hallo taxi 10 2009

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Hallo TAXI, das Magazin für den Taxiunternehmer, Ausgabe 10 / 2009

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  • Das Magazin fr Taxiunternehmer Oktober 2009

    CiTrOen lssT niChT lOCker

    ISSN

    09

    49

    -92

    88

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    94

    61

    Taximord in oldenburGTTer ScHNell GefassT

    skoda superb kombi - volkswaGens besTes Taxi im TesT

    bZp-TaGunG in freiburGbucHHolz und Zander besTTiGT

    T-modell der e-klasse im TesTmeHr meHr-werT

    26. Jahrgang 1,80

    Weltpremiere:Das neue T5-Taxi

  • Willkommen in der Ruhezone. Entspannt unterwegs im neuen E-Klasse Taxi.

    Nehmen Sie Platz in der neuen Generation der E-Klasse. Umgeben von umfangreicher innovativer Technik fr sicheres und wirtschaftliches Fahren, erleben Sie das beruhigende Gefhl, Hektik und Stress hinter sich zu lassen. Als Fahrer genauso wie als Fahrgast. Mercedes. Das Taxi.

    091.

    3033

    TX

    0801.022_Taxi_2009_A4_RZ.qxd:Layout 1 30.04.2009 10:38 Uhr Seite 2

  • Hallo TAXI 3

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    Balzac (1799-1850) erkannte den wahren Charakter von Straftaten. Nach dem

    gewaltsamen Tod des Oldenbur-ger Kollegen Erhard P. stellt man sich unweigerlich die Frage, wie

    ein bisher unbescholtener Heranwachsender zu einer

    solchen Tat fhig ist. Man wird Erklrungen suchen und finden.

    Die Hinterbliebenen und das Ge-werbe bleiben mit ihren Fragen

    aber allein.

    Auch die Taxi-Stiftung Deutschland ist nicht in der

    Lage, das Unbegreifliche begreif-lich zu machen. Damit aber aus

    der menschlichen Katastrophe nicht auch noch eine finanzielle

    wird, hat sie schnell geholfen. Der Familie des Getteten und der schwer verletzten Kollegin aus Delmenhorst. Und vielen

    Opfern von Gewaltverbrechen zuvor.

    Alle Verbrechen haben als Grund-lage eine falsche berlegung.

  • 4 Hallo TAXI

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    An diesem Tag soll der Schler gegen 15 Uhr in das Taxi seines ers-ten Opfers Erhard P. gestiegen sein. Was dann passierte, ist noch unklar. Um 16:30 fanden Spaziergnger und ein Landwirt den 58-jhrigen Ta-xifahrer erstochen an einem Feld-weg. Auf dem Beifahrersitz lag ein Messer. Nur 24 Stunden spter er-neut ein Schock fr das Bremer und Niederschsische Taxigewerbe: Die 61jhrige Brigitte Sternagel (siehe Bericht in diesem Heft) rettet sich nach einer Attacke mit zahlreichen Messerstichen im nur 40 Kilometer entfernten Stuhr in ihren Heimatort Delmenhorst und berlebt. Umgehend bildet die Polizei die Mordkommission Taxi, der zeit-weise 30 Beamte angehren und fahndet am 28.9. ffentlich nach dem mutmalichen Tter Micky M. Schon am 29.9. wird der Beschul-digte in der Bremer Innenstadt fest-genommen. Er wurde von einem ehemaligen Freund erkannt, als er unbehelligt durch die Stadt lief.Einen Tag spter wurde M. dem Haftrichter vorgefhrt und mit er-drckenden Beweisen konfrontiert. Seitdem befindet er sich in Unter-suchungshaft, streitet den Mord an Erhard P. weiterhin ab, obwohl

    seine DNA an Bekleidung, die am Tatort in Oldenburg gefunden wur-den, gesichert werden konnte. Den Angriff auf Brigitte Sternagel rumte er dagegen ein.

