booklet :: hot spot wien

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Hot Spots PROGRAMMBEREICH CONTEMPORARY ARTS & CULTURAL PRODUCTION | SCHWERPUNKT WISSENSCHAFT UND KUNST | UNIVERSITÄT SALZBURG IN KOOPERATION MIT UNIVERSITÄT MOZARTEUM

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Wien gilt als als eine der lebenswertesten Städte Europas bzw. als kultureller Hot Spot. Studierende der Universität Salzburg und des Mozarteums wollten es deshalb genau wissen: Warum wirkt Wien für KulturliebhaberInnen und Kunstschaffende so anziehend? Und was zeichnet Wien als "kulturellen Hot Spot" aus? In Rahmen eines Workshops setzten sie sich zunächst mit verschiedenen Themen wie "Wien als Genussstadt", "Kreativstandort" oder "Wien in Musik, Literatur und Theater" auseinander. Anschließend ging es direkt vor Ort auf die Suche nach traditionellen sowie auch modernen Wiener Kunst- und Kultureinrichtungen. Diese Eindrücke werden ab 16. Januar in der Ausstellung "Hot Spot Wien" präsentiert. Im Booklet "Hot Spot Wien", ihrem ganz persönlichen Reiseführer, geben die Studierenden Einblicke in unkonventionelle und etablierte, renommierte und kaum bekannte, zeitgenössische und traditionelle, aber vor allem sehr vielfältige Kunst- und Kultureinrichtungen Wiens. Viel Spaß beim Schmökern!

TRANSCRIPT

Page 1: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spots

programmBereicH contemporary arts & cultural production| scHWerpunKt WissenscHaFt und Kunst | uniVersitÄt salzBurg in Kooperation mit uniVersitÄt mozarteum

Page 2: Booklet :: Hot Spot Wien

Wintersemester 2013/14Vortragende : siglinde lang, julia jung

Page 3: Booklet :: Hot Spot Wien

drei tage wien... zahlreiche eindrücke

Page 4: Booklet :: Hot Spot Wien
Page 5: Booklet :: Hot Spot Wien

tag eins… Bildende kunst

Page 6: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – WUK – OOPP: Siglinde Lang

WUKWUKWUKWUK –––– Werkstätten und KulturhausWerkstätten und KulturhausWerkstätten und KulturhausWerkstätten und Kulturhaus

www.wuk.at

Innenhof

Logo

Kleinste Ausstellungszelle

Hot spot Wien – siglinde lang

Page 7: Booklet :: Hot Spot Wien

WUK – Werkstätten- & Kulturhaus

Erste Station unserer Wien-Reise war das WUK (Werkstätten- und Kulturhaus), ein alternatives Kulturzentrum im 9.

Wiener Bezirk. Das ehemalige Lokomotivfabrik-Gebäude befindet sich seit 1979 in der Hand des Verein zur Schaffung

offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK). Das historische Gebäude beherbergt Proberäume, drei Kindergruppen, eine

Volksschule, eine Gesamtschule und ein Werkcollege (Oberstufenschule) sowie ein Hort, Veranstaltungshallen, ein Café-

Restaurant ("Statt-Beisl"), Ausstellungsräume, Werkstätten, Ateliers und das Frauenzentrum (FZ). Über 400

Veranstaltungen an 1.000 Spieltagen ziehen jährlich über 80.000 Besucher in die denkmalgeschützte Location. Mit über

12.000 Quadratmetern Grundfläche gehört sie zu den größten Einrichtungen dieser Art in Europa. Der Verein zur Schaffung

offener Kultur- und Werkstättenhäuser ist seit Beginn Rechtsträger des WUK und wird von einem sechsköpfigen Vorstand

geleitet. Dieser entscheidet über die strategische Ausrichtung. Alle zwei Jahre wird auf der jährlich stattfindenden

Generalversammlung der Vorstand neu gewählt.

Das WUK im Überblick:

1. Drei wesentlichen Teilbereiche : • WUK Kulturbetrieb (Programmsparten Performing Arts, Musik, Kinderkultur und Kunsthalle Exnergasse) • WUK Bildung und Beratung (Bildungs- und Beratungseinrichtungen für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen • Die Selbstverwaltung (rund 150 Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen ) 2. Finanzierung

• WUK erhält öffentliche Förderungen • Größter Teil der Förderung durch die Stadt • Ca. 30.000 Euro Einnahmen pro Jahr durch die Mitgliedsbeiträge • Kindergarten und Schule in Form von Vereinen, finanzieren sich selbst

3. Organisatorisches/Sonstiges

• TTP (TanzTheaterPerformance) • Proberäume selbst verwaltet • 25 freie Gruppen, die sich hier treffen und trainieren • Veranstaltungsraum für Konzerte • Atelier für Stipendiaten-Künstler + Projektraum für Ausstellungen • Beratungs- und Bildungseinrichtung • Fahrrad.Flohmarkt: Fahrräder werden repariert; jeden ersten Mittwoch im Monat findet ein Fahrradflohmarkt

statt

Page 8: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – MUSA – OOPP: Siglinde Lang

MUSAMUSAMUSAMUSA ––––Museum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie Artothek

Logo Eingangsbreich Ausstellungsraum

.

Hot spot Wien – siglinde lang

Page 9: Booklet :: Hot Spot Wien

MUSA – Museum Startgalerie Artothek

Gründung 1979

Sammlung zeitgenössischer Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien

Nächste Station an unserem ersten Tag mit Fokus auf Bildende Kunst war das MUSA. Diese Abkürzung steht für Museum Startgalerie Artothek (früher MUSA Museum auf Abruf) und beschreibt sowohl die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Kulturabteilung der Stadt Wien, als auch eine 2007 eröffnete Kunstinstitution. Diese befindet sich direkt neben dem Wiener Rathaus. Ein sozialer Fördergedanke brachte die Kulturabteilung der Stadt Wien ab 1951 dazu, Kunstwerke von vorwiegend Wiener Künstlern zu erwerben und damit den Grundstein zu einer der größten Sammlungen zeitgenössischer österreichischer Kunst zu legen. Aktuell bieten die mittlerweile ca. 20.000 Objekte von 3.500 Künstlern einen veritablen Querschnitt durch die Wiener Kunstentwicklung seit 1945. Vertreten sind dabei sämtliche Kunstsparten – Malerei, Graphik, Skulptur, Plastik, Fotografie, Film, Video, Installation, „Kunst am Bau“ (Mosaik, Sgraffito, Fresko). Die ausgestellten Werke stammen aus der umfassenden Sammlung oder sind Leihgaben. Zudem existiert eine Artothek, welche 1.200 bis 1.500 Zeichnungen, Aquarelle, Mischtechniken sowie verschiedene Druckgraphiken beinhaltet. Gegen eine geringe Gebühr können diese entlehnt werden. Ziel ist, einen direkten Kontakt mit Wiener Gegenwartskunst herzustellen, welcher zu einem besseren Verständnis zeitgenössischer Kulturproduktion beitragen soll und eventuell sogar das Sammelinteresse potenzieller Käufer zu wecken.

Daten, Fakten und Informationen:

• Eintritt frei • Das MUSA bietet drei bis vier Ausstellungen pro Jahr • 20 Mitarbeiter • Ausstellung: Die 70er Jahre. Expansion der Wiener Kunst Politische und sozialkritische Themen in der

Ausstellung • Feminismus • Die „neuen Medien“ dieses Jahrzehnts • Gesellschaftliche und kunsthistorische Themen • Sozialdemokratische Kulturpolitik • 1951: erste Sammlung • aktuelles Haus seit 2007 • Artothek: Kunstverleih (2,50 Euro pro Bild und Monat, Ausleihe bis zu zwei Jahre verlängerbar) • wechselnder Bestand an Kunstwerken aus der Sammlung der Kulturabteilung der Stadt Wien besteht aus rund

1.700 Grafiken • Querschnitt durch die Wiener Kunstentwicklung der letzten Jahrzehnte • Kunst im MUSA wird von einer Kommission entschieden und ausgesucht: Verwaltung liegt bei fünf Personen –

Drei Kommissionsmitglieder und zwei internationale Fachleute • Ausstellungsfläche von ca. 600 Quadratmetern • 300 Quadratmeter großer Innenhof, überspannt von einer freitragenden Glasdecke, bildet den zentralen

Ausstellungsraum • 450 Ateliers stehen der Stadt Wien zur Verfügung • 2004 wurde Kör gegründet (Kunst im öffentlichen Raum) - ist etwas eigenständiges • Wien hat das höchste Kulturbudget in Österreich • 5.000 Menschen sind in der Kunstbranche tätig • Kunst am Bau in den 50er 60er Jahren, rund 800 Projekte wurden realisiert • Damals waren besser Vorrausetzungen für Künstler, als heute.

