rosch haschana 5776

Download ROSCH HASCHANA 5776

Post on 05-Jan-2017

225 views

Category:

Documents

6 download

Embed Size (px)

TRANSCRIPT

  • P.B.B. VERLAGSPOSTAMT 1010 WIEN PLUS.ZEITUNG 08Z037896 PILLUSTRIERTE NEUE WELTJUDENGASSE 1A/251010 WIENEINZELPREIS 6.50

    AUSGABE 3 | 2015

    ROSCH HASCHANA 5776

  • 22 AUSGABE 3 | 2015

    Sondern auch aus gemeinsamen Festen.Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit.Festtage gehren zu den Hhen des Lebens und die gehren gefeiert. Die Bank Austria wnscht der jdischen Gemeinde glckliche und friedvolle Feiertage!

    270x88_judischer_Feiertag.indd 1 17.08.15 15:45

    Das Bundesministerium fr Gesundheit wnscht den Neue-Welt-LeserInnen

    ein gesegnetes Rosch Haschana.

    Entgeltliche Einschaltung

    Aktuelle Infos zum ThemaGesundheit auf bmg.gv.at

    Anlsslich des jdischen Neujahrsfestes Rosch Haschana mchte ich allen Leserinnen und Lesern der Illustrierten Neuen Welt und allen jdischen Brgerinnen und Brgern meine besten Wnsche fr ein gutes neues Jahr bermitteln.

    Wir alle hoffen und beten, dass es ein Jahr der Mitmenschlichkeit, der Vershnung und des Friedens wird. Dass dieser Friede kommt und bleibt, das wnsche ich Ihnen und uns allen von ganzem Herzen!

    Shalom!

    Dr. Reinhold Lopatka VP-Klubobmann

    Foto

    : Par

    l.Dir.

    /Sim

    onis

    Der Bundesminister fr Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft wnscht der jdischen Gemeinde sterreichs

    alles Gute zum Rosch Haschana Fest!

    Nutzen Sie auch im neuen Jahr das Informationsangebot des BMWFW.

    Brgerservice: 0800 - 240 258Hochschulombudsmann: 0800 - 311 650

    Anerkennung Hochschulqualifikationen: 0800 - 312 500gebhrenfrei aus ganz sterreich

    Entg

    eltlic

    he E

    insc

    haltun

    g

    www.bmwfw.gv.at

    Wissenschaft - Forschung - Wirtschaft

    Das Titelbild stammt von Zadok Ben-David.Zadok Ben-David kam 1949 in Bayhadan in Yemen zur Welt und studierte an der St. Mar-tin School of Art in London. 1988 vertrat er Israel auf der Biennale in Venedig. Seine Werke wurden auch in einer Reihe von Einzelausstel-lungen prsentiert, u.a. im Tel Aviv Museum, im Guangdong Museum in China, in der Shoshana Wayne Gallery in Los Angeles, in Annandale in Sydney und bei Sothebys in Sin-gapur. Ben-David fertigt seine Skulpturen aus Stahl. Fr seine eindrucksvollen Installationen reproduziert er Illustrationen, die er in Stahl in eine feine Sandschicht bettet. Auf den ersten Blick scheinen die Figuren als ein schwarz berzogenes Feld, von der anderen Seite aus betrachtet verwandelt sich das schwarze Feld jedoch in eine farbige Oberflche. Ben-David ist auch in der Ausstellung im eater Nestroy-hof Hamakom vertreten.

    Die INW ldt vom 11.Oktober bis 15. Oktober zu einer Ausstellung ein, welche im Theater Nestroyhof Hamakom im Rahmen der israelischen Theaterwoche (siehe S. 41) stattfindet und die einen Querschnitt israeli-scher Grafik bietet. Der Kurator dieser Prsentation ist der in Israel sehr bekannte Kunst- und Kulturmanager Doron Polak. Die Werke sind auch kuflich zu erwerben. Unter dem Titel Rishumon gibt es zustzlich eine bemerkenswerte und berhrende Darbietung zweier Knstler, die zeitlose Themen wortlos, begleitet mit Musik von Shaul Ben Amitai, auf die Bhne bringen: schauspielerisch Svetlana Ben und malerische Interpretation Ophira Avisar. Ein Ereignis das man nicht versumen mge. In der Beilage finden Sie einige Knstler dieser sehenswerten Ausstellung.

