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  • Digitalisierung und Industrie 4.0 – Begriffsbestimmung – Chancen und Risiken für die Arbeitsgestaltung Betriebsrätekonferenz (Hydro Konzern) 10.-12. Mai 2016 Bochum Pia Wagner, Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM

  • Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM

    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016 2

    „Niemand kann heute seriös vorhersagen, wie die Arbeitswelt in 10, 20 oder noch mehr Jahren aussieht. Die Digitalisierung birgt große Chancen, aber auch Risiken. Entscheidend ist, dass wir auch in Zukunft die Bedingungen der Arbeit aktiv gestalten können (…).“ (Benner (2016))

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016 3

    Digitalisierung und Industrie 4.0

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016 4

    Digitalisierung der Arbeit

    Internet der Dinge / Internet of Things

    Industrie 4.0

    Big Data Digitale Fabrik Vernetzte Produktionssysteme Cyber Physische Produktionssysteme (CPPS) Vierte Industrielle Revolution

    Smart Factory

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016 5

    Teilautonome Produktions- planung / -steuerung

    www.fasihi.net/portal

    www.plattform-i40.de/

    www.vlexplus.com/

    www.vdi-nachrichten.com

    www.trend.at

    www.ingenieur.de

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    1 „Industrie 4. 0“ – Definition

    „Der Begriff Industrie 4.0 steht für die vierte industrielle Revo- lution, einer neuen Stufe der Organisation und Steuerung der ge- samten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Pro- dukten. (…) Durch die Verbindung von Menschen, Objekten und Systemen entstehen dynamische, echtzeitoptimierte und selbst organisierende, unternehmensübergreifende Wertschöpf- ungsnetzwerke, die sich nach unterschiedlichen Kriterien wie bspw. Kosten, Verfügbarkeit und Ressourcenverbrauch optimieren lassen.“ (Plattform Industrie 4.0 (2014))

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    1 „Industrie 4. 0“ – Definition

    „Mit der Industrie 4.0 sollen reale und virtuelle Produktionswelten integriert werden und Produkte, Produktionsanlagen und Objekte mit eingebetteter Software zu intelligenten und verteilten Systemen zusammenwachsen.“ (Ittermann et al. 2015: 11)

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    1 „Industrie 4. 0“ – Zentrale Begriffe

     Internet der Dinge Verknüpfung der realen, physischen Welt mit Informationen und Diensten der digitalen Welt. Ermöglich die Kommunikation innerhalb von Cyber-Physischen Systemen

     Cyber-Physische Systeme (CPS) Sind in physische Systeme eingebettete mikroelektronische Systeme mit eigener Rechenfähigkeit, Sensorik und Aktorik sowie zusätzlichen Kommunika- kationsschnittstellen, die der Datenerfassung und – übermittlung dienen

     Cyber-Physisches Produktionssystem (CPPS) Flexibilisierte Automatisierung durch die Vernetzung von intelligenten und wandlungsfähigen Maschinen, Anlagen und Produkten auf Basis von CPS

     Smart Factory Eine vernetzte, intelligente und wandlungsfähige Fabrik auf Basis von CPS und dem Internet der Dinge. Sie ist in Echtzeit anpassungsfähig und kommuni- ziert innerhalb des Wertschöpfungsnetzwerkes mit anderen Teilnehmern

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    1 „Industrie 4. 0“ – Zentrale Charakteristika

     Datentechnische Verknüpfung intelligenter Teile, Maschinen und Anlagen

    • Verknüpfung realer und virtueller Produktionswelt • Dezentrale Selbstorganisation und –optimierung der Produktion

     Unternehmensweite und -übergreifende Vernetzung  Mensch-Maschine-Schnittstellen  Einsatz smarter Objekte und intelligenter Produkte  Kundenzentrierte, individualisierte Produktion  Wachsende Variantenvielfalt – komplexe Baugruppen – hohe

    Teilezahl

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    2 Vision „Industrie 4. 0“ – Potenziale  Potenzial für die deutsche Industrie

     Rentable Produktion individueller Kundenwünsche (Losgröße 1)  Dynamische u. innovative Gestaltung von Geschäfts- u. Engineer-

    ing-Prozessen als Antwort auf Flexibilisierungsanforderungen  Optimierte Entscheidungsfindung durch zunehmend transparente

    Produktionsprozesse  Effizienter Ressourceneinsatz durch selbstregulierte Optimierung

    von Produktionsprozessen  Wettbewerbsfähigkeit als Hochlohnstandort

     Als besonders aussichtsreich wird für Deutschland eine duale Strategie – Leitanbieter- u. Leitmarktstrategie – angesehen

    (vgl. Plattform Industrie 4.0 2014)

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    2 Vision „Industrie 4. 0“ – Potenziale  „In Deutschland könnte die Bruttowertschöpfung von 2015 bis

    2025 in Summe um 78 Milliarden Euro steigen. Dies ent- spräche einem Wachstum von jährlich 1,7 Prozent durch Industrie 4.0-Technologien“ (BITKOM/Fraunhofer IAO 2014)

     In der gleichen Zeitspanne wird für ganz Europa ein Zuwachs der Bruttowertschöpfung von insgesamt 1,25 Billionen Euro prognostiziert. „Im Jahr 2025 könnte dies für die europäische Industrie eine zusätzliche Wertschöpfung von 251 Milliarden Euro durch die Digitalisierung bedeuten.“ (Roland Berger 2015)

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    2 Vision „Industrie 4. 0“ – Potenziale

    (IG Metall Vorstand 2016, Darstellung nach: BITKOM/Fraunhofer IAO 2014)

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    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    3 Entwicklungsperspektiven – Beschäftigung  Langfristige Beschäftigungsperspektiven in dt. Industrie

    offen: Zwischen Erosion und „Revival“ von Industriearbeit (Ittermann et al. 2015)

    Prognosen:  Erosion: In den nächsten zehn bis 20 Jahren könnten etwa

    50 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutsch- land durch Computer ersetzt werden (Automatisierungswahr- scheinlichkeit von Berufen) (Brzeski/Burk 2015; Bonin/Gregory/Zierahn 2015)

     „Revival“: Durch die Etablierung von Industrie 4.0 können in der dt. Industrie in den nächsten zehn Jahren um die 400.000 neue Jobs entstehen. (Dengler/Matthes 2015) / Es kommt zu einer Umschicht-ung von Arbeitsplätzen v.a. zwischen Branchen, wodurch insg. „ein – vergleichsweise unspektakulärer – Verlust von 60.000 Arbeitsplätzen“ zu erwarten ist (IG Metall Vorstand 2015, zitiert nach Wolter et al. 2015)

  • Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM

    Digitalisierung und Industrie 4.0 Pia Wagner 10.05.2016

    3 Entwicklungsperspektiven – Beschäftigung  Zu berücksichtigen: Ein vorhandenes Substituierbarkeits-

    potenzial führt nicht automatisch zu einem Wegfall von Arbeits- plätzen • In

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