Page 10: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot

DAS WEISSE HAUSDAS WEISSE HAUSDAS WEISSE HAUSDAS WEISSE HAUS ––––Museum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie Artothek

Logo

Hot Spot Wien – MUSA – OOPP: Siglinde Lang

Museum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie ArtothekMuseum Startgalerie Artothek

Paraflow 2013 aktueller Standort

aktueller Standort

Hot spot Wien – siglinde lang

Page 11: Booklet :: Hot Spot Wien

das weisse haus

Gegen Abend waren wir dann noch in das weisse haus zu Gast, dass sich als

Kunstverein, Ausstellungshaus und eine non-profit-Organisation zur Förderung und Präsentation junger Kunst

versteht.Jungen Künstlern bietet es neben der Präsentation ihrer Arbeiten Unterstützung in Form von Öffentlichkeitsarbeit,

eines internationalen Netzwerks sowie eine vielfältige Vermittlung in Künstlergesprächen. Die Gründung des weissen haus

erfolgte im Dezember 2007 im 7. Wiener Gemeindebezirk. Im April 2009 fand der erste Umzug in die Wollzeile 1 im 1.

Bezirk statt. Seit Juni 2012 befindet sich diese einzigartige Museumsform in ihrer nun vierten Location, einem früheren

Schulgebäude in der Argentinierstraße in der Nähe des Karlsplatzes. Jeder Standort des weissen hauses bietet

unterschiedliche Vorzüge und Herausforderungen - und beeinflusst durch seine Gegebenheiten das Programm des weissen

hauses.

Daten, Fakten und Informationen:

• besteht seit Dezember 2007 • erster Standort war im Kunstverein • bietet Künstlern aus unterschiedlichen Bereichen der Bildenden Kunst, Fotografie, Video- und Medienkunst eine

Plattform • zieht immer wieder um und bespielt wechselnde Räumlichkeiten in unterschiedlichen Bezirken • Förderung junger Künstler (umfassende Öffentlichkeitsarbeit, ein breites internationales Netzwerk sowie eine

vielfältige Vermittlung in Künstlergesprächen, Lectures, in Videointerviews, Begleittexten und einem Kinderprogramm)

• eine Ausstellung dauert durchschnittlich 5 Wochen • Ausschreibung für neue Unterkunft erfolgt alle drei Jahre („Calls“) • Einzel- und Gruppenausstellungen • Förderung durch die Stadt Wien, das Bundesministerium und private Förderer • Zusätzliche Installationen, die weitere Räumlichkeiten bespielen • Fokus auf junge Künstler, die noch studieren • Künstlergespräche zu Beginn der Ausstellung • 30-40 Mitglieder • Noch bis April 2014 in der aktuellen Location • Keine Miete, nur Betriebskosten • Eher auf nationale Einreichungen konzentriert • Meistens ausgestellt: Kunst gepaart mit Video-Installationen • Wechselnde Künstler und Locations machen den Reiz aus • Social Media-aktiv

Page 12: Booklet :: Hot Spot Wien
Page 13: Booklet :: Hot Spot Wien

tag zwei… theater & digitale kunst

Page 14: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – IGFT – OOPP: Julia Jung

IG Freie Theater(arbeit) www.freietheater.at

Logo

Sabine Kock

Aktion Bundeslandtour

Daten & Fakten Gründungsjahr: 1989 Standort: Gumpendorferstraße 63B, 1060 Wien Geschäftsführung: Sabine Kock Organisationsform: Verein Beschreibung

In der Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit – kurz IGFT – haben sich unterschiedlichste Personen, die in der freien, darstellenden Kunst tätig sind zusammengefunden, um die prekären Arbeitsverhältnisse der freien Szene zu verbessern. Ihr Ziel ist folglich „kulturpolitische, soziale, rechtliche und berufliche Interessen“ (siehe Vereinsstatuten) zu sammeln, in der Öffentlichkeit zu vertreten und von den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft einzufordern. Zu den gemeinsamen Interessen zählen etwa eine ökonomische Besserstellung, die Schaffung einer Sozialversicherungsstruktur oder schlichtweg mehr Transparenz. Demzufolge sind die Arbeitsfelder des Vereins in ebenso facettenreichen Feldern angesiedelt – beginnend bei der Kulturpolitik über Öffentlichkeitsarbeit, Beratung & Service bis hin zur Vernetzung und Verwaltung der IG-Verbindungen.

Persönliches Statement Nicht nur relevante Plattform/Sprachrohr für die freie Theaterszene, sondern darüber hinaus auch Dienstleister, Bibliothek und Herausgeber der Zeitschrift für freie Theater „gift“ u.a. Publikationen.

Hot spot Wien – julia jung

Page 15: Booklet :: Hot Spot Wien

Bei der Interessengemeinschaft Freie Theaterarbeit (kurz: IGFT) handelt es sich um einen Verein, in dem verschiedene

VertreterInnen der freien Kunst- und Theaterszene zusammenarbeiten. Der Verein ist 1989 aus der Szene entstanden und

wird sowohl durch Fördermittel der Stadt Wien, als auch durch Mitgliedsbeiträge der zurzeit ca. 1200 Mitglieder

subventioniert bzw. finanziert. Das Ziel dieser Zusammenarbeit wird folgendermaßen formuliert: „Förderung der

kulturpolitischen, sozialen, rechtlichen und beruflichen Interessen, Zusammenarbeit der Gruppen und Personen als solche

und Förderung und Erleichterung ihrer Kommunikation.“ Die einzelnen Interessen der Mitglieder sollen gesammelt,

geordnet und vermittelt werden. Dabei gliedert sich die Arbeit des Vereins in folgende gemeinsame übergeordnete

Interessen:

- Ökonomische Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Sinne der Sicherstellung des Existenzminimums, nach

Möglichkeit aber der Zahlung des durchschnittlichen FacharbeiterInnenlohns und unter Beachtung der

Sozialversicherungsstrukturen

- Durchsetzung demokratischer, transparenter und legistisch geregelter Entscheidungsverfahren hinsichtlich der

Fördermittelverteilung

- Die Möglichkeit, Vorbereitung und Durchführung freier Projekte sicherzustellen

- Schaffung der Verbindung zwischen verschiedenen kulturellen Angeboten

- Möglichkeit zur kostengünstigen Fort- und Weiterbildung

- Zugang zu Information

Besonders der Zugang und die Vermittlung von Information, stellt einen großen Bereich der Arbeit dar. Da die IGFT freie

KünstlerInnen, darunter viele Einzelpersonen unterstützt, ist der Informationsbedarf hinsichtlich Projektkoordination und

Finanzierung groß. In diesem Zusammenhang werden sowohl individuelle Hilfe und Beratung, als auch Workshops

angeboten. Ebenso wird das Angebot der Mediation in letzter Zeit häufiger in Anspruch genommen, da Konflikte zwischen

verschiedenen Akteuren zunehmend negativ in die Theaterszene eingreifen. Obwohl hauptsächlich Einzelpersonen

vertreten werden, fühlt sich die IGFT aber auch für Klein- und Mittelbühnen verantwortlich. Allein in Wien gibt es ca. 20

davon.

Page 16: Booklet :: Hot Spot Wien

Wir hatten die Gelegenheit eine Mitarbeiterin der IG Freie Theaterarbeit kennenzulernen und einen Einblick in ihre Arbeit

zu bekommen. Sie selbst versteht sich als Interessensvertreterin, die ihren KollegInnen der Theater- & Performanceszene

mit ihrem Wissen so gut wie möglich zur Seite stehen möchte. Dabei macht sie sie keine Abstriche – weder wenn sie einen

Anruf zu einer eher ungünstigen Zeit bekommt, noch wenn sie jemand um Hilfe bittet, der eigentlich kein Mitglied des

Vereins ist. Auf mich persönlich wirkte sie wie eine Frau, die sich zwar einerseits ganz und gar ihrer Passion, dem Theater,

verschrieben, aber andererseits durch ihren Job genug Erfahrung gesammelt hat, um dem Thema etwas nüchterner

gegenüber zu stehen. Immer wieder vermittelte sie uns in einer sehr offenen und ehrlichen Art, dass das selbstständige

Organisieren eines freien Theaterprojekts keine Kleinigkeit sei und dass man ständig mit Widrigkeiten zu kämpfen hat. Im

Gegenzug betonte sie aber auch, dass sie sich nicht vorstellen könnte, etwas anderes zu machen. Besonders diese

Verbindung, zwischen theoretisch rechtlicher Arbeit im Rahmen des Vereins und der Leidenschaft zu der praktischen Arbeit

machte sie so glaubwürdig. Letztendlich weiß ich, dass es nicht einfach sein wird, in diesem Bereich zu arbeiten, aber noch

mehr konnte ich von einem Menschen, der genau das vermittelt, lernen, dass es sich trotzdem lohnt, sich mit allen

Problemen und Widrigkeiten zu konfrontieren, wenn man mit Leidenschaft hinter seinen eigenen Projekten steht. In

diesem Zusammenhang kann man nur froh sein, dass es Institutionen wie die Interessensgemeinschaft Freie Theaterarbeit

gibt, die versuchen, einen so gut wie es geht zu unterstützen.

