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Download BESSERE ZEITEN - HEMPELS - Das Straßenmagazin ?· Peter Brandhorst (V.i.S.d.P.) ... Die 59-Jährige…

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  • Besondere AugenblickeUngewhnliche Aufnahmen von Menschen mit Handicap

    1,80 EURdavon 0,90 EUR fr die Verkufer/innen

    BESSER

    E

    ZEITEN

    #225 Januar 2015

    Partydrogen: Feiern, bis der Arzt kommt

    HEMPELS-Stiftung: Weiteres Standbein unserer Arbeit

    Raupachs Ruf: Offen sein fr Flchtlinge

  • 2 HEMPELS #225 1/2015Editorial / imprEssum

    Gewinnspiel

    SofartselAuf welcher Seite dieser HEMPELS-Ausgabe versteckt sich das kleine Sofa? Wenn Sie die Lsung wissen, dann schicken Sie die Sei-ten zahl an: raetsel@hempels-sh.de oder: HEMPELS, Schastrae 4, 24103 Kiel.Ein sendeschluss ist der 31. 1. 2015. Der Rechts weg ist wie immer ausgeschlossen.

    Gewinne

    3 x je ein Buch der Ullstein Verlagsgruppe

    Im Dezember war das kleine Sofa auf Seite 22 versteckt. Die Gewinner werden im Feb-ruar-Heft verffentlicht.

    Im November haben gewonnen: Jochen Gurth (Flensburg), Jutta Keller (Kiel) und Ilse Hegemann (Ahrenvilfeld) je ein Buch der Ullstein Verlagsgruppe.

    Allen Gewinnern herzlichen Glckwunsch!

    Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    sicher haben Sie schon das Titelfoto dieser Ausgabe bemerkt. Es zeigt Cornelia Sachau, 44-jhrige Bewohnerin des Hollnder Hofs in Flensburg, einer diakonischen Werk- und Wohnsttte fr Menschen mit Behinderung. Und es zeigt vor allem Lebensfreude. Der Flensburger Fotograf Lars Franzen hat sich ihr und weiteren Bewohnern der Einrichtung mit seiner Kamera genhert. Mit seinen Aufnahmen dokumentiert Franzen die natrliche Persnlichkeit dieser Menschen, ohne sie blozustellen. Einige dieser ungewhnlichen und Verstndnis schaffenden Fotos verffentlichen wir ab Seite 8.Kaum eine Party, auf der keine Rauschmittel konsumiert werden von Alkohol ber Cannabis oder bis hin zu Kokain. Wer benutzt welche Rauschmittel? Und wie gefhrlich sind sie? Lesen Sie ab Seite 16.

    Ihre HEMPELS-Redaktion

    Impressum

    Herausgeber des StraenmagazinsHEMPELS e. V., Schastrae 4, 24103 Kiel Tel.: (04 31) 67 44 94; Fax: 6 61 31 16

    Redaktion Peter Brandhorst (V.i.S.d.P.)redaktion@hempels-sh.deOnline-RedaktionHilke OhrtFotoredaktionHeidi KrautwaldMitarbeitMichaela Drenovakovic, Ulrike Fetkter,Eckehard Raupach, Britta Vo, Oliver ZemkeLayout Nadine GrnewaldBasislayout forst fr Gestaltung, Melanie HomannAnzeigen Hartmut Falkenberganzeigen@hempels-sh.de

    HEMPELS in Flensburg Johanniskirchhof 19, Tel.: (04 61) 4 80 83 25E-mail: flensburg@hempels-sh.de HEMPELS in HusumE-Mail: nordfriesland@hempels-sh.deHEMPELS in Lbeck Triftstrae 139-143, Tel.: (04 51) 4002-198E-Mail: luebeck@hempels-sh.de

    HEMPELS im Internet

    www.hempels-sh.de

    Geschftsfhrer Reinhard Bttnerverwaltung@hempels-sh.deVereinsvorstand Jo Tein (1. Vors.), Catharina Paulsen, Lutz Regenbergvorstand@hempels-sh.deFundraisingHarald Ohrtharald.ohrt@hempels-sh.deSozialdienst Arne Kienbaum, Catharina Paulsenarne.kienbaum@hempels-sh.depaulsen@hempels-sh.deHEMPELS-Caf Schastrae 4, Kiel, Tel.: (04 31) 6 61 41 76HEMPELS Gaarden Kaiserstrae 57, Kiel, Tel.: (04 31) 53 03 21 72Druck PerCom Vertriebsgesellschaft Am Busbahnhof 1, 24784 Westerrnfeld

