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ABSCHLÜSSE

THUN UND REGIONwww.berneroberlaender.ch

Berner Oberländer

Mittwoch, 29. Juli 2009 25

LEHRWERKSTÄTTE BERNZweijährige Grundbildung mit At-test (EBA), Schreinerpraktiker/inEBA: Tschudi Samuel, Eriz. – Schreiner-praktiker/in PrA nach Insos: HoferDaniel, Boltigen. – Metallbauprakti-ker/in EBA: Schmiedel Sebastian, Steffis-burg. – Elektroniker/in EFZ: Briner Sa-muel, Thun; Kurzen Jannick, Diemtigen;Plattner Simon, Teuffenthal; Schild Jonas,Schwanden; Weber Till, Thun.

GEWERBLICH-INDUSTRIELLEBERUFSSCHULE BERNErfolgreiche BerufsmaturandInnengestalterische BMS1: Heimann Christi-an, Gstaad; Rothenbühler Linda, Gunten;Schmid Sebastian, Steffisburg. – Erfolg-reiche BerufsmaturandInnen ge-sundheitliche und soziale BMS1: Lu-cic Igor, Thun. – Erfolgreiche Berufs-maturandInnen technische BMS1:Joss Christian, Gwatt; Zanni Camille, Un-terseen; Stähli Reto, Thun; Burn JonasMaurer, Adelboden; Fuchs Tobias, Interla-ken; Jokic Petar, Interlaken; Schmied Tho-mas, Interlaken; Stalder Matthias, Ring-genberg; Etter Simon, Nicolas, Meiringen;Hefti Philipp, Saanen; Jäggi Stephan,Thun.

FEUSI BILDUNGSZENTRUMBERNMaturitätsausweis (Gymnasium 1.Bildungsweg); Klasse G6B: StefanKopp, Steffisburg. – Klasse G6C: PatrickMettler, Goldiwil; Anna Tubielewicz, Thun.Maturitätsausweis (Gymnasium fürErwachsene); Klasse G6D: NadjaLiechti, Steffisburg. – Eidg. Fähigkeits-zeugnis Kaufmann/Kauffrau Erwei-terte Grundbildung: Vincenzo Barbari-no, Steffisburg; Romy Bodmer, Thun; Bru-no Dinis, Interlaken. – Eidg. Fähigkeits-zeugnis Kaufmann/Kauffrau Basis-bildung: Antonia Nyffenegger, Thun.

Pädu Anliker spricht von einer«Sensation»: Der «Mokka»-Be-treiber und Organisator des Festi-vals «Am Schluss» ist Feuer undFlamme für das Projekt «Hendrixin Woodstock», das heute aufdem Mühleplatz im Mittelpunktsteht. Das Projekt des GitarristenChristy Doran zeigt, dass die Mu-sik der Rockikone Jimi Hendrixauch nach 40 Jahren nichts vonihrer Aktualität und Spannungeingebüsst hat. Doran arrangier-te einige der wichtigsten Kompo-sitionen Hendrix’ neu und passtesie der Zeit an. Die schrilleSchweizer Bühnenkünstlerin Eri-ka Stucky übernimmt den Vocal-Part. Stucky hat sich in den ver-gangenen Jahren als eigenständi-ge Stimme in Europas Musiksze-ne einen Namen gemacht. AmSchlagzeug sitzt Fredy Studer, ei-ner der innovativsten Schlagzeu-ger Europas und ein langjährigerWeggefährte Dorans. Am Bassschliesslich steht mit Jamaala-deen Tacuma einer der weltweitführenden Funk-Bassisten. Dievier stellen ein spezielles Kon-zert von Hendrix in den Mittel-punkt – eben «Hendrix in Wood-stock». Durch den legendärenDokumentarfilm über das Festi-val ist vor allem die Soloversionder amerikanischen National-hymne bekannt – ein Klassikerder Rockmusik. «Hendrix inWoodstock» dokumentiert die-ses Konzert nicht, sondern greiftHendrix’ Musik auf und entwi-ckelt sie weiter. mik/pd

Festival «Am Schluss» auf dem ThunerMühleplatz: Konzert 20–22 Uhr, Gastro-nomie ab 19 Uhr. Eintritt frei, moralischeSpendenpflicht.

• www.amschluss.ch

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Vor 40 Jahren trat die Iko-ne Jimi Hendrix in Wood-stock auf. Beim Festival«Am Schluss» wird dieserAuftritt neu interpretiert.