Page 17: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – IGFT – OOPP: Julia Jung

Burgtheater Wien www.burgtheater.at

Haus

aktuelles Logo

Matthias Hartmann

Daten & Fakten Gründungsjahr: 1748 bzw. 1888 Standort: Universitätsring 2, 1010 Wien Direktor: Matthias Hartmann (seit 2009) Spielstätten: Burgtheater | Akademietheater | Kasino am Schwarzenbergplatz | Vestibül Vorstellungen/Spielzeit: > 850 bei > 430.000 Besucherinnen (Auslastung > 80 %) Ensemble: über 80 namhafte fest engagierte SchauspielerInnen Beschreibung

Das Wiener Burgtheater ist nicht nur die wichtigste Schauspielbühne Österreichs sondern auch Europas größtes Sprechtheater. Folglich wird das Burgtheater als österreichisches Nationaltheater deklariert und verbindet in seinen Produktionen Tradition und Moderne mit Facettenreichtum, die regelmäßig mit Nestroy-Theaterpreisen ausgezeichnet wurden. Doch die von den WienerInnen liebevoll genannte Burg kann auch hinsichtlich ihrer Vermittlungstechniken als Pionier angesehen werden: neben traditionellen Publikumsgesprächen, Lesungen oder Matinées werden auch neue Medien eingesetzt. Die Website stellt demnach kein einseitiges Informationsmedium dar, auf dem nur Spielpläne, Trailer aktueller Produktionen o.ä. abgerufen werden können, sondern mithilfe des Online-Gästebuchs wird der Informationskanal umgekehrt. Überdies öffnet sich die Junge Burg durch ihr spezielles Repertoire, Workshops u.a. Angebote, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Schließlich ist das Burgtheater auch darin bestrebt, ihr Archiv zu verwalten und Publikationen zu veröffentlichen.

Persönliches Statement europaweit relevante Bühne

Hot spot Wien – julia jung

Page 18: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spots Wien

Burgtheater und Architekturzentrum

Das Burgtheater „Die Burg“

Am zweiten Tag stand das Burgtheater als zentraler Punkt auf

unserem Plan. Doch manchmal kommt es anders als man

denkt, weshalb wir das ehrwürdige Gebäude (vorerst) nur von

außen betrachten konnten. Umso mehr war jedoch der Anreiz

gegeben, das Ganze am Abend in Form eines Theaterbesuchs

nachzuholen. Denn die Burg ist die wichtigste Schauspielbühne

Österreichs und das größte Sprechtheater im

deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2010 verzeichnete das

Burgtheater erstmals in seiner Geschichte eine 90 % Auslastung, wovon viele andere Theater nur träumen können.

Am Abend war Der ideale Mann von Oscar Wilde in einer deutschen Fassung von Elfriede Jelinek zu sehen. Da es im Parterre

und den Rängen keine Karten mehr gab, war die einzige Möglichkeit das Stück von der Galerie aus zu sehen. Für diese

kostengünstige Kategorie sollte man einigermaßen schwindelfrei sein. Aus 18m Höhe bekommt man einerseits einen

anderen Blick auf die Bühne und noch dazu ermöglicht es einen wunderbaren Gesamteindruckvom Theater. Der

traditionsgemäß opulente Luster scheint zum Greifen nahe.

Wem sich die Gelegenheit bietet oder wer spontan einen freien Abend in Wien hat, der sollte die Chance nutzen und der

Burg einen Besuch abstatten. Karten können, sogar relativ kurzfristig, übers Internet bestellt werden. Man kann auch

einfach vorbei schauen und mit etwas Glück bekommt man Restkarten.

Page 19: Booklet :: Hot Spot Wien

Das Architekturzentrum

Der alternative Plan zum Burgtheater am Nachmittag war schnell gefunden und

lieferte einen sehr wertvollen Beitrag zum Verständnis der Geschichte der

Donau-Metropole. Das Architekturzentrum Wien (AzW) liegt mitten im

Museumsquartier und ist, wie der Name es schon verrät, ein Zentrum für alle

Architekturbegeisterten. Unter seinem Dach vereint es Sammlung

(Dokumentations- und Forschungsabteilung), Bibliothek, Museum und

Veranstaltungsraum. Mit der a_schau bietet das Architekturzentrum ein permanentes Schaufenster der baukulturellen

Identität Österreichs. Auf 300m2 lassen sich 150 Jahre Architekturgeschichte erleben. In 10 Episoden bekommt der Besucher

einen Querschnitt durch die interessantesten architektonischen Begebenheiten in Wien und Österreich. Vielfältige Pläne,

Skizzen, Texte, Fotos, Modelle und Filme tragen dazu bei, die Entstehung der Ringstraßenarchitektur genauso facettenreich

zu beleuchten, wie die Ära des Roten Wien, ein kommunalsozialistisches Experiment, das sich besonders durch eine

engagierte Wohnungs-, Fürsorge- und Bildungspolitik hervortat. Auch die Kunst am Bau wird thematisiert, womit

zahlreiche freistehende Kunstwerke genauso wie wandgebundene Objekte und Fresken gemeint sind. Die Ausstellung gibt

Verweise, wo die eine oder andere Kunst am Bau auch heute noch zu entdecken ist. Das AzW öffnet dem Besucher die

Augen, um Wien einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Page 20: Booklet :: Hot Spot Wien

darum spielt die Burg eine WicHtige rolle im zeitgenössiscHen tHeater

Die feierliche Wiedereröffnung des neuen Hauses am Ring fand 1955 statt, denn das alte Gebäude am Michaelerplatz

wurde im Zweiten Weltkrieg zerbombt. Adolf Rott, damaliger Direktor des Burgtheaters stellte bei seiner Eröffnungsrede

die Frage: "Warum lebt dieses Theater mehr denn alles andere? Ich glaube, ich habe die Lösung gefunden: Dieses Theater war

nie eine Angelegenheit von ein paar wenigen Leuten, sondern dieses Theater ist wirklich aus dem Herzen Wiens, aus dem

Herzen Österreichs und aus dem Herzen Europas gewachsen."

Doch wie tief sich die Burg bzw. ihr Programm tatsächlich in die Herzen der WienerInnen, der ÖsterreicherInnen und der

EuropäerInnen einbrennen wird – dieses Ausmaß konnte Adolf Rott (noch) nicht abschätzen. Denn dabei spielten seine

Nachfolger – die Intendanten der zweiten Republik – eine entscheidende Rolle.

Während die Direktoren ihre individuellen Akzente setzten, etablierte sich das Haus zum renommierten Schauspielhaus und

gesellschaftlichem Treffpunkt. Adolf Rott integrierte während seiner Amtszeit (1954-59) turbulente Stücke von, während

der NS-Zeit verbotenen Schriftstellern, in den Spielplan. Sein Nachfolger Ernst Haeusserman (1959-68) verhalf dem

hauseigenen Ensembletheater zur Etablierung und Paul Hoffmann (1968-71) hob die Gesellschaftskritik wieder mehr

hervor. Die Anliegen beider Intendanten verschmolzen schließlich in den Tätigkeiten von Gerhard Klingenberg, der

zwischen 1971-76 nicht nur die Linie seiner Vorgänger verfolgte, sondern auch dem Publikum – durch ein schriftliches

Befragungsverfahren – Mitspracherecht sowohl in der Spielplangestaltung als auch hinsichtlich Reformvorschlägen

einräumte.

1976 kam schließlich der erste Ensemblevertreter an die Spitze des Burgtheaters. Achim Benning brachte in den nächsten

zehn Jahren wichtige Ur- und Erstaufführungen an das Haus – eine Uraufführung jedoch verschmähte der

Ensemblevertreter, nämlich Elfride Jelinkes Stück Burgtheater. In diesem Stück verarbeitete sie die österreichische

Nazivergangenheit der Burg, denn sie kritisierte die Anpassungsfähigkeit bzw. Verstrickungen von Publikumslieblingen wie

etwa den Hörbigers oder Paula Wesselys mit dem Nationalsozialistischen Regime. Die Uraufführung von Burgtheater fand

1985 folgedessen nicht Wien sondern in Bonn statt, die lediglich eine abgemilderte Empörungswelle nach Wien schlug.