    Ob und wann Anklage gegen Micky M. erhoben wird, ist derzeit noch vllig unklar. Bis Redaktionsschluss war auch nicht in Erfahrung zu bringen, ob noch vor Beginn eines mglichen Prozesses ein psycholo-gisches Gutachten erstellt werden

    soll. Die Polizei konnte auch keine Angaben ber ein mgliches Motiv machen. Obwohl Micky M. bei den Taten Geld erbeutete, erscheinen ausschlielich finanzielle Grnde unwahrscheinlich, soll der mutma-liche Tter doch aus einer intakten Familie stammen und keine finanzi-ellen Probleme gehabt haben. Nach unbesttigten Medienberichten knnte jedoch Frust ber das Ende einer Beziehung als Motiv in Frage kommen.

    schuljunge verhaftet - 2fach zugeschlagen?

    19jhriger niedersachse soll einen Taxifahrer erstochen habenVon

    Jan Cassalette(jan.cassalette@hallo-taxi.de)

    Vor wenigen Wochen erst freute sich das Prsidium des BZP (sie-he Bericht in diesem Heft) ber die Tatsache, dass es seit geraumer Zeit zu keinem tdlichen berfall auf KollegInnen gekommen ist. Der 19jhrige Micky M. aus der nieder-schsischen Wesermarsch zerstrte am 25.9.2009 in der Nhe von Ol-denburg jede Hoffnung, dass dies auch in Zukunft so bleiben wrde.

    kaum vorstellbar dass dieser nette Junge einen kollegen erstochen haben soll

    Foto

    : Po

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  • Hallo TAXI 5

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    Bei dem tragischen Unfall am 11. Oktober 2008 verloren zwei junge Frauen ihr Leben. Zwlf weite-re Insassen des Groraumtaxis wur-den verletzt, sieben davon schwer. Der Kleinbus war deutlich berla-den. Der Taxifahrer hatte 13 Fahr-gste aufgenommen, obwohl er ei-

    gentlich nur acht htte mitnehmen drfen.Die jungen Leute im Alter zwischen 20 und 26 Jahren waren mit dem Kleinbus auf der Fahrt von Rastdorf ins benachbarte Lorup, wo sie das Erntedankfest besuchen wollten. Gegen 23 Uhr kam der Fahrer des

    berladenen Taxis in einer lang gezo-genen Kurve mit dem Wagen von der Strae ab. Das Fahrzeug berschlug sich mehrfach und landete im Sei-tenraum. Bei dem Unfall riss das Kunststoffdach des Taxibusses auf, und acht der 14 Insassen wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Rast-dorfs Brgermeister Hans Flteotte hlt das Urteil fr angemessen. Er zeigt sich jedoch erschrocken, dass so ein Mann berhaupt Personen be-frdern darf. Den tragischen Unfall und seine Folgen bezeichnet der Br-germeister als einen schweren Schlag fr die Gemeinde. Die beiden Md-chen fehlen dem ganzen Ort.

    Taxifahrer vor Gericht -2 1/2 Jahre Gefngnis

    haftstrafe ohne Bewhrung / Zwei Junge Frauen totVor dem Amtsgericht Meppen begann am 28. Oktober der Prozess zum Taxibus-Unfall Anfang Oktober vergangenen Jahres auf der Landstra-e 836 zwischen Rastdorf und Lorup (Niedersachsen). Der Fahrer wurde zu zweieinhalb Jahren Haftstrafe ohne Bewhrung verurteilt.

  • 6 Hallo TAXI

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    Sieger mit der Gesamtnote gut wurde Potsdam mit seinem Taxi-angebot, dicht gefolgt von Braun-schweig und Augsburg. Schlusslicht ist Karlsruhe mit der Note aus-reichend. Insgesamt fnf Stdte schnitten mit der Beurteilung gut ab, sieben mit ausreichend. Auf dem Prfstand waren der Fahrer, die Routentreue und das Fahrzeug.