Ein Sturm der Entrüstung wardurch die Bevölkerung gegan-gen, als die Armasuisse im Juniin einem Gesuch ihre Absichtenpublik machte, die fünf alten Ei-chen am Seegässli in Amsoldin-gen zu fällen. Das Kompetenz-zentrum des Bundes für ver-schiedene Belange der Armeebegründete den Schritt damit,dass die Bäume eine Gefahr dar-stellen würden. Nachdem sichsieben Einsprecher, Experten,aber auch zahlreiche Leserbrief-schreiber gegen das Vorhabenzur Wehr gesetzt hatten, kam dieArmasuisse vom ursprüngli-chen Plan ab (wir berichtetenmehrmals). Nicht zuletzt, weil

A M S O L D I N G E N

Gerettete Eichen werden gepflegtWellness nach turbulentenTagen: Die fünf uralten Ei-chen am Uebeschisee er-fahren gerade viel profes-sionelle Aufmerksamkeit.

eine zweite Expertise zumSchluss gekommen war, dass dieEichen, welche das Landschafts-bild beim Uebeschisee seit Jahr-zehnten prägen, zu retten sind.

Pflege für die SicherheitDerzeit kümmert sich die FirmaHenzelmann’s Baumpflege AGaus Spiez intensiv um das Wohlder rund 400 Jahre alten Bäume.Der harte und lange Winter hatteihnen stark zugesetzt. So hatteder Schneedruck dazu geführt,dass viele Äste zwar gebrochen,aber noch nicht heruntergefal-len sind. Sie stellen dementspre-chend eine Gefahr für Passantendar. Ziel der aktuellen Baumpfle-gemassnahmen ist es dennauch, sie zu entfernen. Weitermüssen auch jene Äste weichen,welche aus Altersgründen ab-gestorben sind. Die Arbeitenkosten nach Angaben der Arma-suisse rund 11 000 Franken. rop

Schon zum zweiten Mal an die-sem Montagnachmittag ziehenvon Westen her dicke Wolken-felder auf. Trotzdem stechendie neun Optimisten wagemu-tig in den Thunersee. Optimis-ten oder kurz Optis, so heisseneinerseits die kleinsten Segel-boote, mit denen der Thuner-see Yachtclub (TYC) regelmäs-sig an Regatten teilnimmt. Op-timisten, das sind andererseitsdie neun Kinder im Alter zwi-

T H U N : S C H N U P P E R K U R S F Ü R S E G E L I N T E R E S S I E R T E K I N D E R

Noch bis Freitag werdenneun Kids zwischen achtund zehn Jahren beimThunersee Yachtclub indie Geheimnisse desSegelsports eingeweiht.Obwohl die Sicherheit derKinder vorgeht, kommtder Spass nicht zu kurz.

schen acht und zehn Jahren,die in dieser Woche denSchnupperkurs des TYC besu-chen. Leider wird ihr Optimis-mus nicht belohnt, denn be-reits nach kurzer Zeit im Was-ser beginnt es leicht zu regnen,und Kursleiterin Franziska Dü-rig sieht sich gezwungen, ihreSchützlinge wieder RichtungHafen zu lotsen.

Nach letzter Woche, als sechsKids den Segelsport währendfünf Nachmittagen kennen lern-ten, ist es der zweite solcheSchnupperkurs in Folge. Das An-gebot richtet sich an junge, neu-gierige Wasserratten, die zuvornicht mit dem Segeln in Berüh-rung kamen und auch nochnicht TYC-Mitglieder sind.

Zurück an der Anlegestelle,müssen die Boote wieder ord-nungsgemäss versorgt werden.Gemeinsam mit den etwas älte-

ren Juniorinnen Linda Fahrniund Maja Siegenthaler hilft Dü-rig den Kleinen, die Ruder zu ver-stauen und die Segel zusam-menzurollen. «Das ging geradenoch gut mit dem Wetter», sagtder 9-jährige Dario Schüpbach,während die Sonne schon wie-der hervorblinzelt. «Gfägt hetssowiso!» Und die gleichaltrigeOriane meint: «Schade, dass wirnicht länger auf dem See bleibendurften. Trotzdem war die Aus-fahrt sehr interessant.»

Grosses InteresseUrsprünglich hatten sich nochmehr Kids für den jetzigenSchnupperkurs anmelden wol-len, doch mit neun Teilnehmernwar das Maximum bereits er-reicht. «Zum einen fehlen unszusätzliche Boote, zum anderenwürde die Betreuung der einzel-nen Kinder darunter leiden», er-

klärt Monika Meier, beim TYCverantwortlich für die Junioren.Für Segelanfänger herrschenzurzeit optimale Bedingungen,denn der See ist genügendwarm, zudem ist der Wind meistweder zu stark noch zu schwach.