Page 21: Booklet :: Hot Spot Wien

So wie Achim Benning lehnte auch sein Nachfolger Claus Peymann (1986-99) die Aufführung von Elfride Jelineks Stück ab,

obwohl dieser politische Kontroverse in Szene zu setzen wusste – so in etwa den unvergessenen Heldenplatzskandal:

Anlässlich des 50-jährigen Gedenkjahres (1988) an den Anschluss Österreichs an das sogenannte Hitlerdeutschland

beauftragte der Intendant Claus Peymann den Schriftsteller Thomas Bernhard mit einem Stück, das sich mit dieser

Vergangenheit – man erkenne die Ähnlichkeit zu Jelineks Stück – auseinandersetzen sollte, insbesondere da sich

Österreich bzw. viele ÖsterreicherInnen noch immer als erstes Opfer des Zweiten Weltkriegs betrachteten. Thomas

Bernhards Künstlerseele war hingegen von der Idee angetan, „an allen damals arisierten Geschäften der Wiener Innenstadt

Plakate anzubringen mit der Aufschrift: ‚Dieses Geschäft ist judenfrei‘“.

Obwohl das nicht zustande kam, verfasste er ein vergangenheitsbewältigendes Stück mit dem Titel Heldenplatz, dessen

Inhalt nicht vor der Uraufführung veröffentlich werden sollte. Trotzdem oder vermutlich gerade deshalb und vielleicht auch

aus Angst vor einem Skandal, wetterten die Medien mit (angeblichen) Textauszügen wie ‚„Österreich als geist- und

kulturlose Kloake‘, ‚mit mehr Nazis als 1938‘ und ‚6,5 Millionen Debilen‘“. Das Stück Heldenplatz wurde schließlich in einem

Rahmen aufgeheizter Stimmung, inmitten protestierender BürgerInnen im November 1988 in der Burg uraufgeführt. Laut

Claus Peymann war es ein Sieg – nicht nur des Applauses, sondern auch gegenüber den Medien, die ihren eigenen

Heldenplatz-Skandal inszenierten.

Seither verhielt es sich jedoch ruhig um das Burgtheater. Die Intendanten Klaus Bachler (1999 – 2009) und Matthias

Hartmann (seit 2009) haben eher Budgetnöte als Skandale öffentlich gemacht, denn berücksichtigt man die Inflation, so

stehen der Burg um 50 % weniger Mittel zur Verfügung als noch vor 14 Jahren. Das führt wiederum zu nicht-künstlerischen

Skandalen wie der Anklage des Billeteurs, die Arbeitsbedingungen in der Burg seien nicht mehr tragbar. Trotz dieser

gesellschaftskritischen Relevanz können wir nur hoffen, dass eine erneute Verschiebung hin zu den künstlerischen

Skandalen stattfinden wird.

Page 22: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – MQW – OOPP: Julia Jung

Museumsquartier Wien www.mqw.at

Kunsthalle und Leopoldmuseum

Logo

Areal

Daten & Fakten Eröffnung: 2001 (in zwei Etappen – Juni/September) Standort: Museumsplatz 1, 1070 Wien Direktor: Christian Strasser Institutionen: Architekturzentrum | Kunsthalle | ZOOM Kindermuseum | DSCHUNGEL | Leopold Museum | Tanzquartier | quartier21 | Halle E+G | mumok Areal: 90.000 m² Beschreibung

Das MuseumsQuartierWien (MQW) beherbergt diverse Institutionen unterschiedlichster Sparten (Bildende Kunst, Tanz/Theater/Performance, Digitale Kunst, Mode/Design) und zählt zu den größten Kunst- und Kulturarealen weltweit. Darüber hinaus wird das MQW für viele WienerInnen als Erholungsort angesehen, denn die einzigartige Architektur der Gebäude, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert entstammt, wird mit dem zeitgenössischen Stil charmant verbunden. Dieser Kunstlebensraum mit einem prächtigen Innenhof ist daher nicht nur Quelle künstlerischer Kreativität sondern auch kreativer Freizeitgestaltung. Saisonale Openair-Programme (Sommer im MQ/Winter im MQ) finden hier ebenso statt wie Konzerte, Lesungen, Modeschauen u.v.m.

Persönliches Statement Bündelung sämtlicher kunst- und kulturrelevanter Institutionen und Menschen an einem Ort.

Hot spot Wien – julia jung

Page 23: Booklet :: Hot Spot Wien

MuseumsQuartier Wien

Das heutige MuseumsQuartier gründet auf einer 300-jährigen Entstehungsgeschichte. Angefangen mit dem Bau der

kaiserlichen Hofstallungen im 18. Jahrhundert und dem Umbau in die sog. Winterreitschule (1850-1854), bis hin zur

Verwendung der Gebäude für Messe- und Ausstellungszwecke als sog. „Messepalast“ (1922). Die inzwischen in den Jahren

1980-1986 entstandene Diskussion über die Nutzung der Gebäude endete in einem Wettbewerb (1986), bei dem das

Projekt der Architekten Ortner & Ortner als Sieger hervorging. Der Spatenstich wurde jedoch erst 1998 gesetzt und durch

einige Verzögerungen kam es am 30.06.2001 zur Eröffnung des MuseumsQuartiers.

Das MuseumsQuartier gilt heute als Kunstraum, Schaffensraum und Lebensraum zugleich. Im Museumsareal findet man

eine Kombination aus historischen Gebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts, zeitgenössischer Museumsarchitektur und

gemütlicher Atmosphäre in den Innenhöfen, Cafés, Terrassen oder Shops. Mit einer Gesamtfläche von ca. 90.000qm bietet

das MuseumsQuartier viel Raum für Ausstellungen, Kunstprojekte und die Verwirklichung von Ideen freier

Kunstschaffender wie dem Artist-in-Residence Programm.

Besonders am MuseumsQuartier Wien ist die Vielfalt: man findet unterschiedliche Kunstrichtungen und –stile sowie

Kulturinitiativen und junge KünstlerInnen, die sich hier präsentieren. Das Spektrum reicht von großen Kunstmuseen wie

dem Leopold Museum, über Ausstellungsräume zeitgenössischer Kunst wie die Kunsthalle Wien bis hin zu modernen

Inszenierungen wie etwa das Filmfestival „Frame“ oder ImPulsTanz. Als Schaffensraum wird das quartier21 bezeichnet, das

mittlerweile rund 60 verschiedene Kulturanbieter unterstützt und ein internationales Artist-in-Residence Programm mit

über 350 KünstlerInnen aus dem Ausland führt.

Die einzelnen Häuser vertreten sich in der Öffentlichkeit autonom, planen jedoch auch zusammen Veranstaltungen. Um

viele Menschen für Kultur und Kunst zu begeistern, finden zahlreiche Events im Freien, im Innenhof oder den Passagen

statt. Besonders sind das Filmfestival „Frame“, Tanzperformances, Lesungen oder saisonale Freizeitangebote wie das

Eisstockschießen oder den zahlreichen Eispavillons mit Lichtinstallationen im Winter. Dabei haben auch Street ArtistInnen

(z.B. aus Amerika) die Möglichkeit, ihre Kunst zu präsentieren. Zur gemütlichen Wohnzimmeratmosphäre tragen auch die

für das MuseumsQuartier designten MQ-Hofmöbel bei (seit 2002), die als Kunstprojekte zum Anfassen vor allem junge

Leute anziehen. Diese sog. „Enzies“ gelten als Markenzeichen des Museums und werden weltweit ausgestellt sowie durch

ein jährliches Votum durch neue ausgewechselt.

Wichtig für das MuseumsQuartier ist auch die Integration in den sozialen Raum Wien mit seinem vielfältig bestehendem

Kulturangebot. Der Museumskomplex hat sich mit den Initialen „MQ“ im Stadtraum einen Namen gemacht und eine

Standortmarke geschaffen, was wiederum die Barriere zur Kultur aufbricht.

Page 24: Booklet :: Hot Spot Wien

Im Hinblick auf die Finanzierung verwalten sich die einzelnen Häuser des MuseumsQuartiers größtenteils autonom. Das

Leopold Museum beispielsweise wird durch eine Privatstiftung unterstützt und das mumok durch den Bund.

Einnahmequellen stammen aus der Vermietung unterschiedlicher Räume und Außenflächen, wo u.a. Ausstellungen oder

Werbeaktionen stattfinden.

Eindrücke

Das MuseumsQuartier bietet ein vielfältiges Angebot an Kunst- und Kulturräumen und schafft es, Klassiker und

renommierte KünstlerInnen mit moderner und zeitgenössischer Kunst zusammenzubringen. Es werden nicht nur

verschiedene Interessen der BesucherInnen berücksichtigt, sondern auch ein Kunstraum geschaffen, der allen öffentlich

zugänglich ist. Durch ein breites Veranstaltungs- und Kulturprogramm in den Höfen und Passagen oder durch die typischen

MQ Hofmöbel wird man dazu eingeladen, länger auf dem Museumsgelände die Atmosphäre zu genießen oder in der

Tonspur Passage, Wien und seine Klänge, bewusst wahrzunehmen. Beeindruckend war auch das quartier 21, das kleinere

und mittelgroße Kulturinitiativen vertritt. Dort werden vor allem Kunst- und Stilrichtungen wie Digitale Kultur,

Konzeptkunst, Klangkunst oder Game Culture unterstützt. Spannend war zu sehen, wie sich die hier austellenden Artist-in-

Residence KünstlerInnen (seit 2002) frei entfalten konnten, um ihre Ideen und Projekte zu verwirklichen – ohne

finanziellen Druck oder Gebundenheit an formale Richtlinien.

