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  • Tote Schweine als Versuchsleichen

    Wisente in den Schlagzeilen

    Der Hundefl üsterer

    Interview: Peter Küenzi

    Schrotschuss mit dem Leuchtpunktvisier

    Februar 2018 103. Jahrgang CHF 9.80 (inkl. MWST) ISSN 0036-8016

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  • EDITORIAL

    Jägertreff und Frauenpower Am 15. Februar ist es soweit und die Messe FISCHEN JAGEN SCHIESSEN öff - net ihre Tore zum 13. Mal für Fischer, Jäger, Schützen und Naturfreunde. Über 200 nationale und internationale Fachaussteller sowie Verbände präsen- tieren ihre Produkte und stellen aktu- elle Trends und Entwicklungen vor. Es ist der Schweizer Jägertreff schlecht- hin und unsere Verlagsmitarbeiter wie auch die Redaktion freuen sich auf Ihren Besuch am «Schweizer Jäger»- Stand C 01 in Halle 2.0.

    Ein Höhepunkt ist natürlich auch die Vorstellung der dritten «Schweizer Jägerin», Renate König-Fahrni aus dem Kanton Bern, welche Silvana Stecher per Ende Monat als amtierende «Schweizer Jägerin» ablöst. Silvana hatte in ihrer zweijährigen Amtszeit ein übergrosses Medieninteresse ausge- löst und in TV-, Radio- und Zeitungs- beiträgen unsere Passion mit grossem Engagement positiv nach aussen ge- tragen. Dafür gebührt ihr, wie auch ihrer Vorgängerin Kerstin Kummer, grosse Anerkennung. Die positiven Rückmeldungen haben uns in unserer Entscheidung bestärkt, die Wahl zum dritten Mal zu wiederholen und gleich- zeitig unsere Dachorganisation Jagd- Schweiz als Partner anzufragen. Dieser Schulterschluss stärkt die Jägerschaft, weshalb die Vorstellung der dritten «Schweizer Jägerin» am Samstag, 17. Februar 2018, am Stand von Jagd- Schweiz durchgeführt wird. Hauptziel ist und bleibt, dass mit einer sympa-

    thischen Jagdvertreterin und Botschaf- terin der Zugang zu Medien und da- mit der breiten Bevölkerung gefunden werden kann. Dass für die Vorstellung der neuen «Schweizer Jägerin» Mister Schweiz 2005, Renzo Blumenthal, ge- wonnen werden konnte, freut natür- lich zusätzlich.

    Die «Schweizer Jägerin» 2018–2020 erwartet ein vielseitiges Programm und wird auch in unseren Nachbar- ländern erwartet. Aber auch ein Auf- tritt an der grossen Jubiläumseröff nung der neuen Sonderausstellung «Lippen- stift und Patrone – Frauen erobern die Jagd» vom 13. Mai 2018 im Schweizer Museum für Wild und Jagd im Schloss Landshut ist vorgesehen.

    Freuen wir uns auf diese Messetage und auf den Kontakt mit Weidkame- raden und -kameradinnen. Bis bald in Bern!

    Mit Weidmannsgruss

    Kurt Gansner

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  • 6 MONATSTHEMA

    Aimpoint Micro S-1 Der Schrotschuss mithilfe eines Leuchtpunktvisiers Reflexvisiere sind besonders bei Treibjagden sehr beliebt und sind gegenüber Zielfernrohren in gewissen Situationen im Vorteil. Wir stellen hier ein solches Leuchtpunktvisier von Aimpoint für Jagdflinten vor.

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    32 JÄGER & HUND

    Der Hundeflüsterer Ueli Bärtschi arbeitete über 25 Jahre lang als Wildhüter im Kanton Bern. Nun hängt er seinen Traumjob an den Nagel. Dies nicht für die Katz, sondern ganz im Sinne für die Hundeausbildung und für einen verwirklichten Traum.

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    38 LEBENSRAUM

    Wisente in den Schlagzeilen Die einzige freilebende Wisentherde in Deutschland gerät zunehmend in die Schlagzeilen und der Widerstand in Politik und Bevölkerung wächst. Das Zusammenleben zwischen Menschen und so grossen Wildtieren stösst an seine Grenzen.

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  • 56 WISSENSCHAFT

    Tote Schweine als Versuchsleichen Der Borstentiere Lebenszweck heisst normalerweise Wurst und Speck. Doch in einem Forschungsprojekt der Universität Neuenburg dienen sie der Verbrechens- aufklärung, aber auch bei der Aufklärung von Frevelfällen werden diese Erkenntnisse eingesetzt.

    Titelbild: Naturfoto Schilling

    In einigen Regionen der Schweiz

    fielen im Januar grosse Mengen an

    Neuschnee und gerade das Rehwild,

    als kleinste Schalenwildart, ist

    auf ungestörte Einstandsgebiete

    angewiesen. Das beste Wildfutter

    ist nach wie vor der Schutz vor

    Störungen und dazu braucht es auch

    Aufklärungsarbeit.