Sicherheit hat PrioritätDoch wie steht es um die Sicher-heit der Kids, falls doch einmalein kräftiges Gewitter aufziehensollte? «Wir fahren nie zu weitraus, zudem halte ich das Wetterpermanent im Auge», sagt Fran-ziska Dürig. Sie sei zwar imClinch gewesen, als sie sich nachdem kurzen Ausflug auf den Seeschon wieder zum Umkehrenentschieden habe. «Aus Sicher-heitsgründen war das aber si-cher richtig.» Im schlimmstenFall könnten alle Boote aneinan-dergebunden und so schnelleran Land gebracht werden.

Die Optimisten stechen in SeeJetzt wissen die Kids, wie

sie ihren Optimist auf- und ab-bauen.

Tipps und TricksBis zum Wochenende kommenweitere praktische Tipps undTricks zum Thema Segeln hin-zu. Wenn das Wetter mitspielt,sollen die Kinder zudem jedenTag mindestens eine Stundeauf dem See üben können.Und Franziska Dürig hat sogarein konkretes Wochenziel:«Wir wollen aus dem Hafenraus, um zwei Bojen fahrenund wieder zurück in den Ha-fen segeln.»

Gabriel Berger

Weiteres Angebot des Thunersee Yacht-clubs: Sommersegelwoche vom 3. bis 7.August. Anmeldung und Infos bei MonikaMeier, 079 410 97 77.

• www.thunersee-yachtclub.ch

Auch wenn es Anfang des 20.Jahrhunderts weit weniger Ver-gab, so ereigneten sich auch da-mals spektakuläre Unfälle. Wieheute vor 100 Jahren, am 29. Juli1909: Damals parkte ein Autofah-rer sein Vehikel ungewollt vorGunten im Thunersee. Im dama-ligen «Oberländer Tagblatt», demVorläufer des «Thuner Tagblatt»,wurde in der Ausgabe vom 31. Juli1909 folgender Text publiziert:«Gunten. – Unweit der Pension‹Elisabeth› passierte am letztenDonnerstagabend einem Auto-mobillenker das Missgeschick, inden See hinaus zu fahren. Vonden Insassen wurde niemandverletzt, dagegen ist der Wagenstark havariert dem nassen Ele-ment entzogen und danachdurch ein von Thun herbeigehol-tes Automobil ins Schlepptau ge-nommen worden. Es ist nur zu

V O R 1 0 0 J A H R E N I N G U N T E N

Vor 100 Jahren parkte einAutolenker vor Guntensein Gefährt unfreiwilligim Thunersee. Verletztwurde niemand.

verwundern, dass auf der schma-len Strasse mit ihren zahlreichenstarken Kurven bei dem verhält-nismässig schnellen Fahrennicht mehr Unfälle durch Kraft-wagen vorkommen.»

Schnappschuss gemachtObwohl es damals noch keinehandlichen Digitalkameras gabund die Pressefotografie noch inden Kinderschuhen steckte, gibtes Bildmaterial vom Unfall. «Ichkann mir richtig vorstellen, wieder Fotograf mit dem Velo oderzu Fuss daher kam, seine Sachenaufstellte, ein Tuch über denKopf zog und ein Bild machte»,sagt Kurt von Gunten. Er hat diePostkarte mit dem Auto im See(vgl. Bild) vor ein paar Jahren imInternet ersteigert. Er sammleschon seit 20 Jahren alte Postkar-ten von Sigriswil und der Umge-bung sowie vom Brünigpass.«Die Karte hat mich fasziniert,weil darauf ein Unfall abgebildetworden ist», sagt Kurt von Gun-ten, der in Sigriswil aufgewach-sen ist und nun auf dem Brünig-pass wohnt. Roger Probst

Auto unfreiwillig im Thunersee geparkt

«Hendrix»in Thun

Wellness für die alten Eichen: Die Bäume in Amsoldingen erfahren aktuell fachmännische Pflege.

Nasse Füsse nach dem Malheur: Lenker und Beifahrer mussten ihr Vehikel im See zurücklassen.Ob die mit Ruderbooten herbeigeilten Passanten helfen oder nur gaffen wollten, bleibt indessen offen.

Patric Spahni

zvg

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