Page 25: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – quartier21 – OOPP: Julia Jung

quartier21 www.mqw.at

Logo Faceless part II

Areal

Daten & Fakten Eröffnung: 2002 Standort: im Museumsquartier am Museumsplatz 1, 1070 Wien künstlerische Leitung: Elisabeth Hajek Areal: 7.000 m² Beschreibung Das quartier21 ist Träger von rund 50 kleinen und mittelgroßen selbstständigen Kulturinitiativen im MQW, die mit neuen Thematiken, Produktionsformen oder außergewöhnlichen Präsentationsweisen an die klassische Museumslandschaft herantreten. Dabei wird ein Spektrum unterschiedlichster Sparten erfasst: von Medienkunst, Digitaler Kultur, Klangkunst und Konzeptkunst über Street Art, Mode und Design, Game Culture bis hin zu Fotografie und Literatur. Hauptaufgabe des quartier21 ist es folglich, diesen Initiativen eine Infrastruktur zu bieten, in welcher die Produktionen ermöglicht werden. Zu diesen KünstlerInnengruppen zählen u.a. monochrom, math.space, liquid frontierts oder das designforum. Daneben stellt das quartier21 – im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms –internationalen GastkünstlerInnen Studios zur Realisierung von Kunstprojekten mit ansässigen Initiativen zur Verfügung. Resultierend daraus ergibt sich die Ausstellung freiraum quartier21 INTERNATIONAL sowie die Dokumentation im Rahmen der AiR Publikationen.

Persönliches Statement Notwendiges Werkzeug zur Förderung zeitgenössischer junger KünstlerInnen und –kollektiven des Bereichs Digitaler Kunst.

Hot spot Wien – julia jung

Page 26: Booklet :: Hot Spot Wien
Page 27: Booklet :: Hot Spot Wien

tag drei … Musik

Page 28: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – Wiener Musikverein – OOPP: Julia Jung

Wiener Musikverein | Gesellschaft der Musikfreunde Wien www.musikverein.at

Haus

‚Logo‘

Großer Musikvereinssaal

Daten & Fakten Eröffnung des Hauses: 1870 Standort: Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien Säle: Große Saal | Brahms-Saal | Gottfried von Einem-Saal | Gläserner Saal/Magna Auditorium | Metallener Saal | Steinerner Saal/Horst Haschek Auditorium | Hölzerner Saal Kapazität gesamt: > 3.000 Personen bei voller Raumnutzung Konzerte/Jahr. rund 800 Beschreibung Jährlich verfolgen abertausende Menschen weltweit das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Wiener Musikverein – das machte das Haus berühmt. Die Gesellschaft der Musikfreunde bestand allerdings schon lange vor der Errichtung des Konzerthauses, dessen Bau 1863 u.a. von Kaiser Franz Josef initiiert wurde. Federführender Architekt war Theophil von Hansen; er entwarf ein Konzerthaus im klassisch-antiken Stil, das gleichzeitig eine sehr gute akustische Qualität aufgrund zahlreicher schallstreuenden Flächen aufweist. Die Wiener Musikfreunde zogen 1870 in das Konzerthaus und konnten ihr Ziel „Die ‚Emporbringung der Musik in allen ihren Zweigen‘“ nunmehr unter besseren Bedingungen verfolgen. Sie veranstalteten Konzerte, gründeten ein Konservatorium mitsamt Archiv, das heute zu den relevantesten der Musikwelt zählt und trugen so zur „Etablierung des öffentlichen Konzertlebens in Wien“ bei – was sie auch heute noch tun. Das Programm zeichnet sich durch die Konzertreihen unterschiedlichen Zyklen klassischer Musik aus.

Persönliches Statement Architektonisch wertvolles Haus, in dem der weltweit führende Konzertveranstalter – der Wiener Musikverein – sitzt und versucht, Alte und Neue Musik sowie die Etablierung des Konzertwesens zu fördern.

Hot spot Wien – julia jung

Page 29: Booklet :: Hot Spot Wien

Musikverein

Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Am dritten Tag unserer Wien Exkursion hatten wir die Möglichkeit eine der wichtigsten und bekanntesten Institutionen im

Bereich der Musik zu besuchen. Der Wiener Musikverein und das traditionsreiche Konzerthaus befinden sich im Zentrum

Wiens am Musikvereinsplatz. Mit ca. 800 Konzerten pro Session wird der Musikverein auch als Mittelpunkt der klassischen

Musikkultur Wiens bezeichnet.

Unter dem Musikverein versteht man zweierlei: Erstens das imposante Konzertgebäude und zweitens den Verein

„Gesellschaft der Musikfreunde“, welcher Eigentümer dieses Gebäudes ist.

Da der Platz, aufgrund des Publikumansturms nicht mehr genügte wurden im Keller des Gebäudes vier neue Säle

eingerichtet, welche hauptsächlich der Probe dienen. Der größte dieser vier neuen Säle ist der sogenannte Gläserne Saal.

Nicht nur Die Größe ist sehr charakteristisch, sondern auch die Flexibilität. Der Gläserne Saal geht über zwei Geschosse und

neben der Verwendung von moderner Technik für Ton, Licht und Akustik wurden Hubpodien eingebaut, wodurch der Saal

innerhalb von wenigen Minuten umfunktioniert werden kann. Der Gläserne Saal bietet Platz für maximal 400 Mitwirkende

und entspricht der Aufstellung des Goldenen Saals. Dies bietet einen besonderen Vorteil für das Anspielen, da unten d.h. im

Gläsernen Saal die gleichen Voraussetzungen wie oben (Goldener Saal) vorherrschen. Mindestens genauso wichtig wie der

Platz ist auch der Klang des Raums. Der Architekt Wilhelm Holzbauer hat beispielsweise die Decke sphärenartig konstruiert

sowie für die Gewährleistung einer flexiblen Akustik goldenen Platten an der Wand verwendet, welche man bis zu 40 Grad

ausfahren kann. Dies ermöglicht eine wandelbare bzw. veränderbare Akustik.

Ein weiterer neuer Saal des Musikvereins ist der Steinerne Saal, welcher Platz für ca. 70 Personen bietet. Der Saal ist mit so

wenig Technik wie möglich ausgestattet undgilt als ein Ort, an dem Geschichte lebendig wird. Historische

Musikinstrumente und wertvolle Manuskripte, einbezogen in die Architektur des Raums, verleihen dem Steinernen

Saal/Horst Haschek Auditorium ein besonderes Flair. Beim Umbau arbeitete der Architekt Holzbauer eng mit dem Akustiker

Quirin zusammen um eine perfekte Balance zwischen Akustik und Architektur zu finden.

Der Metallene Saal ist ein Anziehungspunkt für junges Publikum und ein idealer Raum für moderne und avantgardistische

Programme. Architekt Wilhelm Holzbauer setzt im Metallenen Saal bewusst auf zeitgemäße Klarheit, um ein kreatives

Ambiente für innovative Veranstaltungen zu schaffen. Dieser Saal kann vielseitig verwendet werden und fasst, je nach

Bestuhlungsvariante, bis zu 100 Personen. Der Saal orientiert sich an einer Blackbox und wird beispielsweise am Ball der

Wiener Philharmoniker als Disko genutzt.

Page 30: Booklet :: Hot Spot Wien

Der Umbau des Musikvereins Gebäude dauerte zweieinhalb Jahre, wobei während des Baubetriebs konstanter Spielbetrieb

war. Das bedeutete eine sehr gute Planung und Durchstrukturierung von Bau- und Probenplan. Die neuen Säle des

Musikvereins befinden sich ca. 12 Meter unter der Erde. Weitere Säle des Musikvereins sind der Große Musikvereinssaal, der

Brahms-Saal Gottfried von Einem-Saal und der Hölzerne Saal.

Der Musikverein wird von einem privaten Verein gefördert. Die Gesellschaft der Musikfreunde wurde im Jahr 1812

gegründet und feierte bereits sein 200 jähriges Bestehen. Darüber hinaus ist er im Besitz des drittgrößten musikalischen

Archivs der Welt, welches unter anderem Mozart, Schubert und Haydn-Symphonien umfasst, sowie Gemälde, Ludwig van

Beethovens Symphonie Nr. 3 oder auch Brahms Nachlass. 99,9 Prozent dieses Besitzes wurde durch Schenkungen und

Erbschaften angesammelt. Das Archiv des Musikvereins sieht sich selbst als eine wissenschaftliche Instanz.

Hauptsächliche Finanzierungsart des Vereins sind Gelder von Sponsoren wie Rolex und die Bank Austria, aber auch die

intensive BesucherInnenbindung durch Abos (ca. 50-80% der BesucherInnen besitzen ein Abonnement).