    Ob eine Taxifahrt gut ist oder

    schlecht, hngt vor allem vom Fahrer ab das zeigen die aktuellen Tester-gebnisse deutlich. Neben vielen sehr guten und guten Fahrten gab es auch 35 mit den Noten mangelhaft und sehr mangelhaft. So fielen beim Verlierer Karlsruhe besonders die Umwege negativ auf, die mehr als ein Drittel der Fahrer machten. Be-sonders viele schwarze Schafe un-ter den Taxifahrern registrierten die ADAC-Tester in Dsseldorf, wo auch die mit Abstand schlechteste Fahrt im Test stattfand. Dieser Fahrer berfuhr eine Ampel, die bereits seit vier Sekunden auf rot stand. Zudem fuhr er trotz Hilfe durch das Navi-gationssystem einen Umweg von 72 Prozent. Eine Reduzierung des Prei-ses bot der Fahrer gleichwohl nicht an.

    Die besten Taxifahrer waren in Chemnitz unterwegs, die am besten ausgestatteten Fahrzeuge in Ds-seldorf und die Fahrten mit den we-nigsten Umwegen gab es in Braun-schweig. Am gnstigsten sind Taxis in Kiel (8,20 Euro fr 4 Kilometer Tagfahrt), am teuersten waren Karls-ruher Droschken (11,90 Euro) ein Preisunterschied von 45 Prozent.Damit sich Kunden auf eine gleich-bleibende Qualitt verlassen kn-nen, fordert der ADAC einheitliche Qualittsstandards. Dazu zhlen bundesweit angepasste Taxiordnun-gen und Tarifsysteme, eine bessere Fahrerausbildung sowie eine bun-desweite Akzeptanz von Kreditkar-ten beim Bezahlen. Verstrkt werden mssen darber hinaus die Kontrol-len durch unabhngige Prfer.

    2. ADAC-Taxi-Testmit unklarem ergebnis

    ADAC testet Taxifahrten in zwlf stdten / Club: erhebliche PreisunterschiedeWeite Umwege, Geschwindigkeits-berschreitungen von bis zu 47 Stun-denkilometern, Rotlichtverste und ungepflegte Taxis das sind die schwerwiegendsten Mngel beim diesjhrigen ADAC-Taxi-Test, bei dem je 20 Taxifahrten in zwlf deut-schen Stdten berprft wurden.

  • Hallo TAXI 7

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    Genau ein Jahr nach dem ersten Ta-xitest hat der ADAC die Ergebnisse eines zweiten Tests vorgestellt. Der Automobilklub hatte jeweils 20 Ta-xifahrten in 12 deutschen Stdten durchgefhrt, wobei Ortskenntnis, Fahrstil und Auftreten der Fahrer, Wahl der krzesten Fahrstrecke, technischer Zustand und Sauberkeit der Fahrzeuge sowie Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Fahrer un-tersucht wurden. Betrachtet man die 240 einzelnen Testfahrten, so schnit-ten fnf sehr gut ab, 126 gut und 74 ausreichend, aber auch 17 mangel-haft und 18 gar sehr mangelhaft.Die Ergebnisse waren in fnf Stdten sehr ordentlich (gut fr Potsdam, Braunschweig, Augsburg, Essen und Chemnitz), in anderen Stdten gibt es nach Angaben des ADAC dagegen einiges zu kritisieren. Ausreichen-de Ergebnisse erzielten Halle/Saale, Rostock, Kiel, Bremen und Dssel-dorf wie auch die zwei Schlusslich-ter, Wiesbaden und Karlsruhe. Umwege, Tempoberschreitungen und Rotlichtverste, Telefonate ohne Freisprecheinrichtung, unge-pflegte und unsaubere Taxis, kei-ne Hilfe beim Ein- und Ausladen wie auch unvollstndig oder falsch ausgefllte Quittungen waren die schwerwiegendsten Mngel, die bei rund 15 % der Fahrten zu einem

    mangelhaft oder sogar sehr man-gelhaft fhrten. Neben diesen von den Fahrern zu verantwortenden Mngeln rgerten sich die ADAC-Experten auch ber mangelnde Kre-ditkartenakzeptanz, fehlende Tarif-bersichten, Fahrerausweise oder Firmenadressen. Applaus hingegen fr die immerhin 55% freundlichen, kompetenten und hilfsbereiten Fah-rer im Test, die mit gut oder gar sehr gut bewertet wurden. Fazit des ADAC: Das Gewerbe ist besser als sein Ruf, aber noch lngst nicht richtig gut. Ohne die Ergeb