    Geschftskonto HEMPELSIBAN: DE22 5206 0410 0006 4242 10BIC: GENODEF1EK1Spendenkonto HEMPELSIBAN: DE13 5206 0410 0206 4242 10BIC: GENODEF1EK1Als gemeinntzig anerkannt: Finanzamt Kiel Nord unter der Nr. GL 4474

    HEMPELS Straenmagazin ist Mitglied im Internationalen Netzwerk der Straen-zeitungen sowie im forum sozial e.V.

  • HEMPELS #225 1/2015 3

    Wenn Menschen feiern, dann selten ohne Rausch-

    mittel. Welches sind die am hufigsten

    genommenen, wie wirken sie und welche Gefahren sind mit ihnen ver-

    bunden? Eine ber-sicht von Alkohol bis

    Crystel Meth.

    inhalt

    INHALT#225

    Titel

    8 Besondere Augenblicke

    Es sind ungewhnliche Fotos mit dem liebevollen Blick

    fr das Detail: Der Flensburger Fotograf Lars Franzen

    hat Bewohnerinnen und Bewohner des Hollnder Hofs

    in Flensburg fotografiert, einer diakonischen Werk-

    und Wohnsttte fr Menschen mit Behinderung. Mit

    seinen Aufnahmen zeigt Franzen die natrliche Per-

    snlichkeit dieser Menschen, ohne sie blozustellen.

    Sehen Sie ab Seite 8.

    Das Leben in Zahlen

    4 Ein etwas anderer Blick

    auf den Alltag

    Bild des Monats

    6 Wenn die Seele leidet

    Schleswig-Holstein Sozial

    13 Agenda 50:50

    14 Meldungen

    15 Raupachs Ruf

    16 Feiern, bis der Arzt kommt

    20 Das Zuhause der Unsichtbaren: Fotos von Behausungen Obdachloser

    Auf dem Sofa

    24 Stefan Heucher aus Kiel

    In eigener Sache

    27 20 Jahre Mittagstisch St. Markus

    28 HEMPELS-Stiftung neu gegrndet

    Rubriken

    2 Editorial

    2 Impressum

    22 CD-Tipp; Buchtipp; Kinotipp

    23 Service: Mietrecht; Sozialrecht

    26 Rezept; Meldung

    30 Sudoku; Karikatur

    31 Satire: Scheibners Spot

    Tit

    elfo

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  • 4 das lEbEn in ZahlEn

    DAS LEBEN IN ZAHLEN

    Ein etwas anderer Blick auf den Alltag

    HEMPELS #225 1/2015

    > Mit einem Vorurteil rumt eine im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung erstellte Studie auf. Danach bringen

    Zuwandererdem deutschen Sozialstaat viel mehr Geld, als sie kosten. Die Sozialkassen konnten durch die

    6,6 Millionen Menschen,die ohne deutschen Pass in Deutsch-

    land leben, im Jahr 2012 einen berschuss von

    22 Milliarden Euroverbuchen. Laut einer anderen Mei-nungsumfrage der Bertelsmann-Stiftung waren im selben Jahr

    2/3der Deutschen davon berzeugt, dass Zuwanderer eine Last fr Fiskus und Sozialkassen seien. -pb Es wird weiter wrmer werden auf der Erde, und mit dem fortschrei-tenden Klimawandel sind immer mehr Men-schen vom

    Hungerbetroffen. Laut einem neuen Bericht der Welt-bank trifft die zuneh-mende Erderwrmung in den kommenden zwei Jahrzehnten die rms-ten und verletzlichsten Menschen am strksten Eine Erwrmung um

    1,5 Gradlasse sich schon jetzt kaum noch verhindern. Ohne konzertierte Kli-mapolitik werde die Er-wrmung bis zum Jahr