Die „Gesellschaft der Musikfreunde“ umfasst ca. 10.000 Mitglieder, wozu sowohlErwachsene als auchJugendliche zählen.

Vorteile einer solchen Mitgliedschaft sind Ermäßigungen, früherer Vorverkaufsbeginn, Zusendung der Zeitschrift

„Musikfreunde“ usw. Mitglied kann jeder mit einem Beitrag von 70 Euro pro Jahr werden. Außerdem verfügt jedes Mitglied

über ein einfaches Stimmrecht bei der Generalversammlung. Der Verein wird geführt vom Intendanten, welcher von der

Direktion gestellt und vom Verein gewählt wird. Ebenfalls gibt es den Senat, welcher eine beratende Funktion hat. Alle

Ämter des Vereins werden ehrenamtlich besetzt. Zu den Hauptaufgaben zählen:

1. Einrichtung des öffentlichen Konzertlebens

2. Einrichtung des musikalischen Archivs

3. Einrichtung des musikalischen Konservatoriums

Page 31: Booklet :: Hot Spot Wien

Der Musikverein beschäftigt ca.65 fest Angestellte und 40 geringfügig Beschäftigte. Von den geringfügig Beschäftigten

sind ca. 20 Personen Reinigungskräfte und der Rest hauptsächlich Billeteure.

Das Tagesgeschäft leitet der Intendant, der ebenfalls für das operative Geschäft und die Gestaltung des Programms

zuständig ist. Die Direktion ist ihm unterstützend zur Seite gestellt. Weitere Angestellte finden sich in der Presse (1 Person),

dem Betriebsbüro (1 Person), dem Verkauf (1 Person), der Programmdirektion (2 Personen), der Buchhaltung (3

Personen), Portiere (5 Personen), und für die Organisation der neuen Säle (2 Personen).

Besonders für den Musikverein ist der „Singverein“, welcher ein Zweigverein des Hauses ist. Alle Mitglieder singen

unentgeltlich aber was die Mitglieder des Wiener Singvereins verbindet, ist die Leidenschaft fürs Singen. Was sie leben, ist

die Kunst der Verwandlung. Seit mehr als 150 Jahren beweist der Wiener Singverein, dass Amateure Musik auf höchstem

Niveau machen können. Der Chor der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien zählt, beständig über die Zeiten hinweg, zu

den besten Konzertchören der Welt. Eine weitere Berühmtheit des Musikvereins ist der Ball der Wiener Philharmoniker,

denn einmal im Jahr verwandelt sich der Musikverein in den schönsten Ballsaal Wiens. Dieser findet jedes Jahr am dritten

Donnerstag im Januar statt. Außerdem zeichnet sich der Wiener Musikverein im internationalen Vergleich durch seine

humanen Preise aus.

Page 32: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – julia jung

Page 33: Booklet :: Hot Spot Wien

Arnold Schönberg Center

Das Arnold Schönberg Center wurde vor 15 Jahren in Wien fundiert. Zuvor befand sich dieses Institut seit Mitte der 70er

Jahre in Kalifornien. Nach 20 Jahren entstand jedoch ein Rechtsstreit zwischen den Erben und dem Vorgängerinstitut, da

diese nicht mit dem dort praktizierten Unterricht zufrieden waren und der Fokus der Universität sich nicht ausschließlich

auf Schönberg beschränkte. Das daraus resultierende Gerichtsurteil erlaubte den Erben, einen neuen Standort

auszuwählen. In die engere Auswahl fielen dabei Berlin, Wien und Den Haag. Der Standort Wien konnte vor allem durch die

Realisierung einer Privatstiftung punkten, die sich aus der Schönberggesellschaft Wien und dem Schönbergnachlass

zusammensetzt. Damit wurde Wien, die Geburtsstadt von Schönberg, als neuer Standort ausgewählt. Ursprünglich war das

Museumsquartier als Standort in Wien angedacht, da dieses jedoch nicht rechtzeitig fertiggestellt war, wurde 1998 das

Arnold Schönberg Center am Schwarzenbergplatz eingerichtet. Dieses besteht aus der Ausstellungsfläche und dem

Auditorium, in dem Symposien und Konzerte abgehalten werden. Das Herzstück des Centers bilden die Schönberg-

Utensilien, die aus dem Nachlass der Familie stammen. Teilweise befinden sich darin auch Leihgaben von anderen

Institutionen oder Museen. Am Institut selbst wird der Nachlass von Schönberg präsentiert und es finden Konzerte und

Workshops statt. Ziel des Instituts ist es, die Materialien zu lagern bzw. zu archivieren und Führungen durchzuführen und

damit das Material für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Durch die Digitalisierung der Materialien entstanden

urheberrechtliche Probleme, sowohl mit der Familie als auch mit verschiedenen Verlagen. Ziel ist es hierbei die Materialien

online zugänglich zu machen und damit einer großen Masse verfügbar zu machen. Da die Werke bis 2021 geschützt sind,

ist die Digitalisierung noch nicht abgeschlossen. Finanziert wird das Arnold Schönberg Center zu 70% von der Stadt Wien

und zu 30% vom Bund.

Arnold Schönberg selbst war Maler, Lehrer, Komponist, Theoretiker und Erfinder, wurde 1874 in Wien geboren und starb

1951 in Los Angeles.Längere Aufenthalte führten ihn nach Berlin, Barcelona, Paris und Boston. Kompositionsgeschichtlich

ist Schönbergs Name mit einer epochalen Neuerung verbunden, der »Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander

bezogenen Tönen«.

Page 34: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – Arena Wien – OOPP: Julia Jung

Arena Wien arenavie.com

Außenansicht

Logo

Veranstaltungsbeleuchtung

Daten & Fakten Gründungsjahr: 1976 Standort: Baumgasse 80, 1030 Wien Organisation: basisdemokratischer Verein Obmann: Markus „Malus“ Oralek Veranstaltungsbereiche: DreiRaum | Kleine Halle | Große Halle | Open Air | Open Air Kino Beschreibung Die Arena Wien – Österreichs größtes alternatives Kultur- und Kommunikationszentrum – hat bis dato eine ungewöhnlich aufregende Geschichte geschrieben: 1975/76 wurde der ehemalige Schlachthof St. Marx als Avantgardetheater von den Wiener Festwochen genutzt. Anschließend sollte das Gebäude abgerissen werden. Diese Pläne stießen allerdings auf massive Proteste. Um das Kulturzentrum zu erhalten besetzten VertreterInnen (sog. Arenauten) das Gelände; mit ihnen zahlreiche KünstlerInnen. Gegen den Verkauf konnten sie jedoch nicht standhalten. Dennoch wurde den AktivistInnen von der Stadt Wien ein Ausweichort zur Verfügung gestellt – der angrenzende kleinere Schlachthof. Heute wird er als autonomes Kulturzentrum geführt, das neben (Rock-)Konzerten u.a. Veranstaltungen auch als Plattform für Selbstbestimmung darstellt und Raum für unterschiedlichste soziale und kulturelle Aktivitäten bietet.

Persönliches Statement relevanter Ort und gleichzeitig Plattform für junge Erwachsene um selbstbestimmt und kooperativ zu arbeiten, trotz Etablierung in der Wiener (kommerziellen) Veranstaltungsszene.

Hot spot Wien – julia jung

Page 35: Booklet :: Hot Spot Wien

Die Arena Wien

Österreichs größtes alternatives Kultur- und Kommunikationszentrum

Der Verein Forum Wien Arena ist der Trägerverein von Österreichs größtem alternativen Kultur- und

Kommunikationszentrum. Durch ein vielfältiges Angebot, richtet sich die Arena Wien an viele verschiedene Zielgruppen.

Der Zweck des Vereines, der nicht Gewinnorientiert ausgerichtet ist, ist die Förderung und Verwirklichung von Kultur-,

Jugend- und Kommunikationszentren, sowie von zeitgemäßer Jugend-, Kultur- und Sozialarbeit in Wien und Österreich.

Die „Arena“-Besetzung fügte sich einem internationalen Trend, hatte damals doch die Besetzung von zum Abbruch

preisgegebener Gebäude und Industriebrachen durch subkulturelle Gruppen einen romantischen Elan. Typisch war die

Kombination von Protest und altem Ziegelgemäuer. Die AktivistInnen, die sich selbst auch „Arenauten“ nannten, legten in

der Nacht vom 27. Juni 1976 ihre ersten gemeinschaftlichen Pläne zur Rettung des Ausslandsschlachthofes fest. In dieser

Nacht nahm die bis in den Oktober andauernde Besetzung ihren Anfang.

