3.5.1 didaktische theorien und modelle - seite 1 von 92 3.5.1 didaktische theorien und modelle...

Download 3.5.1 didaktische Theorien und Modelle - Seite 1 von 92 3.5.1 didaktische Theorien und Modelle Hausarbeit

Post on 03-Sep-2019

10 views

Category:

Documents

0 download

Embed Size (px)

TRANSCRIPT

  • Seite 1 von 92

    3.5.1 didaktische Theorien und Modelle

    Hausarbeit zu dem Thema

    Teil II Bildungssituation Haustiere

    Gruppe II:

    Hofmann, Lisa Maria 20116492

    Graf, Theresia 20115030

    Joos, Jana 20117900

    Preuß, Cordula 20114666

    Schneider, Timo 20116767

    Seiert, Sarah 20114644

  • Seite 2 von 92

    Erklärung der Hausarbeit:

    Wir erklären hiermit, dass wir die vorliegende Hausarbeit eigenständig angefertigt haben und

    dass die verwendeten Quellen, aus denen wir uns bezogen haben, angegeben sind.

    Freiburg, den 29.04.2013 Hofmann, Lisa Maria

    Graf, Theresia

    Joos, Jana

    Preuß, Cordula

    Schneider, Timo

    Seiert, Sarah

  • Seite 3 von 92

    Inhaltsverzeichnis

    Erklärung der Hausarbeit:.................................................................................................... 2

    1 Einleitung ....................................................................................................................... 4

    2 Begründung und Elementarisierung des Bildungsinhaltes Haustiere ...................... 6

    2.1 Haustiere im Bildungsplan ....................................................................................... 6

    2.2 Gegenwarts-, Zukunfts- und Exemplarische Bedeutung des Themas Haustiere ..... 8

    2.2.1 Exemplarische Bedeutung: .............................................................................................. 8

    2.2.2 Gegenwartsbedeutung .................................................................................................... 9

    2.2.3 Zukunftsbedeutung ......................................................................................................... 9

    2.3 Fachdidaktik des Sachunterrichts ...........................................................................10

    2.4 Fachwissenschaftliche Sachanalyse ......................................................................11

    2.5 Elementarisierung ..................................................................................................13

    3 Lernchancen ................................................................................................................ 15

    3.1 Langfristige Lernzielperspektiven ...........................................................................16

    4 Lernvoraussetzungen ................................................................................................. 18

    4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler und Schülerinnen der integrativen Grundschule 20

    4.2 Entwicklungsbezogene Lernvoraussetzungen ........................................................20

    4.3 Inhalts- und Lebensweltbezogene Lernvoraussetzungen und methodische Lernkompetenzen .............................................................................................................25

    5 Variationen der Grund- und Sozialformen im Unterricht .......................................... 27

    5.1 Individualisierender Unterricht ................................................................................27

    5.2 Kooperativer Unterricht ..........................................................................................28

    5.3 Gemeinsamer Unterricht ........................................................................................29

    6 Unterrichtsplanung- und Gestaltung sowie Methodenplanung der Unterrichtswoche . ...................................................................................................................................... 30

    7 Methodenplanung zum Thema: Haustiere (Tag 1) .................................................... 31

    7.1 Beschreibung der Stationen ...................................................................................45

    8 Methodenplanung zum Thema: Ein Besuch auf dem Bauernhof (Tag 2) ................ 48

    9 Methodenplanung zum Thema: Frühstück (Tag 3) ................................................... 57

    10 Methodenplanung zum Thema: Haustiere (Tag 4) .................................................... 65

    10.1 Beschreibung der Stationen ...................................................................................73

    10.2 Beschreibung der Tierbesuche ...............................................................................76

    11 Methodenplanung zum Thema: Karneval der Tiere (Tag 5) ...................................... 77

    12 Anhang ......................................................................................................................... 83

    13 Literaturverzeichnis: ................................................................................................... 89

  • Seite 4 von 92

    1 Einleitung

    Terfloth und Bauersfeld (2012: 18f.) betonen, dass „Unterricht […] kein willkürliches Produkt

    von Zufällen und individuellen Interessen der Lehrpersonen sein [sollte], sondern vielmehr

    durch die Berücksichtigung von didaktisch-methodischen Qualitätsaspekten legitimiert

    werden“ muss. Die Folgende Planung für eine Bildungseinheit in einer inklusiven

    Grundschulklasse zum Thema Haustiere basiert daher weitestgehend auf dem in Abbildung

    1 dargestellten Planungsraster für die Unterrichtsvorbereitung.