    2100 sogar

    4 Gradansteigen. Wasser-knappheit und Ern-teausflle seien die Folgen. Konsequenz: Die Internationale Staa-tengemeinschaft muss viel Geld in die Hand nehmen, um gegen-

    zusteuern. Mehr Geld jedenfalls, als in der Spendenbox hier auf dem Foto -pb Mde und erschpft scheint die-se Person zu sein, nicht nur kr-perlich. Man kann nur raten, war-um sie jetzt auf dieser ffentlichen Bank sitzt. Vielleicht muss sie sich ja gerade etwas erholen und zu Hause soll niemand merken, wie es ihr eigentlich geht. Bestimmt je-denfalls schmt sie sich fr ihren Gemtszustand, sonst wrde sie den Kopf nicht unter einem Mll-beutel verstecken. Die Barmer GEK hat jetzt vermel-det, dass bei jedem dritten Arbeit-nehmer in Schleswig-Holstein in-nerhalb eines Jahres mindestens einmal eine psychische Erkran-kung diagnostiziert wird, bei Frau-en hufiger als bei Mnnern. Bei knapp einem Fnftel der Betroffe-nen fhrt sie auch zur Arbeitsun-fhigkeit. Bei Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen wie Angstzustnden oder Depressi-onen liegt Flensburg im bundes-weiten Vergleich sogar vorn. Mit Neumnster, Kiel, Lbeck sowie den Kreisen Schleswig-Flensburg und Segeberg gehren fnf weitere schleswig-holsteinische Regionen zu den 25 Stdten und Kreisen mit den meisten Arbeitsunfhigkeits-tagen.Immer noch ist die Diagnose psy-chisch krank hufig mit einem Stigma verbunden. Statt offen ber die seelische Last sprechen zu kn-nen, frchten Betroffene vor allem Ausgrenzung. Und verstecken sich, nicht immer nur so wie die Person auf diesem Foto. -pb

  • 7HEMPELS #225 1/2015 bild dEs monats

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  • HEMPELS #225 1/20158 titEl

    Ingrid Christiansen: Die 59-Jhrige lebt und arbeitet seit 1972 in der diakonischen Einrichtung.

  • 9titElHEMPELS #225 1/2015

    Besondere AugenblickeUngewhnliche Portraits des Flensburger Fotografen Lars Franzen von Menschen mit Handicap

    > Mal ist es der Blick, mal eine bestimmte Kopfhaltung, oder einfach nur eine zunchst beliebig erscheinende Geste: Wenn der Fotograf Lars Franzen (Foto oben) aus Schafflund bei Flensburg sich mit seiner Kamera den Bewohnern des Hol-lnder Hofs in Flensburg genhert hat, einer diakonischen Werk- und Wohnsttte fr Menschen mit Behinderung, dann immer mit dem liebevollen Blick fr das Detail. Etwa 140 Frauen und Mnner leben auf dem Hollnder Hof, ber 360 sind in den Werksttten beschftigt. Mit seinen Fotos gelingt es Franzen, die natrliche Persnlichkeit die-ser Menschen festzuhalten. Ohne ihre Realitt zu verstecken und ohne sie blozustellen zeigt er sie so, wie sie sind, mit all ihren Gefhlen und Emotionen. Stolz und Nachdenklichkeit sind bei den Portrtierten zu erkennen, Verschmitztes und Lustiges. Die Aufnahmen verschnern nicht; sie tragen dazu bei, mgliche Berhrungsngste abzubauen und Verstndnis zu wecken fr das Leben von Menschen mit Handicap. Fran-zen ist ihnen mit seiner Kameralinse nahe gekommen, ohne ihnen dabei zu nahezutreten.

    Der 30-jhrige selbstndige Fotograf Lars Franzen hat die Portraits mit einem 85-Millimeter-Objektiv sowie offener Blende und wenig Tiefenschrfe erstellt. Der Fokus liegt da-bei jeweils auf den Augen der Portrtierten, entstanden sind besondere Augenblicke. Eine Auswahl dieser ungewhnlichen Portrts zeigen wir auf den folgenden Seiten.

    Text: Peter BrandhorstFotos: www.larsfranzen.com

    Die 44-jhrige Cornelia Sachau hat seit 1988 ihr Zuhause auf dem Hollnder Hof.

  • titEl10 HEMPELS #225 1/2015

    Helmut Carstensen, 61, ist seit 1974 in der Hilfeeinrichtung zu Hause.

  • 11HEMPELS #225 1/2015 titEl

    Christel Weigel, 52, lebt und arbeitet seit 1979 auf dem Hollnder Hof.