Im Wien der 70er Jahre fehlten Orte für die Jugend-, Alternativ- und Gegen-Kultur, die nicht der Hochkultur zuzurechnen

war. Die Bauten des Auslandsschlachthofes St. Marx galten als architektonisch wertvoll und denkmalschutzwürdig. Der

erste Alternativvorschlag zum Gelände St. Marx bot die Gemeinde schon am 5. Juli 1976, ein denkmalgeschütztes

Renaissanceschloss, dass zu revitalisieren gewesen wäre. Als zweiten Vorschlag brachte die Gemeinde Mitte Juli eine

Lederfabrik in Meidling. Als dritte Alternative wurde am 1. September 1976 der Inlandsschlachthof St. Marx angeboten.

Keiner der drei Vorschläge wurde von den „Arenauten“ nach gründlicher Besichtigung angenommen. Für Wien bedeutete

die Arenabesetzung eine Wende nach der sich die moderne Subkultur gegen moderne Betonierer stellte. Zahlreiche, die

Kultur und Politik der nächsten Jahrzehnte, prägenden Persönlichkeiten haben ihre ersten entscheidenden

kulturpolitischen Gehversuche bei der Arenabesetzung von 1976 gemacht. Die Stadt Wien unterstützte seit der Besetzung

zunehmend alternative Bewegungen, Jugendgruppen und Kulturzentren. Der Plan der „Arenauten“, ein eigenständiges

Kulturzentrum zu errichten, verwirklichte sich in kleinerem Umfang im benachbarten Inlandsschlachthof, in der heutigen

Arena, die in der Folge vor allem für Rockkonzerte Profil gewann. Hardrock-Punkkonzerte und Events anderer

Stilrichtungen finden und fanden hier statt. Aber auch Kulturinitiativen hatten nach dem Ende des Arena-Sommers ihre

Heimat gefunden.

Page 36: Booklet :: Hot Spot Wien

Eine der wesentlichen sozialen Funktionen der Arena heute, liegt im Anspruch auf selbstbestimmtes, kooperatives

Arbeiten. Dieses Modell erfüllt ganz wesentlich auch eine integrative Funktion für Menschen aus sozialen Randgruppen.

Engagierte Jugendliche und junge Erwachsene können eine Vielzahl an Fähigkeiten und beruflichen Kompetenzen

erwerben, die später auch abseits der Arena genutzt werden können. Die Arena sieht sich nunmehr seit über 30 Jahren als

Plattform für kulturelle und soziale Aktivitäten. Konzerte, Solidaritäts-Veranstaltungen, Clubbings, Internationale Top-Acts,

Partys, Events aufstrebender VeranstalterInnen, Festivals, Open Airs, sowie Freiluftkino im Sommer und vieles mehr

belegen die Vielfalt der Möglichkeiten, die der ehemalige Schlachthof nun als Fixpunkt in Wiens Veranstaltungsszene

bietet.

Mit 200.000 € wird die Arena von der Stadt Wien subventioniert. Dies entspricht rund 1/5 der Gesamtkosten. Das größte

Problem besteht darin, dass immer mehr Auflagen hinzukommen und diese zu finanziellen Engpässen führen.

Page 37: Booklet :: Hot Spot Wien

das hat wien auch nOch zu Bieten…

Page 38: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – anna Feiler

Page 39: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – Kim scHaFleitner

Page 40: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – nadine Kallert

Page 41: Booklet :: Hot Spot Wien

Künstlerhaus Wien

von und für KünsterInnen

Das Künstlerhaus befindet sich im Stadtzentrum von Wien und dient als Ausstellungsgebäude für Ma-lerei, Architektur, Bildhauerei und angewandter Kunst. Architekt des Künstlerhauses war August We-ber. Das Gebäude wurde zwischen 1865 und 1868 errichtet und ist in Besitz der Gesellschaft bildender Künstler Österreichs, der ältesten Künstlervereinigung Österreichs. Der Verein umfasst derzeit ca. 500 Mitglieder aus allen Bereichen der bildenden Kunst. Mit seiner interdisziplinären Vereinsstruktur und dem vielfältigen Raumangebot des Künstlerhauses (Kino, Theater, Ausstellungshaus, Aktivitäten am Kunstplatz Karlsplatz) verfügt die Gesellschaft bildender KünstlerInnen Österreichs über ein kreatives Potential, aktuelle Fragen künstlerisch zu thematisieren und in kreativen Prozessen zu forcieren.

Ziel des Künstlerhauses ist es, öffentliches Verständnis für Kunst zu fördern. Um diese Ziele zu verwirk-lichen, arbeitet das Künstlerhaus intensiv mit in- und ausländischen Kulturinitiativen, mit den öffentli-chen Institutionen Österreichs und der Europäischen Union zusammen

Stephanie Müllers, 0920775 VU Hot Spots I - Wien

Hot spot Wien – stepHanie müllers

Page 42: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – ursula proKscH

Page 43: Booklet :: Hot Spot Wien

MAK Wien – Haus am Ring http://www.mak.at

Innenhof Logo „100 Plakate“

DATEN UND FAKTEN MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst

Gründung: 1863 als „k.k. Österreichisches Museum für Kunst und Industrie“

Standort: bis 1864 in Wien 9, ab 1877 in Ferstels Gebäude am heutigen Standplatz am Stubenring 3

Leitung: seit 2011 Christoph von Thun-Hohenstein

Ausstellungsfläche: ca. 2.700qm

BESCHREIBUNG Das ursprünglich als Mustersammlung angelegte Kunstgewerbemuseum MAK zeigt in

seinen Ausstellungsräumen eine außergewöhnliche Verbindung aus angewandter Kunst,

Design, Architektur und Gegenwartskunst. In den weitläufigen Räumen des Ringstraßenbaus

von Heinrich von Ferstel wird eine Vielfalt an Sammlungen gezeigt, die verschiedene

Design- und Kunstformen, Materialien und Objekte ausstellen (Keramik, Textilien etc.).

Als Ziel setzt sich das MAK die „Übertragung von Kunst in den Alltag“. Auf Basis von

Tradition sollen neue Perspektiven geschaffen werden: Durch die Konfrontation von

gesellschaftspolitisch relevanten Fragestellungen mit Ansätzen der Gegenwartskunst, der

angewandten Kunst, Designs und der Architektur soll ein Wandel der Gesellschaft in sozialer

und kultureller Sicht erreicht werden. Wichtige Punkte sind dabei, die Förderung initiativer

Projekte und NachwuchskünstlerInnen (aktuell: „100 Beste Plakate“) sowie der Schaffung

von Kooperationen und Netzwerken im Design- und Architekturbereich.

Persönliches Statement Gelungene Verbindung aus traditioneller Schausammlung und zeitgenössischer Kunst. Ort

des internationalen und künstlerischen Austauschs (z.B. Österreich im MAK, After Work

Meeting Point).

Hot spot Wien – maya BeyreutHer

Page 44: Booklet :: Hot Spot Wien

OOPP Anna-Maria Schäfer 30.10.13  

„...für eine Kunst, die nicht nur im Museum auf dem Hintern sitzt.“

(Claes Thure Oldenburg)

Daten und Fakten

• MuseumsQuartier Museumsplatz 1 A-1070 Wien

• Ausstellungsfläche: 4.500 m², Exponate: 10.000

• Am 21. September 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts (später 20er

Haus) im Schweizer Garten eröffnet

• Am 15. September 2001 erfolgte die Neueröffnung des mumok im

MuseumsQuartier

Beschreibung

Als größtes österreichisches Museum für

internationale Kunst seit der Moderne

präsentiert das mumok eine Sammlung der

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Schwerpunkte sind u.a. Werke aus den

Bereichen Pop Art und Fotorealismus, Fluxus

und Nouveau Réalisme, Wiener Aktionismus,

Performance-, Konzeptkunst und Minimal Art sowie darauf aufbauende

Kunstrichtungen von den 1980er-Jahren bis in die Gegenwart. Auch gesellschafts-

und institutionsanalytische Kunst seit den 1960er-Jahren macht einen relevanten

Teil aus. Die Integration bedeutender Positionen österreichischer Kunst in den

internationalen Kontext steht im Mittelpunkt. Ein wesentliches Anliegen besteht

darin, mit der Kunst auch deren geschichtliche und theoretische Grundlagen zu

vermitteln und daher den Diskurs in Form von Publikationen und wissenschaftlichen

Veranstaltungen zu fördern. Das Museum soll eine Dialogplattform zwischen

Kunstgeschichte und aktuellem Kunstgeschehen darstellen, sowie eine Schnittstelle

zwischen KünstlerInnen und Kunstinteressierten bilden.