    Theater Nestroyhof Hamakom Nestroyplatz 1 1020 Wien www.hamakom.at

    AUSSTELLUNG: ISRAELISCHE KUNSTGRAPHIK

  • AUSGABE 3 | 2015 3

    Sie fragen, wir antworten.

    Brgerinnen- und BrgerserviceBundeskanzleramtBallhausplatz 1, 1010 Wien

    Servicetelefon 0800 222 666 (gebhrenfrei)Montag bis Freitag: 8 18 Uhr

    service@bka.gv.atbundeskanzleramt.at

    Servicezentrum HELP.gv.atInformationen, Beratung und Untersttzung zu E-Government, Handy-Signatur und Brgerkarte

    Ballhausplatz 1 (Eingang Schaufl ergasse), 1010 WienMontag bis Freitag: 9 17 Uhr

    help.gv.at

    ber die Arbeit der Bundesregierung Alles zum Thema Europische Union Untersttzung und Beratung bei Amtswegen

    EN

    TGE

    LTLI

    CH

    E E

    INS

    CH

    ALT

    UN

    G

    Es ist ein alter jdischer Glaube, dass in den zehn Tagen zwischen Rosh Hashana und Yom Kippur Gott das Buch geffnet hat, in dem nach zehn Tagen der Umkehr jeder eingetra-gen wird, der das nchste Neujahrsfest erleben darf. Diesen Gedanken mchte ich aufgreifen, birgt er doch fr alle Menschen eine tiefe Sinnhaftigkeit in sich. Denn jeder von uns sollte sich dafr einsetzen, dass das Buch des Lebens fr alle geffnet bleibt. Es geht darum, aktiv fr Frieden und gegen Rassismus und Gewalt einzutreten.

    Reden wir miteinander, leben wir mitein-ander, suchen wir Orte und Gedanken der Begegnung im Sinne der Worte des jdischen Religionsphilosophen Martin Buber, der uns sagt, dass alles wirkliche Leben Begegnung

    S

    tad

    t W

    ien

    /PID

    , Fo

    togr

    af I

    an E

    hm

    Seit vielen Jahren ist es mir eine groe Ehre und groes Vergngen, den Leserinnen und Lesern der Illustrierten Neuen Welt und vor allem der lieben Joanna Nittenberg, die diese

    Zeitschri seit vielen Jahren mit viel Engagement leitet, ein gutes Neues Jahr, Shana tova zu wnschen. Sie be-gngt sich aber nicht mit Glckwnschen, sondern mchte zu recht vom Oberrabbiner auch ein paar weise Worte.

    Die Illustrierte Neue Welt geht auf eine Grndung von eodor Herzl zurck, die er 1897 unter dem Titel Die Welt grndete, um den ersten Zinistenkongress in Basel zu propagieren. Herzl, obzwar angesehener Jour-nalist in der Neuen Freien Presse, dure sich nicht mit dem Zionismus in der Zeitung auseinander setzen. Die Welt erschien bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges. In den Jahren 1928 bis 1938 war es Robert Stricker, der erste Abgeordnete der national jdischen Partei im s-terreichischen Parlament, der die Leitung dieser Zei-tung bernahm, die sich nun Neue Welt nannte. Erst nach der Grndung des Staats Israel erweckte Georg Knstlinger die Neue Welt wieder zum Leben. Nach seinem Tode bernahm Emanuel Unger die Zeitschri, die er aus Grnden des Copyrights in Illustrierte Neue

    Welt umbenannte. Seit 1974 leitest Du, liebe Hania, diese traditionsreiche Zeitschri, welche sich ausfhrlich mit jdischen emen auseinandersetzt und auch verschiedene Standpunkte der israelischen Politik errtert. Kehren wir aber zu eodor Herzl zurck: war es nicht ein wenig anmaend eine Zeitschri Die Welt zu nennen? Fr uns wre das tatschlich so. eodor Herzl war aber ein Visionr und hatte einen sehr wesentlichen Einfluss auf die Ge-schehnisse der Welt in seiner Zeit, die bis heute nachwirken.

