Oliver Wihofszki allemal. In kleiner, aber geselliger Runde erzhlte er uns unser Workshopkeiter unter anderem vom Markt der Wirtschaftszeitungen, auf was es in welchem Ressort besonders an-kommt und weshalb das Papier der Finan-

    cial Times orangefarben ist. In der Tat ein gelungener Workshop aus dem ich sehr viel mitgenommen habe.

    J e n s H o l d e r

    Vier Leute, ein Referent: Die perfekte Arbeitsatmosphre. In dieser hatten wir stundenlang Gelgenheit, um alles zu er-fahren, was wir ber den Witschaftjour-nalismus schon immer wissen wollten. Doch auch darber hinaus lernten wir sehr Vieles. Dieser Workshop und seine Inhalte werden immer in meinem Gdcht-nis bleiben. Danke.

    S i l k e S t e i n b r e n n e r

    Der Workshop Wirtschaftsjour-nalismus hat es erneut bewiesen: Wirtschaft ist bei Weitem nicht so tro-cken wie der Volksmund behauptet. Das die Wirtschaft hufig begleitende Ghnen blieb beim Workshop mit Financial Time Journalist Oliver Wihofszki vllig aus. Mit Spannung entdeckte ich gerne die Vielsei-tigkeit dieses Themas, wobei meine Fas-zination der gegenseitigen Abhngigkeit von Pressesprechern der Unternehmen und den Journalisten galt. So verbrachten wir einen beraus informativen Tag in lo-

    ckerer und aufgeschlossener At-mosphre. J u l i a S p i e s b e r g e r

  • L i festy le ~ Kultur ~ T i te l thema ~ Portrt ~ Wissenschaft ~ Reise ~ Sport ~ jpbw-Intern ~ Pol i t ik ~ Buntes

    5Noir - Sonderausgabe

    sprunGbrett in den jOurnalismus?Bestrken die Jugendmedientage bei den Teilnehmern den BerufswunschJournalist? Traumberuf oder doch nicht? Hanna Alene hat nachgefragt.

    Gleich gehts weiter...

    Auf Seite 14 findet ihr den Artikel Alles fr den guten Zweck, der im Workshop Wirtschaftsjournalismus

    recherchiert und verfasst wurde.

    i

    Jugendmedientage Baden-Wrttemberg 2007 in Stuttgart

    D ie Jugendmedientage waren fr viele eine Mglichkeit neue Leu-te kennen zu lernen, Kontakte zu Profis aus der Medienbranche zu knp-fen und Spa zu haben. Hanna Alene hat bei ihrer Umfrage Stimmen junger Journa-listen eingefangen, die mit dem Gedanken spielen, einen Beruf im Medienbereich zu ergreifen. Ob sie die Jugendmedientage in ihrem Berufswunsch bestrkt haben oder ob sie es sich anders berlegt haben, er-fahrt ihr hier.

    Johanna Heuer, 17Schlerin aus Freiburg:

    Eigentlich interessiert mich Journalis-mus schon, ich hatte es mir auch schon berlegt, aber es mir leichter vorgestellt.

    Ich glaube es ist zu schwer, Fu zu fassen und die Konkurrenz ist zu gro, da das

    einfach zu viele wollen. Auerdem wrde mich die finanzielle Unsi-

    cherheit durch die unbezahlten Praktika und die unregelm-

    igen Arbeitszeiten st-ren, so hat man viel zu

    wenig Zeit fr eine eigene Fami-

    lie.

    Alexander Schmitz, 19Schler aus Schwieberdingen:

    Ich bin Chefredakteur bei der Sch-lerzeitung an meiner Schule, plane und organisiere gerne und war auch schon Pressesprecher bei einem Schulprojekt. Ich habe also dadurch schon Erfahrungen im Bereich ffentlichkeitsarbeit und bin ganz gut im Koordinieren von Ablufen. Beruflich wrde ich letztendlich gerne in Richtung Magazinjournalismus gehen.

    Ann-Katrin Wieland, 19Studentin aus Hochdorf/Enz:

    Ich studiere Medienmanagement mit der Fachrichtung ffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an der Macromedia Stuttgart. Ich mchte spter in der Musik-branche arbeiten. Zum einen interessiert mich ffentlichkeitsarbeit, zum anderen der Bereich Veranstaltungsorganisation. Je nachdem, wo es klappt. Nebenbei mchte ich Musikjournalistin fr Printmedien werden. Ich bin momentan auch schon freie Mitarbeiterin bei einer Kreiszeitung, wo ich unter anderem CD-Kritiken schrei-be.

    Anne Theimer, 18Schlerin aus Heidelberg:

    Ich bin hier, weil mich Journa-lismus an sich schon immer inte-

    ressiert und ich die verschie-

    denen Berufsfelder kennen lernen mch-te. Mein Ziel ist, noch genauer herauszu-finden welcher Beruf letztendlich in Frage kommt. Ich habe den Workshop Print-medien: Musikjournalismus belegt, weil ich mich viel mit Musik beschftige, selbst in einer Band spiele und ich so meine beiden Interessen miteinander verbinden kann.

    Pirmin Closs, 18Schler aus Kaiserslautern

    Ob der Journalismus das ist, was ich mein ganzes Leben lang machen will, wei ich noch nicht. In den Bereich Medien wird es aber auf jeden Fall gehen. Ich inte-ressiere mich fr Medien im Allgemeinen. Ich habe mich aber noch nicht genauer festgelegt und will mich im Moment auch noch nicht entscheiden. Nach meinem Ab-itur im Frhjahr mchte ich Medienwis-senschaften studieren. Im Prinzip ist das eine Aufschiebung meiner Entscheidung, weil ich nach diese