Ort der lebendigen Auseinandersetzung mit moderner und zeitgenössischer

Kunst  

Claes Thure Oldenburg)

Kunst, die sich

einmischt, die Brüche und Umbrüche in

unserer Gesellschaft

aufzeigt

die eingefahrenen

Rituale aushebeln

eingefahrenen

Kunst, die sensibilisiert und unsere Vorstellungswelt vergrößert

Hot spot Wien – anna - maria scHÄFer

Page 45: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot Spot Wien – sound:frame Festival – OOPP: Julian Radam

sound:frame Festival soundframe.at

sound:frame Festival sound:frame AV (Plattform/label) Logo Daten & Fakten Gründung: 2007 Standort: variabel, verschiedene Veranstaltungsorte (2013: MAK, brut, Fluc) Zweck: Plattform für die Verknüpfung von Klangkunst und visueller Kunst unter wech-

selnden Mottos Beschreibung Seit seiner Grundsteinlegung im Jahr 2007 setzt das sound:frame Festival setzt auf die Etab-lierung von interdisziplinären Kunstformen im internationalen Rahmen mit Fokus auf Klangli-chem und Visuellem. Dabei sollen Musiker aus der Club-Szene auf Augenhöhe mit Künstlern und Theoretikern präsentiert werden. Am besten aber, wenn sich diese sich nicht gegenüber stehen, sondern gemeinsam in eine Richtung blicken, soll heißen Kollaborationen zwischen VJs, Medienkünstlern, Architekten, Designern und Musikern sind ausdrücklich erwünscht. Thematisch ist das Festival als ein fließender Strom zu sehen; das eine ergibt sich aus dem anderen: „evolution remixed“ (2009), „dimensions“ (2010), „perFORMance“ (2011), „sub-structions“ (2012), bis zum diesjährigen „collective“. Persönliches Statement Ein qualitativ hochwertiges Festival, das den aktuellen Zeitgeist der Verknüpfung von ver-schiedensten Kunstrichtungen vorantreibt.

Hot spot Wien – julian radam

Page 46: Booklet :: Hot Spot Wien

Das Tanzquartier W

ien (TQW

) ist eines der w

ichtigsten Häuser in E

uropa, wenn es

um das W

eiterdenken und die Förderung von zeitgenössischem

Tanz und Perform

ance, sow

ie den damit in Verbindung stehenden

theoretischen Diskursen und P

ositionen geht. Vor dem

Hintergrund eines transdisziplinären

Kunstverständnisses, das sich auch in der

Lage des TQW

inmitten des M

useums-

Quartier W

ien wieder findet, bestim

men

das Erspüren von gegenw

ärtigen Entw

ick-lungen und richtungw

eisenden Tendenzen im

Tanzschaffen und die dialogische Nähe

mit den K

ünstlerinnen und Künstlern unser

Handeln ebenso w

ie die Formate.

Zitat: „D

och das Paradies ist verriegelt und der

Cherub hinter uns; w

ir müssen die R

eise um die

Welt m

achen, und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendw

o wieder offen ist.“ (H

einrich von K

leist)

Begründung für die A

uswahl:

Tanz und Bew

egung sind wichtige E

lemente, die

unser Leben stets begleiten sollten. Tanz befreit, bew

egt und beflügelt die Sinne. Laut B

erichten befreit sogar schon das Zuschauen. A

ls selbst be-geisterte Tänzerin w

üßte ich keine anderes Zent-rum

in Österreich, dass ein vielfältigeres, creatives

Program

m für P

uplikum und Tänzer anbietet als

das Tanzquartier Wien.

Ein w

esentliches Ziel des P

roduktionsortes Tanzquartier W

ien, der sich als Wegbegleiter der K

ünstlerInnen begreift, ist die E

tablierung von ChoreografInnen bzw

. KünstlerInnen

und deren Arbeiten sow

ohl in lokalen wie auch in internatio-

nalen Interessentenkreisen und Netzw

erken.

Zur Internationalisierung von Tanz und Perform

ance aus Ös-

terreich und um die P

roduktionsbedingungen und -vorausset-zungen für C

horeografInnen und KünstlerInnen in E

uropa zu verbessern, initiiert das Tanzquartier W

ien unterschiedliche P

rojekte – w

ie das in 2012 lancierte Internationale Perfor-

mance N

etz Austria und das E

U-geförderte P

rojekt Modul-

Dance – und ist m

aßgeblicher Partner in internationalen

Netzw

erken, wie u.a. dem

European D

ancehouse Netw

ork.S

eit 2001 im

Museum

sQuartier (M

useumsplatz 1, 1070

Wien) lokalisiert und verfügt hier über zw

ei voneinander ge-trennte S

pielstätten:

Only_O

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manuela seethaler

Hot spot Wien – manuela seetHaler

Page 47: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – martina KuBe

Page 48: Booklet :: Hot Spot Wien

WestLicht – Schauplatz für Fotografie

http://www.westlicht.com/

Daten und Fakten

Gründungsjahr 2001

Standort Westbahnstraße 40, 1070

Leitung Peter Coeln und Verena Kaspar-Eisert

Ausstellungsfläche 800 m2

Beschreibung

Einst Glasfabrik, später EOK 2001 Fotostudio und nun Schauplatz für Fotografie im Kleid eines 50er

Jahre-Lofts – das ist WestLicht.

Aus einer Privatinitiative heraus von Liebhabern und Kamerasammlern gegründet, ist WestLicht

vielmehr als nur ein Fotomuseum. Die Bandbreite der gezeigten Werke verschiedenster

KünstlerInnen reicht von aktuellen Tendenzen der Fotografie über Klassiker des Mediums bis hin zu

Gruppen- und Themenausstellungen. Pro Jahr finden etwa sechs bis acht Ausstellungen statt.

Neben seiner Funktion als Ausstellungsraum, verfügt WestLicht auch über eine umfassende

Fotosammlung mit rund 40 000 Objekten unterschiedlichster Herstellungsverfahren – denen

historische aber auch neuere Technologien zu Grunde liegen – einer Pollaroid Sammlung und ein

Kameramuseum. WestLicht hat es sich zum Ziel gemacht eine Symbiose zwischen Apparatur und

Fotografie herzustellen. Technophile und Seh-Sinnige sollen hier gleichermaßen auf ihre Kosten

kommen.

Persönliches Statement

Große Vielfalt, Theorie und Praxis unter einem Dach, Fotografie damals und heute, Information

und künstlerischer Zugang.

Logo Ausstellungsräumlichkeiten

Hot Spot Wien – WestLicht – OOPP: Widerin Clara

Kameras

Hot spot Wien –clara Widerin

Page 49: Booklet :: Hot Spot Wien

Hot spot Wien – ursula proKscH

Page 50: Booklet :: Hot Spot Wien

Die Wiener Staatsoper  Die   Wiener   Staatsoper   oder   auch  

bekannt  als  das  „Erste  Haus  am  Ring“  

ist   eines   der   weltweit   führenden  

Opernhäuser   und   das   wohl  

berühmteste   Opernhaus   Wiens.  

Bereits   seit   dem  17.   Jahrhundert  wurden   in  Wien  Opern  aufgeführt.  Mit  der  Premiere  

von   Don   Giovanni   (Mozart)   wurde   am   25.   Mai   1869   das   Opernhaus   in   Wien   in  

Anwesenheit  von  Kaiser  Franz  Joseph  und  Kaiserin  Elisabeth  eröffnet.    

Die  Planung  des  Opernhauses  übernahm  der  Wiener  Architekt  August  von  Sicardsburg  

und  Eduard   van  der  Nüll   übernahm  die  Gestaltung  der   Innendekoration.  Auch   andere  

namhafte   Künstler   trugen   zur   Gestaltung   des   Wiener   Opernhauses   bei.     Unter   der  

Leitung  von  Gustav  Mahler  wuchs  die  Popularität  der  Wiener  Oper,  denn  das  veraltete  

Aufführungssystem  wurde  von  Grund  auf  erneuert  wodurch  die  Wiener  Oper  im  neuen  

Glanz   erstrahlte.   Ebenfalls   international   bekannt   sind   die   Wiener   Philharmoniker,  

welche  sich  aus  den  Mitgliedern  des  Staatsopernorchesters  zusammenschlossen.    

Ein   dunkles   Kapitel   in   der   Geschichte   des   Opernhauses   spielte   sich   in   der   Zeit   des  

Nationalsozialismus  ab,  als  viele  Mitglieder  des  Hauses  verfolgt  und  ermordet  wurden.  

Viele  Werke  durften  in  dieser  Zeit  nicht  aufgeführt  werden.  Im  zweiten  Weltkrieg  wurde  

das   Wiener   Opernhaus   durch   Bombenwerfer   weitgehend   zerstört,   doch   der  

Wiederaufbau   ließ   nicht   lange   auf   sich   warten   und   bereits   im   Jahr   1955   konnte   das  

Opernhaus   unter   Karl   Böhm   wieder   eröffnet   werden.   Die   Eröffnungsfeierlichkeiten  

wurden  vom  Österreichischen  Fernsehen  übertragen  und   in  der   ganzen  Welt   zugleich  

als  Lebenszeichen  der  neuerstandenen  2.  Republik  verstanden.  

 

                     

 

 

 

Hot spot Wien – zapletal daniela

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schwerpunkt Wissenschaft und Kunst /Bergstraße 12 / eg., 5020 salzburg / 0662 8044 2383 www. w-k.sbg.ac.at