    In diesem Sinne noch einmal ein herzliches Shana tova

    Anlsslich des Hohen Feiertages Rosh Has-hana sende ich der Redaktion der Illustrierten Neuen Welt sowie allen Leserinnen und Le-sern fr das Neue Jahr ein b e s o n d e r s h e r z l i c h e s Shalom!.

    sterreich gedachte heuer in einer groen Fei-erstunde am 27. April und in einer Reihe von weiteren Veranstaltungen des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren, und damit des Endes einer barbari-schen Zeit. Wir feierten aber auch die Wiedererlan-gung der Freiheit nach 10jhriger Besatzungszeit durch die Unterzeichnung des Staatsvertrages im Mai 1955. Dieser ermglichte sterreich einen Neube-ginn in voller Freiheit und im Geist der Zusammenarbeit und des Frie-dens. Wir sind dankbar, dass in sterreich nach dem Krieg eine Zeit positiver Entwick-lungen beginnen konnte. So gelang es auch zunehmend, ein Gefhl der Verantwortung gegenber der eigenen Vergangenheit aufzubauen.

    Vor diesem Hintergrund und angesichts des Neuen Jahres mit vielen neuen Herausfor-derungen stellt sich die Frage: knnen wir diese positive Grundtendenz fortsetzen? Denn so scharf und unvernderbar das Bild der Ver-gangenheit vor uns liegt, so unklar und unsi-

    Fo

    to:

    Ph

    oto

    Sim

    on

    is W

    ien

    Bundesprsident Dr. Heinz FischerOberrabbiner Paul Chaim Eisenberg

    Brgermeister und Landeshauptmann von Wien Dr. Michael Hupl

    ist. Wien mit seinem jdischen Leben und der aktiven Kultusgemeinde ist ein Ort der Begeg-nung. Wir verbeugen uns vor dem groen Kul-turerbe, das so viele Jdinnen und Juden un-s erer Stadt hinterl ass en hab en. Zur Weltoffenheit einer Stadt wie Wien gehrt auch, dass unsere jdische Gemeinde inner-halb der letzten Jahrzehnte einen so blhen-den Aufschwung genommen hat.

    Aber so sehr wir auch gegen Intoleranz und Vorurteile kmpfen, unsere heutige Ge-sellschaft spricht leider zu oft eine andere Sprache. Die aktuelle weltpolitische Lage ist so schmerzha von Hass, Angst, Gewalt und Un-gerechtigkeiten geprgt. Aber auch in unserer kleinen Welt, im Alltagsleben, ist die Ableh-nung gegenber Menschen, die anders leben und glauben, noch zu o manifest, aus Begeg-nung wird hier ignorante Distanz. Und das ist der Nhrboden auch fr Gewalt. Doch Gewalt kann und soll nie die Lsung von Problemen sein. Wie man auf Gewalt richtig antwortet ist eine Frage, fr die es eine Antwort von uns al-len zu finden gilt.

    Zum bevorstehenden Jahreswechsel wnsche ich der jdischen Gemeinde Shana Tova 5776, viel Glck, Erfolg und vor allem Gesundheit und Zufriedenheit fr das kommende Jahr.

    cher erscheint vielen Menschen heute die vor uns liegende Zeit. Wir sind daher in besonde-rer Weise aufgefordert, uns mit der Zukun zu

    beschigen. Dazu gehrt es auch, mit der gebote-nen Festigkeit fr Ziele und berzeugungen im Geiste von Demokratie, Menschenrechte, Frieden und Freiheit einzutreten. Wir haben den Auftrag, verantwortungsvoll und mit Blick auf die Zukun zu handeln. Das gilt fr den Einzelnen, aber ganz besonders fr alle politi-schen und gesellschali-chen Kre unseres Lan-des. In diesem Sinn danke ich der Il lustrierten Neuen Welt sehr herzlich fr seine bisherige unter-sttzende, informative