    Abb. 1: Raster zur Unterrichtsplanung Aus: Terfloth/Bauersfeld 2012: 25.

    Terfloth und Bauersfeld begründen ihr Planungsraster in Teilen auf Klafkis Modell der

    kritisch-konstruktiven Didaktik bzw. dessen Modell der Unterrichtsplanung, welches in

    Abbildung 2 dargestellt wird, beziehen aber auch andere didaktische Modelle wie die

    entwicklungslogische Didaktik von Feuser (2000;2011) und das auf Überlegungen von

    Nipkow (1986) und Heinen (2003) basierende Prinzip der Elementarisierung mit ein und

    begründen dies dahingehend, dass Klafkis Modell die Heterogenität der Lerngruppe nicht

    genügend berücksichtigt und daher der Ergänzung bedarf (Ebd.: 24).

    Der Meister sagte: Tse-lu, soll ich dich lehren, was Wissen ist? – Wissen bedeutet zu erkennen, dass du es weißt, und, wenn du es nicht weißt, zu erkennen, dass du es nicht weißt. Das ist Wissen.

    Konfuzius

  • Seite 5 von 92

    Gerade bei der Planung einer Unterrichtseinheit für eine inklusive Klasse müssen die

    unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Aneignungsmöglichkeiten der Schüler1

    besonders berücksichtigt werden. Dabei stellt sich nicht die Frage, ob Menschen mit einer

    geistigen Behinderung auch das Recht haben, kulturell bedeutsame Bildungsinhalte zu

    lernen, sondern wie diese in Bezug auf die Schüler begründet und welche Methoden der

    Vermittlung und Präsentation gewählt werden. Feuser fordert ein Bildungsverständnis, „das

    sich durch inhaltlich anspruchsvolle Lernangebote auszeichnet, die die generelle

    Lernfähigkeit des Menschen mit schwerer Behinderung betonen und damit nicht auf

    formales, entwicklungszentriertes und funktionales Lernen beschränkt bleiben“ (2000: 197).

    Die einzelnen Schritte der Unterrichtsplanung sind also grundsätzlich gleich, der Fokus muss

    jedoch auf den individuellen Lernvoraussetzungen und Aneignungsmöglichkeiten und den

    damit verbundenen Möglichkeiten der Differenzierung liegen. Dabei ist es unerlässlich,

    „Inhalte, Bedingungsfaktoren und Planungsschritte von Unterricht kritisch hinterfragen zu

    können, inwiefern diese die individuelle Aneignung der Schülerinnen und Schüler – je nach

    ihren Voraussetzungen und Erfahrungen, die sie für den Lernprozess mitbringen –

    unterstützen“ (Terfloth/Bauersfeld 2012: 14).

    Im Vorfeld der direkten Unterrichtsplanung ergeben sich damit zwei didaktische Probleme:

    Das der didaktischen Reduktion, d.h. der Auswahl und Begründung des Unterrichtsinhaltes,

    und das der didaktischen Transformation, d.h. der Aufbereitung der ausgewählten Inhalte im

    Hinblick auf die individuellen Voraussetzungen der Schüler. Diese beiden Probleme sind eng

    1 Im Folgenden wird aufgrund der Einfachheit die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist

    selbstverständlich immer mit eingeschlossen.

    Abb. 1: Perspektivenschema zur Unterrichtsplanung. Aus: Klafki 2007: 272.

  • Seite 6 von 92

    miteinander verknüpft, weshalb keinem eine Vorrangstellung eingeräumt werden darf, da

    „kein Inhalt […] ohne methodische Aufbereitung zum Unterrichtsgegenstand [wird], ebenso

    wenig wie keine Methode ohne Inhalt auskommt“ (Gonschorek/Schneider 2007: 138).

    Dem Thema Haustiere wird im Folgenden in einer Projektwoche mit fünf Unterrichtstagen

    behandelt. Dabei werden sowohl Lehrer anderer Fächer als auch Eltern einzelner Schüler

    mit in den Unterricht einbezogen. Die integrative Grundschulklasse, für welche die folgende

    Unterrichtseinheit geplant wird, umfasst 21 Schüler, von denen eine Schülerin das Rett-

    Syndrom hat, zwei andere zeigen Probleme im Schriftspracherwerb.

    Zu Beginn dieser Unterrichtsplanung steht die Begründung des ausgewählten

    Bildungsinhalts, in einem zweiten Teil werden die Lernvoraussetzungen und

    Aneignungsmöglichkeiten dar

Recommended

View more >