    JAGD & WILD 20 Interview

    28 Wildkunde

    38 Lebensraum

    52 Tierarzt

    56 Wissenschaft

    72 Testen Sie Ihr Wissen

    WAFFEN & AUSRÜSTUNG 06 Monatsthema

    62 Neuheiten für den Jäger

    JÄGER & HUND 32 Der Hundeflüsterer

    34 Berichte, Daten

    86 Jägermarkt

    JAGDSPEKTRUM 10 Veranstaltungen

    12 TV-Tipps

    17 Auflösung Testbogen

    22 FISCHEN JAGEN SCHIESSEN

    36 Sonne Mond Solunar

    43 Kinderseite «Frechdachs»

    44 Literatur

    68 Jagdschiessen

    69 Satire

    71 Flintenexperte

    74 Bund & Kantone

    82 Ausland

    90 Wettbewerb

    90 Impressum

    VORSCHAU 03 / 2018 Rückblick Leserreise Ungarn

    Die «Schweizer Jägerin» 2018–2020 stellt sich vor

    Social Medien und die Jagd

    www.schweizerjaeger.ch

    INHALT

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    SCHWEIZER JÄGER 02 | 18

  • Aimpoint Micro S-1 Der Schrotschuss mithilfe eines

    Leuchtpunktvisiers

    Jörg Hans Roth

    Das Reflexvisier bzw. Kollimatorvisier ist ein optisches Visier für Schusswaffen.

    Die heutige Form wird als Leuchtpunktvisier, Rotpunktvisier, Leuchtpunktzielgerät oder nach dem Hersteller, z.B. RED-DOT oder

    Aimpoint bezeichnet. Die ersten modernen Leuchtpunktvisiere stammen vom schwedischen

    Unternehmen Aimpoint. Wir stellen hier in einem Praxistest das Aimpoint Micro S-1 vor.

    MONATSTHEMA

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  • Im Gegensatz zum Zielfernrohr bietet ein Reflexvisier keine oder nur eine geringe Vergrösserung, ist dafür aber pa-rallaxefrei. Das Ziel wird dabei, anders als beim Zielfern-rohr, mit beiden Augen erfasst. Durch die Bauweise kann sowohl präzise als auch sehr schnell über kurze und mitt-lere Distanzen ein Ziel im Schulteranschlag bei Langwaf- fen anvisiert werden.

    Favorit bei Treibjagden Seit längerer Zeit haben sich Reflexvisiere verschiedenster Bau- weisen und Hersteller auch im hiesigen Jagdbetrieb etabliert. Auf gemischten Herbstjagden, wo das Rehwild, der Fuchs und der Dachs, wie auch die Hasen mit Schrot erlegt werden, je nach Gebiet aber auch noch mit anlaufendem Rot- oder Schwarz wild zu rechnen ist, wird der Drilling seit Generationen als ideale Jagdwaffe geführt. Die Kombination einer solchen Waffe, zu- sammen mit einer Rotpunkt-Zielhilfe, bildet unter den beschrie- benen Umständen das Optimum. Rotpunkt-Zielhilfen haben ge- genüber Flucht-Zielfernrohren mit Rotpunkt-Absehen bei diesen Jagden einen grossen Vorteil, da das zu beschiessende Ziel auf relativ nahe Distanz mit beiden Augen erfasst wird. Im Wald mit dichter Vegetation sind sie auf normalen Drillingen den Flucht-Zielfernrohren weit überlegen. Meistens ist das anwech- selnde Wild auf der lauten Jagd eine Weile vor dem effektiven Schussbereich sichtbar. Doppelbüchsdrillinge und Doppelbüch- sen sollten hingegen mit Flucht-ZF bestückt werden, da damit meistens im offenen Wald auf weitere Distanzen geschossen wird. Das erlaubt dem Schützen, vorher in den Schulteranschlag zu gehen, das Wild anzusprechen und anschliessend einen töd- lichen Schrot- oder Kugelschuss anzubringen. Der Schuss auf Flugwild findet bei diesen Jagden, mangels Gelegenheit oder weil nicht zugelassen, nicht statt.

    Kompatibel mit vorhandenen Montagen Bei der unproblematischen, zu- sätzlichen Montage solcher Ziel- hilfen auf Kombijagdwaffen mit bereits vorhandenen und abnehmbaren Zielfernrohren, un- ter der Verwendung von Einhak-, Schwenk- und/oder Sattel- montagen, werden als Basis meistens WEAVER- oder auch Pi- catinny-Schienen für die Befestigung der Rotpunkt-Zielhilfen verwendet. Das Aufsetzen oder Entfernen derselben erfolgt so- mit gleichschnell wie mit dem bisherigen ZF, welches selbst- verständlich weiterhin mitbenützt werden kann. Praktisch alle neuen sowie bisherigen Drillinge oder Bockbüchsflinten sind für den Schuss mittels aufgesetztem Zielfernrohr geschäftet. Somit passen auch die im Nachhinein zusätzlich angeschafften neuen Zielhilfen meistens problemlos.

    Jagdliche Grenzen der Rotpunkt-Zielhilfen Bisher konnten sich Rotpunkt-Zielhilfen auf Flinten für den Schrotschuss auf fliegende Ziele nicht durchsetzen. Man sieht sie weder im Einsatz auf dem Jagdparcours, noch auf den ande- ren Wurfscheiben-Schiessständen. Auch auf den grossen Flug- wildjagden im Ausland werden sie nicht verwendet. Gründe dazu gibt es einige: Das Gesichtsfeld wird beim schne