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  • Fakultt fr Sportwissenschaften der Technischen Universitt Mnchen

    Fachgebiet fr Sportgerte und Materialien

    (Univ.-Prof. Dr. V.St. Senner)

    Klinik fr Orthopdie und Sportorthopdie

    der Technischen Universitt Mnchen

    Klinikum rechts der Isar

    (Univ.-Prof. Dr. R. Gradinger)

    Verletzungen im alpinen Skisport

    unter Bercksichtigung

    der Entwicklung in der Skitechnologie

    Erste Erhebung 1998 - 2000

    Jan Soltmann

    Vollstndiger Abdruck der von der Fakultt fr Medizin der Technischen

    Universitt Mnchen zur Erlangung des akademischen Grades eines

    Doktors der Medizin

    genehmigten Dissertation.

    Vorsitzender: Univ.Prof. Dr. D. Neumeier

    Prfer der Dissertation: 1. Univ.-Prof. Dr. V.St. Senner

    2. Univ.-Prof. Dr. R. Gradinger

    Die Dissertation wurde am 29.11.2004 bei der Technischen Universitt

    Mnchen eingereicht und durch die Fakultt fr Medizin am 11.05.2005

    angenommen.

  • 1

    Inhaltsverzeichnis

    1. Einleitung ..................................................................................6

    1.1 Aufbau der Arbeit ................................................................... 6

    1.2 Die Geschichte des Skis........................................................... 6

    1.3 Skisport gesund aber zu risikoreich? ....................................... 8

    1.4 Der Carving-Ski Die Revolution der 90er ................................10

    1.4.1 Taillierung und Taillierungsradius .......................................12

    1.4.2 Carving-Ski Typen ...........................................................15

    1.4.3 Bewegungsmerkmale des Carvens .....................................17

    1.5 Belastungsanforderungen und Verletzungsrisiko mit Carving-Skiern

    ................................................................................................19

    2. Problemstellung.......................................................................27

    3. Material und Methodik .............................................................28

    3.1 Datenmaterial .......................................................................28

    3.1.1 Die Verletztengruppe........................................................29

    3.1.2 Die unverletzte Vergleichsgruppe .......................................33

    3.2 Methoden der Auswertung ......................................................35

    3.2.1 Ermittlung der Taillierungsradien nach Herstellerangaben......36

    3.2.2 Berechnung der Taillierungsradien .....................................36

    3.2.3 Klassifizierung der Taillierungsradien ..................................39

    3.2.4 Klassifizierung der Personenmerkmale ................................41

    3.2.5 Klassifizierung der Verletzungen ........................................43

    3.3 Statistische Methoden ............................................................46

    4. Ergebnisse ...............................................................................48

    4.1 Deskriptiv statistische Ergebnisse zu den Personenmerkmalen und

    den Materialparametern ...............................................................48

    4.2 Deskriptiv statistische Ergebnisse zum Verletzungsaufkommen ....55

    4.3 Inferenzstatistische Ergebnisse zum Verletzungsaufkommen........58

    4.4 Einfluss des Taillierungsradius auf das Verletzungsmuster ...........60

    4.5 Kollisionsunflle.....................................................................63

  • 2

    4.6 Unterschiede in der Verletzungshufigkeit zwischen Carving- und

    konventionellen Skifahrern ...........................................................65

    4.7 Einfluss des Taillierungsradius auf die Verletzungshufigkeit ........65

    5. Diskussion ...............................................................................69

    5.1 berlegungen zum verwendeten Datenmaterial .........................69

    5.2 Diskussion der Ergebnisse.......................................................71

    5.2.1 Unterschiede im Verletzungsmuster bei Carving- und

    konventionellen Skifahrern........................................................71

    5.2.2 Einfluss des Taillierungsradius auf das Verletzungsmuster .....75

    5.2.3 Kollisionsunflle...............................................................76

    5.2.4 Unterschiede in der Verletzungshufigkeit zwischen Carving-

    und konventionellen Skifahrern..................................................78

    5.2.5 Einfluss des Taillierungsradius auf die Verletzungshufigkeit ..80

    6. Zusammenfassung...................................................................82

    7. Literaturverzeichnis.................................................................85

    8. Tabellen- und Abbildungsverzeichnis.......................................91

    9. Anhang ................................................................................... 94

    10. Danksagung.........................................................................196

  • 3

    Alphabetisches Verzeichnis der verwendeten Abkrzungen:

    A Allround Carver

    abs. absolut

    lt. Erw. ltere Erwachsene

    ARGE Arbeitsgemeinschaft Skiforschung der Fachhoch-

    schule Mnchen

    ASU Auswertungsstelle fr Skiunflle der ARAG Sport-

    versicherung

    Auen Auenband

    Be/OS Becken / Oberschenkel

    C Cross Carver

    Carver Carving Ski

    CL Kontaktlnge

    cm Zentimeter

    DSV Deutscher Skiverband

    E Easy Carver

    (F) Fisher's Exakt Test

    F Fun Carver

    FdS Verein Freunde des Skisports

    FIS Fdration international du Ski, Internationaler

    Skiverband

    FR Freeride Carver

    h hinten

    Innen Innenband

    J Junior Carver

    JA Junior Allround Carver

    JE Junior Easy Carver

    JF Junior Fun Carver

    JFR Junior Freeride Carver

    jg. Erw. junge Erwachsene

    JRC Junior Race Carver

  • 4

    kg Kilogramm

    KI 95 % Konfidenzintervall

    Kinder u. Jug. Kinder und Jugendliche

    Ko/Ha Kopf / Hals

    komb. kombinierte Verletzung der Kollateralbnder und

    der Kreuzbnder

    konv. konventionelle Ski

    Kreuz Kreuzbnder

    KS 1,2 Knee Sprain Grad 1 oder 2

    KS 3 Knee Sprain Grad 3

    L Lady Carver

    L/A Fahrknnen L und A

    LSRad Radius berechnet nach der Lind / Sanders Formel

    m Meter

    mi mitte

    mm Millimeter

    n Anzahl

    n.b. nicht berechenbar

    n.s. nicht signifikant

    OR Odds Ratio

    p Irrtumswahrscheinlichkeit

    P Performance Carver

    Rad Radius

    RC Race Carver

    Rsc Taillierungsradius

    S Fahrknnen S

    SB Snowblade

    Sch/OA Schulter / Oberarm

    SIS Stiftung Sicherheit im Skisport

    SLR Slalom Race Carver

    T Telemark

    TC Touren Carver

  • 5

    UA/Ha Unterarm / Hand

    US/Fu Unterschenkel / Fu

    v vorne

    vgl. vergleiche

    vs. versus

  • 6

    1. Einleitung

    1.1 Aufbau der Arbeit

    Die vorliegende Dissertation soll klren, inwieweit die Diskussionen ber

    die Verletzungsrisiken der Carvingtechnologie im alpinen Skisport berech-

    tigt sind.

    In Kapitel eins werden zunchst die Ursprnge und (fahr-) technischen

    Hintergrnde der Carvingtechnologie beschrieben und Unterschiede zum

    konventionellen Skifahren aufgezeigt.

    Das dritte Kapitel erklrt die Methodik der durchgefhrten Erhebung und

    stellt in Kapitel vier die Ergebnisse vor. Diese werden abschlieend in

    Kapitel fnf diskutiert.

    1.2 Die Geschichte des Skis

    Vor ber vier Jahrtausenden veranlassten die naturgegebenen Umstnde

    des Winters die Menschen in Skandinavien dazu, ein Fortbewegungsmittel

    zu entwickeln, das auch zu dieser Jahreszeit die lebensnotwendige Jagd

    und den Fischfang ermglichte. Heute dient das Skilaufen entsprechend

    dem sozialen, kulturellen und konomischen Wandel - ganz anderen

    Bedrfnissen und Zwecken des Menschen. Aus dem berlebenswichtigen

    Fortbewegungsmittel hat sich ein individualisiertes Sport- und Wettkampf-

    gert entwickelt.

    Gleichzeitig mit der vernderten Zweckbestimmung des Skis haben sich

    Form, Mae, Material und Fertigungsmethoden verndert. Das Material

    durchlief Stadien vom einfachen, mit Steinwerkzeugen gefertigten Holz-

    brett, wie dem Ski von Hoting, der in einem schwedischen Moor gefunden

    wurde und dessen Alter auf ca. 4.500 Jahre geschtzt wird, bis zum High-

    Tech Ski der heutigen Tage.

  • 7

    Abbildung 1: Der Ski von Hoting (42, S. 276)

    Bis in die 60er Jahre wurden die meisten Skier aus hochwertigen Hart-

    hlzern wie z.B. Eschen- oder Hickoryholz gefertigt, womit jedoch der

    Nachteil eines hohen Risikos fr Materialbrche oder irreversible

    Verformungen verbunden war. Mit der Weiterentwicklung der Kunststoff-

    und Verbundwerkstofftechnologien fanden diese Verfahren seit den 70er

    Jahren auch Einzug in die Skiproduktion und fhrten zu einer deutlichen

    Verbesserung der Elastizitt, Formstabilitt und Bruchfestigkeit. Heute

    sind Carbonfasern und Kevlarlaminate hufig verwendete Materialien bei

    der Skiproduktion.

    Eine Revolution fand Mitte der 90er Jahre statt:

    Der Ski wurde krzer, die Taille schmaler, Skischaufel und Ski-Ende

    breiter der Carving Ski war geboren.

    Der Begriff "Carving" stammt aus dem englischen "to carve", was soviel

    wie schnitzen oder frsen bedeutet. Die Skikanten schnei

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